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Pink Floyd

Live at Pompeii (DVD)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003 (DVD, enthält den Film von 1971)
Besonderheiten/Stil: live; Konzeptalbum; DVD; Psychedelic
Label: Universal Pictures
Durchschnittswertung: 12/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Roger Waters Bass, Percussion, Vocals
David Gilmour Guitar, Harmonica, Vocals
Rick Wright Keyboards, Vocals
Nick Mason Drums

Tracklist

Disc 1
1. Echoes Pt. 1

1. Intro 3:25
2. Echoes Pt. 1 11:28

14:53
2. Careful with that Axe, Eugene 6:32
3. A Saucerful of Secrets 9:08
4. One of these Days I'm gonna cut you into little Pieces 5:44
5. Set the Controls for the Heart of the Sun 10:04
6. Mademoiselle Nobbs 1:53
7. Echoes Pt. 2 11:02
Gesamtlaufzeit59:16


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 4)


Es gibt so Augenblicke, da sieht man eine handvoll Leute auf ganz gewöhnlichen Instrumenten Musik machen, und auf einmal ist da eine absolute Magie, dass man denkt, die Zeit bleibt stehen und alles, worauf es wirklich ankommt, ist, dieser Musik zuzuhören.

Im Herbst 1971 spielten Pink Floyd Live in Pompeii. Live in Pompeii? Pink Floyd traten wohl live in den Ruinen der in antiker Zeit vom Vulkanausbruch zerstörten Stadt Pompeii auf. Aber ohne Publikum. D.h. die normale Live-Atmosphäre fehlt bei Live at Pompeii. Dafür zeichnet sich diese Aufnahme durch eine introspektive, selbstvergessene Darbietung aus - vor dem toten Publikum der Stadt Pompeii, den antiken Gemäuern und Relikten, dem Vulkan und der Lava.

Pink Floyd-Songs der Jahre 1968 und 1971 verschmelzen zu einem Sound. Sie sind psychedelisch-sphärisch (Echoes, A Saucerful of Secrets), psychedelisch-eruptiv (Careful with that Axe, Eugene), psychedelisch-experimentell (A Saucerful of Secrets), psychedelisch-dynamisch (One of these days I'm gonna cut you into little Pieces) und psychedelisch-orientalisch bis spacig (Set the Controls for the Heart of the Sun). Dazwischen noch ein musikalischer Witz (Mademoiselle Nobbs).

Die DVD enthält neben den üblichen Beigaben vor allem drei Filme: Das Original von 1971 (60 min.), das bisher nur als Video vorlag, den Director's Cut von 2002 (90 min.) und ein Interview mit dem Regisseur Adrian Maben aus dem Jahr 2002 (20 min.).

Der Director_s Cut ist mit neuen Bildern, Szenen aus dem Studio - auch zur Aufnahme von DARK SIDE OF THE MOON -, Gesprächen mit den Musikern im Studio und in der Kantine angereichert. Das ist ganz nett und bietet mal was Neues aus altem Material. Leider stören die dazwischen geschobenen Teile den Fluss der Musik. Aber da ja auch das rein musikalische Original vorhanden ist, ist dies sogar ein Gewinn.

Pink Floyd bieten auf LIVE AT POMPEII eine der ausgereiftesten Leistungen der Psychedelic überhaupt.

Anspieltipp(s): Echoes, A Saucerful of Secrets
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.10.2003
Letzte Änderung: 6.3.2012
Wertung: 15/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 2 von 4)


Obwohl ich Pink Floyd musikalisch nicht so wahnsinnig liebe, gibt es keinen Zweifel, dass das Pompeji-Konzert für die Entwicklung und das Image der Rockmusik eine außerordentlich große Bedeutung gehabt hat (für die Erschütterung bedeutender antiker Stätten mittels Schallwellen wohl auch).

Die Selbstvergessenheit allerdings, die Christian konstatiert, kann ich in diesem Film nicht entdecken. Es stimmt schon, die Kamera inszeniert manchmal eine Art Schweigen der Bilder (wenn so etwas existieren sollte), es gibt diese eigenartige, fast gespenstische Ruhe von Kamerafahrten, die man auch aus anderen Filmen der 70er kennt.

Aber das ändert natürlich nichts daran, dass dies eine der prätentiösten Selbstbespiegelungen der Rockgeschichte ist. "Pink Floyd in Pomp" wäre auch kein schlechter Titel. Die Band und ihr Regisseur versuchen aus dem antiken Hintergrund kulturelle Bedeutung zu saugen, dem Pop-Modus zu entkommen und aus einer nicht unbedingt virtuosen Instrumentenbeherrschung eine Art psychedelisches E-Musikantentum zu generieren. Der Geist des Rock´n´Roll wird mit der Oberschule vermählt und zugleich eine Showformel geboren.

Venedig und das geteilte Berlin dienten später in ähnlicher Weise als Kulissen, aber nur im publikumsleeren Pompeji funktionierte die Suggestion wirklich. Die Anmaßung, an der der "Prog" in den späten 70ern fast völlig zugrunde gehen sollte - weil niemand mehr sie ernst nahm -, ist hier noch ein kreativer, wenn auch nicht immer sympathischer Impuls.

P.S.: Die DVD-Neuveröffentlichung wirft sich sogar mit der Ankündigung von Texten und Überblicksplänen zur Geschichte Pompejis in die Brust - dahinter verbirgt sich allerdings nur ein äußerst kümmerliches Feature.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.10.2003
Letzte Änderung: 13.9.2006
Wertung: keine

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 4)


Hier möchte ich nur kurz anmerken, dass die ursprüngliche Fassung des Films dem "Director's Cut" eindeutig vorzuziehen ist. Bei letzterem gehen einem nämlich die zwischen die einzelnen Songs eingefügten Quasselsequenzen ziemlich schnell auf den Senkel - zwischen stimmungsvollen Bildern aus Pompeii die Band beim Mittagessen in der EMI Kantine zu betrachten, reißt den Betrachter doch irgendwie unsanft aus seinem psychedelischen Trip heraus. Immerhin, für Frankreich-Urlauber könnte eine Sequenz interessant sein, in der man die Jungs beim Verzehren von Austern sieht. Und um der Gerechtigkeit willen sei noch festgehalten, dass die Aufnahmen von den Proben zu Dark Side of the Moon durchaus von historischem Wert sind - aber musste man deswegen das Konzert zerstückeln?

Aber ich will nicht zu viel meckern, schließlich gibt es auf der Neuausgabe dieser DVD beide Fassungen zu sehen, und die musikalische Qualität ist sowieso beide Male gleich. Übrigens wurde auch bei der ursprünglichen Fassung ein wenig "geschummelt", zwei Stücke wurden nämlich in Paris aufgenommen und erst nachträglich mit Bildern aus Pompeii unterlegt. Das erfährt man aus dem Interview mit Regisseur Adrian Maben, aus dem man ebenfalls erfährt, dass dieser ursprünglich das Konzert mit Gemälden surrealistischer Maler illustrieren wollte - möchte nicht wissen, was Kollege RJG zu so einem Film geschrieben hätte ;-)

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.9.2006
Letzte Änderung: 20.9.2006
Wertung: 11/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 4 von 4)


Die von Jochen erwähnten Gemälde waren eine ursprüngliche Idee, für die dann Pompeii quasi als Lückenbüßer einspringen musste. Mabens Vorschlag war bei den Vertretern der Band nicht gerade auf Begeisterung gestoßen. Wie Ralf das gesehen hätte, weiß ich nicht, ich persönlich finde die Idee immer noch gut - auch wenn die schon fast reflexhafte Assoziation von Pink Floyd und Surrealismus natürlich totaler Unsinn ist - an dieser Musik ist nichts Surrealistisches.

Geschummelt wurde übrigens nicht nur mit den Pariser Aufnahmen, sondern auch bei dem "Dark-Side"-Material. Das wurde nämlich nach Abschluss der Arbeiten nachgestellt. Naja, bei einer Band, die sich nie wirklich das Wort "Authentizität" auf die Fahnen geschrieben hat, ist das vermutlich nicht so wild.

Aber auch sonst wurde hier gestückelt, schon beim Originalfilm. Da sind nämlich einige Rollen auf dem Weg von Italien zum Schneidetisch verloren gegangen. Berühmt ist die Stelle, wo man zu den Worten "One of these days I'm gonna cut you into little Pieces" ständig Nick Mason zu sehen kriegt - es gab kein anderes Material! Trotzdem ist der Film atmosphärisch sehr gelungen, und, obwohl (oder gerade weil) er damals wegen seiner späten Veröffentlichung im "Dark Side"-Hype unterging, bis heute ein schönes Dokument der Band vor ihrem Meilensteinalbum.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.6.2007
Letzte Änderung: 27.3.2013
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pink Floyd

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1967 The Piper at the Gates of Dawn 9.50 5
1968 A Saucerful Of Secrets 10.00 6
1969 More 9.75 4
1969 Ummagumma 11.33 4
1970 Atom Heart Mother 11.33 4
1971 Meddle 12.00 3
1971 Relics 9.00 2
1972 Obscured By Clouds 9.67 4
1973 The Dark Side of the Moon 12.29 7
1974 Masters Of Rock - 1
1975 Wish You Were Here 11.00 8
1977 Animals 13.00 6
1979 The Wall 8.40 7
1980 Is there anybody out there? - The Wall live 1980/81 7.00 1
1981 A Collection Of Great Dance Songs 12.00 1
1983 The Final Cut 8.75 8
1987 A Momentary Lapse of Reason 6.75 4
1988 Delicate Sound of Thunder 9.33 3
1989 Delicate Sound of Thunder (Video) 4.00 1
1994 The Division Bell 5.40 5
1995 London '66-'67 - 1
1995 P.U.L.S.E. 9.00 3
2003 The Pink Floyd & Syd Barrett Story (DVD) 7.00 1
2005 London 1966/1967 (DVD) - 1
2006 P.U.L.S.E. (DVD) 10.00 2
2011 Discovery - 1
2014 The Endless River 10.00 5

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