SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
28.3.2017
öOoOoOoOoOo (Chenille) - Samen
Elbow - Build a Rocket Boys!
Jü - Summa
27.3.2017
Änglagård - Made In Norway (DVD/Bluray)
Michel Sajrawy - Floating City
26.3.2017
Aican - Don't Go Deep Into The Forest
Plurima Mundi - Percorso
Horse Lords - Horse Lords
Magenta - Chaos From The Stage
25.3.2017
Cozmic Corridors - Cozmic Corridors
Sensifer - Center Of Oceans
Neal Morse - Morsefest 2015
Mastermind - Tragic Symphony
Birdeatsbaby - Tanta Furia
24.3.2017
Conrad Schnitzler & Pole - Con-Struct
The Hirsch Effekt - Holon : Agnosie
Elbow - The Seldom Seen Kid
Ingranaggi Della Valle - In Hoc Signo
ARCHIV
STATISTIK
23286 Rezensionen zu 15898 Alben von 6166 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Mastermind

Excelsior!

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Jazzrock / Fusion; Metal
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 12.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Bill Berends guitars, midi-guitar, bass
Rich Berends drums, timpani, percussion
Jens Johansson keyboard and synthesizer

Gastmusiker

Bob Eckman 5 string bass
Mike Mironov tabla and percussion

Tracklist

Disc 1
1. On the road by noon 6:14
2. The approaching storm 7:15
3. Tokyo rain 6:34
4. The red hour 1:36
5. Decide for yourself 5:22
6. Sudden impulse 4:58
7. Sky dance 5:52
8. When the walls fell 13:23
Gesamtlaufzeit51:14


Rezensionen


Von: Jörg Graf @ (Rezension 1 von 2)


Überraschungsalben sind immer gerne gesehen. Das, was ich bisher so von älteren Mastermind-Scheiben gehört habe, fand ich immer eher belustigend als ansprechend. "Die sollten lieber mal...", ging es mir immer durch den Kopf, wenn an sich gute Ideen unter peinlichen Ausführungen begraben wurden.

"Bill, Du frickelst unheimlich gut. Aber stilistisch ist Retro-Prog nicht so das ganz treffende Umfeld. Ihr solltet lieber mal in Richtung Fusion gehen." Wird gemacht...

"Auf einem Retro-Album sollte sicherlich auch Gesang nicht fehlen. Aber Bill, Du kannst doch gar nicht singen. Ihr solltet lieber mal ein Instrumentalalbum ansteuern." Wird gemacht...

"Bill, Du zauberst mit der Klampfe immer so spassige Klänge aus Deinem MIDI-Synthie, die allerdings in ihrer Dünne nur wenig hermachen. Willst Du nicht mal ein bisschen klotzen und Keyboards zur Hilfe nehmen, die ein wenig Klangwände schaffen?" Wird gemacht...

So wurde es gemacht. Eine schöne Mischung aus Fusion, Metal und Prog hört man nicht alle Tage. Bill lässt tatsächlich sein Mikro im Schrank. Zudem werden die beiden Berends-Brüder durch einen dritten Mann unterstützt, und zwar von keinem geringeren als Keyboarder Jens Johansson, der sich in Frickelgefilden bestens auskennt, hat er sich doch schon reichlich Duelle mit den Gitarren bei Yngwie Malsteen's Rising Force oder Stratovarius geleistet.

Und gefrickelt wird hier, was das Zeug hält. Bill und Jens liefern sich ständig Duelle, aber auch Rich bekommt immer wieder mal einen Solopart und geht auch sonst eher vertrackt/verspielt zu werke. Spannend ist vor allem wie er mühelos Geknüppel, Vertracktes und Entspanntes unter einen Hut bekommt.

Viele Songs sind ähnlich arrangiert, aber jeder vermittelt eine ganz eigene Stimmung. Die Melodien von "On the road by noon" und "Tokyo rain" beispielsweise sind fast völlig identisch, dennoch könnten die Tracks nicht verschiedener wirken. "On the road" treibt vor sich her, während "Tokyo rain" in Melancholie zerfliesst. "The approaching storm" fängt ruhig an, wechselt aber dann in einen der genialsten Agressiv-Modi, die ich je gehört habe. "The red hour" ist ein chaotischer Filler, der aber durchaus zu gefallen weiss. "Decide for yourself" kann sich tatsächlich nicht entscheiden, ob es ruhig bleiben oder sich beeilen soll. "Sudden impulse" ist treibend und vertrackt zugleich. "Sky dance" ist die einzige Nummer, die mir nicht so ganz zusagt. Einerseits bedrohlich düster, andererseits mit beruhigender Percussion, lebt es nur vom Sound und plätschert vor sich hin.

Der Longtrack "When the walls fell" bietet eine spannend aufgebaute Suite, in dem bedrohlicher Bombast zum einen Teil in Hektik, zum anderen Teil in Entspanntheit umschlägt.

Ich muss sagen, daß mir die Platte mit jedem Durchlauf besser gefällt. Immer wieder findet man Passagen, auf die man vorher noch nicht geachtet hat. Wem Dinger wie Liquid Tension Experiment zusagen und sich das ganze noch ein wenig gesetzter und fusionlastiger vorstellen kann, sollte hier mal reinhören.

Anspieltipp(s): The approaching storm, Sudden impulse
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.11.2003
Letzte Änderung: 17.8.2005
Wertung: 13/15

Zum Seitenanfang

Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Das schwächste Glied beim sehr powervollen Progressive / Hard Rock von Mastermind war bisher der Gesang von Gitarrist, Songschreiber und Produzent Bill Berends. Sich wohl dieses Makels bewusst, ist die fünfte Veröffentlichung der aus New Jersey stammenden Brüder Bill und Rich Berends rein instrumental. Als Verstärkung holten sie sich für dieses Projekt noch Keyboardvirtuosen Jens Johansson (Stratovarius, ex-Yngwie Malmsteen) und als neuen Bassisten Bob Eckman mit ins Studio. In dieser Besetzung entstand "Excelsior!" Nach den Aufnahmen stieß zum neuen Mastermind Line Up noch die Sängerin / Gitarristin Lisa Bouchelle hinzu, die besonders hinsichtlich der gesanglichen Qualität die Band in neuem Licht strahlen lässt.

Doch zurück zu "Excelsior!", welches den gewohnten Mastermind Sound bietet: Midi Gitarre mit Fanfarenklängen, virtuose, weitausschweifende Soli und druckvolles Schlagzeug. Erschlagender Bombast im Stil ihres zweiten Albums "Volume 2 - Brainstorm" ist bis auf das komplexe, recht kurze "The red hour", sowie weite Teile des über dreizehnminütigen "When the walls fell" nicht zu finden. Dennoch ist das Tempo mehr im oberen Bereich anzusiedeln, wie auch wiederum auf sinfonische Bombastelemente gebaut wurde. Doch wird auch des öfteren das Tempo zurückgenommen, leichte Jazz Rock Elemente eingestreut, um somit die inhaltliche Spannung aufrechtzuerhalten.

Auf der anderen Seite der Gefühlsskala steht die melancholische Ballade "Tokyo rain", sowie das düster-bedrohliche "Sky dancer", welches die Amerikaner mal von einer anderen, dunkleren Seite zeigt. Weiterhin verhelfen gelegentliche Akustikgitarreneinlagen und ein Saxophonsolo von Bill Berends der Musik zu mehr Charakter. Wozu man die Hilfe von Jens Johansson benötigte, bleibt jedoch etwas unklar. Er sorgt mehr für den atmosphärischen Unterbau, als dass er unbedingt solistisch glänzt (Ausnahme: das orgiastische Gitarren / Keyboardduell auf "When the walls fell"). Vielleicht soll sein Mitwirken aber auch etwas den Verkauf fördern.

Was soll alles Raten, "Excelsior!" ist ein sehr gutes Instrumentalalbum, welches Tempo, Härte, Virtuosität, Melodie und Bombast zu einer packenden Einheit verschmilzt.

Anspieltipp(s): Toyko rain, When the walls fell
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.8.2004
Letzte Änderung: 5.10.2004
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mastermind

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1990 Volume One 7.33 3
1991 Volume Two "Brainstorm" 9.00 3
1995 Tragic Symphony 9.50 2
1996 Until Eternity 9.00 2
1997 Live in Tokyo 10.00 1
2000 Prog, Fusion, Metal, Leather & Sweat 11.00 1
2001 Angels of the Apocalypse 10.00 1
2006 Broken (CD-Single/EP) 7.00 1
2010 Insomnia 8.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum