Jet Propelled Photographs
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
BYG-Records |
| Durchschnittswertung: |
7.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Daevid Allen |
Guitar, Vocals |
| Kevin Ayers |
Bass, Guitar, Vocals |
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| Mike Ratledge |
Organ, Piano |
| Robert Wyatt |
Drums, Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
That's How Much I Need You Now
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2:29
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| 2. |
Save Yourself
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2:45
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| 3. |
I Should've Known
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7:30
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| 4. |
Jet Propelled Photograph
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2:33
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| 5. |
When I Don't Want You
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2:49
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| 6. |
Memories
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2:59
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| 7. |
You Don't Remember
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3:45
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| 8. |
She's Gone
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2:11
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| 9. |
I'd Rather Be With You
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3:40
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| Gesamtlaufzeit | 30:41 |
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Rezensionen

Im April 1967 begab sich die Urbesetzung von Soft Machine - Daevid Allen, Kevin Ayers, Robert Wyatt und Mike Ratledge - ins Studio, um ein paar Demos für ihr geplantes Debütalbum aufzunehmen. Im darauffolgenden Sommer war die Band in St. Tropez, um an einem Avantgarde-Theater-Projekt teilzunehmen. Bei der Rückreise wurde Daevid Allen die Einreise nach England verweigert, was dazu führte, daß Soft Machine zum Trio schrumpften, und als solches 1968 ihr Debüt-LP aufnehmen sollten. Allen blieb in Frankreich und stellte innerhalb der nächsten zwei Jahre eine eigene Band auf die Beine - Gong! Somit sind die Demoaufnahmen vom Frühjahr 1967 eines der seltenen Tondokumente des Urquartetts in erträglicher Studioqualität, die uns erhalten geblieben sind.
Diese Stücke sind erstaunlicherweise mit die am häufigsten veröffentlichten Tracks von Soft Machine, die unzählige Reeditionen miterlebt haben, meist mit verschiedenen Covern und Albumtiteln. Zuerst erschien das Material 1971 auf zwei Samplern des Französischen BYG Labels ("Rock Generation Vol.7" und "Vol. 8"), dann 1972 auf einer LP bei BYG namens "Face And Place Vol. 7", weshalb ich 1972 als Erscheinungsjahr dieser Aufnahmen angegeben habe, wurde doch in diesem Jahr das Material in dieser Zusammenstellung erstmals auf einer LP veröffentlicht. Danach erschienen die Aufnahmen meist unter dem Titel "Jet Propelled Photographs", z.B. auf LPs von Charly (1976) oder Decal (1988) und auf diversen Bootlegs. Auch unter dem Titel "At the beginning" und einfach nur "Soft Machine" wurden die Stücke auf LP und CD gepreßt. Eine der derzeit erhältlichen CDs mit dem Material gibt es von Charly ("digitally remastered"), wieder mit dem Titel "Jet Propelled Photographs", deren Cover oben gezeigt ist. Ich selbst habe die BYG-LP von 1972, die bis vor ein paar Jahren noch recht günstig auf Flohmärkten und Plattenbörsen zu finden war.
Die Musik der Band auf dieser Aufnahme unterscheidet sich nicht grundlegend von der auf der ersten LP zu findenden: Psychedelisch-jazziger Art-Beat-Pop der Endsechziger. Die studiotechnischen Spielereien von Volume 1 fehlen hier natürlich, die Stücke sind eben nur unproduzierte Demos. Der Sound ist jedoch durchaus gut, etwas dumpf vielleicht, aber was will man schon von Aufnahmen aus dem Jahre 1967 erwarten, die nicht zur Veröffentlichung bestimmt waren. Vermutlich ist der Klang der remasterten CD-Versionen noch ein Stück besser. Was diese Musik von den späteren Soft Machine Werken aber doch unterscheidet, ist Daevid Allens Gitarre, die die meisten Songs hier beherrscht, z.B. das lange "I Should've Known", das fast zur Hälfte aus begleiteten, wenn auch nicht furchtbar virtuosen E-Gitarren-Soli besteht. Dadurch verliert die Musik - im Vergleich z.B. zu den späteren Vol. 1 und Vol. 2 - an Originalität, war doch das Fehlen eines Leadgitarristen auch eines der Markenzeichen der Soft Machine. Eine Folge davon ist, daß Ratledges Orgelspiel hier noch nicht so dominant ist wie auf späteren Werken der Band (noch ein Markenzeichen, das fehlt), wenn es auch in dem schon erwähnten "I Should've Known" recht nette Gitarren-Orgel Wechselspiele gibt, die es so bei Soft Machine nie wieder geben sollte.
Kurzum, die Musik dieser Scheibe hebt sich kaum vom üblichen Sixties-Rock der damaligen Zeit ab. Einzig Wyatts Gesang ist auch schon hier recht eigen und hebt die Scheibe dann doch über den Durchschnitt. "That's How Much I Need You Now" ist schon eine der typischen Wyatt-Balladen, ganz im Stil seiner späteren Solo Werke ("O Caroline" auf Matching Mole z.B.). Gut die Hälfte der Nummern hier stammen aus der Feder von Hugh Hopper, der damals nur Roadie der Band war, darunter das legendäre "Memories", welches schon im Repertoire der Wilde Flowers auftauchte. "Save Yourself" ist der einzige Track, welcher mehr oder weniger unverändert später auf Volume 1 auftauchen sollte. Das Titelstück ("Jet Propelled Photograph") ist übrigens eine Urfassung von "Shooting At The Moon", das später auf Ayers gleichnamiger Solo-LP einen Platz finden sollte. Auch sonst gibt es hier immer wieder einige Fragmente, die ein gewisses Deja-Ecouté auslösen und offenbar auf diversen späteren Produktionen der beteiligten Musiker, in der einen oder anderen Form, wieder auftauchen, ohne daß ich jetzt genau angeben könnte, wo genau.
Diese Scheibe ist sicherlich nur für Fans von Soft Machine interessant, als historisches Dokument, welches die Urformation dieser Band vorstellt. Trotzdem ist sie ganz nett anzuhören, vor allem für diejenigen, die mit der Musik der späten 60er etwas anfangen können.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.11.2003 |
| Letzte Änderung: |
24.4.2009 |
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Nun habe ich diese CD auch in meinem Besitz und kann noch einige Anmerkungen dazu machen.
Im Sound scheint sie nicht besser zu klingen als Achims LP-Ausgabe. Immer noch sind die Aufnahmen etwas dumpf im Sound, aber trotzdem anhörbar.
Im Booklettext steht, dass die einzelnen Mitglieder unterschiedlich zufrieden waren mit den Aufnahmen, besonders Allens Gitarrenarbeit wird freundlich als "atonal" umschrieben. Man kann es übersetzen in: er liegt manchmal daneben. Insofern sind seine Neueinspielungen bei "Jet Propelled Photograph" sinnvoll. Ansonsten sind dies bis auf das längere "I should've known" kleine 60s-Pop-Perlen mit leichtem Psychedelic-Einschlag. Ich kenne von der Band zu wenig, um sie mit den späteren Aufnahmen vergleichen zu können, aber viele Titel erinnern mich allein durch Wyatts Gesang eher an seine Soloplatten, allerdings im Stile der Beat-Club-Zeiten instrumentiert. Oft liefert Ratledges Orgel einen leicht spacigen Hintergrund, der an die sehr frühen Pink Floyd erinnert (die mit Soft Machine damals die Psychedelic in England einläuteten). Im Gegensatz zu diesen sind Soft Machine langsamer und eher im Jazz behaftet, was man bei Wyatts Schlagzeugspiel hört.
Fazit: niedliche kleine Songs, untypisch für die Band, aber ein schönes Dokument für die damalige Zeit. Für Komplettisten der Band und Freunde der frühen britischen Psychedelic.
| Anspieltipp(s): |
Memories |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.1.2005 |
| Letzte Änderung: |
16.1.2005 |
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