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24184 Rezensionen zu 16531 Alben von 6439 Bands.
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Pink Floyd

Meddle

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1971
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: EMI
Durchschnittswertung: 12/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Roger Waters Bass guitar and vocals
Nick Mason Percussion
Dave Gilmour Guitars and vocals
Rick Wright Keyboards and vocals

Tracklist

Disc 1
1. One of these days 5.57
2. A Pillow of winds 5.07
3. Fearless 6.05
4. San Tropez 3.40
5. Seamus 2.13
6. Echoes 23.31
Gesamtlaufzeit46:33


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 3)


Mit dieser Platte haben die vier Musiker nach eigener Einschätzung endlich den richtigen Weg betreten.Dieses dürfte vor allem für den epischen, über 20-minütigen Track "Echoes" gelten. Davor aber muß der Hörer fünf sehr unterschiedliche Songs über sich ergehen lassen.

Eröffnet wird die Reihe von einem einfach-genialen Instrumentalstück, das mit Windgeräuschen beginnt, aus denen ein einfaches, treibendes Bass-Motiv hervorgeht.Darüber hört man sparsame Orgelakkorde und zornige Gitarren.

Im Mittelteil von "One of these days",da vibriert und pulsiert es, als hätte man das Tonband mit dem Bass-Sound auseinandergeschnitten und beim Zusammenfügen die Hälfte weggelassen.Dazu droht Masons verfremdete Stimme irgendjemand in kleine Stücke schneiden zu wollen. Zum Schluß wird aus "One of these days" ein lebhaft rockendes Stück, mit singenden Gitarren von Gilmour. Sehr beeindruckend die Nummer, das war vielleich meine erste bewußte Begegnung mit Rockmusik im weitesten Sinne...

Die Windgeräusche kehren wieder zurück, um als Überleitung zur folkig-akustischen Gitarrenballade "A Pillow of Winds" zu dienen. Hier überzeugt vor allem die von Gilmour gesungene stimmungsvolle Melodie. Melodisch ist auch "Fearless" sehr gelungen, ein Gilmour-Song mit einprägsamem Gitarrenriff und einem Text von Waters, der angeblich mit Anspielungen auf Syd Barrett gespickt ist. Zum Schluß grölen dann die Fußballfans ein Lied von Rodgers und Hammerstein. Darauf folgt "San Tropez", ein charmantes, jazziges Stück, das unter Floyd-Fans als dankbares Haßobjekt gehandelt wird.

Bei der einfallslosen, mit Hundegeheul versehenen Blues-Nummer "Seamus" sind sich allerdings alle einig: nur als Witz akzeptabel.

Damit kommen wir zum Track "Echoes", ohne den es "Dark Side.." sowie die vielen Nachahmer-Bands nicht gegeben hätte. "Echoes" beginnt mit einem suggestiven Keyboard-Feedback-Effekt, der durch Zufall im Studio entstand. Ein kurzes Instrumentalintro wird vom ruhigen Gesangsthema abgelöst, das nach einem rockigen Übergang in einigen sphärischen, vom einfachen Rhythmus mit Orgelbegleitung getragenen Gitarrensolos mündet.

Diesbezüglich muß gesagt werden, dass ohne Dave Gilmours einmaliges Gitarrenspiel, Pink Floyd wohl auch nie die riesige Resonanz erfahren würden. Als nächstes entführt uns Mr. Wright in eine beeindruckende, fantasieanregende Welt der Keyboardsounds: vielleicht eine kalte Höhlenwelt, klares Winterfirmament oder Ähnliches musikalisch wiedergebend. Als Kontrast zu diesem unfreundlichen Ambiente kommt eine euphorische, aufsteigende Gitarren/Keyboards-Passage. Zum Abschluß gibt's eine erneute Begegnung mit dem bereits bekannten Gesangsthema, danach löst sich "Echoes" in himmlischen Chören auf. Proggig oder nicht, "Meddle" bleibt für viele ein wegweisender Klassiker.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.4.2002
Letzte Änderung: 29.4.2002
Wertung: 13/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 3)


Hier muss ich - obwohl bekennender Floyd-Verehrer (spätere Alben ausgenommen) - etwas auf die Euphorie-Bremse treten. Meddle enthält sicherlich zwei Klassiker der Band, One of these days und Echoes. Gerade letzeres ist für mich so ziemlich, der erste typische Floyd-Titel.

Was sich zwischen diesen beiden Giganten tummelt, fällt allerdings höchstens in die Kategorie "nett". A Pillow of Winds ist eine hübsche, aber harmlose akustische Ballade, Fearless leidet etwas unter dem zu langen Gröhlteil am Schluss. Das swingende San Tropez finde ich recht charmant, kann mir gut vorstellen, dass "harte" Floyd-Fans nicht viel Gefallen daran finden - dafür ist es zu weit weg von dem, was man sich üblicherweise unter Pink Floyd vorstellt. Das gilt auch für Seamus, das leider deutlich weniger gelungen ist (mal wieder ein Beispiel dafür, dass Prog und Blues sich im allgemeinen nicht gut vertragen). Obwohl, es hat schon wieder so einen gewissen Trash-Faktor.

Somit sind hier, gemessen an den Laufzeiten der Songs, zwei Drittel Klassiker und ein Drittel eher harmloses Material drauf. Das ist mir für eine Spitzenbewertung nicht genug.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.6.2007
Letzte Änderung: 8.6.2007
Wertung: 11/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 3 von 3)


Ich kann mich noch genau erinnern, als ich das erste Mal „Echoes“ hörte. Ich war 13 und erwartete etwas à la „Supper’s Ready“ oder „Close to the Edge“. Pling. Pling. Es dauerte nicht lange und ich war bedient. Pling. Dass „Meddle“ mehr ist, als nur der dominante Longtrack, verstand ich erst drei Jahre später beim zweiten Anlauf: die Platte hat auch eine A-Seite.

Cool ist es heutzutage, wieder Vinyl zu hören, finden die Hipsters aus’m Feuilleton. Wirklich cool ist es aber, nie aufgehört haben, Vinyl zu hören. Die „Meddle“-LP meiner Jugend ist heute unschön anzuhören und anzuschauen. Gut also, dass Pink Floyd ihren Schallplattenkatalog nach und nach wiederveröffentlichen. Und dies tun sie the Floyd way: Cover und Tonträger kommen in Topqualität (was man nicht von allen LP-Pressungen der jüngeren Vergangenheit behaupten kann). Klar, inzwischen streitet man in der Vinyl-Familie, ob 140 Gramm oder doch 180 bei 33 oder 45 Umdrehungen in der Minute für das beste Klangerlebnis sorgen. Die Pink Floyd-Neuauflagen kommen in 180 Gramm bei 33 rpm und genau das ist my way. Das Artwork wurde originalgetreu reproduziert und der Coverdruck ist vorbildlich. Volle Punktzahl.

Warum Vinyl? Was bei mir kaum zieht, ist das Argument „Klang“. Wenn ich geilen Klang will, dann drücke ich den Power-Button meiner 5.1-Anlage und lege Wilsons Bearbeitung von „Relayer“ ein. Das ist geiler Klang! Vinyl aber ist mein Baumhaus. Wer hat als junger Kerl (vorausgesetzt man ist heute mind. 40) nicht Stunden mit Schallplatten und dem dazugehörigen Artwork nebst Texten verbracht? Selbst durchschnittliche LPs wurden in Grund und Boden gehört und analysiert. Heute habe ich Kisten voller ungehörter CDs von Bands, die ich eigentlich toll finde, im Keller stehen. CDs werden auf der Fahrt ins Büro mal eben ins Autoradio geworfen, kurz angetestet, schwupps, die nächste bitte. Vinyl ist mein Baumhaus. Kaufe ich mir heute die Vinylausgabe eines neuen Albums einer Band, die ich eigentlich toll finde, dann nehme ich mir mal wieder Zeit für das Artwork, die Texte. Ein, zwei Gläser Lustigmacher und dann wird andächtig betrachtet, gelesen und vor allem gelauscht. Quality time im Baumhaus. Wenn es dann noch so geil klingt, wie in diesem Fall, dann ist dies natürlich noch das Sahnehäubchen. Volle Punktzahl.

Pling. Mit 16 mein zweiter Meddle-Versuch. Diesmal zu dem psychedelischen Video mit den Wellen und, ihr wisst schon, der tanzenden Dame. Diesmal war’s toll. „Echoes“ ist ein zeitloser Klassiker, vielleicht der Floyd-Song. Ein rezeptfreies Mittel, diese Welt mal eben für 23 Minuten zu verlassen. One of these days I’m going to cut you into little pieces… - ein weiterer Klassiker. Großartig und wahrlich progressiv. “Fearless”, ok. Der Rest, geschenkt.

Als Album ist „Meddle“ ein Muss, auch wenn nicht alle Songs zünden. Vinyl ist mehr als nur ein Spleen, der derzeit en vogue ist. Vinyl ist ein Entschleuniger, Vinyl ist das Gegenteil von Burn-Out, „Echoes“ ein heilender Drops. Kein ernsthafter Progressive-Rock-Fan kommt ohne dieses Stück aus.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.9.2016
Letzte Änderung: 29.9.2016
Wertung: keine Für die Vinyl-Neuauflage in Sound und Optik volle Punktzahl.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pink Floyd

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1967 The Piper at the Gates of Dawn 9.50 5
1968 A Saucerful Of Secrets 10.00 6
1969 More 9.75 4
1969 Ummagumma 11.33 4
1970 Atom Heart Mother 11.33 4
1971 Relics 9.00 2
1972 Obscured By Clouds 9.67 4
1973 The Dark Side of the Moon 12.29 7
1974 Masters Of Rock - 1
1975 Wish You Were Here 11.00 8
1977 Animals 13.00 6
1979 The Wall 8.40 7
1980 Is there anybody out there? - The Wall live 1980/81 7.00 1
1981 A Collection Of Great Dance Songs 12.00 1
1983 The Final Cut 8.75 8
1987 A Momentary Lapse of Reason 6.75 4
1988 Delicate Sound of Thunder 9.33 3
1989 Delicate Sound of Thunder (Video) 4.00 1
1994 The Division Bell 5.40 5
1995 P.U.L.S.E. 9.00 3
1995 London '66-'67 - 1
2003 Live at Pompeii (DVD) 12.00 4
2003 The Pink Floyd & Syd Barrett Story (DVD) 7.00 1
2005 London 1966/1967 (DVD) - 1
2006 P.U.L.S.E. (DVD) 10.00 2
2011 Discovery - 1
2014 The Endless River 10.00 5

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