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Styx

Brave New World

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR
Label: SPV
Durchschnittswertung: 6.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

James Young guitar, vocals
Dennis DeYoung keys, vocals
Tommy Shaw guitar, keys, vocals, sampling, programming, sequencing
Chuck Panozzo bass
Todd Sucherman drums, perc.

Tracklist

Disc 1
1. I Will Be Your Witness 04:29
2. Brave New World 05:13
3. While There's Still Time 03:51
4. Number One 04:31
5. Best New Face 03:34
6. What Have They Done To you 04:31
7. Fallen Angel 04:47
8. Everything Is Cool 05:17
9. Great Expectations 04:42
10. Heavy Water 04:27
11. High Crimes & Misdemeanors   (Hip Hop-Cracy) 03:24
12. Just Fell In 03:23
13. Goodbye Roseland 03:47
14. Brave New World   (reprise) 03:31
Gesamtlaufzeit59:27


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 1 von 2)


Nachdem sich Styx in der annähernden "Bestbesetzung" (Drummer John Panozzo war zwischenzeitlich verstorben) 1997 wieder zusammengefunden hatten, war 1999 ein neues Studioalbum fällig. Wahrscheinlich waren die Erwartungen genauso gross wie auch die Befürchtungen... Ein weiteres Werk nahe am Schleim des AOR? Eine ähnliche Pleite wie "Kilroy..."?

Um es kurz zu machen: Ein bisschen von allem. Das Album ist sicherlich nicht besonders schlecht, aber auch nicht besonders gut. Es wechseln sich die typischen Styx-Schmacht-Bombast-Fetzer (bis hin zur plüschigen Peinlichkeit..."I Will Be Your Witness", "Brave New World", "Fallen Angel") ab mit veritablen Rockern, die teilweise mit recht netten Einfällen ("Best New Face", "Everything Is Cool"), teilweise mit erdigem Rock'n'Roll glänzen ("Just Fell In"). Zaghafte Versuche den Sound insgesamt etwas zu modernisieren gehen voll in die Hose ("High Crimes & Misdemeanors"), kommen aber glücklicherweise nicht recht oft vor. "Everything Is Cool" ist ein toller Live-Kracher, wie alle Besucher der "Styxworld 2001"-Tour bestätigen werden können.

Fazit: Styx stecken tief im Sumpf des AOR, aber für Fans (und auch andere, die sich einfach mal von lockerer Gute-Laune-Musik umspülen lassen wollen) durchaus geniessbar.

Anspieltipp(s): Everything Is Cool, Best New Face
Vergleichbar mit: dem meisten anderen von Styx, Journey (aber ein bisschen anspruchsvoller)
Veröffentlicht am: 29.11.2003
Letzte Änderung: 29.11.2003
Wertung: 8/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 2 von 2)


Nachdem sich die amerikanische Band Styx im Jahr 1997 wieder formiert hatte und zunächst ein hauptsächlich aus Live-Titeln bestehendes Album eingespielt wurde, folgte 1999 sogar ein erneutes Studioalbum. Von der erfolgreichen Formation der Endsiebziger und Achtziger Jahre fehlte dabei lediglich Drummer John Panozzo, der leider drei Jahre zuvor verstorben war.

Nun, die Musik auf „Brave New World“ ist zweigeteilt zu betrachten. Da sind zum einen die Kompositionen des Tommy Shaw, die manchmal in Verbindung mit James Young oder mit Jack Blades entstanden. Und dann gibt es da die Kompositionen von Dennis De Young.

Handelt es sich um Lieder, bei denen Tommy Shaw beteiligt war, sind diese durch die Bank weg rockig - mal etwas härter, mal etwas mehr mainstreammäßig. Aber ehrlich gesagt, ist das alles nur noch in wenigen Fällen hörenswert. Zumindest gibt es sie jedoch allerdings noch, die etwas interessanteren Stücke. Da ist zum einen der Opener „I Will Be Your Witness“. Das Stück fängt mit Streichern an und dann rockt es los, wobei dem Wah-Wah eine große und auch interessante Rolle zukommt. Nicht schlecht das Lied. Das gilt auch für den Titeltrack „Brave New World”. Die Nummer ist asiatisch angepinselt und beginnt fast schon mystisch mit gehauchtem Geflüster. Das Stück besitzt eine schöne Melodie, die zu Gefallen weiß, wenn auch der Refrain nicht als unbedingt „äußerst innovativ“ bezeichnet werden kann.

Letzteres trifft auch auf „Heavy Water“ zu. Schöner und interessanter Song, bis dann der Refrain beginnt. Puh, gar nicht gut. Sonst ist der Titel allerdings eine packende Rocknummer. Auch noch zu gefallen weiß „Brave New World (reprise)“, wobei das Stück, außer beim Text, nur wenig mit dem eigentlichen Titeltrack zu tun hat. Klar die Nähe zum langweiligen Mainstream ist bei diesem Song schon unüberhörbar, trotzdem hat die Nummer noch was.

„Number One“, „Best New Face“, “What Have They Done To You“, “Everything Is Cool” sowie “Just Fell In” können dagegen gar nicht mehr überzeugen. Die letzte der genannten Nummern ist ein unsägliches Rock’n’Roll-Stück mit vielen Bläsern. „Number One“, „Best New Face“ und „What Have They Done To You” sind Mainstream bis AOR-Stücke. Dabei schlafen vielen Leuten die Füße ein. “Everything Is Cool” ist schließlich eine härtere Rocknummer, die trotz des Tempos, welches sie vorlegt, einfach nicht zünden will.

Blieben noch die Kompositionen von Dennis De Young, der nach diesem Album endgültig bei Styx ausstieg. Nun war manchmal, auf früheren Alben, dieser allzu “gezogene“ und gekünstelte Gesang De Youngs gewöhnungsbedürftig, so sind es auf „Brave New World“ die Kompositionen selbst, die so gar nicht mehr überzeugen können. Dabei handelt es sich nämlich um Schmalz-Rock vom Feinsten. Und das trifft vor allem auf die ersten beiden Kompositionen von Dennis De Young, „While There's Still Time“ und „Fallen Angel”, zu. „Great Expectations“ ist da sogar ein bisschen interessanter und besitzt eine spannende Melodie. „High Crimes & Misdemeanors (Hip Hop-Cracy)” schlägt dagegen in die andere Richtung aus. Ganz, ganz schlecht. Hip Hop ist das allerdings auch nicht, wie der Titel vermuten lassen könnte. Ja was ist das eigentlich? Musical Musik kommt dem wohl recht nahe. Und dann gibt es da noch „Goodbye Roseland“. Das ist eine Billy-Joel-Gedächtnis-Ballade, bei der sogar der Gesang Billy Joels kopiert wurde. Allerdings kann das Billy Joel doch noch deutlich besser.

Fazit: Überzeugend ist diese Wiederauferstehung von Styx leider nicht. Ein paar gute Ansätze gibt es zwar, zum Teil dann, wenn Tommy Shaw mit komponiert hat. Die Stücke von Dennis De Young sind eigentlich durch die Bank weg nicht gut oder aber sogar schlecht. Eingefleischte Styx-Fans werden das zwar anders sehen, aber für mich erreicht dieses Album noch nicht einmal mehr Durchschnitt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.6.2012
Letzte Änderung: 10.6.2012
Wertung: 5/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Styx

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Styx 8.00 2
1973 Styx II 7.00 2
1973 The serpent is rising 6.50 2
1974 Man of miracles 5.00 1
1975 Equinox 9.00 1
1976 Crystal Ball 8.00 1
1977 The Grand Illusion 10.33 3
1978 Pieces of Eight 10.50 2
1979 Cornerstone 5.00 2
1980 Paradise Theater 10.00 2
1983 Kilroy Was Here 3.00 1
1984 Caught In The Act 11.00 1
1990 Edge Of The Century 4.00 1
1997 Return To Paradise 10.00 1
2000 Arch allies - Live at Riverport 8.00 1
2001 Styxworld Live 2001 9.00 2
2003 Cyclorama 9.50 4
2005 The complete Wooden Nickel Recordings - 1
2005 Big Bang Theory 6.00 2
2006 One with everything 9.00 1

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