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Anyone's Daughter

Neue Sterne

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1983
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream
Label: Music is Intelligence
Durchschnittswertung: 8/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Harald Bareth Bass, Gesang
Uwe Karpa Gitarre
Matthias Ulmer Keyboards, Gesang
Peter Schmidt Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Der Plan (...und das Eis zerschlagen) 3:40
2. Neue Sterne (Des Poppers unglückliche Liebe) 3:50
3. In zerbrochenem Glas 3:10
4. Wieder weiter 4:20
5. Das Puppenspiel 4:00
6. Viel zuviel 3:50
7. Konsequenzen 4:00
8. Illja Illia Lela 6:50
9. Café Einstein 0:50
10. Reprise 5:00
Gesamtlaufzeit39:30


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Wenn auf einer Platte Stücke drauf sind, die "Des Poppers unglückliche Liebe" heißen, sollten eigentlich sämtliche Alarmglocken schrillen. Trotzdem habe ich mich ca. ein Jahrzehnt nach Erscheinen von "Neue Sterne" doch noch zur Anschaffung dieses Albums hinreißen lassen, und nachdem noch mal zehn Jahre vergangen sind, kann ich auch darüber reden bzw. schreiben...

"Neue Sterne" zeigt einen radikalen Stilwechsel - leider (man ahnt es sicher schon, es sind ja die 80er Jahre) nicht zum Positiven. Die erste Hälfte enthält meist simple Popliedchen mit dem Titelsong als Tiefpunkt, hier klingen Anyone's Daughter deutlich vom Neue-Deutsche-Welle-Virus infiziert. Stücke wie "Der Plan" gehen noch als passabler melodischer Pop/Rock durch, "In zerbrochenem Glas" hat sogar richtig Atmosphäre, den Rest kann man getrost vergessen.

Lohnt es sich denn noch, sich die zweite Hälfte zu Gemüte zu führen? Erstaunlicherweise ja! Denn hier gibt es nach dem Mitgröhler "Viel zuviel" plötzlich feinste Instrumentalmusik mit schönem Zusammenspiel von Gitarre und Keyboards, inklusive des kurzen Akustik-Gitarrenstücks "Café Einstein".

Insgesamt ist "Neue Sterne" kein Glanzpunkt in der Diskographie von Anyone's Daughter, auf Grund der zweiten Hälfte aber auch kein kompletter Reinfall. Wenn man es günstig bekommt, kann man sich wegen der letzten vier Stücke die Anschaffung überlegen.

Anspieltipp(s): Der Plan, Konsequenzen
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.12.2003
Letzte Änderung: 8.12.2003
Wertung: 6/15

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Von: Martin Dambeck @ (Rezension 2 von 3)


Es stimmt, dass Anyones Daughter bei diesem Album sicherlich zu viele Eingeständnisse an den Zeitgeist, der da hieß NDW, machten. Doch auch auf diesem Album finden sich einige Perlen. "In zerbrochnem Glas" ist wiederum eine ergreifende Umsetzung des Themas Tod, diesmal aus der Sicht eines Unfallopfers. "Das Puppenspiel" war auf der damaligen LP Version als letztes Stück von Seite eins übrigens mit einer Endlosrille versehen. So etwas kann man natürlich nicht auf CD kopieren. Die zweite Hälfte enthält neben dem starken Hit "Viel zu viel" gewohnt gute Instrumentalmusik im typischen AD Stil. Kein ganz starkes Album, doch insgesamt zeigt der Daumen nach oben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.7.2004
Letzte Änderung: 8.7.2004
Wertung: 10/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 3 von 3)


„Neue Sterne“ ist kein Progressive-Rock-Album, genauso wenig ist es eine Anbiederung an die NDW. Anyone's Daughter präsentieren sich auf ihrem 83er Output als interessante Pop/Rock-Band mit deutschen Texten. Für mich war es Mitte der 80er die erste Begegnung mit den Schwaben, konnte man dieses Album doch in allen größeren Plattenläden für'n Appel und 'n Ei kaufen, während man „Adonis“ oder „In Blau“ eher suchen musste. Mein Exemplar gab's im Saturn für 3,90 DM. Als CD erschien das Album erstmals 1993 bei WMMS, erneut 1996 bei Intercord und nun endlich remastered und mit Bonus-Tracks versehen bei Tempus Fugit/SPV.

„Der Plan (...und das Eis zerschlagen)“ war für mich schon immer der herausragende Song des Albums. Keine vier Minuten lang, kompakt und dann noch ein Betroffenheitstext. Ich gebe zu, dass ich mir mit deutschen Texten stets mehr als schwer tue. Wenige, ganz wenige Ausnahmen gibt es da. Wenn ich dann die deutschsprachigen Songs von Anyone's Daughter höre frage ich mich wieder, woran das liegen mag. „Der Plan“ mag inhaltlich auf dem ersten Blick eine typische 80er Jahre Erscheinung sein. Im ernst, ich schwöre, würde Grönemeyer genau diese Worte zu genau dieser Musik singen...wahrscheinlich würde ich mich kniend der nächsten Kloschüssel zuwenden. Bei Harald Bareth ist das anders. Ihm nehme ich jedes Wort ab. Wenn er von „Mitgefühl“ singt, dann berührt mich das 2012 ebenso wie in den 80er Jahren. Trotz der kurzen Laufzeit gibt es ein tolles Keyboardsolo, dass in ein ebenso tolles Gitarrensolo übergeht. Ich liebe diesen Song so wie den Gesang von Herrn Dr. Bareth.

Doch dieses Niveau wird über die Dauer des Albums nicht gehalten und ein Stück wie „Viel zuviel“ könnte auch von der Münchner Freiheit stammen, was ich durchaus wertend meine. Zum Ende hin wird es instrumental und wieder etwas interessanter: das keyboardlastige „Konsequenzen“ ist nett, „Illja Illja Lela“ erinnert ganz, ganz entfernt an „...in that quiet Earth“. So bleibt „Neue Sterne“ auch 2012 was es immer war: ein nettes Album einer sympathischen Band, die nie zu den ganz Großen gehörte, aber immer Hörenswertes produzierte. „Adonis“ bleibt ihr Referenzwerk, „Neue Sterne“ mit dem Stück „Der Plan“ ist eine Ergänzung, die nicht umhaut, aber auch kein Reinfall ist.

Eine nette Dreingabe der Remaster sind drei Live-Aufnahmen in guter Soundqualität, was man unbedingt auch über die gesamte CD sagen muss: endlich eine gelungene digitale Version des letzten Studioalbums des Original Line-Ups von Anyone's Daughter.

Anspieltipp(s): Der Plan, Konsequenzen
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.11.2012
Letzte Änderung: 11.11.2012
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Anyone's Daughter

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1979 Adonis 11.00 3
1980 Anyone's Daughter 10.00 4
1981 Piktors Verwandlungen 13.00 3
1982 In Blau 12.00 3
1984 Live 10.00 1
1986 Last tracks 7.00 2
2001 Requested Document / Live 1980 - 1983 10.00 3
2001 Danger World 10.00 2
2003 Requested Document Live 1980-1983 Vol. 2 10.33 3
2004 Wrong 10.00 2
2006 Trio Tour 10.50 2
2011 Calw Live 10.50 2

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