SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
23.7.2017
Dungen - Dungen
Placebo - Placebo
Il Castello di Atlante - Arx Atlantis
Accordo dei Contrari - Violato Intatto
22.7.2017
Pure Reason Revolution - The Dark Third
Downlouders - Arca
Gulââb - Veils of Mystery
Prospekt - The illuminated Sky
Wheel - The Path EP
21.7.2017
Bardo Pond - Dilate
Pantaleon - Virus
Cast - Power And Outcome
Electric Orange - Time Machine 1992​-​2017
20.7.2017
Mouth - Vortex
Michael's Statement - Silent Creatures
The Ryszard Kramarski Project - The Little Prince
19.7.2017
Soul Secret - Babel
18.7.2017
Turbine Stollprona - Effekthascherei
ARCHIV
STATISTIK
23678 Rezensionen zu 16188 Alben von 6291 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Steve Hackett

Defector

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980 (Remaster-Ausgabe mit Bonustiteln 2005 bei Camino Records)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 9.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Steve Hackett Guitars, Keyboards
John Hackett Flutes
Nick Magnus Keyboards
Dik Cadbury Bass
John Shearer Drums
Pete Hicks Vocals

Tracklist

Disc 1
1. The Steppes 6:05
2. Time To Get Out 4:11
3. Slogans 3:46
4. Leaving 3:16
5. Two Vamps As Guests 1:58
6. Jacuzzi 4:36
7. Hammer In The Sand 3:11
8. The Toast 3:42
9. The Show 3:40
10. Sentimental Institution 2:32
11. Hercules Unchained   (ab hier Bonustitel der Remaster-Ausgabe) 2:44
12. Sentimental Institution   (live) 3:02
13. The Steppes   (live) 6:33
14. Slogans   (live) 4:19
15. Clocks - The Angel of Mons   (live) 5:54
Gesamtlaufzeit59:29


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 3)


Dies ist nach "Spectral Mornings" die zweite und bis auf weiteres letzte Platte von Hackett, die er mit seiner eigenen Band aufgenommen hat. Die meisten der Musiker hat Hackett angeblich aus finanziellen Gründen nach "Defector" entlassen müssen.

Auf "Defector" findet man einige sehr gute Instrumentals, die Platte macht soundmäßig einen ziemlich durchwachsenen Eindruck. Mit "The Show" ist man aber leider kurz in Richtung Discopop abgedriftet, was die Gesamtwertung der Platte etwas herabsetzt. Wahrscheinlich könnte "The Show" gar als der bis heute schlechteste Song von Hackett durchgehen.

Auch das auf die 20er Jahre getrimmte "Sentimental Institution", mit entfremdeter Stimme gesungen, wirft einen nicht gerade um. Am wertvollsten sind hier wie gesagt die meisterhaften Instrumentalstücke, wie das majestätische "The Steppes", mit Melodielinie, die Inspiration durch Ravels Bolero verrät, von der ganzen Band gespielt. Dabei übernehmen Bass und Schlagzeug die unauffällige Begleiterrolle, vielleicht damit man die sowohl melodisch als auch klanglich einmaligen Gitarrenparts ungestört genießen kann. Die Instrumentals wechseln sich hier mit "normalen" Songs ab, so dass nach "The Steppes" der optimistisch anmutende Gesangstrack "Time to get out" kommt. Darauf folgt wie gesagt eine Nummer ohne Gesang, der meisterliche Track "Slogans": hektisch, virtuos und mit mitreißenden Unisonoparts von Hackett und Magnus. "Leaving", die wunderschöne Ballade geht dann in ein akustisches Gitarrenstück über, "Two vamps as guests". Danach kommt noch eine instrumentale Schönheit von einem Track, "Jacuzzi"; so unbeschwert leicht und beschwingt fühlte sich scheinbar der Komponist nach einem ausgiebigen Bad. Positiv-melodisch, jedoch eher bedächtig klingt das Stück "Hammer in the sand" für Keys und Gitarre, diesmal bleibt die Rhytmustruppe abwesend. Noch eine ergreifende Ballade zum guten Abschluß ("The Toast", mit Streicher/Flöte-Mittelteil), danach gibts nur noch zwei Tracks ("The Show" und "Sentimental Institution"), deren einzige Berechtigung zu sein scheint, die ansonsten gute Scheibe auf die übliche LP-Zeit von ca.40 Minuten aufzustocken.

Ohne "The Show" hätte man "Defector" noch glatt als die letzte klassische Hackett-Platte bezeichnen können.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.4.2002
Letzte Änderung: 23.4.2002
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 3)


"Defector" hat eine ähnlich große stilistische Bandbreite wie der Vorgänger "Spectral Mornings", macht auf mich aber einen wesentlich geschlosseneren Eindruck. Abgesehen von dem Totalausfall "The Show" - Siggy hat völlig Recht, das kann man durchaus als den bisher schlechtesten Hackett-Song ansehen - ist "Defector" durchweg gelungen.

Höhepunkte sind das einleitende "The Steppes", ein düster-stampfendes Instrumentalstück, das hektisch-verzwirbelte "Slogans", das melancholische "Leaving" und das obligatorische Akustik-Stückchen "Two Vamps As Guests" mit leicht spanischem Flair.

Die zweite Albumhälfte leidet etwas unter dem discomäßigen "The Show", wohl ein Tribut an den geänderten musikalischen Zeitgeist 1980, aber mit dem fröhlichen "Jacuzzi" und dem romantisierenden Klavierstück "Hammer in the Sand" gibt es auch hier noch mal zwei sehr schöne Stücke.

Das abschließende "Sentimental Institution" finde ich im Gegensatz zu meinem Vorredner einen netten und witzigen Abschluss. Wie Sänger Pete Hicks hier einen auf Louis Armstrong macht, ist einfach köstlich. Die in dem Stück verwendeten, herrlich altmodischen Klänge stammen übrigens laut Beiheft von einem Tasteninstrument namens "Optigan".

Die Remaster-Ausgabe von "Defector" enthält wieder eine Reihe von Bonustiteln, darunter mit "Hercules Unchained" ein gänzlich unveröffentlichtes Stück. Es handelt sich dabei um einen flotten, ziemlich kräftigen Rocker mit einigen Gimmicks im Mittelteil - nicht unbedingt essentiell. Interessanter sind die folgenden Liveaufnahmen, vor allem die furiosen Versionen von "Slogans" und "Clocks". Wie schon bei den anderen Hackett-Remasters sind auch hier wieder die Spielzeiten teilweise falsch angegeben.

Insgesamt ist "Defector" eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger und Liebhabern des klassischen Prog dringend empfohlen - trotz "The Show". Danach begann für Mr. Hackett aber erst mal eine längere musikalische Durstrecke...

Anspieltipp(s): The Steppes, Slogans, Jacuzzi
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.9.2005
Letzte Änderung: 26.9.2005
Wertung: 10/15
ohne "The Show" wären es 11

Zum Seitenanfang

Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


Wie meine Vorredner schon erwähnt haben ein Album mit Licht und Schatten. "The Steppes" ist ein kleiner Geniestreich und die Hackett-Komposition, die ich am häufigsten gehört habe. Gefällt mir Live aber noch etwas besser, da noch mächtiger und erhabener. Was meiner Ansicht nach noch Erwähnung finden sollte, ist die Tatsache, dass das "Steppes"-Thema in "Leaving" und "Two Vamps as Guests" wieder aufgenommen und modifiziert wird.

Und dann noch etwas für Freunde deutscher Kinderlieder: also ich höre in "Jacuzzi" die Melodie von "Summ summ summ, Bienchen summ herum" raus.

Mit "The Show" und "Sentimental Institution" kann ich nicht sehr viel anfangen. Die zwei kurzen Momente, in denen Hicks versucht wie Armstrong zu singen, finde ich eher bemüht und überflüssig.

Alles in allem ein ordentliches Album mit einem Glanzlicht zu Anfang. Kommt für mich aber an die ersten beiden Alben nicht heran.

Anspieltipp(s): The Steppes, Slogans
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.3.2011
Letzte Änderung: 10.3.2011
Wertung: 8/15
Steppes 14

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Steve Hackett

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Voyage Of The Acolyte 9.80 5
1978 Please Don't Touch 10.33 3
1979 Spectral Mornings 7.33 3
1981 Cured 6.00 2
1983 Highly Strung 7.00 2
1983 Bay of Kings 7.50 2
1984 Till We Have Faces 5.67 3
1988 Momentum 10.50 2
1992 The Unauthorised Biography - 1
1992 Time Lapse 10.00 2
1993 Guitar Noir 11.50 2
1993 There Are Many Sides To The Night 14.00 1
1994 Timeless (MCD) 9.00 1
1995 Blues with a Feeling 1.00 2
1996 The Tokyo Tapes (DVD) 9.00 1
1996 Genesis Revisited 10.50 2
1997 A Midsummer Night's Dream - 1
1998 The Tokyo Tapes 9.00 2
1999 Darktown 10.67 3
2000 Feedback '86 2.33 4
2001 Live Archive 70,80,90s 11.00 1
2001 Live Archive 70's Newcastle 9.00 1
2002 Genesis Files - 2
2003 Live Archive - NEARfest 11.00 1
2003 Hungarian Horizons (Live in Budapest) 11.00 1
2003 Somewhere in South America... Live in Buenos Aires 13.00 2
2003 To Watch The Storms 11.00 4
2004 Live Archive 04 10.00 1
2004 Once above a time (DVD) 10.00 1
2004 Live Archive 03 11.00 1
2005 Metamorpheus 9.50 2
2005 Live Archive 05 9.00 1
2005 Spectral Mornings ('Musikladen' show) (DVD) 11.00 1
2006 Wild Orchids 10.33 3
2006 Live Archive 83 8.00 1
2009 Out Of The Tunnel's Mouth 11.50 2
2011 Live Rails 10.00 2
2011 Beyond the Shrouded Horizon 10.50 2
2012 Genesis Revisited II 13.00 3
2013 The Bremen Broadcast - Musikladen 8th November 1978 13.00 1
2013 Genesis Revisited: Live At Hammersmith 15.00 1
2014 Genesis Revisited: Live At The Royal Albert Hall - 2
2015 Wolflight 11.00 1
2015 The Man, The Music 11.00 1
2016 The Total Experience Live In Liverpool 11.00 1
2017 The Night Siren 12.00 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum