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Fish

Field of Crows

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: Chocolate Frog Records
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Fish Lead Vocals
Bruce Watson Guitars,E-bows
Frank Usher Guitars,Slide Guitar
Steve Vantsis Bass
Mark Brzezicki Drums,Percussion
Tony Turrell Keyboards
Dave Haswell Percussion

Gastmusiker

Danny Gillan Backing Vocals
Richard Sidwell Trumpet,Flugelhorn
Steve Hamilton Saxophone
Lars K.Lande & Kelvin Boys "Yatta"Yates Crowd Vocal
Irvin Duguid Clavinet

Tracklist

Disc 1
1. The Field 8:42
2. Moving Targets 5:46
3. The Rookie 5:35
4. Zoo Class 5:23
5. The Lost Plot 5:10
6. Old Crow 5:20
7. Numbers 5:36
8. Exit Wound 5:55
9. Innocent Party 7:37
10. Shot the Craw 6:00
11. Scattering Crows 5:05
Gesamtlaufzeit66:09


Rezensionen


Von: Dirk Reuter @ (Rezension 1 von 2)


Für mich ist dieses Album eine positive Überraschung. Hatte man nach "Raingods with Zippos" und "Fellini Days" noch den Eindruck, der schottische Hüne würde sich langsam in eine Sackgasse singen, schwimmt er sich mit diesem neuen Album erfolgreich frei. Die Stimme ist fast wieder die alte und die Songs haben meist wieder den gewissen Kick. So paradox es klingen mag: die Orientierung an alten Haudegen wie Pete Townshend, Van Morrison und - Kunststück, zumal die halbe Band bei dieser Scheibe dabei ist - Big Country lässt die Texte von Onkel Fish progressiver als in den letzten Jahren klingen. Für die Musik zeichnen Bruce Watson (Big Country), Irvin Duguid (Ray Wilson) sowie die alten Fish-Weggefährten Frank Usher und Tony Turrell verantwortlich.

"The Field" startet sanft mit sparsamer Instrumentierung, erinnert an Jackie Leven. E-Gitarre und krachige Drums bringen den Song dann zum Kochen, am Ende ertönt gar ein Bläsersatz. "Big Country" ohne den leider zu früh verstorbenen Stuart Adamson.

"Moving Targets", komponiert von Watson und Keyboarder Duguid, der während der Aufnahmen zur CD die Band verließ und durch Tony Turrell ersetzt wurde, hätte in dieser Wucht hervorragend auf Fish´s Solo-Erstling "Vigil in a Wilderness of Mirrors" gepasst.

Mit "The Rookie" folgt einer der beiden schwächeren Songs des Albums. Zwar prescht das Stück in "Big Country"-Manier mit Schweineorgel vor, klingt aber insgesamt etwas monoton.

"Zoo Class" ist feinster Rock´n´Roll mit "Blues Brothers"-verdächtigem Bläsersatz. Party!!!

Überhaupt nicht zünden will bei mir "The Lost Plot". In Anlehnung an eine ältere CD des Sängers könnte man dieses Stück auch "Raingods without Zippos" nennen.

"Old Crow" knüpft dann wieder an die Qualität der anderen Songs an. "Rock´n`Roll Part 2", solche Musik würde Nick Lowe machen, wenn er ein Proggie wäre.

"Numbers" wird neben "Zoo Class" sicherlich zu einem festen Bestandteil der kommenden Liveauftritte werden. Mark Brzezicki trommelt sich die Seele aus dem Leib, verleiht dem Stück Power. Hard-Prog.

Der Höhepunkt des Albums ist "Exit Wound". Jazz- und Blueselemente machen das Stück zur Gänsehautnummer. Der Song für´s Nachhausekommen im Morgengrauen. Ein Sahneschnittchen im Stil von Van Morrison.

"Innocent Party" - Pete Townshend´s "White City" meets "OK Computer". New Art Rock Fish.

"Shot the Craw" zeigt deutlich, dass Fish seine Stimme wieder im Griff hat. Das Stück erinnert auch wieder an den Boss der "Who". Dieser Einfluss dürfte wohl Mark Brzezicki zu verdanken sein, der bei dessen Solo-Werken noch vor "Big Country"-Zeiten die Schießbude besetzte. Auch hier wieder ein Lob an die Bläser.

Mit "Scattering Crows" klingt das Album ruhig und besinnlich aus.

Eine schöne CD. Von Fish wird man künftig wieder einiges zu erwarten haben.

Anspieltipp(s): Exit Wound,Innocent Party
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.1.2004
Letzte Änderung: 17.1.2004
Wertung: 12/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 2 von 2)


Als Fish 1989 allein zu Haus war, war die Rede davon, dass er als Solokünstler seine schottischen Wurzeln stärker betonen wolle. Textlich und musikalisch. Die Lyrics zu „Internal Exile“ zeugen davon, genau wie die Musik zu „The Company“. „Folk“ war das Stichwort. Doch leider wurde dieses Element kein Fixpunkt in der weiteren Karriere des Schotten. Stattdessen schickte sich zeitlich parallel ein anderer herausragender Künstler an, diese Nische zu besetzen, in der ich Fish so gerne gesehen hätte: der leider viel zu früh verstorbene Jackie Leven. Aber dies ist eine andere Geschichte…

Auf „Field of Crows“ schlägt der Zeiger immerhin wieder etwas in Richtung Folkrock aus. Und das kommt gut. In der Summe macht das aus dem Album zwar noch immer kein Meisterwerk, aber zu einem gut hörbaren Album, das sicherlich zu seinen besseren Werken zählt.

Diese 2017er Version ist übrigens nicht nur remastered, sondern von Chris Kimsey, dem Produzenten von „Misplaced Childhood“ und „Clutching At Straws“, neu gemixt. Am Sound gibt es nichts zu bemängeln, das Album klingt klasse.

„The Field“ beginnt bedacht, akustisch. Genau diese Ausrichtung steht Fish gut. Und sie zieht sich durch das gesamte Album. „Moving Targets“, „The Lost Plot“, alles gute Songs mit mal mehr, mal weniger Power. Nichts wirklich Herausragendes, aber trotzdem gute Stücke, die mich seinerzeit wieder etwas optimistischer stimmten, was das Potential des Helden meiner Kindheit anging.

„Exit Wound“ ist sicherlich der Höhepunkt des Albums. Melancholisch, angejazzt, wow. Last, not least entlassen „Shot The Craw“ und „Scattering Crows“ den Hörer ebenfalls auf hohem Niveau aus dem Album. Der Gesang gefällt mir gerade während dieser drei Songs mal wieder ganz gut.

Mark „van Gogh“ Wilkinson gestaltete Fish ein nettes Cover und so wirkt das gesamte Album recht rund. Für mich ein Top 5 Album in Fishs Solodiskographie. Wer Fish nach „Internal Exile“ aus den Ohren verloren hat, kann diese neue Version von „Field of Crows“ als Wiedereinstieg nutzen. Kein Poweralbum a la „Vigil in a Wilderness of Mirrors“, aber ein nettes Werk, das zeigt, dass Fish solo durchaus etwas auf die Beine hätte stellen können. Hätte er denn ein Label im Rücken gehabt, das Geld in ihn investiert hätte, so dass er sich auf das Wesentliche hätte konzentrieren können: seine Musik.

Disc 2 läuft unter dem Namen „Demos & Live“. Und wie schon bei „Fellini Days“ sind die Demos fishlos instrumental und gar nicht übel. Die Liveaufnahmen klingen gut und sind ebenfalls hörenswert.

Titel: 1) The Lost Plot (Demo), 2) Scattering Crows (Demo), 3) The Field (Demo), 4) The Rookie (Ab hier alle Stücke Live 2004), 5) Moving Targets, 6) Innocent Party, 7) Zoo Class, 8) Numbers, 9) Old Crow, 10) The Lost Plot.

Disc 3 (Live) – ebenfalls gut zu hören und wenn ich mich nicht täusche, bereits zuvor auf verschiedenen (Fanclub) Live-CDs enthalten.

Titel: 1) The Field (Live acoustic 2006), 2) Shot The Crow (Live acoustic 2006), 3) The Lost Plot (Live acoustic 2006), 4) Scattering Crows (Live acoustic version 2006), 5) Innocent Party (Live 2005), 6) Moving Targets (Live 2005), 7) The Rookie (Live 2004), 8) Zoo Class (Live 2004), 9) Numbers (Live 2004), 10) Moving Targets (Live 2004), 11) Innocent Party (Live 2004).

Wie die bisherigen The Remasters-Veröffentlichungen ist auch „Field of Crows“ wieder hochwertig aufgemacht und mit reichlich Mehrwert versehen. Fishs Aufsatz über die Inspiration zum Album, zur Besetzung der Band, die Sessions etc. ist wie immer interessant und wenn denn eines Tages seine Autobiographie in Arbeit ist, werde ich sicherlich vorbestellen.

Anspieltipp(s): Exit Wound
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.7.2017
Letzte Änderung: 28.7.2017
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Fish

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1990 Vigil In A Wilderness Of Mirrors 13.00 1
1991 Internal Exile 5.00 2
1993 Songs From The Mirror 4.50 2
1993 Uncle Fish & The crypt creepers (Live at the Düsseldorf Philipshalle 7.12.1991) 10.00 1
1994 Suits 8.00 1
1994 Sushi 12.00 1
1995 Yang 3.00 1
1995 Yin 3.00 1
1997 Sunsets on Empire 11.33 3
1997 Tales from the big bus - Live Köln 20.11.1997 5.67 3
1999 Raingods With Zippos 9.00 3
2001 Fellini Days 8.00 3
2002 Sunsets on empire Live in Poland 1997 (DVD) 11.00 1
2002 Fool's Company - Live in Holland (DVD) 8.00 2
2005 Scattering Crows - Live in Europe 2004 (DVD) 8.00 1
2006 Return To Childhood 8.50 2
2007 13th Star 11.00 1
2013 A Feast Of Consequences 12.00 1
2016 The Moveable Feast 8.00 1
2017 Farewell To Childhood 10.00 1

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