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Payne's Gray

Infinity

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label:
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Tracklist

Disc 1
1. ...To end infinity 6:04
2. Crystal palace 7:09
3. The duellists 9:48
4. Unison 4:09
5. The peak 4:46
Gesamtlaufzeit31:56


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @


Nach dem fulminanten Debut-Album "Kadath:decoded" ist dies das erste Lebenszeichen der Karlsruher Band. Alle Fans können beruhigt in die Zukunft blicken. Die Band existiert nach wie vor und plant den Release des nächsten Longplayers noch für dieses Jahr. Als Vorgeschmack darauf gibt es einen Rerelease des bereits dritten Demos "Infinity" und als Zugabe den Bonustrack "Peak", der eigentlich mal für den nie erschienenen "Jesters News" Sampler geplant war.

Die CD wurde soundtechnisch nicht noch einmal remixt, so daß man hier Originalaufnahmen von 1991 (bei "The Peak" 1998) hört. Einige Besetzungswechsel hatte die Band in der Vergangenheit zu bewältigen. Doch nach wie vor hat die Band das Handtuch nicht geworfen. Der Sound des Demos klingt erfrischend gut und ist deutlich rauher als auf der Musterproduktion von Kadath: decoded. Die Songs tendieren eindeutig in eine metallisch ausgeprägte Richtung.

Der Opener "... To End Infinity" hat zudem etwas sehr orchestrales an sich. Immer wieder jagen einem die minarettartigen Keyboardklänge Gänsehaut über den Rücken. Dazu bringen treibende Drums immer wieder geniale Akzente in die recht sperrigen Gitarrenlinien. Hagens Gesang klingt anno 1991 noch lange nicht so ausgereift, wie er das auf dem Kadath Album tut (damals im Duett mit Haluk, der 1991 wie auch heute nicht (mehr) zur Band gehört) - dazu aber später mehr. Besonders prägnant ist Jans Gitarrenspiel. Einfach nur gut.

"Crystal Palace" beginnt wieder recht symphonisch, mit sehr treibenden Keyboards - die jedoch schlagartig in ein herrliches Pianospiel wechseln. Leise Akkustikgitarrenklänge lockern den ernsten Gesang wunderschön auf. Dann ein treibender Part mit Double-Bass Einsätzen. Yeah. Irgendwie erinnert mich Hagens Gesang an den frühen Kai Hansen Gesang zu Helloween Zeiten. Nur das hier wesentlich breaklastiger gearbeitet wird. Der Song entwickelt sich zu einer echten Heavy Granate erreicht aber nicht die Klasse des Openers.

Mit knapp 10 Minuten beginnt mit "The Duellists" der längste Song dieses Mini-Albums. Ruhig gehts los, während die Keyboards eine mystische Atmosphäre zaubern. Der Gitarrensound erinnert ein wenig an glorreiche Voivod Tage. Nach ca zweieinhalb Minuten wirds heftig. Abgedrehtes Gitarrenspiel zu psychotisch anmutendem Gesang. Das ganze durchzogen von einer Menge kleiner Breaks. Abgedreht eben. Sehr sperrige Soli setzen dem noch die Krone auf. Hagens Gesang tendiert von aggressivem Shouting zu ruhigen Harmonien. Und immer wieder durchbrechen Instrumentalparts das Geschehen. Der Titel des Songs paßt zu dem was Gitarre und Keyboard hier fabrizieren. Sie duellieren sich. Gegen Ende wird es plötzlich nochmal ruhiger. Dann wird das Anfangsthema wieder aufgegriffen bevor der Song in einer Basslinie endet.

Mit "Unison" hat man dann aber genau das richtige Stück am Start um seine Sinne wieder einzufangen. Eine wunderschöne Pianoballade, die durchzogen von einer lieblichen Flöte immer wieder Gänsehaut schafft. Klasse. Ich hoffe, das Stück mal live sehen zu dürfen. Diese Instrumental ist einfach herrlich!

Und dann kommt das, wonach jeder Payne's Gray Fan sicherlich schon lange gelechzt hat. neues Material von 1998. Dies ist das erste Stück mit Rüdiger Blank am Keyboard. Und nach dem genialen doppelstimmigen Gesang auf Kadath: decoded das erste Stück wieder ohne Haluk. Aber das macht gar nichts. Zwar setzte Haluks Gesang herrliche Akzente zu Hagen, wie dieser es jedoch versteht bei "The Peak" zu singen ist einfach nur bravourös. Als ich den Song das erste Mal im Januar 1998 zu Gehör bekam wußte ich nicht, ob ich ihn gut finden sollte. Im Gegensatz zu den übrigen Songs ist "The Peak" sehr straight und doomig. Geradezu fett wabern die Gitarrensounds durch die Ohrmuschel, trotz des langsamen Tempos treibt das Schlagzeug unaufhaltsam vorwärts. Und immer wieder der geniale Gesang. Ich würde fast sagen, wenn Hagen diese Klasse auf dem nächsten Album noch steigern kann, dann steht einem nächsten Highlight nichts mehr im Wege. Er schafft es, Haluk zu vergessen!

Insgesamt ist "Infinity" ein genialer Re-Release, der mit "The Peak" auch den älteren Fans ein neues Highlight bieten kann.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.7.1999
Letzte Änderung: 5.2.2004
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Payne's Gray

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 Kadath decoded 13.33 3

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