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Emerson, Lake & Palmer

Emerson, Lake & Palmer

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1970
Besonderheiten/Stil:
Label: Island
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Keith Emerson keyboards
Greg Lake bass, guitar, vocals
Carl Palmer drums

Tracklist

Disc 1
1. The Barbarian 4:27
2. Take A Pebble 12:32
3. Knife-Edge 5:04
4. The Three Fates

1. Clotho (Royal Festival Organ)
2. Lachesis (Piano Solo)
3. Atropos (Piano Trio)

7:46
5. Tank 6:49
6. Lucky Man 4:36
Gesamtlaufzeit41:14


Rezensionen


Von: Udo Gerhards @ (Rezension 1 von 2)


"Emerson, Lake & Palmer" waren wohl so etwas wie die erste Supergroup des im Entstehen begriffenen Prog: Emerson von "The Nice", Lake von "King Crimson" und Palmer von "Atomic Rooster". Und dass das Supergruppen-Konzept hier tatsächlich aufging, zeigt die Musik: gleich mit ihrem Debutalbum präsentieren sich ELP frisch, kraftvoll und originell und verarbeiten dabei die Erfahrungen ihrer vorherigen Bands und gehen gleichzeitig darüber hinaus.

Emerson zeigt sich sowohl mit kraftvoll agressivem Hammond-Spiel, wie wir es schon aus "Nice"-Zeiten kennen ("The Barbarian", "Knife-Edge"), augenzwinkernder Verwerter barocker Motive (Mittelteil von "Knife-Edge"), als auch als virtuoser Pianist mit einer Leidenschaft sowohl für moderne Klassik (allerdings diesseits der Zwölfton-Musik oder sonstiger Avantgarde-Experimente) wie für Jazz und Boogie Woogie ("Lachesis", "Atropos", Zwischenspiel in "Barbarian", "Take A Pebble"). Weiterhin leistete diese Platte einen wertvollen Beitrag für die Etablierung des Synthesizers in der Rock-Musik. OK, aus heutiger Sicht hat der Autor und Synthesizer-Programmierer Peter Gorges nicht ganz unrecht, wenn er den berühmten Solo-Sound in der Single "Lucky Man" einen der 'kreuzdämlichsten Klänge der Synthie-Geschichte' nennt, aber was auf heutige Ohren piepsig und unfreiwillig komisch wirken kann, war damals - 1970! - auf jeden Fall Speerspitze und bis dato kaum gehört. Und Emersons Synthie-Orchester in "Tank" beweist auf jeden Fall, dass man den Synthesizer auch zu gutem Effekt und vollem Sound und nicht nur für Bach-Bearbeitungen a la Walter Carlos einsetzen kann. Aber die ganze Geschichte, wie Emerson Bob Moog damit schockte, dass er den kompletten monströsen modularen Moog mit aus Tour nehmen wollte, muss anderswo erzählt werden...

Aber auch Lake macht hier mal fast nur Freude: seine Stimme wirkt frisch, unverbraucht, kraftvoll, und das akustische, intime bis hymnische "Take A Pebble" mit ausgedehnten Variationen im Mittelteil ist tatsächlich schön melancholisch und dicht. Und Palmer als Schlagzeuger ist sowieso ohne jeden Fehl und Tadel.

Ein wirklich gutes, erfreuliches Debutalbum einer grossen Band; eine Scheibe mit Anspruch aber ohne peinliche Aussetzer (auch wenn "Lucky Man" nicht unbedingt eine Offenbarung ist...), die die musikalischen und sonstigen Exzesse (Perserteppiche auf der Bühne, schwebende Flügel, mit Feuerwerk malträtierte Moogs etc.) späterer Zeiten kaum erahnen lässt, sondern eine gelungene Kombination verschiedener Einflüsse darstellt.

Anspieltipp(s): The Barbarian, Atropos
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.4.2002
Letzte Änderung: 24.4.2002
Wertung: 10/15

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Von: Fix Sadler (Rezension 2 von 2)


Dies ist ein bahnbrechendes Album der progressiven Musikgeschichte!

Ohne jeden Ausfall musizieren die drei Superstars auf völlig neuem Terrain, und was können sie dafür, dass ich erst ein Jahr später geboren wurde? Kennen gelernt habe ich das Debut von ELP auch erst um 1988, und da klang einiges schon "unfreiwillig komisch" (was für die 80er eigentlich widersinnig klingt)...

Dennoch sollte ich ELP fast in die Riege der "Meisterwerke" aufnehmen, zumindest wenn ich ELP-Fan wäre... bin ich aber nicht, deshalb:

Wer die Platte nicht kennt, kennt nur ein Bruchteil der Proghistorie... - umhauen tut mich die Mischung aus Klassik-Adaptionen, Bombast-Sounds und Boogie-Woogie Feeling nicht wirklich (selbst wenn Lucky Man bis heute die großartigste Lake-Komposition ist...) - dennoch: EIN MUSS!!!

Anspieltipp(s): Tank, Take A Pebble
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.4.2004
Letzte Änderung: 8.4.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Emerson, Lake & Palmer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Tarkus 11.00 3
1971 Pictures at an Exhibition 11.75 6
1972 Trilogy 11.33 3
1973 Brain Salad Surgery 12.50 2
1974 Welcome Back My Friends To The Show That Never Ends 12.33 3
1977 Works, Volume 1 6.75 4
1977 Works, Volume 2 3.00 8
1978 Love Beach 6.75 4
1979 Works Live 10.00 1
1992 The Atlantic Years 12.00 1
1992 Black moon 4.75 4
1993 The Return of the Manticore 12.00 4
1993 Live At The Royal Albert Hall 9.00 3
1994 In The Hot Seat 1.60 5
1997 Live in Poland 8.00 1
1999 Pictures at an Exhibition. Collectors Edition (DVD) 12.67 3
2001 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Two 12.00 1
2001 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.One 11.00 1
2002 Works Orchestral Tour, Olympic Stadium, Montreal 1977 / The Manticore Special (DVD) 10.00 1
2002 Live at the Isle Of Wight Festival 1970 10.00 1
2002 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Three 8.00 1
2002 Re-Works 7.00 1
2004 Welcome Back (DVD) 9.00 1
2004 Inside Emerson Lake & Palmer. 1970 - 1995. An independent critical review (DVD) 10.00 1
2004 Masters From The Vaults (DVD) 10.00 1
2005 Beyond The Beginning (DVD) - 1
2005 Live at Montreux 1997 (DVD) 6.00 1
2006 The Birth Of A Band - Isle of Wight Festival Sat August 29th 1970 (DVD) 10.00 1
2006 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Four 5.00 1
2007 From the Beginning - 1
2009 Works Deluxe Edition - 1
2010 High Voltage - 1

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