SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
18.9.2018
Mark Wingfield - Tales from the Dreaming City
Blackfield - Open Mind - The Best of Blackfield
17.9.2018
Giant Hedgehog - Die Irrealität der Zeit
16.9.2018
Ángel Ontalva & Vespero - Sea Orm Liventure
Finally George - Life is a Killer
15.9.2018
Dai Kaht - Dai Kaht
OAK (Oscillazioni Alchemico Kreative) - Giordano Bruno
14.9.2018
Antony Kalugin Project (Sunchild) - Messages from afar: The Division and Illusion of Time
London Underground - Four
13.9.2018
Starfish64 - The Future in Reverse
The Aaron Clift Experiment - If All Goes Wrong
12.9.2018
Le Mur - exorta
10.9.2018
Anderes Holz - Fermate
9.9.2018
stringmodulator - Manifesto: Noises made by Guitar and Bass
8.9.2018
Monophonist - Über die Freiheit der praktischen Unvernunft
Colonel Petrov's Good Judgement - Among Servants
7.9.2018
The Flaming Lips - Onboard the International Space Station Concert for Peace
Yes Featuring Jon Anderson, Trevor Rabin, Rick Wakeman - Live At The Apollo (Blu-Ray)
ARCHIV
STATISTIK
24893 Rezensionen zu 17064 Alben von 6650 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Metaphor

Entertaining Thanatos

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Trope Audio
Durchschnittswertung: 9/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Jim Anderson Bass guitar, bass pedals
John Mabry Vocals
Malcolm Smith Guitars, guitar synth
Marc Spooner Keyboards by Kurzweil, Roland and Clavia

Gastmusiker

Jeffrey Baker Drums on 2, 4, 5, 6 & 7
Bob Koehler Drums on 1 & 3

Tracklist

Disc 1
1. Socrates 7:59
2. Galatea 3.3 7:43
3. When It All Comes Together 4:17
4. Raking the Bones 7:42
5. You May Call Me Old and Tired or Maybe Even Uninspired, but Thirteen Heads in the Backyard Says You’re Wrong 3:31
6. Yes and No 17:49
7. Wheel of the World 7:55
Gesamtlaufzeit56:56


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 5)


Nach Ihrem Debüt "Starfooted", einem Konzeptalbum über die Gnosis, dauerte es fast vier Jahre bis zu einem neuen Lebenszeichen der amerikanischen Band Metaphor. Diesmal gibt es "Seven Cheery Songs About Death": "Entertaining Thanatos" (Thanatos ist die Personifikation des Todes in der griechischen Mythologie).

Musikalisch ist sich die Band treu geblieben. Es gibt hier handwerklich solide gemachten, aber wenig aufrüttelnden Retro-Prog. Die Kompositionen sind proggy vielteilig, die Rhythmen krumm, der Gesang expressiv, die Band vermeidet in der Regel herkömmliche Klischees des eigentlich musikalisch nicht weit entfernten NeoProgs. Obendrein ist der Sound besser und fetter als beim etwas schwachbrüstigen "Starfooted". Die Vorwürfe des Genesis-Klontums, die das Vorgänger-Album immer begleiteten, konnte ich damals schon nur bedingt nachvollziehen und meines Erachtens greifen diese für "Entertaining Thanatos" erst recht nicht: Metaphor klingen hier ziemlich eigenständig und haben ihre Nische im Retroprog gefunden: Strukturen und Kompositionen orientieren sich an den klassischen Vorbildern, der amerikanisierte Gesang und die nicht zu sehr auf Retro getrimmten Keyboard-Sounds heben sie wieder ab.

Dennoch kann mich "Entertaining Thanatos" nicht wirklich begeistern: wie bei "Starfooted" fehlen die mir echten Höhepunkte. Das ist alles nett, gut gedacht und ausgeführt, aber immer wieder wünschte ich mir, die Band würde mal einen Gang höher schalten, aus dem Midtempo ausbrechen und richtig abgehen, oder wenigstens in den häufigen hymnischen Passagen den Bombast-Level mal ordentlich hochschrauben! Der Sound klingt nämlich immer noch, obwohl besser als beim Vorgänger, vergleichsweise dünn und zurückhaltend, und auf die gesamte Dauer plätschert das Album nett aber unaufregend dahin. Vielsagend ist, dass der erste echte Hinhörer gegen Ende des Longtracks "Yes & No" kommt, wenn sich Metaphor nämlich eine Melodie bei den Holst'schen Planeten borgen...

Wer "Starfooted" mochte, oder sich für die ähnlich gelagerten Ad Infinitum begeistern konnte, kann hier bedenkenlos zugreifen. Mein Ding isses net.

Anspieltipp(s): Yes & No
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.2.2004
Letzte Änderung: 29.2.2004
Wertung: 7/15

Zum Seitenanfang

Von: Martin Dambeck @ (Rezension 2 von 5)


Die ehemalige Genesis Cover Band legt nach dem 2000 erschienenen "Starfooted" mit "Entertaining Thanatos" ihren zweiten Silberling vor. Es handelt sich hierbei zwar nicht um ein Konzeptalbum im eigentlichen Sinne, aber alle Songs drehen sich rund um das Thema Tod.

Stilistisch ist sich die Band durchaus treu geblieben, doch ihr Retroprog hat an Eigenständigkeit gewonnen. Die starken Genesis Anleihen sind deutlich zurückgefahren worden, hinzu gekommen sind dafür einige Zitate aus der Klassik (Gustav Holst wird bisweilen „zitiert“). Die Stücke wirken etwas düsterer, was angesichts der Thematik sicherlich nicht überraschend ist. Die Songs sind durchaus gefällig, doch wirken die musikalischen Ideen bisweilen ein wenig in die Länge gezogen. Hinzu kommt, dass sich die Musik fast durchgängig in einem ruhigen, fast schon gemächlichen Tempo bewegt. Die Songs für sich alleine betrachtet wissen schon zu überzeugen, doch nach dem Hören der kompletten 57 Minuten bleibt einem keiner der Titel wirklich im Ohr hängen. Metaphor geht es wie so vielen anderen Progrockbands: Die Tracks enthalten zwar alle genretypischen Zutaten, werden auch ansprechend dargeboten, sie heben sich allerdings nicht vom Durchschnitt ab, da sowohl einprägsame Refrains wie auch überraschende Wendungen Mangelware sind.

Fazit: "Entertaining Thanatos" ist ein nettes, aber doch eher belangloses Retroprog Album. Wer den Vorgänger schon mochte, macht mit dem Erwerb dieser CD jedoch keinen Fehler.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.7.2004
Letzte Änderung: 5.7.2004
Wertung: 7/15

Zum Seitenanfang

Von: Henning Mangold @ (Rezension 3 von 5)


Zunächst einmal kann ich die Kollegen gut verstehen, die dieser CD nicht mehr als 7 Punkte geben können, aber ich freue mich richtig, dass ich sozusagen um eine vierte Meinung gebeten wurde, denn ich habe eine solche.

Metaphor hatten es schon mit ihrem Debütalbum geschafft, mich zu beeindrucken, weil sie bereits darauf dermaßen retro-orientiert waren, dass mich allein die darin durchgezogene Konsequenz überzeugt hatte. Retro-Bands gibt es zwar mittlerweile auch schon viele, aber manchmal steckt dahinter ja auch der Versuch, aus Retro-Elementen letztlich etwas erfolgheischendes Neues zu machen. Metaphor scheinen solche Ambitionen unendlich fremd zu sein. Schon ihr "Starfooted" klang so, als hätten sie gleich das verstaubte Uralt-Equipment ihrer Zeit als Genesis-Coverband verwendet, um eigene Musik zu spielen, die beileibe nicht nur an Genesis erinnerte, sondern mit Eigensinnigkeiten angereichert war, die ich eher in den Gentle-Giant-Bereich eingeordnet hätte.

Mit dem zweiten Album ließen sie sich dann erstaunlich viel Zeit – erstaunlich für eine "neue" Band, die leicht in Vergessenheit gerät und sicher in Versuchung steht, möglichst schnell ein neues Lebenszeichen von sich zu geben, egal, wie gut es ausfällt.

Mit dem "unterhaltenden Tod" haben sie nun erst recht bewiesen, dass sie Mut haben: nicht nur wurden die Genesis-Anklänge zurückgefahren, nicht nur produziert sich die Band jetzt selbst, nein, sie traut sich sogar eine schrullige Sperrigkeit und Unzugänglichkeit, die so manchem "Spock's-Morse"-Ableger peinlich sein könnte, der versucht, die Leiter zum Erfolg ganz einfach von hinten (=retro) zu besteigen und trotzdem wenig Erfolg hat.

Nun ist dies keineswegs Musik geworden, die mich auf Anhieb begeistert; es gibt Tage und Stimmungen, in denen ich der Platte vielleicht unter Stress überhaupt keine Aufmerksamkeit schenken würde, weil sie mir schlichtweg zu anstrengend ist. Aber wenn ich gerade mal Zeit habe, finde ich hier das, was ich mir in Wirklichkeit viel häufiger wünsche, nämlich skurrile musikalische Strukturen, schräge Texte (z.T. in Dialogform), sperrige und kantige Songgliederungen und vor allem Instrumentierungen, die so weit neben allen denkbaren Hörererwartungen liegen, dass ich den Stil eher "outro" als "retro" nennen möchte – nämlich so weit außerhalb dessen, was es im Prog-Normalfall zu hören gibt, dass die zeitlich naheliegende Rückeinordnung fast schon eine Zufallsfügung sein könnte.

Neben Uralt-Mellotronklängen fällt besonders der fast schizophrene Doppelcharakter der Gitarren auf: einerseits Hackett-artige Bögen der Großzügigkeit (die mich zusammen mit dem Mellotron an nichts so stark erinnern wie an den "Nursery Crime"-Stil), dann aber plötzliche Stimmungsumschwünge durch unerwartete Klick-Klack-Geräusche aus derselben Gitarre, unterstützt von seltsamen Rhythmuswechseln und stockenden Takten; an dieser Stelle muss ich das Schlagzeug erwähnen: das könnte durchaus ein ganz vorsintflutliches Drumkit aus den 70ern sein, ist aber so genial abgemischt, dass seine strukturierende Bedeutung gar nicht überhört werden kann – wenn ich mir das anhöre, frage ich mich geradezu, wieso es in den letzten dreißig Jahren überhaupt Weiterentwicklungen im Equipment geben musste; genialer als damals ging?s doch nun wirklich nicht mehr...:-).

Und dann erst die Texte: jeder einzelne ist ein Lesetipp für sich. Ob es nun in "Raking the bones" um die Mutter geht, die die Leichenteile ihres Sohns zusammenharkt, um ihn wieder zu rekonstruieren ("But his heart was far away") oder um das absurde "Call me old and uninspired..." (der Titel spricht schon für sich), oder das philosophische "When it all comes together" (es geht um Einzelelemente der alltäglichen Welt, die sich nur ganz selten mal für Momente perfekt zusammenfügen, aber dann – "the center is holding, the war dogs are sleeping...for now"), oder wenn es in "Galatea 3.3" um den Pygmalion geht, der sich eine Venus-Figur schnitzt, um seine Göttin aus der Ferne anzubeten, bis sie dann in der Statue erwacht und ihm einen empfindlichen Tritt in die Weichteile verpasst (er klagt dann auf Lateinisch "Testiculi mihi tantopere dolent!"), immer wechseln die Stimmungen wie die in der Musik; man kann nie vorausahnen, wann man beim Lesen nachdenken und wann man erst mal vor Lachen losprusten wird.

Die einzige Einschränkung meiner Begeisterung über dieses Album ist ein Problem des Sängers John Mabry: zwar ist er derjenige, der die genialen Texte schreibt, und fraglos ist seine ur-proggige Giftzwerg-Tonlage wie immer ganz mein Geschmack, aber seine Stimme muss die Hakenschläge der Melodieführungen ja mitmachen, und da kommen dann schon mal Stellen vor, an denen er sich eindeutig hörbar überschätzt. Ich bin auch kein so großer Freund davon, dass er in den gelegentlichen Textdialogen sogar die weiblichen Rollenparts übernimmt (obwohl das Peter Gabriel in "Get 'em out by Friday" auch getan hatte).

Aber das stört natürlich nicht wirklich, es hilft sogar dem Soundfluss hier und da (dem zu folgen ohnehin nicht so einfach ist). Und gelegentlich bietet Mabry's Stimme auch absolute Glanzpassagen: in "Yes & No" klingt er streckenweise wie Peter Hammill im Mittelteil seines Longtracks "Flight" – zum Abheben!

Empfehlen will ich dieses Album wirklich nur unverbesserlichen Retro-Fans, die viel Zeit haben, um seine Tiefen zu erkunden. Aber wer sich jetzt angesprochen fühlt und es trotzdem nicht kauft, der wird später im Alter an Progger-Stammtischen bei einem wichtigen Thema nicht mitreden können... :-). Aber im Ernst: dies ist eine Platte, um die sich Fans noch mal reißen könnten, wenn später aus der Distanz heraus mal deutlicher vor Ohren steht als heute, welche Prog-Veröffentlichungen inmitten dieses jetzigen Überangebots wirklich lohnend waren.

Anspieltipp(s): Mir fällt gerade kein Album ein, das sich so wenig überhaupt zum Anspielen eignet...
Vergleichbar mit: So hätte die Musik klingen können, die in der Genesis-Story von der „Musical Box“ tatsächlich aus besagter Box kam (der lüsterne Geister-Greis inbegriffen)!
Veröffentlicht am: 15.7.2004
Letzte Änderung: 17.3.2014
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Andreas Kiefer @ (Rezension 4 von 5)


Nach Ihrem recht munteren 2000er Album "Starfooted" legt die amerikanische Formation Metaphor endlich ihr Zweitlingswerk nach.

"Entertaining Thanatos" knüpft stilistisch bis auf die ein oder andere Ausnahme an das angesprochene Debüt an. Das heißt, es geht wieder mal weit zurück in die Blütezeit des klassischen Prog-Rocks der 70er, um genau zu sein: in die (Gabriel-)Genesis-Ära. Doch dies ist nicht mehr ganz so offensichtlich wie beim Vorgängeralbum. Das liegt zum einen an dem weit höheren Anteil an eigenständigen und moderneren Elementen, sowie an einer nicht mehr ganz so stark nach Steve Hackett klingende Gitarre. Trotz der nicht zu überhörenden 70er-Anleihen triften Metaphor allerdings nie ins peinliche ab und bieten recht interessant arrangierten Retro-Prog mit sehr harmonischen Kompositionen.

Doch genau mit diesen oft zu sehr harmonisch angelegten Strukturen habe ich so meine Probleme, denn dadurch klingt einiges zu hymnenhaft und zu sehr melodiebetont. Es fehlen an manchen Stellen einfach die musikalischen "Ecken und Kanten", z.B. ein paar Rhythmuswechsel, die dem Album mehr Power und Energie verliehen hätten. Wobei hier natürlich auch gegenargumentiert werden könnte: Was will man bei einem solch düsteren und makaberen Inhalt über den "Tod" (eben den "Seven cherry songs about death") an musikalischem Feuerwerk denn überhaupt erwarten? Zwar wurde zur Auflockerung einiges an Ideen in die Kompositionen gepackt, doch sind diese ebenfalls vom sinfonischen Charakter geprägt und überladen das Album eher, als für die eigentlichen Überraschungsmomente zu sorgen.

Lobenswert sind die ausgeglichenen Arrangements sowie der angenehme Gesang von John Mabry. Auch hat sich die Soundqualität gegenüber dem Debüt etwas verbessert, kommt aber immer noch etwas drucklos und unsauber aus den Boxen.

Seltsamerweise klingen Metaphor im Gegensatz zu vielen anderen Retro-Bands am überzeugendsten und ehrlichsten, je stärker sie sich in den Retro-Bereich flüchten und die eigenständigen Momente weiter im Hintergrund belassen. Vielleicht ist dies auf die Vorgeschichte der Amerikaner zurückzuführen, die nach Ihrer Gründung als reine Genesis-Cover-Band agierten, und somit dieser Sound den Musikern einfach mehr im Blut zu liegen scheint. So bleibt insgesamt ein zwiespältiger Eindruck zurück. Zwar gibt es mit "Yes or no" einen herausragenden Longtrack, der ein mehrmaliges Anhören geradezu herausfordert, doch kann dieses Niveau nicht über die Gesamtspielzeit gehalten werden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.4.2007
Letzte Änderung: 16.4.2007
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Von: Nik Brückner @ (Rezension 5 von 5)


Metaphor sind so eine Band aus der zweiten, mancher mag sagen, aus der dritten Reihe. Sie machen handwerklich guten Prog, der es wert wäre, bekannter zu sein, gleichzeitig wird aber schnell deutlich, woran es liegt, dass er es nicht ist. Die Gründe sind eigentlich meist dieselben: Der Sänger ist nicht so stark, die Melodien könnten überzeugender sein, die Produktion ist, weil nicht so viel Geld zur Verfügung stand, solide, aber kraftlos und wenig dynamisch.

Dazu kommt, dass sich Metaphor (hier etwas weniger stark als auf "Starfooted") in Teilen an Genesis orientieren. Das finden die einen gut, und die anderen schlecht. Aus genau den gleichen Gründen.

In dieser Hinsicht nimmt "Entertaining Thanatos" eine Zwischenstellung zwischen dem Vorgänger "Starfooted" und dem Nachfolger "The Sparrow" ein: Die Orientierung an Genesis ist weniger stark als beim Vorgänger, und stärker als beim Nachfolger. Das gilt für den Gesamtklang, oder den Gitarrenklang ebenso wie für die Kompositionsweise. Das typische arpeggierte Gitarrenspiel, die aufgelösten Keyboardakkorde, all das ist hier schon zurückgedrängt - den Bezug zu den Vorbildern hört man trotzdem noch. Dass sich Metaphor mit "The Sparrow" dann weiter Richtung Rhythmus bewegt, und die Melodie dabei ein wenig vernachlässigt haben, hat nicht allen gefallen, bei "Entertaining Thanatos" ist aber eine schöne Balance gewahrt.

Ja, es fehlt vielleicht ein wenig an Höhepunkten, an Ecken, oder auch an Kanten. Das ist teilweise aber produktionsbedingt, und dann kann man das den Musikern schlecht vorwerfen. Was sie aus den begrenzten Mitteln aber herausholen, ist schon bemerkenswert. Und wer sich für Details interessiert, wer es liebt, den kleinen, feinen Vertracktheiten nachzuspüren, der dürfte hier einiges finden, das auzuloten viel Vergnügen bereitet - auch wenn es angehörs der vielen Haken, die die Musik schlägt, auf die Dauer nicht ganz unanstrengend ist. Schrullig hat Henning das genannt, und das finde ich ziemlich treffend.

Ein typisches Album aus der zweiten Reihe also, aber auch ein besonders gutes. Wer vertrackten Retroprog mit Genesis-Anklängen mag, und nicht unbedingt immer die eingängige Melodie braucht, sollte mal in "Entertaining Thanatos" reinhören - oder in die anderen Alben der Band. Es lohnt sich!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.4.2018
Letzte Änderung: 16.4.2018
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Metaphor

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Starfooted 10.00 3
2007 The Sparrow 7.33 3

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum