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Emerson, Lake & Palmer

Works, Volume 2

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Manticore
Durchschnittswertung: 5.11/15 (9 Rezensionen)

Besetzung

Keith Emerson Keyboards
Greg Lake Vocals, Bass, Guitar
Carl Palmer Drums, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Tiger In A Spotlight 4:34
2. When The Apple Blossoms In The Windmills Of Your Mind I'll Be Your Valentine 3:57
3. Bullfrog 3:52
4. Brain Salad Surgery 3:05
5. Barrelhouse Shakedown 3:47
6. Watching Over You 3:55
7. So Far To Fall 4:56
8. Maple Leaf Rag 2:00
9. I Believe In Father Christmas 3:16
10. Close But Not Touching 3:19
11. Honky Tonk Train Blues 3:09
12. Show Me The Way To Go Home 3:30
Gesamtlaufzeit43:20


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 9)


Während man über den Wert von "Works 1" ja noch streiten und dort durchaus einige lohnenswerte Momente finden kann, so ist der Nachfolger "Works 2" nur noch peinlich. Was "ELP" hier abliefern hört sich an, als ob sie noch schnell zur Vertragserfüllung irgendwas hätten raushauen müssen. Wie schreibt Paul Stump so passend: "Even Progressive militants have trouble defending Vol.2..."

Das akute Kreativitätsvakuum, in dem die Band sich befunden haben muss, wird gleich im ersten Song deutlich: "Tiger In A Spotlight" ist einfach nur ein schlechter Rock'n'Roll-Versuch, besonders entstellt durch Emersons schreckliche, piepsige Polysynthie-Sounds. Dagegen geht es mit "When The Apple Blossoms..." gerade zu wieder bergauf, zumindest wenn man die Nummer als frühen Synthie-Pop zu begreifen versucht, irgendwo zwischen Einfallslosigkeit und Elektronischer Musik. Auch Palmers "Bullfrog", eine Nummer, bei der Melodielinien vom Percussion-Arrangement vorgegeben werden, hat noch einige nette Momente. Ebenso eigentlich "Brain Salad Surgery", eine Nummer, die wohl schon für das gleichnamige Album gedacht war, dann aber nicht übernommen wurde, da sich nicht zu den restlichen Stücken passte. Aber wehe, wehe! Schmerzlich vermisse ich Emersons kraftstrotzende Hammond-Orgel und sein selbstbewusstes Piano-Spiel; stattdessen gibt wieder jede Menge käsige Synthie-Sounds. In einem anderen Arrangement hätte darauf vielleicht was werden können, aber so...?

Emerson hat mal gesagt, dass er auch glücklich sein könnte, wenn er irgendwo Barpianist wäre. Nun, mit Nummern wie "Barrelhouse Shakedown", "Mapleleaf Rag", "Honky Tonk Train Blues" und "Show Me The Way To Go Home" hat er es mit ELP fast bis zur Barband geschafft, da ändern auch die teilweisen BigBand-Arrangements nix dran. Lake hält sich dagegen vergleichsweise zurück: "Watching Over You" ist die obligatorische schleimige Ballade. Wenig besser ist trotz Prokofiev-Anleihen "I Believe In Father Christmas", das aber - erinnere ich mich richtig? - immerhin ein kleiner Hit war. Ach ja: und dann gibt es noch den BigBand-Fernseh-Erkennungsmelodie-Sound von ""So Far To Fall" und "Close But Not Touching".

Fazit: nur für Komplettisten. Für den Rest der Welt gibt es keinen Grund, nicht lieber eine andere Platte zu kaufen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.4.2002
Letzte Änderung: 24.4.2002
Wertung: 1/15

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Von: Michael Weinel @ (Rezension 2 von 9)


Trotz Udo's Warnung kam ich nicht umhin, mir das Teil als LP aus einer 1 Euro-Kiste auf dem Flohmarkt anzuschaffen. Das war's mir Wert! *g*

Nun, was soll ich noch groß schreiben? Ich bin ja generell nicht sooo der Riesen-ELP-Fan, aber was die Genossen da abgeliefert haben, spottet jeder Beschreibung.

Ist das eigentlich der Peter Sinfield, der auch mal bei King Crimson Texte geschrieben hat? Grrr... ich hatte eigentlich immer eine hohe Meinung von dem Kerl. Naja, nobody's perfect.

Fazit: Wirklich nur für Komplettisten, spart euch den Euro und den Platz.

Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich hier einen Punkt vergebe... mhm!

Anspieltipp(s): Lieber nicht!
Vergleichbar mit: ELP meets New Kids On The Block (hehe)
Veröffentlicht am: 18.9.2003
Letzte Änderung: 18.9.2003
Wertung: 1/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 9)


Urgs. Das ist wirklich ganz übler zusammengestümperter Mist. ELP dürfte die zweifelhafte Ehre gebühren, als erste der "großen" Bands des Prog ein richtiges Schrottalbum verzapft zu haben. Die Stücke sind nicht nur schlecht, sie wirken auch völlig wahllos zusammengestellt, als hätten die drei mal schnell den Inhalt ihrer Papierkörbe verwertet: Lake-Schmachtfetzen, alberne Boogie-Woogie-Stücke und peinliche Rock'n'Roll-Versuche wild durcheinander gewürfelt. Die wenigen halbwegs guten Ansätze werden durch scheußliche Käsesynthies zunichte gemacht. Wieso sind die Dinger bloß in Mode gekommen?

Wirklich nur für Komplettisten... und auch die sollten sich's lieber zweimal überlegen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.3.2004
Letzte Änderung: 19.3.2004
Wertung: 1/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 4 von 9)


Schön, dann finde ich eben bescheuerte Platten, die alle ganz furchtbar finden, manchmal gar nicht so schlimm.

Ich mag die frische (speziell für eine ansonsten von sich derart humorlos eingenommene Band), überraschend unbekümmerte, Big-Band-Jazz, Jazz für eine kleine Band, Ragtime, schnulzige Balladen, Songs mit käsigen Keyboards, Blues, Boogie-Woogie, Jazz-Rock und was-weiß-ich-noch-alles umfassende Vielfalt dieses Albums. Einiges davon ist zugegenebermassen etwas angekitscht, und dadurch nur noch schräger. Sieht fast danach aus, als würden sich ELP selber nicht ganz so ernst nehmen. Warum sollen die das nicht dürfen?

Einige Beispiele sollen zusätzlich noch genannt werden: "When the apple blossoms..." halte ich für ein gutes ELP-Instrumental, nicht zuletzt wegen des präzisen Schlagzeuspiels. Das jazzige, mit einem schön komplizierten Thema für Bläser ausgestattete "Bullfrog" wirkt leicht chaotisch und frech, und ist damit für mich originell genug. Hier scheinen sogar die eklektischen Palmer-Stücke mehr Sinn zu machen, als auf "Works 1". "Brain salad surgery" ist ein guter, bissiger ELP-Song. Die Melodie und die orchestralen Einsätze von "So far to fall" mag ich auch ganz gerne. Hat, ähnlich wie "Pirates", was von der Emerson'schen Film-Musik.

Oder anders betrachtet: Das Album verströmt eventuell diese damals, und eigentlich schon immer, überholte Superstar-Arroganz: "Egal was wir machen, es ist alles sowieso toll, weil wir halt Emerson, Lake & Palmer sind. Wir dürfen das." Wahrscheinlich hatten die damit bei "Works 2" mehr Recht, als mit ihren beiden Comeback-Platten in den 90-ern.

Anspieltipp(s): Brain Salad Surgery,Bullfrog
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.3.2004
Letzte Änderung: 19.3.2004
Wertung: 7/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 5 von 9)


Noch eine Rezension zu DIESEM Album? Ist das wirklich nötig? Ich denke schon.

Es gibt viele Gründe, warum dieses Album nicht gemocht wird. Die meisten Gründe lassen sich darauf reduzieren, dass die Band hier weit unterhalb ihrer Möglichkeiten gespielt habe. Das ist in diesem Fall für mich allerdings keine stichhaltige Kritik. Denn so wie ich das Album höre, ist es gerade Ansatz, nicht wie bisher klassische Musik zu verrocken, was auf den vorangegangenen Alben ja zur Genüge geboten wurde, sondern gerade den Bezug zur (amerikanischen) Unterhaltungsmusik früherer Zeiten, d.h. vor der modernen Rockmusik herzustellen.

Das ist nach meiner Meinung auch eine vorzügliche Idee, denn das ständige Herumreiten auf der europäischen klassischen Kunstmusik ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Die Tradition der amerikanischen Unterhaltungsmusik ist es demgegenüber durchaus wert, gewürdigt zu werden und bietet auch genügend stilistische Vielfalt: Volkslied, Schlager, Ragtime, Blues, Boogie Woogie, Jazz, Swing, Country, Easy Listening, d.h. nicht immer nur die bei ELP schon obligate Western-Saloon-Tour, wie z.B. auf TARKUS Jeremy Bender.

Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten auf musikalische Stile zu rekurrieren: indem man den Stil in den bandtypischen Sound integriert oder indem man einfach Stücke im jeweiligen Stil spielt. Von der zweiten Möglichkeit haben ELP auf WORKS 2 leider zu oft Gebrauch gemacht. Dadurch geht der Band die eigene Identität verloren.

Die ersten Stücke des Albums belegen allerdings, dass ELP durchaus in der Lage sind, auch die erste Möglichkeit wahrzunehmen. Tiger in a Spotlight ist ein netter Ohrwurm, der Boogie Woogie-Klavierspiel mit bandtypischem Synthiegefiepe und -gejaule verquickt. When the Apple blossoms bloom in the Windmills of your Mind I'll be your valentine ist schon vom witzigen Titel her ein Hinweis auf den Easy-Listening-Sound der 50-er/60-er Jahre und bietet tatsächlich eine Art Easy-Listening-Prog a la ELP. Bullfrog speist viel quirligen Jazz und auch Latin ein. Und Brain Salad Surgery ist ein ziemlich typischer (kurzer) ELP-Progger mit viel verspielten Synthies.

Mit Barrelhouse Shake-Down beginnt dann allerdings das Elend des Substanzverlustes. Emersons Ragtime-Piano wird von einem Swing-Orchester begleitet. Das ist nur mäßig originell. Dafür wird vollkommen unkenntlich, dass dies ein ELP-Song ist, zudem auch noch von Emerson komponiert. In diesem Stil wird auch noch der bekannte Maple Leaf Rag von Scott Joplin geboten sowie der Honky Tonk Train Blues. Klingt ja alles ganz nett, aber was hat das auf einem ELP-Album zu suchen? Chancen einer gelungenen Synthese wurden hier eindeutig verschenkt. Watching over you atmet Country-Feeling und Greg Lake schmachtet sehr schön, aber es fehlt wiederum Profil. Und I believe in Father Christmas bereichert zwar das Weihnachtsliedgut, ist ansonsten aber gesichtslos, auch wenn es irgendwie ganz eingängig klingt.

So far to fall geht noch mal vergleichsweise passabel in die Jazz-Richtung im Big Band Sound. Das Grundübel dieses Albums ist allerdings nicht irgendein "käsiger Synthiesound", sondern die Orchestrierung. Close but not touching ist nicht annähernd so "close" wie der Titel suggeriert, sondern eher das substanzlose Spiegelbild des Easy Listenings von When the Apple... Show me the way to go home stellt im Barjazz-Modus immerhin einen "würdigen" Abschluss des Albums dar, auch wenn es leider wieder identitätslos und versülzt wirkt.

Man kann einer Band häufig leicht vorhalten, dass sie an das Niveau früherer Alben nicht mehr heranreicht, aber selbst gemessen an den eigenen Ansprüchen, wie sie sich musikalisch offenbaren, ist das Album eher mäßig ausgefallen. ELP works? Nee, es funktioniert trotz einiger Ansätze leider nicht...

Anspieltipp(s): When the Apple...
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.3.2004
Letzte Änderung: 3.3.2012
Wertung: 3/15

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Von: Jürgen Gallitz-Duckar @ (Rezension 6 von 9)


Und nun meine Rezension des "Unaussprechlichen Albums" für jeden "ernsten" Proggie. Wie bei Works 1 mach ich es auch hier Track-by-track.

Tiger in a spotlight – witzige Rock'n Roll und Boogie Nummer mit Quietschkeyboards, welche allerdings wunderbar zum Feeling des Songs passen. Dieses Stück spielten sie übrigens damals in der ZDF Sendung "Rock-Pop" Ende der 70er und brachten einen angeleinten Tiger mit auf die Bühne. Herrlicher Größenwahn à la ELP. So ist auch das Stück. Note: 11

When the apple blossoms... - klingt wie der Jam-Mittelteil eines langen Stückes, gefällt mir sofort wegen der verwendeten Keyboardsounds. Je länger das Stück dauert, desto mehr wünsche ich mir, das würde noch lange so weitergehen. Mäandert entspannt im Jam-Stil dahin und ist mir nur zu kurz. Eine Art Grateful Dead in ELP Version. Klasse Note: 12

Bullfrog – Sehr schöne Percussion-Arrangements von Palmer in diesem Jazzrock Stück hier. Um Längen besser als vergleichbares auf Works 1. Hier gibt es eine ganze Menge an interessantem Sound zu hören. Auch die Wendungen, die das Stück nimmt, gefallen sehr gut. Note: 12

Brain Salad Surgery – das damals für eine Beilagen-Flexi-Disc des Musikmagazins "New Musical Express" zusammengeschusterte Stück finde ich seltsam. Hier gibt's für mich mal unpassende Keyboardsounds, dazu Lake, der versucht, richtig rauh, rockig zu singen. Nicht Fisch, nicht Fleisch und tatsächlich für mich a bisserl nervig. Note: 2

Barrelhouse Shake-Down – Emersons Boogie Woogie Nr. 1 auf dem Album hier. Bis auf "Benny the bouncer" vom Brain Salad Album, das mich wegen des Gesangs nervt, mag ich alle diese netten kleinen Auflockerungen der ELP-Alben. Wer meinte gleich nochmal, ELP haben keinen Humor? Emerson hat ihn auf alle Fälle. Schönes Bläserarrangement und Klarinettensolo. Note: 8

Watching over you – ein anrührendes Schlaflied, das Lake für seine (damals) kleine Tochter Natasha geschrieben hat, damit Daddy für sie da ist, wenn er wieder mal die halbe Welt umtourt. Für sowas hab ich natürlich immer ein Herz. Gefällt mir aber in den Liveversionen besser, da dort die melancholisch gedachte, aber für mich unpassende Mundharmonika-Einlage nicht vorhanden ist. Note: 7

So far to fall - ...and nowhere to go – Eine Big-Band-Bläser-Nummer, die nie so richtig vom Fleck kommt. Da weiß ich nicht recht, wo sie denn damit hinwollten. Manchmal fällts in einen dezenten Boogierhythmus, dann taucht nach hinten gemischt die Orgel auf, dann wird's wieder zu der Big Band Nummer, zündet aber einfach nie. Note: 3

Maple Leaf Rag – Boogie Woogie Nr. 2 hier, mit Orchester. Gefällt mir, erinnert mich an alte Stummfilme, ist witzig und kurz. Note: 5

I believe in Father Christmas – Ja, ich liebe Weihnachten sehr, und das ist eines der wenigen Weihnachtslieder, das mir seit dem ersten Hören (die Originalsingle mit dem Orchester aus den 70ern) sehr gut gefällt. Die Melodie der Troika von Prokofiev verströmt das richtige Weihnachtsgefühl, und der kritische Text über die Überkommerzialisierung von Weihnachten ist leider aktueller denn je. Mit Orchester finde ich die Nummer allerdings noch schöner, drum hier "nur" eine 12

Close but not touching – Brass-Rock. Rockt für ELP-Verhältnisse richtig, sogar mit nem E-Gitarrensolo. Erinnert mich etwas an Bands wie If, Blood Sweat & Tears, frühe Chicago usw. Definitiv zu kurz das Stück. Wieder um Längen besser als die ähnlichen Stücke auf Works 1. Note: 13

Honky Tonk Train Blues – und Boogie Woogie Nr.3. Fetzt auch wieder mit Bläserbegleitung los. Der beste, der fetzigste der drei Boogie Woogie-Titel hier. Wer Emersons Boogie Woogie-Nummern albern findet, hat vielleicht etwas zu wenig Humor, denn das hier ist perfekt arrangierte Unterhaltungsmusik. Das ist Spaß-Musik und auch als solche gedacht. Ruft das Flair der 20er Jahre a la Chicago hervor. Große Klasse. Note: 13

Show me the way to go home - Barjazz-Song und ein netter Rausschmeißer aus dem Konzert (auf der Tour 1977/78). Auch das hier ist wieder absolut augenzwinkernd, gegenüber all den bombastischen Großtaten wie Karn Evil 9, Pictures, Pirates, Tarkus usw. Note: 6

Das macht eine Gesamtnote von 8,66 also eine 9.

Auf der Remastered-Version folgen noch drei Liveaufnahmen. "Tiger" (4.16 Minuten) und "Watching" (4.31) am 30. November 1977 in Newhaven aufgenommen, "Show me the way" (5.34) am 24.01.1978 in Indiana aufgenommen. Leider sind auch diese drei Nummern wieder in schlechtem Bootlegsound, wie schon auf Works 1. Was sich die Plattenfirma hierbei dachte, ist mir etwas schleierhaft. Keine Wertung dafür.

Fazit: Einen etwas breiteren Musikgeschmack sollte man hier schon haben, und auch amerikanische Unterhaltungsmusik aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts muß man mögen. Prog ist nämlich da nirgendwo, aber das macht ja auch nichts. Ich höre ein Album ja nicht auf der Suche nach dem Prog-Gehalt, sondern schau mal, ob es Spaß macht. Da ich an Alben ohne feste Erwartung rangehe, muß ich sagen das hier gefällt mir überwiegend gut bis sehr gut.

Homogen ist das Album natürlich nicht. Kann ja auch nicht, denn es ist zum Großteil eine Ansammlung von bereits vorher veröffentlichten Singlestücken (Father Christmas, Honky tonk, Watching), mit Resten von Brain Salad Surgery (Tiger, Apple, Brain Salad), einer Single B-Seite (Barrelhouse), ein paar Resten von Works 1 (Bullfrog, Close) und den neuen Stücken. Nun ist Homogenität ja sowieso nicht automatisch ein Garant für Spaß. Den jedoch verströmt das Album absolut, wenn der eigene Musikgeschmack breit ist und – ja – wenn es auch Humor sein darf und man Musik nicht immer nur proggie-ernst nimmt.

Ein kleiner Seitenhieb auf die lieben Kollegen hier, denn anders kann ich mir dieses kollektive Aburteilen nicht erklären, es sei denn eben man nimmt das Leben und die Musik etwas zu bierernst oder man geht mit einer gar allzu festen Erwartungshaltung an Alben ran.

In diesem Sinne also ist es ein gutes, unterhaltsames Album geworden. Kein typisches ELP-Album, kein Album für den ELP-Anfänger, auch kein Muß-Album, aber eine schöne Ergänzung der Sammlung.

Anspieltipp(s): Tiger in a spotlight, Honky Tonk Train Blues, Bullfrog, Close but not touching
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.9.2005
Letzte Änderung: 26.3.2013
Wertung: 9/15
kein Prog-Album, aber ein gutes unterhaltsames Spaß-Werk

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 7 von 9)


Oops! Ich bin doch etwas überrascht, mit welcher Vehemenz und Einigkeit hier anfänglich auf dieses Album eingedroschen wurde. Zu Unrecht, wie ich finde. Danke Siggy und Jürgen, dass ihr dem mutig ein kräftiges "Njet" entgegenegstellt habt und der Musik somit die Ehre erwiesen habt, die ihr auch meines Erachtens gebührt.

Um "Works Vol.2" gerecht zu werden sollte man zwei Dinge nicht unberücksichtigt lassen. Erstens war Keith Emerson seit seinem dreizehnten Lebensjahr stark von populärer amerikanischer Musik der ersten Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts geprägt. Auch beeinflussten britische Pianisten wie Joe Henderson, Winifred Atwell und Russ Conway sowie der frühe Rock`n`Roll Pianostil eines Jerry Lee Lewis und eines Little Richard Emerson stark. Ausserdem liebte er Stride-Piano, einen auf Ragtime zurückgehenden Solo-Klavierstil aus der Frühzeit des Jazz, bei welchem die linke Hand die Funktion von Bass und Harmonie übernimmt (im Wechsel werden Oktaven und Akkorde in tiefen und mittleren Tonlagen gespielt), während die rechte Hand die Melodie übernimmt. Kein Wunder also, dass sich solche Musik in seinem Schaffen findet.

Zweitens waren ELP zur Zeit der Veröffentlichung von "Works Vol.2" von Mai 1977 bis März 1978 auf einer gigantischen Nordamerikatour, die mit 120 Konzerten sowohl physisch wie auch logistisch ein Kraftakt war. Da blieb keine Zeit und Musse für neue Kompositionen. Am Ende der Tour war die Band in jeder Hinsicht ausgelaugt.

Das Material auf vorliegendem Album ist dementsprechend nicht neu, sondern wurde grösstenteils während der Works Vol.1 Sessions oder gar schon früher (Brain Salad Surgery Sessions) aufgenommen und teilweise nur noch geringfügig adaptiert oder ergänzt. Auch auf früheren Alben hat Emerson immer wieder die von Christian erwähnten Stilrichtungen der populären amerikanischen Musik des frühen letzten Jahrhunderts verarbeitet; hier findet sich nun eine praktisch vollständige Abkehr von klassischen Elementen und dafür eine Sammlung Lake`scher Balladen und beschwingter Emerson`scher Jazz-/Bar-Pianomusik.

Als ich mir die LP vor gut 15 Jahren zulegte, war ich enttäuscht. Das waren nicht die ELP, die ich kannte. Zur Zeit erlebe ich ein persönliches ELP-Revival und lerne das Album mit jedem Hördurchgang mehr und mehr schätzen. Und dieses Album braucht mehrere Anläufe, bis die Perlen zu leuchten beginnen.

Im semiautobiographischen "Tiger in a Spotlight", einem Boogie-Woogie, verarbeitet Emerson seine Erfahrungen des entwurzelten Lebens "on the road". Das starke "Apple Blossoms" mit seinem dominanten, laut aufgenommenen Hi-Hat und der prägenden Basslinie ist stilistisch im Spannungsfeld zwischen Jazz-Rock und Space-Funk angesiedelt und hat eine Qualität, die alleine schon eine schlechte Bewertung des Albums verbietet. "Bullfrog" ist ein spannendes Instrumental mit nervösen drums und energetischen Blasinstrumenten (u.a. tolles Saxophon) sowie melodiöser Percussion. Zum Teil zappaesque!

"Brain Salad Surgery" ist ebenfalls stark. Die instrumentale Einleitung der ersten Minute ist mit ihren komplexen und verschlungenen metrischen Wechseln sehr kurzweilig, dann singt Lake schriller und irrer, als je zuvor. Ein energiegeladener Song, kurz und prägnant auf den Punkt gebracht.

"Barrelhouse Shakedown", ein Boogie-Woogie von 1973, wurde mit Big Band eingespielt und war die B-Seite einer Single-Auskopplung von "Honky Tonk Train Blues", welche nur in Italien veröffentlicht wurde und dort ein kleiner Hit war.

Die erste Seite der LP wird mit "Watching Over You" beschlossen, einem Gute-Nacht-Lied, welches Lake für seine Tochter schrieb und bei welchem er alle Instrumente spielt. Für ein Schlaflied gibts da von meiner Seite nichts zu meckern.

Die zweite Seite fällt mit den Big-Band-artigen Jazzrocknummern "So Far To Fall" und "Close But Not Touching" sowie den Adaptionen alter Klassiker ("Maple Leaf Rag", "Honky Tonk Train Blues" und "Show me the Way") etwas ab. Aber Spass machen auch diese Stücke.

Dass wir uns nicht falsch verstehen: kein Stück auf "Works Vol.2" erreicht die kompositorische Tiefe früherer Werke. Im Vergleich zu Tarkus oder Brain Salad Surgery wirken diese "Arbeiten" banal und einfach. Sieht man "Works 2" aber als Tribute-Album an den Stil amerikanischer Musik der 20er Jahre und lässt die beschwingte Leichtigkeit der Musik an sich heran, dann kann man durchaus kurzweilige Stunden mit diesem Album verbringen.

Höhepunkt der zweiten Seite ist die Ballade "I Believe in Father Christmas", ein Stück, welches von verlorenem Glauben in religiöse Werte handelt. Wunderschön und traurig zugleich.

Ich empfehle jedem, das Album unvoreingenommen zu hören und ihm mehr als ein oder zwei Hördurchgänge zu gewähren. Dann macht es zunehmend Spass und entfaltet seine Qualitäten. Für mich eines der unterbewertetsten Alben auf den BBS.

Anspieltipp(s): When The Apple Blossoms In The Windmills Of Your Mind I'll Be Your Valentine, I Believe In Father Christmas
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.8.2011
Letzte Änderung: 18.8.2011
Wertung: 8/15
kaum "herkömmlicher" Prog, aber im besten Sinne gut gemachte Unterhaltungsmusik

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 8 von 9)


Jörg spricht es in seiner Rezension schon an: „Works II“ sollte man differenziert betrachten. Es handelt sich hier nicht um ein reguläres ELP-Album, sondern um eine Compilation von Outtakes aus den Sessions zu „Brain Salad Surgery“ („Tiger In A Spotlight “, „Brain Salad Surgery“, „So Far To Fall“) und denen im Umkreis von „Works I“ („Bullfrog“, „Watching Over You“, “Close But Not Touching”). Die Aufnahmen von “Barrelhouse Shakedown”, “Honky Tonk Train Blues” und „Maple Leaf Rag“ stammen aus dem Jahr 1975, bei den gleichen Sessions wurden auch Charlie Parkers „Au Privave“ und Gary Burtons „Walter L“ aufgenommen, die allerdings erst 2006 auf Emersons Compilation "Off the Shelf" veröffentlicht wurden. Auch Emersons Klavierkonzert und die Orchesterversion von „Abaddon’s Bolero“ entstanden in diesem Jahr. Einiges Material ist hier erstmals erschienen, anderes war vorher schon zu hören, etwa auf Singles oder auf Single-B-Seiten („Brain Salad Surgery“, „I Believe In Father Christmas“, “Barrelhouse Shakedown”, “Honky Tonk Train Blues”). Das Problem des Albums ist also weniger die Musik als vielmehr sein Titel: Mit „Works I“ hat es nämlich schlicht gar nichts zu tun. Hätten ELP (oder die Plattenfirma) es „A Collection of B-Sides and Rarities“ genannt, hätte sich nie jemand beschwert.

Das Album enthält einige klassische Blues- Ragtime oder Bar-Jazz-Stücke, wie sie Emerson schon seit Beginn seiner Karriere im Programm hatte. Den Reigen eröffnet das simple und dünn produzierte „Tiger In A Spotlight“, das als im Blues-Schema gehaltener Elektro-Boogie zwar funktioniert, aber als Einstieg in ein ELP-Album zu schwach ist. Da hilft auch ein Zitat aus Dizzy Gillespies „Salt Peanuts“ nichts.

Die Stride-Piano-Stücke “Barrelhouse Shakedown” (Emerson), “Honky Tonk Train Blues” (Meade Lux Lewis) und „Maple Leaf Rag“ (Scott Joplin) setzen den Reigen fort, während “Shakedown” und “Honky Tonk Train Blues” aber zurückhaltend und geschmackvoll instrumentiert sind, ist mir der „Maple Leaf Rag“ mit seinem allzu saftigen (und zudem schlampig gespielten) Orchesterarrangement eindeutig zu überladen.

In einem ähnlichen Stil ist „Show Me The Way To Go Home“ gehalten, das Stück, das das Album beschließt. Der von Irving King geschriebene Klassiker ist toll arrangiert, mit Lakes Performance habe ich allerdings so meine Probleme. Er singt viel zu weich und seine Stimme ist für diese Art Musik einfach nicht die richtige.

Bleiben ein paar echte ELP-Highlights. „When The Apple Blossoms In The Windmills Of Your Mind I'll Be Your Valentine“ ist eine Art Jazzfunk, wie er in verwässerter Weise als Filmmusik von Spätsiebziger-SF populär war („Captain Future“? Irgend jemand?). Das Stück beruht eigentlich auf einem von Palmer und Lake beständig wiederholten Ostinato, Palmer variiert seinen Part jedoch genügend, um das Interesse wachzuhalten, darüber soliert Emerson, die verschiedensten Klangfarben seiner Keyboards nutzend.

In eine ähnliche Richtung gehen “Bullfrog” und “Close But Not Touching”, Stücke Palmers, die sehr im Stil seiner Beiträge zu „Works I“ gehalten sind. Davon kann man “Bullfrog” für eines der besten ELP-Stücke überhaupt halten – vorausgesetzt, man ist nicht allzu sehr auf die pathetischen Epen der Band fixiert. Es wird von der gleichen nervösen Energie angetrieben wie „Apple Blossoms“, ist aber dichter, komponierter, und nicht nur ein Vehikel für Improvisationen. Im restlichen ELP-Katalog steht ihm vielleicht „The Gnome“ von „Pictures at an Exhibition“ am nächsten, jedenfalls weckt die Klangwelt von „Bullfrog“ ähnliche Assoziationen: das Staccato-Hauptthema, die Fülle an verschiedenen Schlaginstrumenten, das wie ein Baby kreischende Saxophon und die seltsame dissonante Passage mit den Blubbersounds in der Mitte.

Die zweite Palmer-Komposition aus dieser Zeit ist „Close But Not Touching”, Big-Band-Jazz, von Palmer mit seinem typischen militärisch geprägten Schlagzeugstil kombiniert. Es ähnelt „Food for your Soul“ von „Works I“, zündert aber lange nicht so und ist, im Gegensatz zu „Bullfrog“, auf dieser Compilation von Outtakes gut aufgehoben.

Von den Sessions zum Album „Brain Salad Surgery” stammen “Brain Salad Surgery“ und “So Far To Fall“. Ersterer ist ähnlich wie “Tiger in a Spotlight” eine Art Blues, diesmal aber gespickt mit progressiven Elementen, wie den komplizierten metrischen Verwerfungen des instrumentalen Intros. Abgesehen davon ist es der erste Song im ELP-Kanon, der sich um Fellatio dreht – und auch gleich der beste. Die Band ist voller Energie und Lake bellt seinen Gesang höchst aggressiv ins Mikro.

“So Far To Fall“ stammt zwar von den gleichen Sessions, allerdings fügte Emerson 1975 im Umfeld der Aufnahmen von „Barrelhouse Shakedown” und “Honky Tonk Train Blues” noch einen Bläsersatz hinzu, der dem Song allerdings nur wenig zuträglich ist. Im Ganzen ein Stück, das wohl zu Recht leicht überhört wird.

Fehlen noch Lakes Beiträge. “Watching Over You“ stammt aus dem Umfeld von “Works I” und ist ein Schlaflied für seine Tochter. Auch dieser Song ist auf dieser Compilation von Outtakes gut aufgehoben. Nicht so „I Believe In Father Christmas”, das als eines seiner besten Lieder zu Recht heute ein Weihnachtsklassiker ist. Seltsamerweise, denn wer den Text kennt, weiß, dass Lake über erschütterte Illusionen und den Verlust des Glaubens singt, was „I Believe In Father Christmas” eigentlich zu einem Anti-Weihnachtslied macht. Die Version hier ist weniger saftig arrangiert als die 1975 veröffentlichte Singleversion, Geschmackssache, sie wird dem kritischen Gehalt des Songs aber dadurch sicher besser gerecht. Aber auch sie kann nicht umhin, die berühmte Passage aus Sergei Prokofjews „Leutnant Kishe“ zu zitieren, die immer wieder in Weihnachtsliedern verschiedenster Couleur auftaucht.

Man kann Emersons Stride-Piano Ausflüge, Lakes Balladen mögen oder nicht – sie gehören nun einmal zum Œuvre ELPs dazu. Sieht man von diesen Stücken ab und nimmt das Album als das, was es ist, nämlich eine Compilation, die eben deshalb notwenig inhomogen ist, ist „Works II“ tatsächlich gar nicht so übel. Ich kann mich daher meinen unmittelbaren Vorrednern weit leichter anschließen als den Erstrezensenten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.6.2012
Letzte Änderung: 19.7.2012
Wertung: 7/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 9 von 9)


"Works Volume 2" is dedicated to the memories of Keith Emerson (born 2nd November 1944, died 10th March 2016) and Greg Lake (born 10th November 1947, died 7th December 2016).

Am 26.5.2017 erscheinen zwei remasterte Neueditionen der Alben Works, Volume 1 und Works, Volume 2. Über ELP muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Die 1970 gegründete Band vermischte verschiedene Stile wie Rock, Jazz und Klassik zu einem eigenen, von Emersons Tastenspiel geprägten, Mix und gehörte zu den Pionieren und einflussreichsten Bands des klassischen Progrock.

Ich habe die Platte in meiner obigen Rezension schon ausführlich besprochen und beschränke mich hier daher auf einige Ergänzungen und Besonderheiten der vorliegenden Ausgabe. Diese wurde von Andy Pearce von den Originalbändern im 24-Bit-/High-Densitiy-Format remastert und ist als Doppel-CD, Doppel-LP und digitaler Download erhältlich. Das Digipak enthält ein umfangreiches Booklet mit Liner Notes, neuen Interviews und Fotomaterial, die LPs werden in den Originalen Klappcovern mit geprägtem Logo erscheinen.

Als Works Vol.2 im November 1977 veröffentlicht wurde, waren Emerson Lake & Palmer einer der absoluten Topacts im Musikbusiness und überaus erfolgreich. Jedes ihrer Alben hatte in England die Top 10 und in den USA die Top 20 erreicht, sie füllten auf ihren Tourneen Hallen und Stadien. Bis heute gingen mehr als 40 Millionen ELP-Tonträger über die Ladentische.

Works Vol.2 war gewissermassen ein Album mit Bonustracks und kein in sich geschlossenes Werk, welches am Stück komponiert worden war. Es zeigt die Vielseitigkeit der Band und die zahlreichen musikalischen Einflüsse auf Keith Emerson und wirkt daher zwangsläufig inhomogen. Trotzdem finden sich hier tolle Kompositionen und macht das Album Spass (s.o.).

Speziell erwähnen möchte ich, dass I Believe In Father Christmas in England ein Nummer 2 Hit war und nur wegen Queens Bohemian Rhapsody nicht die Topposition erreichte. Fanfare For The Common Man war ebenfalls ein Nummer 2 Hit und ist bis heute der drittmeist verkaufte Instrumentaltitel.

Was die vorliegende Neuedition aufwertet, ist das gesamte Works Live-Album, welches sich über beide CDs verteilt als Zugabe findet. Ein Teil des Konzerts, welches am 26. August 1977 vor 78000 (!) Zuschauern im Olympic Stadium in Montreal aufgenommen worden ist, wurde 1979 als In Concert veröffentlicht, eine umfangreichere Version gab es dann erst 1993 als Works Live. Leider fehlt hier vor allem "Pirates" und dann auch "Karn Evil 9" und "Tarkus", letztere beiden Stücke gab es aber zumindest schon auf Welcome Back My Friends To The Show That Never Ends. Besonders gefallen hier die Auszüge aus "Pictures at an Exhibition" und "Tank" mit einem mehrminütigen Schlagzeug-Solo.

Klanglich ist auf der CD alles im grünen Bereich, schade ist einzig, dass das Material nicht als zusätzliche 5.1-Version remastert wurde, wie dies mit den ersten Alben der Band geschehen ist.

Insgesamt ist die Neuauflage eine gute Gelegenheit, Works Vol.2 neu zu entdecken. Es lohnt sich.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.4.2017
Letzte Änderung: 24.4.2017
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Emerson, Lake & Palmer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Emerson, Lake & Palmer 11.60 6
1971 Tarkus 11.00 6
1971 Pictures at an Exhibition 12.00 6
1972 Trilogy 12.40 6
1973 Brain Salad Surgery 12.50 6
1974 Welcome Back My Friends To The Show That Never Ends 12.50 2
1977 Works, Volume 1 8.00 5
1978 Love Beach 6.43 7
1979 In Concert 6.00 1
1992 The Atlantic Years 12.00 1
1992 Black moon 4.50 4
1993 Works Live 10.00 1
1993 The Return of the Manticore 12.00 3
1993 Live At The Royal Albert Hall 10.50 2
1994 In The Hot Seat 1.60 5
1997 Live in Poland 8.00 1
1999 Pictures at an Exhibition. Collectors Edition (DVD) 12.67 3
2001 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Two 12.00 1
2001 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.One 11.00 1
2002 Re-Works 7.00 1
2002 Best of the Bootlegs 9.00 1
2002 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Three 8.00 1
2002 Works Orchestral Tour, Olympic Stadium, Montreal 1977 / The Manticore Special (DVD) 10.00 1
2002 Live at the Isle Of Wight Festival 1970 7.00 2
2004 Inside Emerson Lake & Palmer. 1970 - 1995. An independent critical review (DVD) 10.00 1
2004 Welcome Back (DVD) 9.00 1
2004 Masters From The Vaults (DVD) 10.00 1
2005 Beyond The Beginning (DVD) - 1
2005 Live at Montreux 1997 (DVD) 6.00 1
2006 The Birth Of A Band - Isle of Wight Festival Sat August 29th 1970 (DVD) 10.00 1
2006 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Four 5.00 1
2007 From the Beginning - 1
2009 Works Deluxe Edition - 1
2010 High Voltage - 1
2010 Live High Voltage 10.00 1
2011 Live At The Mar Y Sol Festival '72 12.00 1
2011 Live At Nassau Coliseum '78 11.00 1
2011 ...welcome back my friends High Voltage Festival 2010 40th Anniversary 9.00 1
2013 Live in Montreal 1977 8.00 1

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