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Supertramp

Some Things Never Change

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Blues; Funk; Jazzrock / Fusion; Rock / Pop / Mainstream
Label: EMI
Durchschnittswertung: 8.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Rick Davies Gesang, Keyboards
Mark Hart Gesang, Gitarre, Keyboards
John Helliwell Saxofon
Cliff Hugo Bass
Bob Siebenberg Schlagzeug
Lee Thornburg Trompete, Posaune
Carl Verheyen Gitarre
Tom Walsh Percussion

Tracklist

Disc 1
1. It's A Hard World 9:46
2. You Win, I Lose 4:31
3. Get Your Act Together 4:48
4. Live To Love You 5:18
5. Some Things Never Change 6:26
6. Listen To Me Please 4:46
7. Sooner Or Later 6:50
8. Help Me Down That Road 4:36
9. And The Light 4:40
10. Give Me A Chance 4:24
11. C'est What? 8:16
12. Where There's A Will 5:36
Gesamtlaufzeit69:57


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Ein Jahrzehnt nach ihrem letzten Studioalbum meldeten sich Supertramp 1997 in neuer Besetzung wieder zurück. Von der klassischen Besetzung waren Rick Davies, John Helliwell und Bob Siebenberg noch dabei. Auch der zweite Sänger/Keyboarder Mark Hart war in den späten 80ern öfters als Gastmusiker bei Liveauftritten dabei, um die ursprünglich von Roger Hodgson gesungenen Stücke zu übernehmen. Vier weitere Musiker kamen noch dazu, so dass Supertramp nunmehr in Oktettstärke auftraten.

Nun sind solche Reanimationsversuche nicht immer von Erfolg gekrönt, bisweilen können arge Peinlichkeiten dabei herauskommen. Supertramp haben sich aber im Großen und Ganzen hier recht wacker geschlagen. Auf keinen Fall wird lediglich ein lauwarmer Aufguss der alten Zeiten geboten. Die typischen Ingredienzen sind natürlich vorhanden, vor allem in Form von Rick Davies' typischem E-Piano-Spiel, seine Stakkato waren schon früher ein Markenzeichen der Band (jedenfalls der Davies-Songs). Davies' Songs hatten aber auch häufig einen leicht bluesig-jazzigen Einschlag, und der kommt auf "Some Things Never Change" noch stärker zur Geltung. Dafür sorgt auch der neu eingestiegene Bläser Lee Thornburg, der an Trompete und Posaune starke jazzig-funkige Akzente setzt. An sich bin ich ja nicht so der Fan von "funky" Musik, aber auf diese wohldosierte Art und in dieser Kombination gefällt es mir recht gut. Manche Songs entwickeln sich dabei zu richtigen Jamsessions mit langen Instrumentalparts von Bläsern und E-Piano ("It's A Hard World", "Sooner or Later", Titelsong), eine interessante Ergänzung zum typischen ArtPop der Band. Die stilistische Palette reicht dabei bis zu "ArtBlues"-Songs wie "Help Me Down That Road".

Zu den Negativpunkten gehören einige etwas schmalzige Songs ("Where There's A Will", "Live To Love You") oder das auf nervige Art discomäßig stampfende "C'est What". Auch Mark Hart überzeugt mich als Sänger nicht ganz; sein Gesang ist nicht schlecht, aber nicht charakteristisch genug, um einen Gegenpol zu Rick Davies' bluesiger Stimme zu bilden wie seinerzeit Roger Hodgsons Falsett.

Trotz kleiner Mängel ist "Some Things Never Change" ein recht gelungenes Album, das den typischen Supertramp-Sound um neue Elemente erweitert.

Anspieltipp(s): It's A Hard World, Some Things Never Change, Sooner or Later
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.3.2004
Letzte Änderung: 23.3.2004
Wertung: 8/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 3)


Sie waren nie eine richtige Progband. Das wissen wir doch alle. Trotzdem hatten sie zumindest in den 70'er Jahren ein gutes Näschen für gemäßigten Prog mit auch mal poppigen Anleihen. „Breakfast in America“ von 1979 kann man fast schon nicht mehr dazu zählen. Das spätere „Brother where you bound“ schon wieder eher. Und „Some things never change“ ist auf jeden Fall proggiger als die meisten Aufnahmen nach 1979. Besonders das Eröffnungsstück IT'S A HARD WORLD mit fast 10 Minuten und der Titeltrack sind gelungen. Tolle Soli von denen noch heute manche Band sich eine Scheibe abschneiden könnte.

LISTEN TO ME PLEASE kokettiert offen mit den ganz frühen Supertramp. Wunderbares Stakkatoklavier und Davies Stimme klingt bluesiger als sonst. Das folgende SOONER OR LATER wirkt auf den ersten Moment etwas einfältig. Doch die im Mittelteil platzierten Soli sind ein einziger Quell der Freude. Fast wie eine Jamsession.

Dem Blues wird auf HELP ME DOWN THAT ROAD gehuldigt. Mit AND THE LIGHT folgt eine mittelmäßige Ballade mit zu viel Pathos. Auch GIVE ME A CHANCE ist nicht toll, aber trotzdem noch angenehm hörbar.

C'EST WHAT bietet dann wieder Supertramp wie der Fan sie liebt. Eingängige Komposition mit Stakkatoeinlagen und kurzen Soli, das Ganze auf 8 Minuten verteilt. Zwar verführt der simple Rhythmus fast zum tanzen, aber es sei der Band verziehen.

Ausfälle höre ich deren 2. LIVE TO LOVE YOU ist überflüssig und das abschließende WHERE THERE'S A WILL ist total überflüssig.

Ansonsten ist das Album ohne jede Frage jedem Supertramp-Fan zu empfehlen. Wer natürlich jedes Mal ein Meisterwerk wie „Crime of the Century“ erwartet, der kann nur enttäuscht werden.

Anspieltipp(s): It's a hard world, Sooner or later
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.1.2016
Letzte Änderung: 13.4.2017
Wertung: 10/15
Ganz ehrlich: so ein gutes Werk hätte ich ihnen 1997 nicht mehr zugetraut

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Von: Peter Meyer @ (Rezension 3 von 3)


"Some Things Never Change“ - der Titel mutet wie das Pfeifen im Walde an. Supertramp bleiben Supertramp, das muss doch so sein!!!
Nein. Zwischen Famous Last Words und dieser 97er Veröffentlichung änderten sich so einige Dinge. Manche sogar in fataler Weise. Und es sieht so aus, als sei das berühmte letzte Wort darüber gesprochen. Auch Bassist Dougie Thomson hatte nach den Schlappen von Free As a Bird und Live´88 die leckgeschlagene Kogge verlassen und das Weite gesucht.

Die Davies-Kompositionen - das argwöhnte man schon bei Brother Where You Bound - konnten nie an die des Kollegen Roger Hodgson heranreichen, auch in den legendären Tagen nicht. Dessen erstes Soloalbum In the Eye Of the Storm (1984) klingt dann auch viel mehr nach Supertramp als alles, was danach unter diesem Namen veröffentlicht wurde. „Some Things Never Change“ kann man also auch anders interpretieren. Denn sowohl die kommerziell erfolgreichsten Titel der Band (hier rangiert ausgerechnet das - natürlich - massenkompatible Kinderlied It´s Raining Again ganz oben, gefolgt von The Logical Song und Breakfast in America (Quelle: Eclipsed Rock 2)), als auch die „empfehlenswertesten“, also nach Progmaßstab künstlerisch wertvollsten (auch hier: Eclipsed) sind mit Ausnahme von Crime of the Century allesamt Hodgson-Songs. Ja, manche Sachen ändern sich eben nicht, Rogers Kreationen sind eine Klasse besser als die bluesgetränkten Davies-Destillate. Das muss für einen Vollblutmusiker wie Rick Davies eine bittere Erkenntnis gewesen sein. So berichtet auch „Wikipedia“ trocken über Some Things...: "Hitcharakter erlangte kein Lied". Das ist natürlich künstlerisch zweitrangig, waren Supertramp doch eher eine LP-affine Gruppe, und da kommt es eher auf das Konzept an als auf einzelne Songs. Immerhin, der große Name zog noch Käufer an (und darum geht es auch bei einem solchen Dinosaurier); das aufwändig produzierte und hochwertig klingende Album erlangte in Deutschland Goldstatus, während die Resonanz im Mutterland England müde war (Platz 74) und sich in den USA kein Schwein mehr dafür interessierte.

Der chef de cuisine machte den ersten Fehler, als er an Stelle eines kompositorischen heavyweight den Tour-Musiker und Crowded House-Gitarristen Mark Hart an Bord holte und glaubte, das Songwriting komplett selbst übernehmen zu müssen. Harts instrumentale Leistungen als Gitarrist und Keyboarder sind schwer zu beurteilen, weil er meistens unbedenklich im Hintergrund werkelt. Kritisch wird es, wenn er den Mund aufmacht. So ist Listen to Me Please eigentlich ein schönes Stück mit lange vermissten Trademarks, wird aber von Harts kümmerlichen Vokalpassagen ruiniert. Sooner or Later sind Harts Darbietungen dann über die komplette Gesangslänge zu vernehmen, das kann man sich als Supertramp-Kulinarier dann gar nicht mehr anhören. Davies´ zweiter Fehler. Als er den beim bislang letzten Studioalbum (2002) korrigierte, war es schon zu spät für das einstige Artpop-Flagschiff.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: einem leicht verbesserten "Free as a Bird"
Veröffentlicht am: 24.8.2017
Letzte Änderung: 24.8.2017
Wertung: 7/15
Ohne diesen Singsang ein insgesamt ansprechendes Album (wenn man die vorigen nicht kennt)

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Supertramp

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Supertramp 12.50 2
1971 Indelibly Stamped 7.00 1
1974 Crime of the Century 12.33 3
1975 Crisis? What Crisis? 9.00 1
1977 Even In The Quietest Moments 10.00 1
1979 Breakfast In America 9.00 1
1980 Paris 11.00 1
1982 ...Famous Last Words 5.00 1
1985 Brother Where You Bound 12.00 1
1987 Free As A Bird 2.00 1
1988 Live '88 2.00 2
2001 Is Everybody Listening? 11.00 1
2002 Slow Motion 6.00 1
2015 Live In Paris '79 - 1

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