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Teru's Symphonia

Clockworked Earth

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1993 (Europaveröffentlichung 1993)
Besonderheiten/Stil: Neoprog; RetroProg
Label: Musea
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Terutsugu Hirayama Guitar, Programmings & Chorus
Megumi Tokuhisa Lead Vocals & Keyboards
Hideaki Furui Drums, Percussions & Chorus
Yasushi Inoue Bass
Shou Nakou Piano & Synthesizers
Jutaro Ohkubo Bass (Bonus Tracks)
Chiezo Keyboards (Bonus Tracks)
Shoichi Aoki Keyboards, programming, Engineering (Bonus Tracks)
Junichi Sato Drums (Bonus Tracks)

Tracklist

Disc 1
1. Dreams In The Past 5:41
2. Mother To Mother 7:12
3. Pandora's Progeny 7:04
4. Stand By The Edge Of Memories 4:19
5. Animal Life 6:02
6. Quiet Life 8:29
7. Divine Drops 7:39
8. Ever Forever (bonus track) 8:16
9. A Travel To Dream Agency (bonus track) 3:43
Gesamtlaufzeit58:25


Rezensionen


Von: Dennis Egbers @ (Rezension 1 von 2)


Teru's Symphonia gehören sicherlich zu den inzwischen am längsten aktiven japanischen Progbands. Von Ex-Novela-Gitarrist Terutsuga Hirayama nach dem Zerfall jener "Urmutter" gegründet, aus der auch Vienna und Gerard hervorgingen, sind sie inzwischen auch schon an die 20 Jahre im Geschäft - wobei neben Hirayama wohl Sängerin Megumi Tokuhisa (Ex-Magdalena) die einzige Konstante darstellt. Hier allerdings geht es um ein etwas älteres Album, daß 1993 in Jaoan erschien, später dann in Europa von Musea wiederveröffentlicht wurde. In diesem Zuge wurden auch die beiden Bonustracks hinzugefügt, die vom Novela-Tributalbum "Novela Legend" stammen. Warum Teru auf einem Tributalbum für seine eigene alte Band mitspielt, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber vielleicht sollte man auch solche Sinnfragen nicht stellen.

Nun aber auch noch ein paar Worte zur Musik. Und dort ist eigentlich alles genau so, wie man es bei Teru's Symphonia im speziellen bzw. "Godzilla-Prog" im allgemeinen liebt oder hasst. Sehr bombastisch, ausgedehnte Instrumentalpassagen, teilweise Quietschekeys, hoher Gesang. Also wohl wieder ein Album aus Japan, das selbst für Progverhältnisse kaum massenkompatibel sein dürfte. Wobei das nicht an mangelnder Qualität liegt, denn in diesem Bereich kann man eigentlich nicht allzuviel Kritik anbringen, aber diese spezielle Spielart des Prog mit ihren Charakteristika mundet halt nicht jedem. Gewisse Unterschiede zu den anderen Söhnen (bzw. Töchtern) Nippons gibt es natürlich schon, so merkt man schon recht deutlich, daß hier ausnahmsweise mal der Gitarrist der Cheffe ist. Allgewaltig sind also ausnahmsweise nicht die Keyboardwände, vielmehr dominiert meist Terutsuga Hirayama die zahlreichen Instrumentalpassagen - obwohl die Keys natürlich trotzdem sehr präsent sind. Auch der Gesang ist im Verhältnis zu den schlimmen Kreischorgien, die man von schlechteren japanischen Progbands gewohnt ist, wirklich gut, aber halt trotzdem sehr hoch. Nichtsdestotrotz darf man Megumi Tokuhisa bescheinigen, ihr Instrument zu beherrschen - wie natürlich auch allen anderen Bandmitgliedern.

So tickert dann die CD auf gewohnt hohem Niveau vor sich hin und wird trotzdem wohl auf ewig ein Schattendasein in der westlichen Welt führen. Schade drum. Wobei mich interessieren würde, ob diese augenscheinlich mangelnde Kompatibilität mit dem Geschmack der meisten von uns nicht auch daran begründet liegt, daß Japan einem komplett anderen Kulturkreis angehört (und wohl auch das einzige solche Land ist, das es tatsächlich zu einer nennenswerten Progszene gebracht hat). Wäre ja möglich, daß der unterscheidliche kulturelle Hintergrund auch etwas mit solchen musikalischen Vorlieben zu tuen hat. Es kann natürlich eben so gut daran liegen, daß die meisten Japaner versuchen, zu europäisch an den Prog heranzugehen. Nun ja, das ist dann doch wohl eher ein Thema für die Musiktheoretiker unter uns - mir gefällt die Musik und das ist eigentlich das einzige, was mir wirklich wichtig ist.

Fazit: Eine weitere gute CD aus Fernost, die wohl kaum den Massengeschmack treffen wird. Trotzdem macht man eigentlich nichts falsch bei einem Kauf, auch wenn es durchaus mal Längen gibt und die Keyboads manchmal arg käsig klingen. Etwas Abzug gibt es zudem für die nicht ganz optimale Produktion.

Anspieltipp(s): Quiet Life
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.4.2004
Letzte Änderung: 17.6.2004
Wertung: 9/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 2)


"Clockworked Earth" wird vom Opener "Dreams In The Past" im für die Band so typischen Bombast-Reigen eröffnet, der sich von ungezügelter Melodramatik erfüllt zeigt, in der sich eine poppige Gesangsmelodie, symphonische Keyboardflächen und ein ungewohnt funkiger Bass zu einem emotionalen Stelldichein vereinen. Die Band hatte das Erbe der 70er Jahre hinter sich gelassen und fand sich im modernen Symphonic Sound wieder, in dem moderne Syntie-Sounds als bewusst eingesetztes Stilelement fungieren.

Leider erweisen sich die beiden nachfolgenden Titel "Mother To Mother" sowie "Pandora's Progeny" als wenig kraftvoll und allzu schablonenhaft auf ein pompöses Finale ausgerichtet, was mit ungewohntem Leerlauf im Mittelteil einhergeht. Auch im weiteren Verlauf zeigt sich die breit gefächerte Melodramatik doch recht flügellahm und verwässert im zunehmend strukturlosen Wohlklang. Ohne die für den Nippon-Sympho-Prog so charakteristische Übertreibung schlängeln sich die Songs doch zu sehr in harmonieverliebten Klanglandschaften, ohne die notwendigen Spannungsmomente zu entfalten. Derart gefällige und gepflegte Melodiebögen wie im Fall von "Quiet Life" und "Divine Drops" verpuffen in einer mainstreamigen Beliebigkeit.

Da erst mit den beiden Bonustiteln "Ever Forever" und "A Travel To Dream Agency" zu Beginn wieder gezielt an der Bombastschraube gedreht wird, erhärtet sich der Eindruck des belanglosen Füllmaterials auf dem regulären Album.

Anspieltipp(s): Dreams In The Past, Pandora's Progeny
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.12.2012
Letzte Änderung: 21.12.2012
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Teru's Symphonia

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1985 Symphonia 9.00 1
1988 Egg the Universe 11.00 1
1997 Do androids dream of electric camel? 10.33 3
1999 The Gate 10.00 2

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