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Rick Wakeman

1984

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1981
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Konzeptalbum; ArtPop; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: LP-Charisma,CD-Griffin
Durchschnittswertung: 7.5/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Rick Wakeman keyboards
Steve Barnacle (Boghead) Fender bass
Tim Stone (Beaky) guitar
Tony Fernandez drums
Gary Barnacle saxophone
Frank Ricotti drums

Gastmusiker

Steve Harley vocals
Tim Rice vocals,lyrics
Chaka Khan vocals
Jon Anderson vocals
J.Rothstein,D.Katz,D.Bradles,T.Good,L.Clay,A.McGee,B.Dukov violins
M.Cookson,G.Robertson,D.Newlands,L.Andrade violas
A.Daziel,P.Willison,B.Truman,M.Robinson cellos
D.Runswick,R.McGee basses
J.Gregory,D.Sandeman flutes
J.Whiting,D.Theodore oboes
K.Puddy,T.Weinberg clarinets
G.Scheen,H.Hammond bassoons
M.Thomson,P.Easthope horns
J.Jenkins tuba
J.Miller,J.Wallis trumpets
Hardie,Wilson trombones
Vickie Brown,Sonia Jones,Stevie Lange singers

Tracklist

Disc 1
1. Overture Part One/Part Two 5.02
2. Wargames 5.52
3. Julia 4.43
4. The Hymn 3.10
5. The Room Part One/Part Two 4.12
6. Robot Man 3.53
7. Sorry 3.02
8. No Name 3.16
9. Forgotten Memories 2.55
10. The Proles 3.30
11. 1984 6.28
Gesamtlaufzeit46:03


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 4)


Das Konzeptalbum "1984" sollte für Rick Wakeman ein musikalischer Neuanfang, und gleichzeitig sein erstes episches Konzeptwerk seit "No earthly connection" werden. Aber die Sterne standen in vielerlei Hinsicht sehr ungünstig. Zuerst einmal waren die beginnenden 80-er Jahre keine besonders gute Zeit für Konzeptwerke. Aus den Plänen, aus "1984" ein Musical zu machen (mit Tim Rice hatte man einen musicalerfahrenen, in erster Linie für Andrew Lloyd Weber tätigen Texteschreiber verpflichtet), wurde wegen der George Orwell-Urheberrechte nichts. Darüberhinaus hatte das Label Charisma - wie Wakeman in seiner Autobiographie schreibt - die Rechte für die USA "verloren" (?), so dass dieser Absatzmarkt anfangs verwehrt blieb.

Schade, man hatte durch den neuen Plattenvertrag mit Charisma schon mal genug Geld für namhafte Gäste wie Chaka Khan, Jon Anderson und Steve Harley, sowie für ein Orchester, das die Platte symphonisch, leicht bombastisch, kitschfrei und farbenfroh eröffnet, einige musikalische Themen des Albums vorwegnehmend. Schade auch, dass man dem interessant zusammengesetzten "1984"-Orchester nur wenige Chancen bot, richtig zu glänzen.

Chaka Khan sorgt hier für souligen, engagierten, manche würden vielleicht sagen, aufdringlichen Gesang auf "Wargames", "Robot Man" und auf der seltsam bemühten Ballade "Julia". Warum allerdings "Wargames" auf der LP noch ein eigenständiger Song war und auf der CD als dritter Teil der "Overture" aufgeführt wird, ist mir nicht ganz klar. Jon Anderson von Yes mag es hier, wie so oft, am liebsten hymnisch, so heißt auch der von ihm interpretierte Song "The Hymn". Das instrumentale, mit Piano und Chören versehene "Sorry" ist etwas schmalzig geraten. Als gelungene, gut arrangierte Instrumentalstücke sind "The room" und "Forgotten memories" besonders hervorzuheben: In der gewohnten Wakeman-Manier zwar, aber doch etwas besser als sonst bei ihm der Fall.

In "Forgotten memories" und dem Titeltrack werden auf bekömmliche und für manche vielleicht kitschige Weise Bombast-, Rock,- und Klassikelemente verwurstet. Seit Anfang der 70-er leicht wiedererkennbare Synthiesolos kommen dabei auch nicht zu kurz. Solche Stücke erinnerm teilweise ein wenig auch an die berühmt-berüchtigten Wakeman-Konzeptwerke wie "Journey" und "King Arthur", allerdings, wie ich finde, in etwas reiferer Form. Für noch mehr Abwechslung sorgt "Proles", ein Rock'n'Roll-Stück mit operettenhaften, weiblichen Gesangseinwürfen und dem Sprechgesang von Tim Rice.

Das Album verbindet musicalartige, rockige, symphonische, klassische und soulige Akzente mit größtenteils gelungenen Einfällen und Arrangements. Diese werden von für einige Hörer möglicherweise leicht käsigen elektronischen Keys ergänzt. Dazu werden immer wieder charakteristische Piano- und Hammondparts eingestreut. Ansonsten fällt mir noch die mitunter funkige Bassgitarre auf. Für das ansprechende Endergebnis sorgen die kompetenten Gästsänger.

Insgesamt zählt "1984" zu den besten Solowerken von Wakeman.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.4.2004
Letzte Änderung: 25.4.2004
Wertung: 10/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 4)


1984 lässt mich etwas zwiespältig zurück. Auf der Habenseite steht das ansprechende Musical-Konzept mit wiederkehrenden Themen, rockig-klassischem Grundanstrich und weniger Kitsch als früher.

Andererseits sind einige Keyboardsounds arg käsig und hören sich gelegentlich nach Oldfield an. Auch die Stimmen, Anderson ausgenommen, gefallen mir nicht sonderlich. Chaka Khan singt in "Wargames" übertrieben gepresst und nervend, in "Julia" irgendwie dünn und blutleer. "Hymn" ist der Höhepunkte der Platte. Jon Anderson veredelt mit seinem Organ ja praktisch jede Komposition und diese ist ansprechend. In "Robot Man" gefällt mir Frau Khan besser, da ist mehr Saft, Kraft und Ausdruck in Ihrer Stimme. "Sorry" ist sehr seicht, "No Name" mit seiner anfänglichen Fahrstuhl/Fuzak-Attitude und der folgenden Belanglosigkeit der Tiefpunkt der Platte.

Mit "Proles" gibt es dann noch eine Portion R`n`R auf die Ohren. Das abschliessende Titelstück beendet die Platte hymnisch-monumental.

Alles in Allem eine ordentliche Platte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.11.2006
Letzte Änderung: 14.11.2006
Wertung: 6/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 4)


Bei allem was man gegen Wakemans Orchesterbombastkitschoverkill einwenden mag - gegenüber 1984 ziehe ich den allemal vor. Nun ist es keinesfalls verwerflich, wenn ein Musiker neue stilistische Wege beschreitet, aber nicht jeder Wechsel ist halt ein Wechsel zum besseren.

Die instrumentalen Stücke finde ich hier noch am gelungensten, auch wenn sie teilweise unter dem übertriebenen Einsatz der typischen 80er-Jahre Plastik-Synthies leiden. Neben der stilistischen Zerrissenheit des Albums stößt mir bei einigen Stücken der Gesang übel auf: da ist vor allem das gepresste, schrille Gekreische von Chaka Khan zu nennen, aber auch das Gekrächze von Tim Rice auf Proles, einem auch musikalisch extrem enervierenden Stück (da lobe ich mir ELPs Rock'n'Roll-Eskapaden...). Bedauerlich ist ferner, dass der von mir eigentlich sehr geschätzte Steve Harley seine Stimme lediglich an das simple Tralala-Liedchen No Name vergeudet.

Dann doch lieber gut gemachten Artus-Kitsch!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.12.2006
Letzte Änderung: 29.12.2006
Wertung: 5/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 4 von 4)


Bei diesem Album hier kommen gleich mehrere Sachen zusammen, die sich eigentlich nur reiben können: Erstens wäre da die paranoide bis visionäre Romanvorlage von George Orwell, zweitens Rick Wakeman, also jener Mann, der auf "Close To The Edge" schneller spielte als sein Schatten und dennoch eine Tendenz zu banal-eingängigem Solomaterial hat, sowie drittens noch das Konzeptalbumformat als Ganzes, was hier vorrangig zahllose Gastsänger und -sängerinnen bedeutet. Und nebenbei bemerkt datiert dieses "1984" aus dem Jahr 1981, also sind auch üble Plastiksounds und Discobeats angesagt.

Und was entsteht aus Reibung? Beispielsweise ein Gewitter, das hier in Form der zweiteiligen "Overture" und dem abschließenden "1984" über den Hörer hereinbricht. Hier erlebt man Solo-Wakeman wohl von einer seiner besten Seiten. Hymnische Arrangements und Themenvorstellungen, die ganz passabel miteinander verknüpft werden und dazwischen Zeit für immer noch hörenswerten Keyboardbombast. Natürlich alles mit ultradünnen 80er-Sounds und zu recht straighten Rhythmen dargeboten. Eigentlich also ein Fest für alle Fans von "Tormato", aber ja, ich mag dieses Album. Auf der anderen Seite erleben wir aber den laschen, mainstreamigen Wakeman hier leider ebenfalls in Reinform. Und das bedeutet ultraplatte Schmachtfetzen wie "Julia" (samt den noch flacheren Refrainzeilen "...and stay well away from the door / for someone will see us for sure"), "Sorry" oder die Popnummer "No Name".

Seinen eigentlichen Reiz bezieht Wakemans "1984" nun daraus, dass das Konzept nun auch zu Nummern führt, die sich zwischen diesen beiden Polen bewegen. Da wären die rhythmisch durchdachten Instrumentals "The Room (Brainwash)" und "Forgotten Memories" (letzteres plünderte Wakeman später übrigens noch für "Elizabethan Rock"), die zwar ganz besonders unter dem argen Plastiksound leiden, aber durchaus ihre großen Momente haben. Das funkige "Robot Man" mit einer Chaka Khan in Hochform und seinem herrlichen Gegenüber von analogen und digitalen Keyboardsounds mögen einige Progger als Katastrophentourismus betrachten, mir gefällt's aber. Und zuletzt gibt's noch die rotzig-punkige Nummer "The Proles", die man ohne weiteres auch nicht mit einem Altprogger vom Schlage eines Rick Wakeman in Verbindung bringen würde.

Unterm Strich ist das natürlich alles schon eher so der schlechte Geschmack, den man gemeinhin mit Rick Wakemans Solowerken in Verbindung bringt. Mir gefällt's jedoch bis zu einem gewissen Grad, gerade auch weil hier alles so herrlich weit draußen ist und "1984" überdies auch eine gewisse Stringenz zeigt. Gut durchdachten Trash, gibt's sowas? Wenn nicht, hat ihn Rick Wakeman hiermit wohl wahlweise entweder erfunden oder neu definiert.

Anspieltipp(s): Overture, Robot Man, The Proles
Vergleichbar mit: vielleicht hätte eine Wakeman-Adaption von "Plan 9 From Outer Space" sogar noch mehr Spaß gemacht
Veröffentlicht am: 11.4.2012
Letzte Änderung: 2.3.2013
Wertung: 9/15
inklusive ca. 3-4 Sympathiepunkten

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Rick Wakeman

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Piano Vibrations 1.00 2
1973 The Six Wives Of Henry VIII 11.33 3
1974 Journey To The Center Of The Earth 9.50 4
1975 Lisztomania 7.00 2
1975 The Myths and Legends of King Arthur and the Knights of the Round Table 5.75 5
1976 No Earthly Connection 10.33 3
1977 Criminal Record 9.00 2
1977 White Rock 10.00 1
1979 Rhapsodies 7.00 1
1981 The Burning 8.00 1
1982 Rock n' Roll Prophet - 1
1983 Cost of living 6.00 1
1983 G'ole! 9.00 1
1984 Crimes of Passion 5.00 1
1985 Live at Hammersmith 9.00 1
1985 Silent Nights 8.00 1
1986 Country airs (1986) 9.00 1
1987 The Family Album 5.00 1
1987 The Gospels 1.67 3
1988 Time Machine 3.00 1
1988 Zodiaque 5.00 1
1988 A Suite of Gods 5.00 1
1989 Black Knights at the Court of Ferdinand IV 9.00 1
1989 Sea Airs 6.00 1
1990 Night Airs 5.00 1
1990 In the beginning - 1
1991 African Bach 6.00 1
1991 Softsword (King John and The Magna Charter) 4.00 1
1991 2000 A.D. Into the Future 9.00 1
1991 Aspirant Sunset 4.00 1
1991 Aspirant Sunrise 5.00 1
1991 Aspirant Sunshadows 4.00 1
1991 The Classical Connection 4.00 1
1992 Country Airs (1992) 7.00 1
1993 The Classical Connection 2 7.00 1
1993 Classic tracks 8.00 1
1993 Heritage Suite 9.00 1
1993 Prayers 5.00 1
1995 The New Gospels 4.00 1
1995 The Seven Wonders of the World 8.00 1
1995 Visions - 1
1995 In Concert 9.00 1
1996 Orisons - 1
1996 The Word And Music - 1
1996 Fields of green 8.00 1
1996 Greatest Hits 5.00 1
1997 Tribute 3.00 1
1998 Themes 6.00 1
1999 The Natural World Trilogy 2.00 1
1999 The Art In Music Trilogy 3.00 1
1999 Return To The Centre Of The Earth 6.33 3
2000 Christmas Variations - 1
2000 Preludes to a century 8.00 1
2000 Chronicles of Man 10.00 1
2001 The legend - Live in concert 2000 (DVD) 8.00 1
2001 Rick Wakeman. Classic Rock Legends (DVD) 5.00 1
2001 Journey to the Centre of the Earth. Collectors Edition. (DVD) 10.00 2
2001 Classical Variations 3.00 1
2002 The Missing Half 11.00 2
2002 Almost Classical - 1
2002 Medium rare 4.00 1
2002 The Oscar Concert 8.00 1
2002 The Real Lisztomania 7.50 3
2002 Songs of Middle Earth 3.00 1
2003 Out There 6.50 4
2004 Out There (DVD) 7.00 1
2006 Retro 9.00 2
2007 Retro 2 9.00 1
2007 Video Vault 7.00 1
2009 The Six Wives Of Henry VIII - Live At Hampton Court Palace 12.00 1
2012 In The Nick Of Time - Live In 2003 - 1
2012 Journey To The Centre Of The Earth (Studioaufnahme) 11.00 1
2016 The Myths and Legends of King Arthur and The Knights of the Round Table 13.00 1

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