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Bubblemath

Such Fine Particles Of The Universe

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001
Besonderheiten/Stil: RetroProg; sonstiges
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Blake Albinson Guitar, keys, saxophone
Jay Burritt Bass
Kai Esbensen Keys, vocals, words
Jonathan Smith Vocals, guitar, xylophone, flute
James Swensen-Flagg Drums, percussion, vocals

Tracklist

Disc 1
1. Miscreant Citizen 4:17
2. Be Together 5:38
3. Dancing With Your Pants Down 2:59
4. She's No Vegetarian 2:46
5. Doll Hammer 4:37
6. TV Paid Off 3:07
7. Help Yourself to a Neighbor 3:25
8. Forever Endeavor 1:21
9. Heavenly Scared So 3:37
10. Your Disease Is Nicer 2:54
11. Potential People 6:27
12. Cells Out 4:42
Gesamtlaufzeit45:50


Rezensionen


Von: Udo Gerhards


Hier haben wir eine Band, die auf den ersten Blick den Eindruck macht, cleverer zu sein, als es für sie gut ist. Das fängt beim Wortspiel-Bandnamen "Bubblemath" an, geht weiter beim "mission statement" der Band ("to be a band with a mission statement") und macht auch vor dem Cover des Debütalbums nicht halt: der Titel des Albums besteht aus dem chemischen Periodensystem entnommenen Element-Abkürzungen (auf der Vorderseite sind die einzelnen Elemente hervorgehoben, aus der Rückseite des Digipakls, die ein Periodensystem abbildet, herausgestanzt). Die Band spielt gerne mit ihrem "geeky" Image und tritt auch mal in Laborkitteln live auf. Gottseidank ist die Musik nicht so Gimmick-haft, wie es dies Alles nahelegt.

Die Gruppe aus Minnesota spielt hyperaktiven, songbasierten (d.h. ausufernde Longtracks und mehrteilige epische Kompositionen fehlen) Prog, der ständig voranzutreiben scheint. Die druckvolle, ständig hyperaktive Rhythmik in krummen Rhythmen, häufigen Taktartwechseln und mit vielen Break sowie der verschachtelte mehrstimmige Gesang und die durch all dies inhärente Hektik erinnern an die bewegteren Momente von Echolyn oder von Finneus Gauge, allerdings ohne die jazzigen Frickelorgien der letzteren. Ruhepausen wie das akustische Intro zu "Potential People" sind eher selten. Dies ist auch mein größter Kritikpunkt an "Such Fine Particles Of The Universe": der Sound fast aller Stücke ist recht ähnlich, sehr elektrisch geprägt, ohne viel soundmässige Abwechslung etwa durch akustischere Passagen. Auch hymnische Passagen sind Nebensache. Das virtuos und elastisch gespielte Schlagzeug hat von der Klangcharakteristik (nicht der Spielweise), insbesondere dem Bassdrumsound her einen Heavy-Einschlag, der auch beim ersten Hören gewöhnungsbedürftig sein könnte.

Neben den komplexen, oben beschriebenen Abgehpassagen fallen Bubblemath auch immer wieder in einen gen-manipulierten oder postapokalyptisch mutierten Bar-Jazzsound (siehe etwa "She's no vegetarian"), ähnlich Zappas Meltdown-Passagen a la "The Dangerous Kitchen", allerdings ohne dabei gar so sehr neben der Spur zu liegen wie der große Meister. Dadurch und durch den jederzeit spürbaren Spass-in-den-Backen sowie gewisse stimmliche Ähnlichkeiten zu Mike Patton fallen mir auch Mr. Bungle als Vergleich ein, wenn auch Bubblemath bei weitem nicht so eklektisch und nicht ganz so abgedreht-bizarr zu Werke gehen.

Jedenfalls machen Bubblemath mir richtigen Spass, da ich ganz gerne ständige Bewegung in der Musik habe und gegen moderate "Schrägheit" erst rechts nichts habe. Wenn das nächste Album vom Klang her noch ein bisschen abwechslungsreicher wird, dürfte die Band endgültig in die Top-Liga der zeitgenössischen Bands aufsteigen können.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Echolyn meets Mr. Bungle
Veröffentlicht am: 15.6.2004
Letzte Änderung: 15.6.2004
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Bubblemath

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2017 Edit Peptide 12.00 2

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