SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
29.4.2017
Jurriaan Andriessen - The Awakening Dream
Saris - Ghosts of Yesterday
A.C.T - Trifles and Pandemonium
28.4.2017
Solefald - The Linear Scaffold
Djam Karet - Sonic Celluloid
27.4.2017
Arms of Tripoli - Daughters
Samsara Blues Experiment - One with the Universe
26.4.2017
Dirty Sound Magnet - Western Lies
25.4.2017
Timeout - 7
The Spur - Rebirth
Emerson, Lake & Palmer - Works, Volume 2
24.4.2017
Vandroya - Beyond the human Mind
Stackridge - Extravaganza
23.4.2017
Horse Lords - Interventions
JPL - Le Livre Blanc
22.4.2017
This Winter Machine - The Man who never was
Soup - Remedies
Bad Dreams - Deja Vu
ARCHIV
STATISTIK
23386 Rezensionen zu 15976 Alben von 6204 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Emerson, Lake & Palmer

Live at the Isle Of Wight Festival 1970

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002 (Aufnahmen 1970)
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog
Label: Sanctuary
Durchschnittswertung: 7/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Keith Emerson Keyboards
Greg Lake Vocals, Bass, Guitar
Carl Palmer Drums

Tracklist

Disc 1
1. The barbarian 4:43
2. Take a pebble 11:27
3. Pictures at an exhibition

1. Promenade
2. The Gnome
3. Promenade
4. Hut of Baba Yaga
5. The Curse of Baba Yaga
6. Hut of Baba Yaga

34:55
4. Rondo 3:26
5. Nutrocker 4:21
6. Interview 6:14
Gesamtlaufzeit65:06


Rezensionen


Von: Kristian Selm (Rezension 1 von 2)


"Ladies and gentleman, please welcome for their first debut performance ever: Emerson Lake & Palmer". Na ja, so ganz richtig liegt der Ansager hier leider nicht, denn bereits einige Tage zuvor spielte das Trio seinen ersten Auftritt in Plymouth. Dennoch legte der legendäre Auftritt auf dem Isle Of Wight Festival bereits die Grundlage für das, was später noch folgen sollte.

Mit dem Isle Of Wight Festival wollte man das englische Pendant zu Woodstock auf die Beine stellen, doch letztendlich endete die ganze Sache trotz eines hochkarätigen Line-Ups (u.a. mit The Doors, The Who, Ten Years After, Free, Jimi Hendrix, Jethro Tull, The Moody Blues, Chicago, Procol Harum) im finanziellen Desaster. Über das Festival gibt es übrigens eine äußerst interessante Filmdokumentation, bei der von ELP Performance immerhin auch ein kurzer Ausschnitt enthalten ist.

Die Aufnahmequalität des gerade mal 55-minütigen Festivalauftritts, ist historisch, aber klanglich soweit ganz okay, die Publikumsreaktionen eher reserviert und zurückhaltend. Dies ist von der Seite verständlich, da zum Aufnahmezeitpunkt noch nicht einmal das erste ELP Album erhältlich war, somit außer dem The Nice Titel "Rondo" ausschließlich für das Publikum unbekanntes Material gespielt wurde. Auf der anderen Seite liefern Emerson Lake und Palmer eine famose Leistung ab und natürlich müssen zum Ende von "Pictures" auch noch zwei antike Kanonen abgefeuert werden, wobei eine Salve unbeabsichtigt einen italienischen Fotografen durch die Luft schleuderte.

Ein kurzes Interview mit allen drei Beteiligten rundet diesen geschichtsträchtigen Auftritt ab.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.7.2004
Letzte Änderung: 27.5.2014
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Volle 3 Monate vor ihrem Debutalbum spielten ELP hier das zweite Konzert ihrer Karriere, auch wenn der Ansager anderes behauptet. Was man auf dieser CD hört enthält keine Overdubs oder anderweitige nachträglichen Verbesserungen. Nein, es ist einfach nur live aufgezeichnet mit allen Fehlern und Unzulänglichkeiten. Und dementsprechend darf hier niemand große Musikkunst erwarten. Lake singt teilweise, besonders bei TAKE A PEBBLE und teils noch schlimmer bei PICTURES, neben der Spur. Hält die Töne nicht richtig und klingt öfters zu laut und dann wieder zu leise. Auch seine A-Gitarre ist sehr schlecht abgemischt und es reden hin und wieder Leute aus dem Publikum in die Aufnahme rein. Auch Emerson's Klavierspiel hat bessere Zeiten gesehen, denn manchmal scheint es, als sei er abwesend und nicht voll bei der Sache. Nun, wenn man weiß unter welchen Umständen diese Aufnahmen entstanden sind, dann überrascht das alles nicht. Zur Veröffentlichung war die Aufnahme ja auch nicht vorgesehen.

Aber was soll's? Musikhistorisch ist es allemal interessant. Wenn Emerson im Mittelteil von TAKE A PEBBLE plötzlich seine Jazzleidenschaft auslebt, dann hat das schon was. Dies ist dann aber auch schon der Höhepunkt des Albums.

Zu Beginn gibt es THE BARBARIAN zu hören vom ersten Album. Kürzer als die Studioversion rumpelt der Song irgendwie dahin. So ist die Publikumsreaktion auch eher dezent. Dann kommt TAKE A PEBBLE. Nun ja, es gibt bessere Liveaufnahmen aus späteren Jahren. Diese Aufnahme hier ist jedenfalls voll in den Sand gesetzt.

Dass anschließend PICTURES AT AN EXHIBITION gespielt wird beweist, dass ELP einfach kein Material hatten. Sogar bei den Aufnahmen zum Debut war es ja noch nicht besser. Allerdings zeigt sich hier, wohin der Weg noch führen sollte. Palmer an den Drums beweist, wie begabt er war. Nicht umsonst wurde er von der damaligen Fachpresse als Wunderkind gepriesen. Und ehrlich gesagt war er für seine 19 Jahre wirklich eine Klasse für sich. Dass „Atomic Rooster“ mit ihm einen sehr talentierten Musiker verloren hatten wird hier schnell klar. Emerson nutzt seine Freiheiten ebenfalls hier weidlich aus um sein neues Spielzeug, den Moog, dem Publikum zu präsentieren. Mir ist nicht überliefert, wie dieses daraufhin reagierte, aber Staunen dürfte garantiert gewesen sein. Man muss bedenken, dass es 1970 die elektronischen Möglichkeiten noch nicht gab, die bereits 2-3 Jahre später normal waren. Der Moog war sehr anfällig und man hört auch hier Töne, die mit Sicherheit so nicht geplant waren. Es fällt auch auf, dass der Song „The Sage“ hier noch nicht eingebaut war. Schade, denn gerade diese Nummer von Greg Lake finde ich sehr ansprechend. Die reguläre LP mit den „Bildern“ ist somit jedenfalls klar vorzuziehen.

RONDO folgt. „The Nice“ spielten diesen Song von Dave Brubeck schon. Emerson war ein großer Bewunderer von Dave Brubeck und hat ihn mehrmals im Leben getroffen. RONDO wurde auch später noch oft live von ELP gespielt, darunter in mehreren Medleyversionen. Bei diesen sticht die Version auf „Live at the Royal Albert Hall 1993“ besonders hervor.

Mit Tchaikovskys NUTROCKER endet das Konzert nach 55 Minuten. Dieser Song blieb mir stets ein Rätsel im Schaffen der Band. Warum Emerson diesen aber immer wieder spielte, wird mir ewig schleierhaft bleiben. Ich mag den Song überhaupt nicht.

Langer Rede, kurzer Sinn: wenn jemand Sammler ist und alles von einer Band besitzen möchte, dann muss er natürlich hier zuschlagen. Als sehr großer ELP-Fan habe ich diese CD hier auch irgendwann aus Neugier gekauft. Doch wäre sie für mich verzichtbar, da ich eben kein Sammler bin.

Wenn sich eine Plattenfirma dafür entscheidet so ein Konzert zu veröffentlichen, dann muss sie auch mit negativen Bewertungen rechnen. Obwohl ELP eine meiner Favoritenbands aus den 70'ern sind, ist das hier leider für die Tonne.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: The Nice, denn besser waren ELP zu diesem Zeitpunkt noch nicht
Veröffentlicht am: 10.4.2016
Letzte Änderung: 11.4.2016
Wertung: 4/15
als Bonus-CD wäre das ja ganz in Ordnung, aber als reguläre..........

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Emerson, Lake & Palmer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Emerson, Lake & Palmer 11.60 6
1971 Pictures at an Exhibition 12.00 5
1971 Tarkus 10.75 5
1972 Trilogy 12.00 4
1973 Brain Salad Surgery 12.00 4
1974 Welcome Back My Friends To The Show That Never Ends 12.50 2
1977 Works, Volume 2 5.11 9
1977 Works, Volume 1 7.25 4
1978 Love Beach 6.43 7
1979 In Concert 6.00 1
1992 Black moon 4.50 4
1992 The Atlantic Years 12.00 1
1993 Live At The Royal Albert Hall 10.50 2
1993 Works Live 10.00 1
1993 The Return of the Manticore 12.00 3
1994 In The Hot Seat 1.60 5
1997 Live in Poland 8.00 1
1999 Pictures at an Exhibition. Collectors Edition (DVD) 12.67 3
2001 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Two 12.00 1
2001 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.One 11.00 1
2002 Re-Works 7.00 1
2002 Best of the Bootlegs 9.00 1
2002 Works Orchestral Tour, Olympic Stadium, Montreal 1977 / The Manticore Special (DVD) 10.00 1
2002 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Three 8.00 1
2004 Inside Emerson Lake & Palmer. 1970 - 1995. An independent critical review (DVD) 10.00 1
2004 Welcome Back (DVD) 9.00 1
2004 Masters From The Vaults (DVD) 10.00 1
2005 Beyond The Beginning (DVD) - 1
2005 Live at Montreux 1997 (DVD) 6.00 1
2006 The Birth Of A Band - Isle of Wight Festival Sat August 29th 1970 (DVD) 10.00 1
2006 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Four 5.00 1
2007 From the Beginning - 1
2009 Works Deluxe Edition - 1
2010 High Voltage - 1
2010 Live High Voltage 10.00 1
2011 Live At The Mar Y Sol Festival '72 12.00 1
2011 Live At Nassau Coliseum '78 11.00 1
2011 ...welcome back my friends High Voltage Festival 2010 40th Anniversary 9.00 1
2013 Live in Montreal 1977 8.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum