SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
22.10.2017
ARCN TEMPL - Emanations Of A New World
Sons of Apollo - Psychotic Symphony
21.10.2017
Schnellertollermeier - Rights
Soup - Remedies
Algaravia - Breve E Interminável
Robert Schroeder - Cygnus-A
Drifting Sun - Twilight
Marillion - Living in F E A R
19.10.2017
My Soliloquy - Engines of Gravity
Liquid Orbit - Liquid Orbit
John Zorn - Simulacrum
18.10.2017
Amorphis - My Kantele
Reckoning Storm - The Storm Engine
17.10.2017
Aquaserge - laisse ça être
Southern Empire - Southern Empire
TNNE - Wonderland
16.10.2017
Pere Ubu - 20 Years in a Montana Missile Silo
Nump - Sun is cycling
ARCHIV
STATISTIK
23977 Rezensionen zu 16376 Alben von 6364 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Goblin

Nonhosonno

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: instrumental
Label: Pick Up Records
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Claudio Simonetti keyboards
Massimo Morante guitars
Agostino Marangolo drums
Fabio Pignatelli bass guitars

Gastmusiker

Antonio Marangolo saxophone

Tracklist

Disc 1
1. non ho sonno 4:07
2. killer on the train 5:54
3. endless love 4:38
4. arpeggio - end title 4:27
5. Ulisse 4:06
6. death farm 4:06
7. the pig 4:57
8. the cat 3:15
9. the swan 1:38
10. the rabbit 3:13
11. inquiries 1:37
12. associated dead 3:59
13. final white week 4:46
14. non ho sonno - main title 1:56
Gesamtlaufzeit52:39


Rezensionen


Von: Jürgen Meurer @ (Rezension 1 von 2)


Goblin waren Soundtrack-Spezialisten, deren Werke (hauptsächlich in den 70ern) meist in Verbindung mit dem Regisseur Dario Argento standen. Stichwort profondo rosso, suspiria, tenebre, um nur einige zu nennen. Mit nonhosonno (als Film unter dem Titel sleepless auf DVD erhältlich) liegt nach 22 (!) Jahren Pause jetzt tatsächlich ein neues Album vor, das auf dem Frontcover angekündigt wird als "Argento & Goblin finally back again together". Nun sind Zombie-Filme oder ähnlich gelagerte blutrünstige Horrorstreifen sicher nicht meine Baustelle, wohl aber die Musik der Italiener.

In den meisten Fällen waren deren Alben von mächtig-pompösem Sound gekennzeichnet, und dies gilt auch für den neuesten Output. Dass sie wieder in Originalbesetzung zusammen sind, heißt im Klartext: Claudio Simonetti (Tasten), Massimo Morante (Gitarren), Fabio Pignatelli (Bass) und Antonio Marangolo (Schlagzeug).

Ein gewisser Alterungsprozess ist bei den abgebildeten Musikern nicht zu leugnen, aber das Album klingt frisch wie zu besten Goblin-Zeiten. Das sehr interessante Titel-Thema - gleich zu Albumbeginn gespielt - wird ebenso wie Teile der darauffolgenden Songs immer wieder im Laufe des Albums eingebracht. Diese Wiederholungsmuster sind durchaus typische Elemente für so manchen Soundtrack.

Wenn dies so souverän und variabel gebracht wird wie von dem italienischen Quartett, habe ich mit derlei Selbstzitaten gar kein Problem. Goblin überzeugen mit diesem homogenen Werk, das speziell im ersten Drittel deutlich zeigt, dass hier eine Band am Werk ist, die gut eingespielt ist. Noch dazu eine Musik, in der Tasten, Gitarren und Rhythmusband gleichberechtigt agieren, und die auch für sich, abgetrennt vom Film, zu bestehen weiß.

Erst gegen Ende erhalten einige Titel die Form, wie man sie von vielen Soundtracks her kennt: keyboardbetonte Soundschnipsel (Beispiel: "final white week"). An manchen Stellen kann man sich sehr gut vorstellen, dass es sich um Musik für einen Horror-Thriller handelt, einige düstere Momente erinnern etwa an Devil Doll. Ein starkes Comeback!

Anspieltipp(s): non ho sonno
Vergleichbar mit: - (haben eigenen Stil entwickelt)
Veröffentlicht am: 9.7.2004
Letzte Änderung: 8.3.2012
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 2)


Mit dem Schocker "Sleepless" hat Altmeister Dario Argento wieder zu seinen Wurzeln zurückgefunden und sich in fulminanten Bildern der blutrünstigen Seele einer sinnlos mordenden menschlichen Bestie gewidmet. Auch wenn einige Handlungsstränge abermals nicht sonderlich logisch erscheinen und einige Darsteller seltsam hölzern agieren, hat er sein Werk gleichsam als schwelgerische Gewaltoper in Szene gesetzt. Geschickt werden die Nerven mittels einer schonungslosen Darstellung der Morde des Psychopathen auf die Probe gestellt. Die schon von seinem Debüt "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" wohl bekannten ledernen Handschuhe kommen immer wieder in das Bild, wenn der Zuschauer Zeuge der Schandtaten des Irren wird. Bei aller direkten Darstellung von Gewalt kommt aber auch ein durchaus vorhandener subtiler Ansatz zum Tragen, der aber rasch von einer rigiden Gewaltdarstellung weggewischt wird. Eine von rasanten Kamerafahrten dominierte Bildsprache rückt letztendlich die optische Komponente in den Mittelpunkt und bietet somit ein gefundenes Fressen für Freunde dieser Spielart des Horror-Thrillers.

Schon das bereits erwähnte Erstlingswerk von Dario Argento konnte mit einem außergewöhnlichen Soundtrack von Ennio Morricone aufwarten. Somit bediente sich die opulent-blutrote Bildsprache Dario Argentos schon frühzeitig einer hierzu passenden musikalischen Untermalung. Mitte der 70er Jahre wurde eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit Goblin begründet, die in einer fantasiereichen und dynamischen Variante des jazzig-symphonischen Rocks eine fast schon legendäre Umsetzung fand.

Mit dem Soundtrack zu "Sleepless" haben sich Goblin in Originalbesetzung wieder zusammengefunden und schließen stilistisch dort an, wo sie ihre größten Erfolge in den Siebzigern feiern konnten. Vom geheimnisvoll schwirrenden Grundton ausgehend steigern sich die Kompositionen behutsam zu einem fulminanten Bombastsound, der von immer wiederkehrenden Themen geprägt wird. Synchron zum filmischen Inhalt wird geschickt ein ausgeklügelter Spannungsbogen gestaltet, der auch unabhängig von der visuellen Komponente seine volle Wirkung entfaltet. Stets herrscht in diesem ausgefeilten Instrumentalsound eine gekonnte Verquickung aus feinsinniger Atmosphäre und beeindruckender Wucht vor. Musikalisch werden hier schon die Vorboten des gleichsam bedrohlichen wie unausweichlichen Grauens betont. Auf leisen, aber umso perfideren Sohlen treten pulsierende Klangflächen in den Vordergrund, die sich in den Spannungshöhepunkten entsprechend in wuchtig-druckvollen Instrumentalgewittern entladen.

Absolutes Highlight ist hierbei gleich die zweite Nummer "Killer On The Train" mit einem von pumpenden Basslinien getragenen filigranem Stelldichein von breitflächig-dynamischen Tasten- und beißenden Gitarrenläufen. Auch losgelöst von dem filmischen Zweck wissen Goblin mit ihrer Neuauflage ihres ureigenen Suspense-Sounds auf der ganzen Linie zu überzeugen und entführen auf "Non Ho Sonno" einmal mehr in die Welt des cineastisch inspirierten musikalischen Nervenkitzels.

Anspieltipp(s): Killer On The Train
Vergleichbar mit: Goblin!
Veröffentlicht am: 29.6.2006
Letzte Änderung: 29.6.2006
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Goblin

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Profondo Rosso 10.00 1
1976 Roller 10.50 2
1977 Suspiria 12.00 1
1978 Il fantastico viaggio del bagarozzo Mark 11.00 1
1978 Zombi 9.00 1
1980 Contamination 10.00 1
2000 The Fantastic Journey Of Goblin - Best Of Vol. 1 12.00 1
2015 Four Of A Kind 11.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum