SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
17.12.2017
Mech - Zjednoczone Siły Natury Mech
Jörg Sandner - Donut Desaster
Wobbler - From Silence To Somewhere
16.12.2017
Pauline Anna Strom - Trans-Millenia Music
Group 1850 - The Golden Years Of Dutch Pop Music
Heartfield - Follow
Lynhood - Septembre
15.12.2017
Mind Enemies - Revenge
Ringhausen - Lumen
Kaipa - In the Wake of Evolution
White Mountain - The Delta Sessions
Status Minor - Three Faces of Antoine
Trinity Xperiment - Anaesthesia
14.12.2017
Isproject - The Archinauts
Isildurs Bane - Off the Radar
PuzzleWood - Gates of Loki
13.12.2017
World Trade - Unify
Squartet - Adplicatio Minima
ARCHIV
STATISTIK
24189 Rezensionen zu 16534 Alben von 6441 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Eloy

Planets

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1981
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Klassischer Prog
Label: Harvest
Durchschnittswertung: 10.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Frank Bornemann lead vocals,guitars
Klaus Peter Matziol bass guitar,vocals
Hannes Arkona guitars,keyboards
Hannes Folberth keyboards
Jim McGillivray drums,percussion

Tracklist

Disc 1
1. Introduction 1.58
2. On the Verge of Darkening Lights 5.37
3. Point of no return 5.45
4. Mysterious Monolith 7.40
5. Queen of the Night 5.22
6. At the Gates of Dawn 4.17
7. Sphinx 6.50
8. Carried by Cosmic Winds 4.32
9. On The Verge of Darkening Lights   (Bonustitel der Remaster-Ausgabe, Live 1983) 4.09
Gesamtlaufzeit46:10


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 3)


Die seltsame, euphorische Stimmung von "Planets" entsteht durch das Zusammenwirken von Gesangseinlagen und den farbenfrohen, melodischen Synthesizerparts, die manchmal von Streichern unterstützt werden.Diese sich ergänzende Faktoren bilden eine optimale Einheit. Dabei scheint mir Bornemanns Akzent in keinster Weise störend, vielmehr bleibt dies ein sympathisches Wiedererkennungsmerkmal. Man höre sich nur "On the Verge of Darkening Lights" an, wo die meisterhaft arrangierten Keyboards entweder mehrstimmig das Stück tragen oder auch zeitweise die Gesangsparts unterstützend untermalen.

Das beste an der Platte sind eben die Arrangements, nach denen die Keyboards meist die Hauptrolle übernehmen und dabei eher unauffälig durch Gitarren und die Rhythmusgruppe angetrieben werden. Gekonnt wurden hier auch die Spannungsmomente verteilt, die wie z.B. auf "On the Verge Of Darkening Light" durch wenige Gitarrenakkorde erzeugt werden.

Alle Instrumentenparts scheinen logisch und überzeugend zusammengesetzt, wie z.B.auf "Mysterious Monolith", das mit einem Genesis-ähnlichem Keyboards/Gitarren-Intro beginnt, um dann diesmal in ein vom Bassmotiv getragenes Stück überzugehen, mit Schlagzeugparts, die sich teilweise der Melodie unterordnen. "Queen of the Night" weist einige Pop-Einflüsse auf, mit einem Piano/Streicher/Gesang-Intro und anschließend einsetzenden Frauenstimmen. Danach kommt mit "At the Gates of Dawn" ein einnehmender, melodischer Instrumental-Track für Keys, Streicher und Gitarren. Es gibt hier kaum Platz für Gefrickel, alles ist gut durchkomponiert und trägt somit zu dem für mich so überzeugenden Gesamtbild bei.

Besonders für die die 80er bleibt "Planets" eine sehr gelungene, optimistisch und hell wirkende Prog-Platte mit einigen Pop-Einflüssen.

Anspieltipp(s): On the verge of darkening lights
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.4.2002
Letzte Änderung: 29.4.2002
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 3)


"Planets" zeigt eine teilweise Abkehr vom Hard-Progrock des Vorgängeralbums "Colours". Der musikalische Fokus liegt nun wieder klar auf den Keyboards, die gleich von zwei Leuten bedient werden, da Gitarrist Hannes Arkona jetzt auch noch die Tasten bearbeitet. Wie im Beiheft der neuen Remaster-Ausgabe von "Planets" (erschienen April 2005; kopiergeschützte CD) zu lesen ist, stammen von ihm die "sphärischen" Synthesizerklänge, die "Planets" musikalisch wieder näher an die klassische Eloy-Phase der Jahre 1976 bis 1979 rücken lässt.

Geblieben ist der kompaktere Aufbau der Songs, die immer noch um einiges rockiger daherkommen als auf den prä-"Colours"-Alben. Somit ist "Planets" ein würdiger Vertreter des klassischen symphonischen Prog in einer dunklen Zeit. Immerhin sind wir hier im Jahr von "Abacab". Leider kann die Fortsetzung "Time to Turn" dieses Niveau nicht halten!

Die Remaster-Ausgabe von "Planets" enthält als Bonus eine 1983 entstandene Liveaufnahmen von "On The Verge of Darkening Lights", die unverständlicherweise am Übergang zu "Point of no Return" ausgeblendet wird.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.4.2005
Letzte Änderung: 21.4.2005
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 3)


Und da sind sie wieder: die alten Eloy des kosmischen Breitwandkinos! Nach der Frischzellenkur Colours kehrt das ausschweifende Doppel-Konzeptalbum (!) mit führenden Keyboardsounds zurück. Leider gibt es bei Planets auch wieder ein Gegeige, das bereits Dawn verunstaltete. Aber diesmal führt es nicht so stark zur Überzuckerung, weil die Stücke insgesamt dynamischer sind.

Die Kehrtwende wird von Eloy auch quasi mythologisch verbrämt. Allein am seitenlangen Prologue zur Story soll Frank Bornemann laut Booklet wochenlang gedichtet haben. Glücklicherweise gibt es im Booklet der Remastered-Ausgabe auch eine Kurzversion der gesamten Story: „Titelheld Ion wird mit negativen Kräften im Zeitalter des Chaos konfrontiert und versucht diese zu bekämpfen. Es gilt alte Werte und Tugenden, die in dieser Zeit des Chaos leider verschüttet wurden, neu zu entdecken und für das goldene Zeitalter zu kämpfen.“ Na, wenn das nicht mal was Neues ist... Angeblich soll bei der Konstruktion dieser komplexen Geschichte das Buch „Nach uns die Zukunft“ von Hans A. Pestalozzi Pate gestanden haben. Jedenfalls passt diese Konzeption – mit Anklängen an den Deutschen Idealismus a la Hölderlin – genau in die beginnenden ökologischen 80er-Jahre. Dass zur Bekämpfung des modernen Chaos wieder auf die musikalischen Tugenden der goldenen 70er zurückgegriffen wird, ist dabei nur konsequent.

Mit Planets haben Eloy aus sich selbst heraus quasi ihre eigene, selbstbezügliche Version des damals noch kaum präsenten Neoprog entwickelt; was wohl eher eine kuriose Parallelentwicklung darstellt. Die Fortsetzung Time to Turn orientiert sich aber bereits wieder stärker an der mit Colours eingeläuteten Straffung und Modernisierung des Bandsounds. Was, wenn es wie auf Time to turn gut gemacht ist, übrigens auch kein Schaden ist!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.2.2008
Letzte Änderung: 17.2.2008
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eloy

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Eloy 7.50 2
1973 Inside 10.75 4
1974 Floating 9.33 3
1975 Power and the Passion 8.60 5
1976 Dawn 9.00 5
1977 Ocean 11.71 7
1978 Live 12.67 3
1979 Silent Cries & Mighty Echoes 10.60 5
1980 Colours 10.00 2
1982 Time to Turn 10.00 3
1983 Performance 8.67 3
1984 Metromania 8.67 3
1988 Ra 6.50 4
1991 Rarities - 1
1992 Destination 6.00 2
1993 Chronicles I 11.00 1
1994 The Tides Return Forever 9.20 5
1998 Ocean 2 - The Answer 10.50 4
2003 Timeless Passages 10.50 2
2009 Visionary 8.25 4
2010 The Legacy Box (Doppel-DVD) - 1
2014 Reincarnation on Stage 10.50 2
2017 The Vision, The Sword and The Pyre Part 1 10.33 3

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum