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Pain of Salvation

BE (ChinassiaH)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Konzeptalbum; Rock / Pop / Mainstream; Progmetal
Label: Inside/Out
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Daniel Gildenlöw Leadvocals, Guitars
Kristoffer Gildenlöw Bass, Vocals
Johann Hallgren Guitars, Vocals
Frederik Hermansson Piano
Johan Langell Drums, Vocals

Gastmusiker

Orchestra Of Eternity Viola, Violin, Cello, Clavinet, Trombone, Recorder, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Animae Partus (I Am)   (Prologue) 1.48
2. Deus Nova   (I - Animae Partus) 3.18
3. Imago (Homines Partus)   (I - Animae Partus) 5.11
4. Pluvius Aestivus   (I - Animae Partus) 5.00
5. Lilium Cruentus (Deus Nova)   (II - Machinassiah) 5.28
6. Nauticus (Drifting)   (II - Machinassiah) 4.58
7. Dea Pecuniae

1. Mr. Money
2. Permanere
3. I Raise My Glass

  (II - Machinassiah)
10.10
8. Vocari Dei   (III - Machinageddon) 3.50
9. Diffidentia (Breaching The Score)   (III - Machinageddon) 7.37
10. Nihil Morari   (III - Machinageddon) 6.21
11. Latericius Valete   (IV - Machinauticus) 2.28
12. Omni   (IV - Machinauticus) 2.37
13. Iter Impius   (IV - Machinauticus) 6.21
14. Martius/Nauticus II   (IV - Machinauticus) 6.41
15. Animae Partus II   (V - Deus Nova Mobile) 4.08
Gesamtlaufzeit75:56


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 2)


Ich selbst habe Pain Of Salvation ja schon von Beginn an gemocht. Die Band hebt sich hervorragend aus der Masse von Prog-Metal Bands ab - und das schon von Beginn an. Sie haben einfach ihren ureigene Sound und dieser wird konsequent auch auf BE fortgeführt - leider längst nicht mehr so metallisch...

Vielmehr baut Gildenlöw Orchester in die Stücke ein, spielt sehr viel mit Sprache - leider zu viel - und versucht, andere Wege zu beschreiten. Und da muss ich leider auch sagen, es bleibt beim Versuch. An das Motto "Weniger ist Mehr" hat sich Gildenlöw nicht gehalten. Das Konzept von BE wirkt zerfahren und unschlüssig, letztlich überladen und ist viel zu lang. Es entsteht kein Fluss und ich empfinde das Album wenig hörerfreundlich. Hier und da stoßen Spitzen aus dem Gesamtbild, leider reicht das nicht, um wirklich mitzureißen. Die Folkeinlagen halte ich dabei noch für sehr gelungen. Die Intros indes stören mich auch massiv, selbst wenn sie dem Konzept dienen. Immer wieder geht die Kraft einzelner Stücke durch überschüssige Zwischenspiele verloren. An einigen Stellen tut sich der Eindruck auf, die Platte wäre zu Ende (so nach dem hervorragenden, leicht floydig angehauchtem Dea Pecuniae).

So kann ich aus meiner Sicht zwar vom wohl reifsten aber auch vom zerfahrensten PoS Album reden. Der Charakter einer Rock-Oper ist für meine Begriffe nicht bzw. nur selten zu erkennen. Die Stücke an sich bieten wie gesagt zu viel Leerlauf. 75 Minuten Spielzeit sind in diesem Fall zu viel für meine Ohren.

Anspieltipp(s): Dea Pecuniae, Iter Impius
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.9.2004
Letzte Änderung: 17.8.2011
Wertung: 8/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Jetzt muss ich aber doch mal ne Lanze für dieses Album brechen!

Zunächst mal ist da das Konzept der Scheibe, das laut Gildenlöw bereits seit 1996 in seinem Kopf geistert. Im kollektiven Gedächtnis der Menschheit befindet es sich freilich (zumindest teilweise) schon viel, viel länger. Der Grundgedanke des Albums ist kurz gesagt der, dass die ganze Welt Gott als Mittel der Selbsterkenntnis dient (und letztlich Gott ist) und dass sich diese Schöpfung eines Tages selbst in einen Gott verwandeln wird. Weiterhin soll untergründig der Gedanke auftauchen, dass sich in der Vielheit der Wesen und Erscheinungen so was wie Zusammenhänge und Muster finden lassen, d.h. es letztendlich einen erkennbaren Sinn hinter allem gibt, eine Einheit in der Vielheit.

Dass das nun ne ziemlich abstrakte Geschichte ist, ist auch Gildenlöw aufgefallen. Daher hat er es durch die Story des personifizierten Geldes (etwas platt der Name: Mr. Money) ergänzt, das sich als negative Spiegelung der Einheit siegreich alles unterwirft bis es schließlich vereinsamt dasteht. Besser würde das Konzept sicher als 3 Stunden-Version mit sich entwickelnden Charakteren, Liebschaften, Abenteuern etc. rüberkommen... So muss die Umsetzung der großen Gedanken letztlich etwas oberflächlich bleiben. Nichtsdestotrotz macht die philosophische Tiefe, die immerhin musikalisch adäquat umgesetzt wird, einen besonderen Reiz des Albums aus.

Der Eindruck, dass das Album nicht in die Pötte kommt, lässt sich vor dem Hintergrund enttäuschter Erwartungen des Progmetal-Hörers durchaus nachvollziehen. Pain of Salvation brechen tatsächlich schon ziemlich stark mit ihrer relativ eindeutigen Progmetal-Vergangenheit, schaffen so aber ein Album mit ganz eigener Atmosphäre. Zu Anfang ist da die Vielzahl der Stimmen, die als Einleitung das Grundkonzept erläutern. Mit diesem einfachen, aber effektiven Mittel, das immer wieder auftaucht und im Prinzip das einigende Band des kompletten Albums ist, gelingt es Gildenlöw sehr plastisch, die Einheit in der Vielheit darzustellen. Das rockende Teilstück von Deus Nova wird dabei von den erzählenden Stimmen eingerahmt. Danach tauchen die Stimmen fast nur noch vor musikalischem Hintergrund auf.

Hiernach kommt ein schön folkiges Stück a la Jethro Tull mit feiner Melodie. Der Folk passt aufgrund des pantheistischen Inhalts des Stücks übrigens sehr gut. Das darauf folgende verträumte Pluvius Aestivus sorgt hingegen auch bei mir für etwas Irritation. Was keineswegs an der Qualität des Stückes liegt, sondern einfach an dem relativ frühen Zeitpunkt einer solch ruhig-fließenden Nummer. Andererseits sollte dies auch dem letzten Hörer klarmachen, dass er es hier nicht mit einem Progmetal-Album zu tun hat, sondern mit einem Progalbum, das u.a. auch Progmetal als Stilelement einsetzt. Die Entschädigung folgt aber auf dem Fuße, denn mit Lilium Cruentus erhebt sich aus dem Stimmengewirr ein druckvoller Midtempo-Progger, den ich irgendwo zwischen Progmetal und Rap ansiedeln würde. Das danach folgende Spiritual, das im verschleppten brachialen Rhythmus mithin den Schlagtakt der Arbeiter auf dem Feld wiedergibt, stellt eine Art Vorspiel zu dem mächtigen Gospel-Prog von Dea Pecuniae dar. So würde ich die erste halbe Stunde des Albums beschreiben.

Vocari Dei ist wieder ein ruhiges Zwischenstück mit der albumtypischen Atmosphäre, die sich diesmal aus Anrufen an Gott zusammensetzt, einem Projekt, an dem Pain of Salvation-Fans teilnehmen konnten und dadurch ihren Teil an der Gestaltung des Albums haben konnten. Nette Idee. Über die hervorragende Qualität des restlichen Albums gibt es glaub ich keinen besonderen Zweifel.

Pain of Salvation haben mit BE ein Album mit Anwärterschaft auf den Klassikerstatus geschaffen, bei dem sie mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Prog, Klassik, Folk, Progmetal und Stimmcollagen ein sehr zeitgemäßes Progalbum eingespielt haben. Alte Fans können sie dadurch wohl vergraulen, aber vielleicht sind ja Proggies zu begeistern, die dem bisherigen Progmetal der Band nicht so viel abgewinnen konnten. Ein Album, das durch seine erstaunlichen Verknüpfung von vielschichtiger Musik und Inhalt überzeugt.

Anspieltipp(s): Nihil morari
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.9.2004
Letzte Änderung: 1.8.2013
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pain of Salvation

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Entropia 10.33 3
1998 One Hour By The Concrete Lake 11.33 3
2000 The Perfect Element I 9.50 2
2002 Remedy Lane 10.50 2
2004 12:5 11.00 1
2005 BE (Chinassiah) DVD/CD 12.00 1
2007 Scarsick 12.00 3
2009 Ending Themes - On The Two Deaths Of (2DVD) 11.00 1
2009 Linoleum E.P. 11.00 1
2010 Road Salt One 12.33 4
2011 Road Salt Two 11.67 3
2014 Falling Home 11.50 2
2017 In The Passing Light Of Day 12.25 4

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