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Various Artists

Progday '95

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997 (Aufnahmen aus 1995)
Besonderheiten/Stil: live
Label: Proglodite Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

OZONE QUARTET
Hollis Brown violin
Francis Dyer drums
Graham Fry guitar
Wayne Leechford chapman stick
TIMOTHY PURE
Randy Brown guitar
Chet Jameson drums
André Neitzel bass
Chuck Reynolds lead vocals
Matthew Still keyboards, vocals
DISCIPLINE
Matthew Parmenter lead vocals, sax, keyboards
Jon Preston Bouda guitar
Paul Dzendzel drums
Matthew Kennedy bass
Tom Wolfe keyboards
Bon Lozaga guitar, effects
ECHOLYN
Chris Buzby keyboards, vocals
Tom Hyatt bass
Brett Kull guitar, lead vocals
Paul Ramsey drums
Ray Weston lead vocals, toy whistle

Tracklist

Disc 1
1. The Stash   (Ozone Quartet) 4:08
2. World Of Difference   (Ozone Quartet) 6:26
3. Channels   (Timothy Pure) 3:08
4. The Aberration   (Timothy Pure) 4:08
5. Through The Fountain's Eye   (Timothy Pure) 4:21
6. When Vices Collide   (Timothy Pure) 4:40
7. The Occupants   (Timothy Pure) 4:48
8. Festival   (Timothy Pure) 6:07
9. Circuitry   (Discipline) 6:21
10. Canto IV (Limbo)   (Discipline) 15:05
11. Homegrown   (Discipline) 11:07
Gesamtlaufzeit70:19
Disc 2
1. Systems   (Discipline) 7:47
2. When The Walls Are Down   (Discipline) 6:49
3. Sonic Abandon   (Bon Lozaga) 6:28
4. A Suite For The Everyman (excerpts)   (Echolyn) 11:30
5. Uncle   (Echolyn) 8:20
6. My Dear Wormwood / 21   (Echolyn) 9:35
7. The Cheese Stands Alone   (Echolyn) 5:44
8. Suffocating The Bloom   (Echolyn) 3:40
9. Memoirs From Between   (Echolyn) 8:10
Gesamtlaufzeit68:03


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Am 03. September 1995 wäre ich gerne in Chapel Hill, North Carolina, USA, gewesen. An diesem Tag fand dort zum ersten Mal der "Progday" statt, ein Festival, welches von nun an jedes Jahr stattfinden sollte. Organisiert wurde (und wird) das Ganze von Peter Renfro, einem "unserem" Charlie Heidenreich vergleichbaren Idealisten. Zwei Jahre nach dem Ereignis wurde dieser Live-Mitschnitt auf zwei CDs veröffentlicht.

An diesem ersten Progday 1995 spielten so illustre Bands wie Discipline, Echolyn und Timothy Pure. Damals dürften diese alle, bis auf Echolyn, noch sozusagen Geheimtipp-Status gehabt haben. Umso interessanter diese Bands am Beginn ihrer Laufbahn hören zu können. Für Echolyn dürfte das damals einer der letzten Liveauftritte vor der Auflösung in Folge des desaströsen Sony-Deals gewesen sein. Glücklicherweise ist die Band inzwischen ja wieder reformiert. Neben diesen drei Highlights spielten noch eine, mir unbekannte, Band namens "Ozone Quartet" (dies ist der "aktuelle" Name, zum Zeitpunkt der Aufnahmen hiessen sie noch "Cloud Nine") und ein Solokünstler namens Bon Lozaga, der wohl unter anderem schon mal bei Gong aktiv war.

Vielleicht zunächst ein Wort zu den beiden unbekannteren Beteiligten:

Das "Ozone Quartet" (zum Zeitpunkt der Aufnahme firmierten sie wie gesagt noch als "Cloud Nine") sind eine Instrumental-Band, die Jazz-Rock-Fusion im Stile des Mahavishnu Orchestras oder den Dixie Dregs spielen. Leider erreichen sie dabei weder die Virtousität der ersteren, noch den Rock-Groove der letzteren. Die beiden Tracks blubbern nett aus den Boxen, sind aber nicht essentiell. Die Violine, die viele Leadparts übernimmt, ist ein bisschen zu leise, so weiss letztlich eigentlich nur der durchaus virtuos-wuselige Drummer zu überzeugen.

Bon Lozaga spielt auf seinem Stück ein paar Gitarrenriffs zu Synthie-Effekten. Nett, aber das wird schnell langweilig.

Die bekannteren Beteiligten bieten dafür echte Highlight-Ware:

Timothy Pure treten hier noch in anderer Besetzung wie auf ihren beiden Studioalben auf. Die heute eher ruhige, elegische Neoprog-New Artrock-Mischung, die Timothy Pure bieten, stellt sich damals live noch als brodelnde Mischung aus Neoprog- und Retroprog-Klängen mit erstaunlich rockigen Tönen dar. Dazu kommt der Sänger, die schon sehr viel anders klingt als der heute dafür zuständige Matthew Still. Wem Timothy Pure also bisher zu "schnarchig" war, der soll hier mal 'reinhören. Timothy Pure spielen einige Tracks, die später auf dem Album "Blood Of The Berry"erscheinen sollten. Die anderen Tracks sind bisher als Studioaufnahmen nicht veröffentlicht. Es wäre interessant, wenn Timothy Pure mal ein Studioalbum in diesem Stil veröffentlichen würden...

Discipline liefern ebenfalls einen Spitzenauftritt ab. Hier gibt es schon mal den Bandklassiker "Canto IV (Limbo)" zu hören, bevor er als Studioaufnahme auf dem "Unfolded Like Staircase"-Album veröffentlicht wurde (Matthew Parmenter erzählt auch kurz was zur kuriosen Story des Songs). Die anderen Discipline-Tracks sind bis auf "System" (von "Push & Profit") meines Wissens bisher unveröffentlicht. Ich könnte mir vorstellen, dass hier einige Überraschungen auf Discipline-Fans warten, die Band spielt eine teilweise rauhe und kratzige Rockmusik, die mit einem gehörigen Bluesanteil daherkommt. Wenn man sich mal an die eigenwillige Stimme von Matthew Parmenter gewöhnt hat, dann jagt einem die düster-leidenschaftliche Interpretation der Songs einen Schauer nach dem anderen über den Rücken. Der Van der Graaf-Vergleich der bei Discipline häufig angestellt wird, wird hier schon ein bisschen greifbar, wenn man sicherlich auch gitarrenlastiger und rockiger zu Werke geht.

Zum Abschluss gibt es dann fast 50 Minuten Echolyn "at their best". Da muss man nicht viel dazu sagen, Echolyn sind live eine Bank und bieten ihre einmalige Mischung aus Retro-Prog und Rock-Groove mit Begeisterung und einer unglaublichen Lockerheit dar. Sie spielen Titel von "Suffocating The Bloom" und von ihrem Major-Album "As The World". Für mich sind die Tracks von "As The World" besonders interessant, da ich dieses Album von Echolyn bisher noch nicht bekommen konnte.

Dieses Album ist eine Pflichtveranstaltung für Fans von Timothy Pure, Discipline und Echolyn. Leider ist es laut der Progday-Homepage ausverkauft, aber vielleicht kann man es ja irgendwo mal gebraucht abgreifen (Ich hab's auch erst vor kurzem erworben...). Es lohnt sich! Einziger Kritikpunkt meinerseits: Die Liveatmosphäre wurde leider fast komplett herausgeschnitten, so dass man kaum Zuschauerreaktionen (nur kurz während des Echolyn-Sets) oder ähnliches hört. Einziger "Livemoment" ist der Beginn von "Canto IV" als Discipline leichte Startschwierigkeiten haben. Dafür bekommt man Sound auf Studioklang-Perfektion, was schon erstaunlich ist, da es sich hier ja um quasi private Liveaufnahmen handelt. Schön ist auch das Booklet gestaltet, dass neben den Informationen über alle Beteiligten auch Bilder von den Auftritten enthält. Besonders furchterregend kommt hier Matthew Parmenter 'rüber, der sich das Gesicht weiss geschminkt und um die Augen schwarze Sterne gemalt hat.

Anspieltipp(s): The Aberration, Circuitry, Suffocating The Bloom
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.10.2004
Letzte Änderung: 3.10.2004
Wertung: 12/15

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1995 Tales From Yesterday 6.67 4
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1995 Variaciones en la cuerda Vol.1 6.00 1
1995 This Is An Orange - A compilation of Scandinavian Progressive Rock 9.00 1
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1996 Steinway to Heaven 1.00 1
1997 Progfest '97 11.00 1
1997 Schizoid dimension - A Tribute to King Crimson 10.00 2
1997 Can: Sacrilege 12.00 1
1997 The Alien Killer Orange - A compilation of Scandinavian Progressive Rock 7.00 1
1997 The Good, The Bad And The Orange - A compilation of Scandinavian Progressive Rock 6.00 1
1997 Psychedelic Underground 2 - 1
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1998 The Fox Lies Down (Genesis-Tribute) - 1
1999 The Sky Goes All The Way Home 12.00 1
1999 Progressive DisDURPance Vol. 2 - 1
1999 Un Voyage en Progressif - Volume 2 10.00 1
1999 Thousand days of yesterdays - A tribute to Captain Beyond 9.00 1
1999 Baja Prog 98 7.00 1
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