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24734 Rezensionen zu 16929 Alben von 6593 Bands.
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The Enid

Salome

(Archiv-Tipp 12/2004)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1985
Besonderheiten/Stil: Moderne Klassik; sonstiges
Label: Mantella
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Robert John Godfrey Keyboards & Vocals
Stephen Stewart Guitars & Vocals

Gastmusiker

Dave Storey Drums on "O Salome" & "The Jack"
Chris North Drums on "Sheets of Blue"

Tracklist

Disc 1
1. O Salome 10:51
2. Sheets of Blue 11:32
3. Dance Music: The Change - The Jack - Flames of Power 18:21
4. Sheets of Blue (Revised Version) 11:31
Gesamtlaufzeit52:15


Rezensionen


Von: Dirk Reuter @


"Salome" war von Godfrey / Stewart als progressive moderne Ballett-Musik geplant. Die Aufführung fand im Herbst 1986 auch tatsächlich im Londoner "Hammersmith Odeon" statt.

Gleich die ersten Takte von "O Salome" versetzen den Hörer mit ihrem hypnotischen Schaukelrhythmus auf den Rücken eines Kamels, das in einer Karawane durch heißen Wüstensand zieht. Und es gibt für "Enid"-Verhältnisse sehr viel Gesang, der mich komischerweise immer an "O.M.D." erinnert, obwohl die Musik nun so gar nichts mit dem Synthi-Pop der 80er zu tun hat. Insgesamt recht sparsam instrumentiert, hat das Stück wenig von dem typischen pompösen Sound der Band, bei dem es Godfrey immer wieder mit herkömmlichen Rockinstrumenten gelingt, ein ganzes Symphonieorchesters zu imitierten: ein ungewöhnlicher Einstieg in das Album.

Aber schon bei "Sheets of Blue" erkennt man dann die ganze Fülle des Klangkosmos von "The Enid" wieder. Queen-Gitarren und symphonische Synthesizer-Klänge bestimmen die Musik. Manchmal glaubt man, ganz eindeutig Geigen und Oboen zu hören, dann wieder Waldhörner und Trompeten. Für mich gehört Robert John Godfrey an die Spitze derer, die je einem Synthesizer Töne entlockt haben. Gerade in den von Plastik-Keyboard-Sounds geprägten 80ern hätte jedes Enid-Stück, wenn es denn einem breiteren Publikum bekannt gemacht worden wäre, Erstaunen und Bewunderung hervorgerufen. Im Gegensatz zu den üblichen Synthi-Heroen wie Emerson, Wakeman und Co. präsentiert Godfrey nicht brachiales Hochgeschwindigkeitsspiel, sondern fein ziselierte Handarbeit.

Es folgt der Dreiteiler "Dance Music": "The Change" kehrt rhythmisch zur Kamelwanderung des Openers zurück. Auch Gesang gibt es wieder, dafür weniger orchestrale Sounds. Mit dem zweiten Teil - "The Jack" - nimmt das Stück zunächst fast experimentelle, an Stockhausen oder Cage erinnernde Züge an. Immer schneller werdende Drums unterlegen ein wildes Geflirre am Synthesizer, bevor es dann wieder mit Teil drei - "Flames of Power" - in ruhige Gefilde zurückgeht. Dabei kann Godfrey dann wieder ein großes Orchester präsentieren, und es fasziniert auch hier, wie es ihm gelingt, die Farben der einzelnen Instrumente nahezu identisch zu reproduzieren. Erneut säuseln Geigen im Stil von Gustav Mahler, erheben sich Trompeten, als hätte Strawinski seinem "Feuervogel" einen weiteren Teil angefügt. Wie macht der Mann das nur?

Auf der CD gibt es abschließend noch eine Neubearbeitung von "Sheets of Blue", die mich etwas mehr an frühere Stücke von Vangelis erinnert als die ursprüngliche Version.

Insgesamt gilt es festzuhalten, dass "The Enid" immer dann besonders stark sind, wenn Godfrey ungehindert auf den Tasten zaubern kann. Wenn es einen Schwachpunkt auf dem Album gibt, dann ist es der Gesang, aber das ist wie so vieles Geschmackssache.

Anspieltipp(s): Sheets of Blue
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.11.2004
Letzte Änderung: 28.11.2004
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Enid

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 In The Region Of The Summer Stars 10.00 2
1978 Aerie Faerie Nonsense 9.00 3
1979 Touch Me 12.00 1
1980 Six Pieces 10.00 1
1983 Something Wicked This Way Comes 9.00 1
1983 Live at Hammersmith 12.00 2
1984 The Spell 9.50 2
1986 The Liverpool Album - 2
1988 The Seed and the Sower 6.00 1
1994 Tripping The Light Fantastic 7.00 1
1995 Sundialer 7.00 1
1998 White Goddess 9.00 1
2010 Live At Town Hall, Birmingham 11.00 1
2010 Journey's End Orchestrations 11.00 1
2010 Journey's End 11.00 2
2012 Invicta 11.00 1
2014 First Light 12.00 1
2015 The Bridge 13.00 2
2015 The Bridge Show - Live At Union Chapel 12.00 1
2016 Dust 11.00 1
2017 The Music Of William Arkle and Other Recordings 9.00 1

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