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Solaris

Marsbéli Krónikák

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1983 (1995 auf Hungaroton-Gong wiederveröffentlicht)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Klassischer Prog; Neoprog
Label: Hungaroton
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

István Cziglán electric & acoustic guitar, synthesizer, keyboard effect, percussion
Róbert Erdész piano, organ, synthesizer, keyboard effect
László Gömör drums, percussion, synthesizer
Attila Kollár flute, recorder, synthesizer, keyboard effect, percussion, vocals
Tamás Pócs bass

Gastmusiker

Casaba Bogdán guitar
Gábor Kisszabó bass
Ferenc Raus drums, percussion
Vilmos Tóth percussion
Búzás Aida vocals
Fábián Tibor vocals
Fónagy András vocals
Hampl Judit vocals
Vass István vocals
Mándy Bea vovals

Tracklist

Disc 1
1. Marsbéli krónikák I. / The Martian Chronicles I. 3:34
2. Marsbéli krónikák II.-III. / The Martian Chronicles II. - III. 6:33
3. Marsbéli krónikák IV.-VI. / The Martian Chronicles IV. - VI. 13:16
4. M'ars Poetica 6:40
5. Ha felszáll a köd / If the Fog Ascends 3:59
6. Apokalipszis / Apokalypse 3:45
7. E-moll elõjáték / Prelude in E Minor 0:30
8. Legyõzhetetlen / Undefeatable 2:46
9. Solaris 4:53
10. Orchideák bolygója / The Planet of Orchids   (Bonus track) 3:17
11. A sárga kör / The Yellow Circle   (Bonus track) 4:54
Gesamtlaufzeit54:07


Rezensionen


Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 1 von 2)


Solaris ist eine ungarische Formation, die seit den frühen 80ern aktiv ist und deren 1983er Werk "Marsbéli Krónikák" gemeinhin als Meisterwerk angesehen wird. Umso erstaunlicher, daß auf den BBS bislang noch nichts darüber zu lesen war. Dies soll hiermit nachgeholt werden.

Um es vorweg zu nehmen: den Klassikerstatus, den ihm viele zusprechen, kann ich nicht nachvollziehen. Er liegt vielleicht darin begründet, daß dieses Album am Anfang der 80er, in den Dark Ages des Prog entstand und, da in Ungarn produziert, lange Zeit im Westen nicht erhältlich gewesen sein dürfte, wodurch seine mythologische Überhöhung erklärbar wäre.

Musikalisch bekommt man recht ansprechende, instrumentale Neoprog-Kost geboten. Es wechseln sich Gitarre, Flöte und Synthies in der Führungsarbeit ab. Dabei sollte man keine allzu große Akrobatik an den Instrumenten erwarten. Insbesondere der Schlagzeuger hält stur seinen 4/4-Takt. Da die anderen aber sehr atmosphärisch agieren, fällt das nicht zu sehr ins Gewicht.

Die ursprünglich komplette erste Seite der LP nimmt die "Marsbéli Krónikák"-Suite ein, die auf den Mars Chroniken des Ray Bradbury basiert. Als besonderen Gag gibt es am Anfang ein paar Comicstimmen zu hören, die sich auf marsianisch (?) unterhalten. Diese Mars Chroniken sind auch der beste und atmosphärischste Teil des Albums, immer wieder mit spacigen Synthie-Effekten angereichert. Der Rest der Platte besteht aus kürzeren Stücken, in den sich die einzelnen Mitglieder an ihren Instrumenten austoben dürfen.

Wie gesagt, nicht der Klassiker, für den ihn viele halten, aber dennoch eine gute Platte, die mir besser gefällt, als was das britische Neoprog-Lager um Marillion damals zu bieten hatte.

Anspieltipp(s): Marsbéli Krónikák
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.12.2004
Letzte Änderung: 10.12.2004
Wertung: 10/15
Marsbéli Krónikák: 12, der Rest: 7-9

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Neoprog? Also, ich bin da sicher kein Experte, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen den Erstling von Solaris dort einzuordnen, auch wenn das in Bezug auf die Entstehungszeit sicher passen würde. Nach Marillion, IQ, Pallas oder Twelfth Night klingt "Marsbéli Krónikák" meines Erachtens überhaupt nicht. Dazu fehlt schon ein entsprechender Gesang. Ich habe daher die Stilbezeichnungen oben um Elektronik und Klassischer Prog erweitert.

Tasten bestimmen die "Mars-Chroniken", Synthesizer vor allem, dazu noch allerlei flächige Keyboardsounds, auch solche typisch für die 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Dazu kommen eher zurückhaltende, jubilierend-rockende E-Gitarreneinlagen, etwas Piano, recht viel Flöte und die eher stoisch voran schreitende Rhythmusabteilung. Das musikalische Ergebnis klingt, vor allem in der langen, titelgebenden Suite wie eine Mischung aus Camel, Mike Oldfield (man höre z.B. den Anfang des langen dritten Tracks), Tangerine Dream und Jean Michel Jarre, nach einem melodisch-runden Symphoprog der späten 70er bzw. frühen 80er, versehen allerdings mit einer recht starken Elektronikkomponente. Eine elektronischere Instrumentalversion von East? Oder das ungarische, etwas moderner daher kommende Pendant zu Pulsar?

Die ehemals zweite LP-Seite (ab "M'ars Poetica") rockt etwas erdiger, insbesondere die E-Gitarre, die bisweilen härter rifft, bietet aber eine recht ähnliche Mischung (mehr Camel, weniger Jarre). Die Musik bewegt sich dabei in einem symphonisch-progressiven, melodisch-klangvollen Idiom, bisweilen angereichert mit leicht jazzigen bzw. folkigen Abschweifungen (oft dann, wenn die Flöte zu hören ist), gleitet getragen bis flott dahin, bestimmt von den leidlich komplex miteinander verwobenen Tastenlinien, hupenden Synthesizerfanfaren und Gitarreneinlagen.

Die beiden Bonusnummern fügen sich nahtlos dem ursprünglichen Album an. "Orchideák Bolygója" gibt sich dabei, bis auf einige wenige Gitarreneinlagen, rein elektronisch, während "A Sárga Kör" folkig-rockig aus den Boxen purzelt, versehen mit Tull-igem Geflöte, Akustikgeklampfe, kantigen, paganisch-hunnischen Perkussionseinlagen und (erstmals) mit menschlichen Lautäusserungen (sonor-heiserem Röcheln und vergnügtem Pfeifen).

"Marsbéli Krónikák" ist ein nettes, sehr unterhaltsames Album mit melodisch-delikatem, dabei aber immer unkitschigem Science-Fiction-Prog aus Ungarn, welches klassischen, teilweise sehr elektronischen Symphoprog im Klanggewand der späten 70er in die frühen 80er überträgt. Also doch irgendwie Neoprog. Allerdings sehe ich eher Vergleichsmöglichkeiten (im Geiste) mit den schon erwähnten East, oder solchen Spätkommern wie Eloiteron, Dada, In Spe oder Trilogy. Wer Elektronisches im Symphoproggewand, flauschig-tastenlastigen Ostprog und eine retrofuturistische SF-Atmosphäre schätzt, der macht hier jedenfalls nicht viel falsch.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.5.2014
Letzte Änderung: 23.6.2014
Wertung: 11/15

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