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Vibravoid

2001

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Psychedelic; Spacerock
Label: Nasoni Records / Triggerfish Music
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Christian Koch Vocals, Guitar
Robert Braune Drums
M. Lammert Bass
Aloys Andre Bass, Guitar, Temple Bells
Vom Drums
Max Stamm Synthesizer (Track 1)
Mary Buck Vocals (Track 1)
Raphael Landauer Drums (Track 4)
Ralph Blaha Vocals (Track 4)
Michael Gillmeister Synthesizer (Track 6)
Happi Müller Bass (Track 7)
Gunnar Kohlmetz Drums (Track 7)

Tracklist

Disc 1
1. Three minutes for a free Tibet 3:00
2. (She's just) 13 4:36
3. The mystique Ship 3:05
4. Inside the electric mind 7:49
5. Lovely Lady Deb O'Nair 3:55
6. Ballspeaker 7:24
7. Psychodrome 5:41
8. Wokboy 5:13
9. The Tascam Mantra 7:07
Gesamtlaufzeit47:50


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Vom Cover kann man in diesem Fall recht gut auf den Inhalt schließen. Vorne strahlt einen in schön bunte Farben eingetaucht das Equipment der Band an, auf der Rückseite gibt's eine Collage aus indischen Gottheiten, Barbarella (Jane Fonda), einem Astronauten, dem Planeten Saturn, einer Kröte und Pilzen (!) in psychedelischer Farbenflut. Und der Sound bestätigt den Eindruck. Nach dem tatsächlich 3 Minuten währenden Klangbrei "Three Minutes for a free Tibet" - bei dem es sich laut Gitarrist und Sänger Dr. Koch irgendwie um spirituelle Befreiung neben der politischen dreht - geht's zur Sache wie weiland "The Piper at the Gates of Dawn".

"(She's just) 13" lebt von einem treibenden, absolut kraftvollen Sound im Stil der ganz alten Pink Floyd mit Syd Barrett; überall zirpt und wabert es elektronisch. Instrumentalpassagen sind ziemlich ausgedehnt, Gesang ist präsent, aber doch eher hintergründig, ebenso die Melodien. - Hach, wäre man doch nur damals im UFO-Club dabei gewesen, seufz... - Der Sound ist natürlich ebenso nostalgisch wie die Hippie-Botschaft, aber zugleich auch sehr lebendig, voller Drive.

"Inside the Electric Mind" liefert eine nette Variation von Pink Floyds "Interstellar Overdrive". Das geht gut ab und klingt stellenweise nach sterbenden Walen beim Geschlechtsverkehr ... oder so. Ziemlich wirr das Ganze. Zum Schluss gibt's dann noch irgendwie "gepinguinte" deutsche Lyrics, sehr strange und sehr lustig, wahrscheinlich aber nur für hartgesottene Psychedeliker.

"Lovely Lady Deb O'Nair" steht wieder voll in der melodischen Klassik der Psychedelic á la Pink Floyd, Tomorrow, Strawberry Alarm Clock, Dukes of Stratosfear - ja genau, die sind's - usw. Und so geht es weiter. Viel Instrumentelles Chaos mit flottem Tempo. Muss man laut hören.

Bei "Psychodrome" pflegen die Düsseldorfer dann noch die gute, alte Tugend des Ton-ewig-in-die-Länge-ziehens, d.h. der Gitarrist quält Töne von 10 bis 20 Sekunden Länge (geschätzt) aus seinem Instrument. Dazu schleppende Drums und schläfrige Stimme. Cool.

Leider fallen die letzten beiden Songs der CD aus diesem Rahmen; das ist so softes New-Age-Gezupfe und Geflöte im Stil von Führs-Fröhling oder Blonker bzw. eine elektronische Klangcollage.

Insgesamt gefallen sich Vibravoid auf diesem Album auch ein wenig zu sehr im Zitieren. Aber es sei ihnen nachgesehen, da ihre psychedelische Mischung einfach Spaß macht.

Anspieltipp(s): (She's just) 13, Lovely Lady Deb O'Nair
Vergleichbar mit: Pink Floyd (mit Syd Barrett), Dukes of Stratosfear, Tomorrow, Strawberry Alarm Clock
Veröffentlicht am: 28.4.2002
Letzte Änderung: 25.6.2004
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Vibravoid

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 Void Vibration 12.00 1
2008 The Politics of Ecstasy 9.00 1
2009 Distortions 12.00 1
2010 Triptamine 12.00 1
2011 Burg Herzberg Festival 2011 11.00 1
2011 Minddrugs 10.00 2
2012 Gravity Zero 10.00 1
2016 Psychedelic Blueprints 10.00 1
2017 Mushroom Mantras 9.00 1
2018 Vibrations from the Cosmic Void 10.00 1
2018 Live at Rheinkraut Festival 2018 11.00 1

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