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Various Artists

The Reading Room

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Neoprog
Label: LaBraD'or Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Brassé Concept, narration & artwork

Tracklist

Disc 1
1. The Reading Room (Brassé) 10:12
2. The Private Space (Galleon) 8:09
3. Silent Land (The Night Watch) 6:55
4. The Last Supper (Aragon) 8:03
5. The Empress (Like Wendy)

1. a) The Meeting
2. b) Seperated
3. c) High Hopes

6:32
6. The Janus (Final Conflict) 7:48
7. Aiden (Maryson) 10:19
8. The Pleasure House (Galahad) 9:46
9. Searching (Jacob's Ladder) 4:12
10. Getting The Picture (Cliffhanger) 2:29
Gesamtlaufzeit74:25


Rezensionen


Von: Dennis Egbers @


Als durchaus interessante Idee darf man das bezeichnen, was der Niederländer Marc Brassé hier ausgeheckt hat. Zugleich Konzeptalbum und Sampler, sowas hat man eher selten gesehen - aber kann sowas gutgehen? Bei der "Teilnehmerliste" wird dann auch der eine oder andere in Jubel ausbrechen, während viele sich schon bei Namen wie Like Wendy oder Cliffhanger greinend abwenden werden. Meine Gefühle beim Betrachten der Bands schwanken auch zwischen diesen Polen, kann ich doch die schon erwähnten Like Wendy überhaupt nicht leiden, während ich mit Aragon und v.a. Galahad doch schon deutlich mehr anzufangen weiß.

Als Konzept liegt dem Album eine irgendwo in den Tiefen von Raum und Zeit befindliche Bibliothek zugrunde, in die sich Leser zurückziehen, um dort vollkommen losgelöst von der Realität ihrer Leidenschaft frönen zu können (hmmm, das hört sich ja mal ziemlich nach Proggern an ;) ). Der einzige ausser den Lesern, der sich an diesem Ort befindet, ist der Bibliotheker, der den Lesern ihre Bücher bringt und sie wieder zurückstellt. Ausser den Buchregalen befinden sich nur noch große Bilder an den Wänden und in eines von diesen wird der Bibliothekar eines Tages gesogen. So weit, so gut - man kann es sich schon denken, jede Band durfte nun eines dieser Abenteuer in den Bildern vertonen.

Und ebenso wie es Bilder gibt, die einem mehr oder weniger gefallen oder auch mehr oder weniger kunstfertig ausgeführt sind, so gibt es auch auf The Reading Room mehr oder weniger gelungene Songs. Eröffnet wird der bunte NeoProg-Reigen von Initiator Brassé höchstselbst und das klingt dann auch genau so, wie man das von seinen CDs schon kannte: Solide, bemüht, beileibe nicht störend, aber mehr dann auch wirklich nicht. Zugegebenermaßen, es könnte auch schlimmer sein, einige nette Ideen sind durchaus vorhanden und es wird recht gekonnt Atmosphäre aufgebaut, aber 10 Minuten trägt das wiederum leider auch nicht.

Weiter geht's mit den Schweden-NeoProggern von Galleon und das ist in der Tat gleich eine ganze Ecke besser, die Keyboards swingen teilweise ganz gut und auch der Bombast-Abschluss mit duellierenden Keyboards und Gitarren ist recht schön anzuhören. Sicher qualitativ auf dem Niveau, das Galleon auf ihren letzten Alben geboten haben - daraus mag dann jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

Als nächstes beglücken einen die Italiener von The Night Watch (daraus hervorgegangen inzwischen die Nachfolger von The Watch) und genau wie auf ihren Alben ist auch das hier beigesteuerte Silent Land ein (fast) reiner Genesis-Klon. Das ist sicher sehr kompetent gemacht, aber ich persönlich höre mir dann doch lieber das Original an. Wer ihre CDs mag, wird aber auch diesem Titel sicher einiges abgewinnen können.

Danach folgt dann das erste echte Highlight des Albums (derer es drei gibt). Zum Zeitpunkt der Aufnahme von The Reading Room war die letzte Aufnahme von Aragon noch Mr. Angel, das doch die meisten Aragon-Hörer enttäuscht hatte, da statt dem gewohnten dramatisch-düsteren NeoProg dort doch eher Pop geboten wurde, wenn auch auf durchaus akzeptablem Niveau. Mit dem hier enthaltenen Last Supper, das die Stunden zwischem letztem Abendmahl und Kreuzigung Jesu vertont, dagegen feiert der "alte" Aragon-Stil wieder fröhliche Urständ. Dramatischer Gesang von Les Dougan und die Instrumentalarbeit ist atmosphärisch und düster wie in ihren besten Zeiten. Klasse Stück, denn insbesondere zu der dieser doch weniger fröhlichen Thematik passt die Musik von Aragon ganz hervorragend.

OK, wir haben es geahnt, ein holländischer NeoProg-Sampler und vom gleichen Label, da kam Brassé natürlich auch nicht an seinem Landsmann Bert Heinen und Like Wendy vorbei und wie immer bekomme ich bei der Musik Zahnschmerzen. Skip! Obwohl, zu dem schwülstig-kitschig-schlechten Bild im Booklet passt die Mucke dann fast schon wieder...

Anschließend geht's dann Gott sei Dank gleich wieder bergauf mit Final Conflict, die mit Janus geschickt die Zwiespältigkeit der zweigesichtigen Gottheit vertonen, insbesondere den Unterschied zwischen den ruhigen Strophen und dem manisch gesungenen Chorus empfinde ich als sehr gelungen, zumal auch die Instrumentalarbeit gut an dem schizophrenen Bild mitarbeitet. Das zweite Highlight.

Zu den restlichen niederländischen Beiträgen von Maryson, Jacob's Ladder und Cliffhanger will ich mal nichts weiteres sagen, das ist alles ganz in Ordnung und nicht mal schlecht gemacht, obwohl der Track von Maryson mit knapp 10 Minuten um einiges zu lang ist. Mit 5 Minuten wäre das ein ganz netter SoftProg-Song geworden, so wird es langweilig.

Das stärkste Stück zum Album steuern allerdings Galahad mit The Pleasure House bei, das einen ins London des viktorianischen Zeitalters entführt. Wer Galahad-Klassiker wie Ghost of Durtal oder Richelieu's Prayer kennt, der wird wissen was ihn hier erwartet - umso schöner, dass dieses Lied musikalisch auf gleichem Niveau operiert, aber tatsächlich auch mal mit einer zumindest einigermaßen funktionierenden Produktion versehen wurde. Das rockt, das proggt, das macht einfach nur Spaß.

Was soll man nun abschließend für ein Fazit ziehen? Für NeoProg-Hasser ist das Album sicher überhaupt gar nichts, während Fans wohl blind zuschlagen können. Für meinen Teil sind allein die Tracks von Aragon, Final Conflict und Galahad den Kauf wert, zudem der Rest zum Großteil auch ein ganz anständiges Niveau bietet.

Anspieltipp(s): The Last Supper, The Pleasure House
Vergleichbar mit: erübrigt sich wohl ;)
Veröffentlicht am: 6.1.2005
Letzte Änderung: 6.1.2005
Wertung: 9/15
Der Großteil liegt irgendwo zwischen 4 und 8 Punkten, aber die drei erwähnten Bands reißen die Punkte raus

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