SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
16.12.2017
Heartfield - Follow
Lynhood - Septembre
15.12.2017
Mind Enemies - Revenge
Ringhausen - Lumen
Kaipa - In the Wake of Evolution
White Mountain - The Delta Sessions
Status Minor - Three Faces of Antoine
Trinity Xperiment - Anaesthesia
14.12.2017
Isproject - The Archinauts
Isildurs Bane - Off the Radar
PuzzleWood - Gates of Loki
13.12.2017
World Trade - Unify
Squartet - Adplicatio Minima
12.12.2017
Acqua Fragile - A New Chant
Spock's Beard - Snow Live
Opeth - Opeth/Enslaved Split EP
11.12.2017
Syd Barrett - The Madcap Laughs
The Perc Meets The Hidden Gentleman & The Lavender Orchestra - Praha
ARCHIV
STATISTIK
24184 Rezensionen zu 16531 Alben von 6439 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

The Black Noodle Project

And Life goes on...

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: New Artrock; RetroProg
Label: Musea Records
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jérémie Grima guitars, vocals
Arnoud Rousset drums
Anthony Létévé bass guitar
Matthieu Jaubert keyboards, vocals

Gastmusiker

Katrin Waldteufel Cello
Yogi Saxophone

Tracklist

Disc 1
1. Time has passed 5:23
2. Do it alone 4:08
3. Where everything is dark 6:29
4. Face the Truth 5:33
5. Drops in the Ocean 6:23
6. Interlude 2:48
7. Where are U? 4:52
8. Somewhere between here and there 5:46
9. Lost (I miss you) 4:31
10. Disappeared 5:03
11. She prefers to dream 9:25
Gesamtlaufzeit60:21


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


Aus den Vorstädten von Paris kommt eine Band, die vor allem Hörer ansprechen dürfte, die eine floydige Atmosphäre schätzen, ohne dass es geklont klingt. Auch Porcupine Tree-Fans, die die Band besonders vor der Entdeckung des Metal mochten, könnten Gefallen an diesem Album finden.

Jeder Song beginnt ruhig, um sich dann häufig in eine proggig-sinfonische Atmosphäre zu steigern. Der Sound ist meist relaxt mit melancholischer Note, aber gelegentlich gibt es rockige Ausbrüche. Das Saxophon zählt ja seit langem zum Klangkosmos von Pink Floyd (Do it alone), aber der Einsatz eines Cellos bereichert den Sound wirklich (Where are U?, Lost).

Bei manchen Songs fühle ich persönlich mich etwas an Novalis erinnert (Time has passed, Disappeared), aber das kann vermutlich nicht sein. Wahrscheinlicher ist, dass hier etwas sehr Französisches, Chansonhaftes Einzug hält.

Ein atmosphärisch dichtes Album. Am klassischen Prog a la Pink Floyd orientiert, aber moderner.

Anspieltipp(s): Lost, Where are U?, She prefers her dreams
Vergleichbar mit: Pink Floyd, Porcupine Tree
Veröffentlicht am: 17.1.2005
Letzte Änderung: 13.3.2012
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


2001 hat Sänger und Gitarrist Jérémie Grima aus Châtillon in Frankeich im Alleingang eine Demoaufnahme gemacht. Der französische Vertrieb Musea hörte sich das an und fragt ihn, ob er nicht eine professionelle Aufnahme mit einer ganzen Band machen wolle. Grima wollte und so entstand die Formation The Black Noodle Project. Sie gründeten ihr eigenes Label B-Smile Records und legten los. Wie das Leben so spielt sind sie mittlerweile beim deutschen PPR-Label......Und haben bereits 2010 eine Sylvan-Tournee in Polen als Vorband bestritten. Was durchaus Sinn macht, denn die Musik der beiden Bands ist sich in etlichen Punkten ähnlich. Wem Sylvan aber zu schwülstig und bombastisch daherkommen, keine Angst. BNP sind weit von jedem Bombast entfernt, denn sie musizieren filigraner, zerbrechlicher und rauer.

Die Musik klingt auch schon mal nach Pink Floyd, zumindest oberflächlich betrachtet. Doch es geht auch in andere Richtungen, wie etwa zu Anathema oder der ebenfalls französischen Band Negative Zone. Auch deutsche Bands wie RPWL oder Eclipsed Sol-Air klingen ähnlich. Dennoch bleibt viel Eigenständigkeit und das beweisen sie bereits hier auf ihrem Debut.

Mit dem Song TIME HAS PASSED legen sie auf hohem Niveau los. Grima's Stimme ist nicht besonders kräftig, eher blutleer. Doch das passt und verleiht der Musik genau die richtige Portion Melancholie. Genau wie die Aufnahme. Wo mich sonst fehlende Dynamik meist stört, ist das hier kein Problem. Alles klingt etwas „weich“, so wie in der Malerei ein Aquarell mit dezenten Pastellfarben. DO IT ALONE knüpft nahtlos mit einem Regenschauer an den ersten Track an. Schöne A-Gitarre und wieder das Klavier beschwören eine angenehme Atmosphäre. Und wenn im Mittelteil dieses Saxophon ertönt, ja dann erinnert dies unweigerlich an schöne Zeiten in der Proghochphase der 70'er Jahre.

Aber BNP zeigen auch, dass sie anders klingen können als die Vorbilder. WHERE EVERYTHING IS DARK kommt rockiger daher und nimmt mal so richtig Fahrt auf. Die Gitarre rifft und jubelt und bröselt die Melancholie auf. Doch mit FACE THE TRUTH kommt dann wieder ein trauriger Song, mit schöner Klavierbegleitung und dieser melancholischen Stimme von Grima. Und einer wunderbaren Sologitarre.

DROPS IN THE OCEAN geht dann tief in die psychedelischen 70'er. INTERLUDE ist ein kurzes Instrumental und wurde als einziger Song nicht von Grima, sondern vom Keyboarder Jaubert geschrieben. Kurzes Pianothema das sich gut einfügt. WHERE ARE YOU? ist dann wieder ein Volltreffer. Frisst sich gnadenlos in die Gehörgänge und das Cello ist der Hammer. Einfache und dennoch hochinteressante Motive in der Musik zu schreiben ist schwer, gelingt hier aber mustergültig.

Das folgende SOMEWHERE BETWEEN HERE AND THERE erinnert dann an Pink Floyd aus der Phase „Shine on“. Im Laufe des Songs tauchen immer wieder Anspielungen auf, doch es wirkt erstaunlicherweise nicht wie ein Klon. Die Band nimmt sich Zeit für die Entwicklung ihrer Songs, ohne aber Longtracklänge zu erreichen. Einzig und allein der Schlusssong SHE PREFERS HER DREAMS knackt die 9-Minutengrenze. Das ist löblich, denn zu viele Debutalben haben Longtracks, die nichts weiter sind als lose zusammen gehaltene einzelne Songs. BNP sparen sich diese „Pseudotracks“ und schaffen es dennoch homogen zu wirken. So spielt auch auf LOST (I MISS YOU) wieder das vertraute Cello mit.

Mit DISAPPEARED leitet Grima so langsam in den Schlussteil ein. Er zieht das Tempo ein bisschen an, streut eine organische Orgellinie ein um dann recht spät mit seiner Stimme einzusetzen. Auch hier überwiegt wieder der sphärische Gesamteindruck, der dem Album seinen Stempel aufdrückt. Der Schlusstrack ist dann, wie schon geschrieben, der einzige etwas längere Song. Hypnotische Akkorde, schwebende Keys im Hintergrund, dann ein nach vorne spielendes Klavier, ein dunkler und bedrohlicher Bass. Und wenn alles durch ist steigt Grima mit einem Solo an der Gitarre ein. Seine Stimme ist verfremdet, hat jetzt nichts melancholisches mehr. Eine sterbende Liebe wird besungen und alles wirkt irgendwie so hoffnungslos. Doch nach der Hälfte des Songs reißt Grima das Steuer herum und der Song bekommt zum Schluss hin noch einen positiveren Ausklang.

„And life goes on...“ war das Debut, es folgten seitdem noch weitere Alben. Die Band hat übrigens in Frankreich in Progkreisen einen ziemlich hohen Stellenwert und der Wechsel zu PPR für den Vertrieb des letzten Albums müsste ihnen doch auch in Deutschland mehr Aufmerksamkeit schenken. Verdient hätten sie's.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: siehe im Text
Veröffentlicht am: 25.1.2017
Letzte Änderung: 25.1.2017
Wertung: 11/15
Prog aus Frankreich......immer wieder gut

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Black Noodle Project

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Ready To Go 7.00 1
2011 Dark & Early Smiles 8.50 2
2013 Ghosts & Memories 10.50 2
2017 Divided We Fall 11.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum