SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
16.1.2018
Pell Mell - Only A Star
Echo Us - To Wake a Dream In Moving Water
15.1.2018
Security Project - Contact
Weedpecker - II
14.1.2018
Goblin - Buio Omega
Weedpecker - Weedpecker
13.1.2018
Goblin - Tenebre
Galahad - Seas Of Change
Fondation - Les Cassettes 1980-1983
Motherhood - Doldinger’s Motherhood
Inner Ear Brigade - Dromology
IQ - Tales From A Dark Christmas
Cyborg Octopus - Learning To Breathe
12.1.2018
Pingvinorkestern - Look - No Hands!
11.1.2018
Tatvamasi - Amor Fati
Steve Hackett - Wuthering Nights: Live In Birmingham
10.1.2018
Deluge Grander - Oceanarium
Melanie Mau & Martin Schnella - Gray Matters
ARCHIV
STATISTIK
24276 Rezensionen zu 16591 Alben von 6468 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Mostly Autumn

The next chapter (DVD)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: DVD; Folk; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Classic Rock Legends
Durchschnittswertung: 5/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bryan Josh guitar, vocals
Heather Findlay vocals, guitar, recorder, bohdran
Iain Jennings keyboards, vocals
Liam Davison guitar,vocals
Andy Smith bass
Angela Goldthorpe flute, vocals, recorder
Jonathan Blackmore drums

Gastmusiker

Troy Donockley pipes, whistles

Tracklist

Disc 1
1. Forge of Sauron   (Live (Mean Fiddler))
2. Greenwood the great   (Live (Mean Fiddler))
3. The gap is too wide   (Filmed in Borrowdale Valley)
4. Never the rainbow   (Live at Trenton/New Jersey)
5. Noise from my head   (Live at Trenton/New Jersey)
6. Please   (Live at Canterbury)
7. The last climb   (Filmed in Borrowdale Valley; Sound Live at Canterbury)
8. Shindig   (Live (Mean Fiddler))
9. Spirit of autumn past   (Live at Trenton/New Jersey)
10. Prints in the stone   (Filmed in Borrowdale Valley)
11. Mother Nature   (Filmed in Borrowdale Valley; Sound from Canterbury)
12. Something in between   (Promotional film)
13. Goodbye alone   (Filmed in Borrowdale Valley)
14. Pure white light   (Bonus-Track)


Rezensionen


Von: Henning Mangold @


Dieses sollte – zumindest auf DVD – also das "nächste Kapitel" von Mostly Autumn werden: gerade waren sie beim neuen Label gelandet, schon waren sie auch wieder zu sehen – und ich falle auch noch drauf rein und kaufe mir das Teil (weil die ja optisch so viel hermachen: ich weiß, was ihr jetzt denkt, an wen ich dabei denke, und ihr habt ja Recht...:-)).

Aber es ist doch witzig: da surfe ich durch's Web, weil ich ja oben einen Coverscan einsetzen will, der eben wie das Cover zur DVD aussehen soll und nicht wie das fast gleiche Cover der "Passengers"-CD. Und was finde ich? Fast nichts! Wenn ich diese Leere im Netz richtig gedeutet habe, dann bedeutet das, diese DVD ist nur noch als Ladenhüter in manchen Web-Versandhäusern zu haben (übrigens findet sie auch in der Diskographie der offiziellen Band-Website keinerlei Erwähnung mehr).

Keine Ahnung, wer nun gedacht hat, diese Scheibe braucht eigentlich keiner mehr – ich bin jedenfalls seiner Meinung.

Das Ganze beginnt mit einer Live-Darbietung von "Forge of Sauron" aus dem "Mean Fiddler" in London – tolles Stück eigentlich, hat was von "Spiel mir das Lied vom Tod", wären da nur nicht diese Nachteile, die mich fast ganz von der Musik ablenken: da werden zwischendurch die Musiker eingeführt wie beim Starring einer TV-Serie, dann sieht man sie vor Stadt-Impressionen aus New York – wahrscheinlich, damit keiner mehr denkt, die machen nur Bauernmusik. Und der Sound? Nun, wir sind von der "Story so far"-DVD Besseres gewöhnt. Hier ist er breiig, ungeschickt abgemischt, dumpf produziert, wirklich kein Futter für die Ohren. Die Leute müssen jetzt schon optisch total gut rüberkommen, damit man sich das länger antut (und – welch Zufall: der beste Sound, den man hier Live zu hören bekommt, ist der zu "Shindig" – wir erinnern uns: der sollte eigentlich auf die "Story"-DVD, er gehört auch dorthin, war dort aber aus irgendwelchen Gründen weggelassen worden).

Man kann ja mal zwischendurch in die Credits schauen: in den Liner-Notes wird betont, dass der Live-Mitschnitt von "Evergreen" keinerlei Overdubs enthält. Hm, denke ich: heißt das nun, alle anderen Aufnahmen sind also nachgebessert? Oder bin ich da nur durch Plakate der Bundesregierung vorbelastet, auf denen es mal hieß: "Jugend ohne Drogen!", was man ja deuten kann im Sinne von "Alter mit Drogen!?" Ach, ich weiß es nicht – und ich muss ja auch nicht alles wissen.

Jedenfalls sieht man in den letzten Bildern der "Forge"-Darbietung, wie die Band mit ihren Trophäen dasteht (irgendwelchen goldenen, blechernen, bronzenen, was weiß ich wie legierten Schallplatten), und dann kommt der von mir befürchtete Schnitt hin zum Borrowdale Valley, sie spielen dort am Wasser "The gap is too wide", das heißt, es handelt sich um ein Musikvideo im Freien, und ich mag Musikvideos nicht besonders; das Borrowdale Valley im Lake District ist zwar echte und dazu schöne Landschaft, aber mit Musik hat das für mich nichts zu tun, zumal die ihr Equipment fast im Wasser stehen haben (während "Mother nature" stehen sie auch noch im Regen).

Das wird alles auch noch schlimmer: Es kommen noch Livemitschnitte aus Canterbury im August – in glühender Sommerhitze: die Kamera fängt jedes umher fliegende Insekt ein, und davon sind hier ganze Schwärme im Umlauf. Die Heather steht die meiste Zeit offenbar erschöpft auf der Bühne, den anderen geht's anscheinend auch entsprechend, sie spielen auch ganz behutsam die eher getragenen Songs, aber immerhin gefällt's dem Publikum.

Viel mehr muss man über die Grundstimmung dieser DVD kaum noch sagen: sie plätschert eben so vor sich hin wie der Bach im Borrowdale Valley. Ab und zu kommen wieder New York bzw. Trenton, New Jersey ins Bild, dann geht's wieder ins Valley, wo Josh in einem Video erneut Trauerarbeit wegen seines verstorbenen Vaters leistet, und ich gebe zu: die Gefühle, die dort ins Bild gesetzt werden, sind ganz sicher ehrlich gemeint, aber wie der alte Mann mit Pfeife den Berg hinaufsteigt, Josh ihm folgt, ihm die Hand reicht, während der alte Mann im optisch-farblich verfremdeten Bild verschwindet, das ist filmisch gesehen ein tiefer Griff in die Mottenkiste des Kintopp.

Noch schlimmer sind für meinen Geschmack die Aufnahmen zu "Prints in the stone": Liam Davison hängt an einem niedrigen Felsen, kaum passend zu den Lyrics "...and I start to climb" – das halte ich schon fast für eine filmische Katastrophe (und an der Kleidung sieht man auch noch deutlich, dass das Video aus verschiedenen Film-Sessions besteht).

Nun erwartet ja niemand, dass Musiker geniale Filmregisseure sind. Aber wie Mostly Autumn hier versuchen, sich vielseitig und abwechslungsreich zu präsentieren, wobei sie immer die gleichen Bilder verwenden, das kann mich schon ganz schön anöden.

Was es sonst noch gibt? Nun, da wäre ein echter Bonustrack (auf Studio-CD nicht erhältlich!), und zwar "Noise from my head" – der war zu den "Last Bright Light"-Sessions entstanden, wurde aber nur Live gespielt. Das ist wohl auch gut so: so eine flotte und zugleich eintönige Langeweile ist mir lange nicht vor die Ohren gekommen, die muss ja geradezu mit NYC-Bildern aufgepeppt werden.

Nun war ja – wie es das Cover schon zeigt – die "Passengers" das nächste neu anstehende Album der Band, und zu diesem Anlass gibt es noch zwei neue Titel daraus, dargeboten in einem Promo-Film (die "Zugabe" ist erweitert mit Proben-Bildern aus dem Gehöft der Band; die sehen so aus, wie Rehearsals eben so aussehen), und im Film sieht man gleich darauf in verfremdeten Lichteffekten die Musiker nebeneinander stehend und dazu eine Weltall-Landschaft; früher hätte man das "futuristisch" genannt, aber im Falle von Mostly Autumn wirkt das wieder wie ein weiterer Versuch, ihr ländlich orientiertes Image zu erweitern (wahrscheinlich, damit sie umso selbstbewusster die langweilige Lagerfeuer-Romantik zu "Goodbye alone" zum Schluss des DVD-Hauptprogramms inszenieren konnten).

Nun, ich denke, da habe ich mal wieder mehr als genügend Worte über eine Scheibe verloren, die ich als verzichtbar ansehe; jede Studio-CD der Band ist ergiebiger als diese wenig stimmige Sammlung. Vielleicht hätte man sie lieber "Rarities" nennen sollen, anstatt sie als "nächstes Kapitel" anzukündigen: so viel Kapitel-Entwicklung gibt's bei denen nun auch wieder nicht – Mostly Autumn sind und bleiben Mostly Autumn, und das reicht mir auch völlig.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.2.2005
Letzte Änderung: 28.2.2014
Wertung: 5/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mostly Autumn

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 For All We Shared 10.00 1
1999 The Spirit Of Autumn Past 12.00 1
2001 The Last Bright Light 12.00 1
2001 The Story So Far 9.00 1
2001 (Music inspired by) The Lord Of The Rings 10.00 1
2001 The story so far (DVD) 9.00 1
2003 Passengers 10.00 2
2003 At the Grand Opera House (DVD) 10.00 1
2004 Pink Floyd Revisited (DVD) 12.00 1
2004 The V-Shows (DVD) 10.00 1
2005 Storms Over Still Water 8.00 1
2006 Storms Over London Town 8.00 1
2006 Heart Full Of Sky 10.00 3
2008 Glass Shadows 7.00 2
2010 Go well Diamond Heart 8.00 1
2012 The Ghost Moon Orchestra 5.00 1
2017 Sight of Day 8.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum