SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
21.10.2017
Schnellertollermeier - Rights
Soup - Remedies
Algaravia - Breve E Interminável
Robert Schroeder - Cygnus-A
Drifting Sun - Twilight
Marillion - Living in F E A R
19.10.2017
My Soliloquy - Engines of Gravity
Liquid Orbit - Liquid Orbit
John Zorn - Simulacrum
18.10.2017
Amorphis - My Kantele
Reckoning Storm - The Storm Engine
17.10.2017
Aquaserge - laisse ça être
Southern Empire - Southern Empire
TNNE - Wonderland
16.10.2017
Pere Ubu - 20 Years in a Montana Missile Silo
Nump - Sun is cycling
15.10.2017
Tangerine Dream - Quantum Gate
Collapse Under The Empire - The Fallen Ones
ARCHIV
STATISTIK
23975 Rezensionen zu 16375 Alben von 6363 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Eloy

Inside

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1973
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Krautrock
Label: EMI
Durchschnittswertung: 10.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Frank Bornemann Gesang, Gitarre
Fritz Randow Schlagzeug, Gitarre
Wolfgang Stöcker Bass
Manfred Wieczorke Orgel, Gitarre, Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Land of No Body 17:20
2. Inside 6:35
3. Future City 5:35
4. Up and Down 8:25
5. Daybreak   (Bonustitel, Single 1973) 3:39
6. On the Road   (Bonustitel, Single 1973) 2:30
Gesamtlaufzeit44:04


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 4)


"Inside" ist eigentlich das zweite Eloy-Album, vielen (u.a. auch Frank Bornemann) gilt es jedoch als das erste "richtige". Es beginnt gleich mit einem der besten Stücke nicht nur der frühen Eloy-Phase, dem 17-minütigen "Land of No Body". Nach sehr ruhigem, düsteren Auftakt entwickelt es sich schnell zu typischem Symphonic Rock der frühen Siebziger mit dominanter Orgel. Besonders beeindruckend ist das lange psychedelische Orgelsolo etwa in der Mitte des Stücks.

Der Titelsong ist ähnlich aufgebaut, die beiden anderen Songs unterscheiden sich dann aber stark davon. Vor allem das weitgehend akustisch und mit viel Percussion (Rasseln, Schnarren, Congas usw.) gehaltene "Future City" klingt für Eloy doch sehr ungewöhnlich, es erinnert an frühe Jethro Tull. Die Orgel fehlt bei diesem Song ganz, dominiert dann aber wieder das abschließende "Up and Down", einen sehr langsamen, fast bluesigen Song mit schleppendem, aber zu diesem Stück sehr gut passenden Gesang von Keyboarder Manfred Wieczorke.

Anspieltipp(s): Land of No Body
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.5.2002
Letzte Änderung: 10.11.2015
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 4)


Nach ihrem selbstbenannten Debut zerstritten sich die beiden Frontmänner Bornemann und Erich Schriever. Schrievers politische Texte waren Bornemann ein Dorn im Auge, er meinte, dass man Musik und Politik nicht mischen sollte. Also kam es zu einigen Umbesetzungen in der Band. Auf dem zweiten Eloy-Werk "Inside" hatte Bornemann die alleinige Führung übernommen.

Die Musik ist krautrockig, mit deutlichen Einschlägen aus dem Progbereich und dem Space Rock. Insbesondere Jethro Tull scheinen es Herrn Bornemann angetan zu haben. So erinnern der Einsatz von Gitarre und Hammond Orgel im Longtrack "Land of no body" bisweilen frappierend an Jethro Tulls "Thick As A Brick". Auch Bornemanns Stimme und der Stil seines Gesangs lassen einen an Ian Anderson denken. Das soll jedoch nicht heißen, daß automatisch jeder Tull-Fan auch mit Eloy etwas anfangen kann. Da sind Jethro Tull in ihren Kompositionen doch ausgefeilter als Eloy hier. Diese setzen mehr auf das Zusammenspiel von Bornemanns Gitarre und Wieczorkes Hammond. Und gerade letzterer kann mit seinem Spiel einige wunderbare Akzente setzen.

Anspieltipp(s): Land of no body
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.10.2005
Letzte Änderung: 23.10.2005
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 4)


Eloy sind – und dies lässt sich mit einigem historischen Abstand durchaus sagen - eins der großen Monumente, ja eine der großen Mythen der progressiven deutschen Rockmusik. Von einigen gehasst wie die Pest, von einem treuen Stamm von Fans mit nahezu religiösem Fanatismus bis heute verehrt. Zu allem gibt das Gesamtwerk von Eloy genügend Anlass.

Wo anfangen? Am Anfang? Nein. Das Debut ist Vorgeschichte. Erst das zweite Album, quasi der Neustart der 1969 gegründeten Band, enthält z.T. allerdings noch in nicht ganz ausgereifter Form bereits die wesentlichen Merkmale dessen, was der Hörer mit Eloy verbindet:

epische Klangflächen, die auf Inside allerdings noch ziemlich nach psychedelischem bis spacigem Krautrock klingen, im Wechselspiel zwischen damals noch stark psychedelisierter Orgel und E-Gitarre;

Science-Fiction-Texte, die Hippie-Ideen transportieren: „We just leave the earth's ground on the way to the sesame star... then in the dying swan-year we saw the sight, we saw the birth of a planet, we saw a world without sorrows, without the eager for the might and the money... we want freedom for the world, power to the people“ (Land of no body);

und last not least als nicht unbedeutendes Merkmal der künftigen Erfolgscombo: der charakteristische Gesang von Mastermind Frank Bornemann, öfters technisch verfremdet und häufig tatsächlich irgendwie an Ian Anderson erinnernd, zumal auch der Song „Future City“ stark in die Tull-Richtung geht.

Die Bonus-Tracks sind nette, wenn auch nicht essentielle Beigaben. Flotte Rocksongs. Die Single zum Album.

Insgesamt ist die Mischung noch nicht wirklich rund, noch nicht wirklich ganz typisch Eloy, aber wer dynamischen, gut gemachten Krautrock mit proggigem Einschlag mag, der dürfte an Inside Gefallen finden. Selbst der notorische Kritiker, weil eben das Eloy-typische, das Symphonische, das Elegisch-ausschweifende mit gelegentlichem Hang zum Kitsch noch nicht so entwickelt dasteht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Pink Floyd, Jethro Tull
Veröffentlicht am: 14.2.2008
Letzte Änderung: 15.2.2008
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Markus Peltner @ (Rezension 4 von 4)


„Inside“ aus dem Jahr 1973 ist das zweite Album der Band aus Hannover mit dem, aus der „Zeitmaschine“ von H.G. Wells entliehenen Namen Eloy. Und es ist gleichzeitig die erste Platte, in der sich die Musiker dem späteren Sound der Band schon sehr angenähert haben. Vieles klingt auf „Inside“ zwar deutlich nach dem typisch deutschen, krautrockigen Sound Anfang der Siebziger Jahre, jedoch sind auch immer wieder bereits Abschnitte und Passagen zu hören, die schon sehr auf zukünftige Alben von Eloy verweisen.

Die Platte macht in ihrer Gesamtheit Spaß. Das gilt für alle vier Titel, die ursprünglich auf dem Album vertreten waren. Lediglich die zwei kurzen Zugaben der remasterten Wiederveröffentlichung „Daybreak“ und „On The Road“ fallen da ein wenig ab. Ersteres Stück ist eine ganz flotte Instrumentalnummer, jedoch nichts Besonderes. „On The Road“ rockt dann ordentlich ohne, dass es dabei jedoch großartig Eindruck hinterlassen würde.

Ganz anders die vier Hauptstücke. Hier wird man auf eine musikalische Reise mitgenommen, die es in sich hat. Hier gibt es treibende Parts, verträumte Abschnitte, manchmal wird ein wenig „gefrickelt“, ein anderes Mal wirkt alles schwerelos und schwebend. Man hört klasse Gitarrenparts und fette Orgeleinlagen, alles perfekt aufeinander abgestimmt. Und immer ist alles in sehr schönen Melodien verpackt, die mit dem mehrmaligen Hören sogar noch wachsen.

Die Musik passt perfekt in die damalige Zeit. So sind nicht nur Ähnlichkeiten mit weiteren deutschen Krautrockbands zu erhören, sondern auch Abschnitte, die mal an Pink Floyd, ein anderes Mal an Jethro Tull erinnern. Und letzte Aussage liegt nicht nur daran, dass sich Frank Bornemanns Gesang hier wirklich sehr dem des Ian Anderson ähnelt. Auch in der Musik selbst finden sich Parallelen. Und etwas ganz Überraschendes gibt es auch noch zu hören – oder besser gesagt nicht zu hören: Frank Bornemanns Gesang klingt gar nicht so „denglisch“, wie auf späteren Veröffentlichungen der Band.

Fazit: „Inside“ ist ein richtig gutes Album geworden, welches man immer wieder hören kann, ohne den Spaß daran zu verlieren. Klasse Melodien reihen sich hier aneinander und viele tolle Ideen haben die vier Musiker auf „Inside“ umgesetzt, sodass dem Hörer hier ein sehr abwechslungsreiches und auch spannendes Album geboten wird. Wer Freude an einer Mischung aus progressivem englischen Rock gepaart mit Krautrock hat, der wird mit diesem Album voll auf seine Kosten kommen.

Anspieltipp(s): Land Of No Body, Inside, Future City, Up And Down
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.9.2012
Letzte Änderung: 2.9.2012
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eloy

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Eloy 7.50 2
1974 Floating 9.33 3
1975 Power and the Passion 8.60 5
1976 Dawn 9.00 5
1977 Ocean 11.71 7
1978 Live 12.67 3
1979 Silent Cries & Mighty Echoes 10.60 5
1980 Colours 10.00 2
1981 Planets 10.67 3
1982 Time to Turn 10.00 3
1983 Performance 8.67 3
1984 Metromania 8.67 3
1988 Ra 6.50 4
1991 Rarities - 1
1992 Destination 6.00 2
1993 Chronicles I 11.00 1
1994 The Tides Return Forever 9.20 5
1998 Ocean 2 - The Answer 10.50 4
2003 Timeless Passages 10.50 2
2009 Visionary 8.25 4
2010 The Legacy Box (Doppel-DVD) - 1
2014 Reincarnation on Stage 10.50 2
2017 The Vision, The Sword and The Pyre Part 1 10.33 3

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum