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Eloy

Dawn

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Klassischer Prog
Label: EMI
Durchschnittswertung: 9/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Frank Bornemann Gesang, Gitarre
Klaus-Peter Matziol Bass
Detlev Schmidtchen Keyboards
Jürgen Rosenthal Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Awakening 2:38
2. Between the Times 1:50
3. Memory-Flash 1:56
4. Appearence of the Voice 1:12
5. Return of the Voice 1:08
6. The Sun-Song 4:55
7. The Dance in Doubt and Fear 4:25
8. Lost!?? (Introduction) 5:18
9. Lost?? (The Decision) 4:58
10. The Midnight-Flight / The Victory of Mental Force 8:09
11. Gliding into Light and Knowledge 4:15
12. Le Reveil du Soleil / The Dawn 6:45
Gesamtlaufzeit47:29


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 5)


Anfang 1976 löste sich die alte Eloy-Besetzung auf, und Frank Bornemann fand neue Mitstreiter in Klaus-Peter Matziol (Bass), Detlev Schmidtchen (Keys) und Jürgen Rosenthal (Schlagzeug; auch für die Texte zuständig). Ein echter Glücksgriff, denn dieses Quartett, das bis 1979 zusammenbleiben sollte, bildete die stärkste Eloy-Formation. Vor allem Schmidtchens sphärische Synthieklänge prägten diese Phase von Eloy.

"Dawn" ist wie sein Vorgänger "Power and the Passion" ein Konzeptalbum, es handelt sich sozusagen dessen Fortsetzung, wobei allerdings alle Schwächen des Vorgängers ausgemerzt wurden. Die meisten Stücke gehen nahtlos in einander über, vor allem die ersten fünf bilden eine perfekte Einheit, so dass sich "Long-Song-Freaks" von den kurzen Spieldauern nicht abhalten lassen sollten.

Mit prasselndem Regen und Donnerschlägen fängt es gleich sehr dramatisch an, und schon bei den ersten Takten von "Awakening" merkt man, dass die Band von ganz anderem Kaliber ist als noch auf "Power and the Passion". Wie schon erwähnt, gehen die Songs meist direkt in einander über, auf "Awakening" folgt nahtlos das rockige "Between the Times" und das intime "Memory-Flash". "Appearance of the Voice" und "Return of the Voice" sind mit überwiegend gesprochenem Text (hier eine Frauenstimme) versehen, was für Eloy nicht untypisch ist. Reizvoll ist bei "Appearance" der Kontrast mit Bornemanns Gesang, bei "Return" der Kontrast mit einer tiefen Männerstimme (Rosenthal?). Danach setzt mit "Sun-Song" einer der schönsten Eloy-Songs überhaupt ein. Erstmals zieht Schmidtchen hier richtig vom Leder und entlockt seinen Instrumenten wahrhaft überirdische Klänge. Langsame Keyboardflächen bauen sich auf, bis etwa in der Mitte des Songs der (wenige) Gesang einsetzt. Der Titel klingt instrumental in flotterem Tempo aus. Im Aufbau erinnert das Ganze etwas an "Poseidon's Creation" (vom Folgealbum "Ocean"). Auch "The Dance in Doubt and Fear" ist von Schmidtchens Keyboardsounds geprägt. Bis auf den Schlussteil besteht dieser Songs ausschließlich aus gesprochenem Text, in den der Herr mit der tiefen Stimme immer wieder mal kurze Sentenzen einwirft. Bei "Lost!?? (Introduction)" beeindrucken die mächtigen (wohl elektronisch erzeugten) Choreinsätze. "Lost?? (The Decision)" baut durch sein langsam Tempo eine starke Spannung auf, die sich dann in "The Midnight Flight / The Victory of Mental Forces" entlädt, bis dieses meisterhafte Album mit den mächtigen Paukenschlägen von "Le Reveil du Soleil / The Dawn" ausklingt.

Fazit: zusammen mit "Ocean" das beste, was Eloy je vollbracht haben. Leider klingt die CD-Ausgabe etwas dumpf; mal sehen, ob die angekündigte Remaster-Version besser ist.

Nachtrag 06/2004: Im Frühjahr 2004 ist "Dawn" (zusammen mit "Ocean" und "Live") endlich als Remaster-Ausgabe erschienen, nachdem es in den letzten vier Jahren wer-weiß-wieviel-mal angekündigt und wieder verschoben wurde. Leider ist kein Bonusmaterial drauf, aber die deutlich verbesserte Klangqualität und das informative Beiheft sind Grund genug, ggf. vorhandene alte CD-Ausgaben zu ersetzen. Es handelt sich übrigens bei allen drei um kopiergeschützte CDs mit dem üblichen Hinweis "kann zu Abspielproblemen führen".

Anspieltipp(s): The Sun-Song, The Dance in Doubt and Fear
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.5.2002
Letzte Änderung: 25.7.2004
Wertung: 13/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 5)


Eloy waren in den 7zigern wohl die deutsche Band, bei der Anerkennung seitens der Musikpresse und finanzieller Erfolg am stärksten auseinanderklafften. Auf kaum einer Gruppe wurde damals von den Kritikern herumgeprügelt wie auf Eloy, und kaum eine deutsche Band hat damals so viele LPs verkauft wie Eloy. Wegen der banalen Lyrics, dem akzentüberladenen Gesang und der protzig-bombastischen Musik ließ man kaum ein gutes Haar an der Band.

Aber irgendwie kann ich da nur zustimmen! "Dawn" nervte, sobald die Nadel das Vinyl berührte (ich hatte die Scheibe als LP)! Die Lyrics sind in der Tat furchtbar, der Gesang nicht viel besser und die Musik ist einfach schrecklich pompös und überfrachtet, voller pseudointellektueller Prog-Klischees etwas "Anspruchsvolles" und "Bedeutendes" zu schaffen. Andererseits sind die Musiker durchweg fähig (wenn man mal vom Gesang absieht) und Schmidtchens Synthiespiel ist schon beeindruckend. Aber, dieser aufgesetzte, bombastisch-pathetische Schmalz, der hier permanent aus den Boxen quillt, hat mir die Platte so sehr verleidet, dass sie schon bald nach dem Erwerb wieder aus meinem Besitz ausgeschieden ist. Dawn bietet durchaus gut gemachte Musik, ist aber definitiv des Guten viel zuviel und daher kaum zu ertragen!

Aber offenbar gibt es durchaus Zeitgenossen, denen Eloys Musik zusagt (siehe Jochens Kritik weiter oben und die durchaus ordentlichen Verkaufszahlen, die Eloy erzielt haben)! Daher empfehle ich eventuell interessierten Prog-Hörern erst einmal gründlich in die entsprechenden Tonträger reinzuhören, bevor sie bei Eloy zum Kauf schreiten!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Omega
Veröffentlicht am: 5.6.2002
Letzte Änderung: 1.8.2013
Wertung: 5/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 5)


Dawn wurde ein Meilenstein in der Diskografie von Eloy. Es ist ein sehr komplexes, besonders sensibles und auch klassisch geprägtes Album geworden. Viele Kenner von Eloy behaupten, es sei das allerbeste Album überhaupt. Den gerade zitierten Worten aus dem Booklet der Remastered-Version von Dawn kann ich nur zum Teil zustimmen.

Dawn ist einerseits noch schwelgerischer im positiven Sinne als Power and the Passion. Andererseits enthält es aber auch immer wieder „klassische“ Einschübe mit Streichern, die zusammen mit einem insgesamt sehr am Wohlklang orientierten Klangbild – dem auch das Cover des Albums vollkommen entspricht – das Pathetischste bildet, das Eloy in den 70ern produziert haben.

Ein Wort zwischendurch zu Frank Bornemanns Gesang: Er ist wahrlich kein großer Sänger, vielleicht daher die Neigung zum Sprechgesang, vielleicht daher der gelegentliche Einsatz von Sängerinnen. Aber Bornemann hat eine ganz eigene, unverwechselbare Art, seine Texte zu intonieren. Und wenn man Eloy über viele Alben gehört hat, dann gehört dieser Gesang einfach dazu. Punkt.

Dawn zeigt sehr deutlich Fluch und Segen des neuen Eloy-Sounds: einerseits ist es wundervoll elegisch, andererseits wird das Sinfonische immer wieder – und seien es nur Momente - übertrieben und erreicht so in der Wirkung das gerade Gegenteil. Wer seine Vorurteile über Eloy bestätigt sehen will, findet hier erstmals wirklich mühelos Gelegenheit dazu. Als Album selbst ist Dawn aber gleichwohl eins der großen Monumente der Band. Die Songs des Albums kommen live übrigens besser, nämlich straighter rüber.

Anspieltipp(s): The Dance in Doubt and Fear
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.2.2008
Letzte Änderung: 15.2.2008
Wertung: 9/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 4 von 5)


Mit dem Album "Dawn" haben Eloy 1976 eine klasse Scheibe vorgelegt. Das Album enthält nur Hörenswertes. "Awakening" beginnt mit Donnergrollen und Regengeprassel, dann setzen die Streicher ein und der starke Beginn der Silberscheibe ist perfekt. Fließend geht es dann über in "Between the times". Hier halten schließlich schwerere Gitarren Einzug. Toll ist bei diesem Stück vor allem der zweite Teil: "Memory flash", wunderbar melodiös und schwebend klingt dieses Stück Musik. Im dritten Teil gibt es dann unter anderem einen weiblichen Sprechgesang, wobei die Sängerin nicht in den Credits aufgeführt wird. Und auch dieses Stilmittel passt perfekt zur Stimmung und Abwechslung des Liedes.

Es folgt mit dem "Sun-song", ein weiteres Highlight der Platte. Die vier Hannoveraner schaffen es nahezu perfekt auf diesem Album, wunderschöne Melodien zu kreieren, die fast frei schwebend aus den Boxen fließen und zum Tagträumen einladen. Weiter geht es mit "The dance in doubt and fear" und den beiden "Lost?"-Stücken, von denen nur "Lost? (introduction)" nicht ganz an die Qualität der anderen Stücke heranreicht, ohne wirklich schlecht zu sein.

Bei dem achtminütigen Track "The midnight fight / The victory of mental force", fällt das immer wiederkehrende Manko der Band dann allerdings doch wieder sehr negativ auf: Der Gesang Frank Bornemanns. Bei diesem Track, bei dem er den Text schneller singen muss, fällt die schlechte Aussprache am deutlichsten auf: Als Beispiel sei hier nur sein "sssru sse times" erwähnt.

Die beiden letzten Stücke: "Gliding into light and knowledge" und "Le réveil du soleil / the dawn" sind dann aber wieder echte Highlights des Albums. Auch hier gibt es erneut wunderschöne Melodien zu hören, die perfekt instrumentiert sind.

Fazit: "Dawn" ist ein fast durchweg gelungenes Album von Eloy und zeigt die Band auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Wer wunderschöne Melodien und perfekte Arrangements mit viel Atmosphäre mag, der kann hier getrost zugreifen. Einziger Kritikpunkt ist, wie so oft bei Eloy, dieser verdeutschte, englische Gesang. Aber vielleicht kann man sich daran auch gewöhnen? Wer Krautrock und progressive Rockmusik mag, der wird dieses Album sehr wahrscheinlich auch klasse finden.

Anspieltipp(s): Alle Titel
Vergleichbar mit: Anderen Eloy-Platten zu der Zeit.
Veröffentlicht am: 8.10.2011
Letzte Änderung: 3.3.2012
Wertung: 12/15
Ein wirklich mitreißendes Album.

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 5 von 5)


Vor fast genau 10 Jahren begann ich mich mit Eloy zu beschäftigen, und die beiden einschlägigen Alben für den Erstkontakt waren "Ocean" und "Dawn". Während ich bei ersterem alle entsprechenden rockhistorischen Lorbeeren recht bald nachvollziehen konnten, war mir "Dawn" hingegen von Anfang an wenig geheuer. Woran das lag, konnte ich damals nicht erklären. Hier wird natürlich klar, dass sich alle Mängel von "Dawn" aus seiner exponierten Position innerhalb der Bio- und Diskografie der Hannoveraner erklären lassen, und mit einem Blick auf Vorgänger und Nachfolger des Debütalbums der einflussreichen Bornemann-Schmidtchen-Matziol-Rosenthal-Besetzung sollte sich mein Unbehagen rückblickend wohl rechtfertigen lassen.

Voran geht in dieser Hinsicht die Feststellung, dass Eloy auf den Alben bis einschließlich "Power And The Passion" trotz des Hanges zu ausgiebigen psychedelischen Schwelgereien eigentlich eher eine Hardrock- denn eine Progband waren - Verschärfungen und Dramatik erzeugte die Band in der vormaligen Besetzung so gut wie immer durch griffig-rockige Passagen mit härter gestimmten Riffs plus drückenden Orgelakkorden, und auch Bornemanns Soli waren hörbar durch die Vorarbeit von Musikern wie Jimi Hendrix, Mick Box oder, zumal lokal naheliegend, den Schenker-Brüdern geprägt. Ruhigere Abschnitte dagegen hatten Eloy eher simpel gestaltet: Lockere Begleit-Patterns, über die verfremdete Gitarren und Tasteninstrumente gelegt wurden, die irgendwie sowas wie Stimmung machen sollten. Gut, das wären Punkte, die man vielleicht "Floating" und dem erwähnten "Power..."-Album ankreiden könnte, hier soll es aber um "Dawn" gehen.

Und hier stelle ich fest, dass Eloy anno 1976 sich trotz weitestgehend geänderter Besetzung noch recht wesentlich am Stil der Vorgängeralben abarbeiten. Das ist gerade am letztgenannten Duktus immer wieder erkennbar, beispielsweise in "The Dance In Doubt And Fear": Keyboard-Akkordfolgen und die begleitenden Melodien wiederholen sich zu unspannendem Sprechgesang à la Boney M.s "Malaika" einfach viereinhalb Minuten lang, neu sind lediglich die ebenso futu- wie charakteristischen Schmidtchen-Sounds, die später noch Stücke wie "Atlantis' Agony..." oder "Pilot To Paradise" prägen sollten. "The Sun-Song" ist ähnlich aufgebaut und leidet unter banalen Melodien, auch wenn nach gut dreieinhalb Minuten das Schlagzeug losstapft. Grob vergleichbar wären in dieser Hinsicht auch noch "Lost? (Introduction)" und "Gliding Into Light And Knowledge", bei denen es trotz vielversprechender Ansätze und abwechslungsreicher Sounds schlichtweg daran hapert, dass sich auf Dauer sämtliche Melodien ebenso einfach wie bar jeglicher Entwicklung wiederholen.

Die rockigen Momente wiederum findet man auf "Dawn" genau dort, wo Eloy versuchen - richtig vermutet! - Dramatik zu erzeugen. Das gilt für die aggressiven Ausbrüche mit der aggressiven Damenstimme in der "Between The Times"-Suite, die wuchtigen Keyboard-Akkorde in "Lost?? (The Decision)" oder die galoppierenden Parts in "The Midnight-Flight / The Victory Of Mental Force", die sich hier zu Beginn mit einer bedeutungsvoll intendierten Sprechstimme zum Keyboardteppich kontrastieren. Machen wir es also kurz: In geänderter Besetzung spielen Eloy also im Wesentlichen immer noch den Stil der Vorgängeralben nach, was lediglich in Bezug auf den Instrumentalsound variiert wird. Der von den Vorrednern angemahnte Kitschfaktor entsteht dabei allerdings meines Erachtens weniger durch die sich kaum in den Bandsound einpassenden Streicher, sondern eher durch die räumlich wie zeitlich unausgewogenen, angesichts des Keyboardinstrumentariums regelrecht überladenen Arrangements. Die angestrebte mystische Stimmung zerschießt man mit sowas jedenfalls immer und immer wieder.

Blieben noch drei Dinge, die ich hier zum Ende anmerken möchte. Erstens: Ein paar Treffer erzielen Eloy auf "Dawn" trotzdem. Der Aufbau von "The Victory Of Mental Force" ist gelungen und löst die zuvor erzeugte Spannung anfangs der zweiten Hälfte mit geradlinigen Rhythmen und konzentriertem Arrangement schlüssig auf, und auch "Lost?? (The Decision)" hat starke Momente. Zweitens: Einige geradezu unverschämte Verweise auf britische Progbands sollen wohl den gesteigerten Anspruch von Bornemann demonstrieren, in diesem Zusammenhang wirken Textfragmente von einer "lilywhite lily" ("The Sun-Song") und ein "Nous sommes du soleil" ("Le Réveil du Soleil" - immerhin spricht Rosenthal offenbar besser Französisch als Englisch) aber natürlich außerordentlich plump und anbiedernd. Was wiederum nicht für den Schlusstrack gilt, denn die gewählten Mittel in "Le Réveil du Soleil", i.e. ständig wiederholte Motive auf Saiten- und Tasteninstrumenten plus eines allgegenwärtigen, ätherischen Chors lassen sich mit Fantasie dabei glatt noch als Zeuhl-Anklänge interpretieren, was für Eloy-Verhältnisse immerhin sehr, sehr ungewöhnlich ist.

Fehlt noch das "drittens", und das besteht schlicht und einfach in der Feststellung, dass das, was Eloy auf "Dawn" versucht haben, auf "Ocean" und "Silent Cries And Mighty Echoes" viel, viel bessser funktioniert hat. Denn durch "Dawn" hindurch ziehen sich Momente, die den markanten Anfang von "Poseidon's Creation" geradezu vorwegnehmen (z.B. in "Lost? (Introduction)" oder in der zweiten Hälfte von "The Sun-Song"), und jedes Mal hat man, wenn man das Nachfolgewerk im Ohr hat, genau diesen Gedanken. Somit bleibt das Fazit: "Dawn" mag ein biografisch wichtiges Album sein, das Eloys Übergang von der psychedelischen Hardprog- zur Symphoprogband markierte und die prägendste Bandbesetzung eingeführt hat. Eine gute Platte ist "Dawn" hingegen aber bei weitem nicht.

Anspieltipp(s): The Midnight-Flight / The Victory Of Mental Force
Vergleichbar mit: Sozusagen "Power And The Passion" im "Ocean"-Sound
Veröffentlicht am: 3.8.2017
Letzte Änderung: 2.8.2017
Wertung: 6/15
Spacige Sounds, aber langweilige und zirkuläre Kompositionen

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eloy

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Eloy 7.50 2
1973 Inside 10.75 4
1974 Floating 9.33 3
1975 Power and the Passion 8.60 5
1977 Ocean 11.71 7
1978 Live 12.67 3
1979 Silent Cries & Mighty Echoes 10.60 5
1980 Colours 10.00 2
1981 Planets 10.67 3
1982 Time to Turn 10.00 3
1983 Performance 8.67 3
1984 Metromania 8.67 3
1988 Ra 6.50 4
1991 Rarities - 1
1992 Destination 6.00 2
1993 Chronicles I 11.00 1
1994 The Tides Return Forever 9.20 5
1998 Ocean 2 - The Answer 10.50 4
2003 Timeless Passages 10.50 2
2009 Visionary 8.25 4
2010 The Legacy Box (Doppel-DVD) - 1
2014 Reincarnation on Stage 10.50 2
2017 The Vision, The Sword and The Pyre Part 1 10.33 3

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