Phobos
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Hypnotic |
| Durchschnittswertung: |
12.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Eric Forrest |
bass,vocals |
| Dennis D'Amour |
guitars |
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| Michael Langevin |
drums,accordion,electronics |
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Gastmusiker
| James Cavaluzzo |
electronics |
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| Ivan Doroschuk |
electronics |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Catalepsy I
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1:16
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| 2. |
Rise
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4:55
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| 3. |
Mercury
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5:39
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| 4. |
Phobos
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6:58
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| 5. |
Bacteria
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8:08
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| 6. |
Temps Mort
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1:48
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| 7. |
The Tower
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6:11
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| 8. |
Quantum
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6:34
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| 9. |
Neutrino
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7:42
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| 10. |
Forlorn
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6:02
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| 11. |
Catalepsy II
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1:07
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| 12. |
M-Body
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3:36
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| 13. |
21st Century Schizoid Man
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6:36
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| Gesamtlaufzeit | 66:32 |
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Rezensionen

Auf ihrem neunten, nach der mythologischen Personifizierung von Angst benannten Studioalbum kreieren Voivod eine energiegeladene, unheimliche Atmosphäre, in der die dominanten Metal-Gitarrenriffs und die Breaks des Progmetal mit der Rotzigkeit des Punk und den trancigen sowie elektronischen Elementen von Spacerock verbunden werden.
Der irgendwo zwischen Deathmetal- und Punk angesiedelte - streckenweise auch relativ melodische oder elektronisch verfremdete - Gesang von Eric Forrest unterbreitet nicht völlig unrealistische Visionen von menschheitsvernichtenden Vireninfektionen und ähnlichen verlockenden Zukunftsoptionen.
Textlich entsteht hier eine Art Mythologie der Angst, die eine kranke Welt aus wissenschaftlich begründeten und fantastischen Bausteinen zum Leben erweckt.
"Temps mort", das Instrumental mit in diesem Zusammenhang bizarr anmutenden Akkordeonthema zu elektronischer Begleitung, klingt nach einem Begräbnismarsch, nach einem finsteren Abgesang auf die uns bekannte Welt. Auch die übrigen Instrumentals - wie die beiden Teile von "Catalepsy" - oder die zahlreichen instrumentalen (gitarrenorientierten oder elektronischen) Fragmente sind nicht gerade darauf ausgerichtet Frohsinn zu verbreiten.
Die mehr als gelungene Coverversion von King Crimsons "21st Century Schizoid Man" überbietet mit ihrer metallischen Düsternis sogar die des insgesamt eher jazz-rockig arrangierten Originals. Darüberhinaus wirkt dieses Stück, als könnte es keinen passenderen Abschluss für dieses beeindruckende Space-Prog-Deathmetal-Werk geben.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.7.2005 |
| Letzte Änderung: |
16.7.2005 |
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Auf Voivods "Phobos" bin ich sehr viel besser zu sprechen als auf den Vorgänger "Negatron", und das liegt noch nicht mal daran, dass dies mein Erstkontakt mit der Band war. Nein, auch "objektiv" weiß mich "Phobos" mehr zu überzeugen. Das liegt erst einmal am volleren, wärmeren Sound. War "Negatron" das klangliche Äquivalent zu einer Mischung aus Desinfektionsmittel und Schmieröl, ist der Sound hier immer noch nicht wirklich freundlich, aber längst nicht mehr so abweisend. Das ist insofern bemerkenswert, dass Sänger und Bassist Eric Forrest auf dem Album recht oft verzerrt zu hören ist.
Der wichtigere Punkt ist aber natürlich, dass Voivod ihre Musik ganz anders in Szene setzen. "Negatron" klang kalt und technisch, in Stücken wie "Rise", "Phobos" oder "The Tower" dagegen spielt das kanadische Trio weitaus weniger klinisch und perfektionistisch. Man beachte nur mal, mit wie vielen Synkopen pro Takt sich Michel "Away" Langevin hier am Schlagzeug austobt. Gerade diese rhythmische Lockerheit sorgt stellenweise ("Mercury") für einen viehischen Rock-'n'-Roll-Drive, wie man ihn selbst auf "Angel Rat" nicht hatte. Um mal wieder eine Analogie zu bringen: Voivod sind hier oft näher an Motörhead und King Crimson ("Starless"/"Red"-Phase) als an unterkühlten Prong, Machine Head und Konsorten.
Das wäre alles für sich genommen bloß "ganz nett", gewinnt dann aber gerade dadurch unheimlich an Substanz, dass Voivod trotzdem noch jene Introvertiertheit und apokalyptische Psychedelik bewahren, die man auf "Negatron" entwickelt hatte. Hierzu gehören beispielsweise die bedrohlichen, von Michel Langevin und dem Computertechniker Ivan Doroschuk kongenial entwickelten Soundeffekte, die viele Stücke ("Phobos", "Bacteria", "Neutrino") und die beiden "Catalepsy"-Stücke sowie das Akkordeon-Instrumental "Temps Mort" einleiten, unterlegen und letztlich entscheidend prägen. Ebenso sind die nach wie vor nicht als Melodien zu bezeichnenden Gesangslinien recht monoton und die Lieder auf "Phobos" üblicherweise reinste Rifforgien, was ich angesichts des gesamten Klangbildes, das auf "Phobos" geboten wird, eben ganz anders bewerten muss.
Denn da man diese Stilmittel aber vor einem völlig unverkrampften Hintergrund und in bestem Sound präsentiert, ist "Phobos" auf einmal kein abweisend-kühles Industrialalbum wie "Negatron", sondern eine vitales Stück abgedrehtesten Weltraumthrashes. Und da kann zumindest ich immer noch wie gebannt dem superben Riffgeschiebe im Titeltrack und in "Forlorn" oder den düster schreitenden Monumentalbauten "Quantum" und "Bacteria" lauschen. "Phobos" ist damit definitiv eines der herausragenden Werke von Voivod, das der geneigte Hörer von Prog und Metal kennen sollte.
| Anspieltipp(s): |
Phobos, Quantum, Forlorn |
| Vergleichbar mit: |
Aliens haben die Erde überfallen, die Menschheit dezimiert und die Atmosphäre vergiftet. So klingt's nämlich! |
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| Veröffentlicht am: |
1.12.2011 |
| Letzte Änderung: |
1.12.2011 |
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