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Procol Harum

Exotic Birds and Fruit

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Rock / Pop / Mainstream
Label: Castle Communications
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Gary Brooker Gesang, Klavier
B.J. Wilson Schlagzeug
Alan Cartwright Bass
Mick Grabham Gitarre
Chris Copping Orgel

Tracklist

Disc 1
1. Nothing But The Truth 3:14
2. Beyond The Pale 3:06
3. As Strong As Samson 5:08
4. The Idol 6:40
5. The Thin End Of The Wedge 3:42
6. Monsieur R. Monde 3:41
7. Fresh Fruit 3:05
8. Butterfly Boys 4:26
9. New Lamps For Old 4:09
10. Drunk Again 4:31
Gesamtlaufzeit41:42


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


"This album was a definite 'let's get back to rock songs album'".

So steht es im Beiheft zur CD-Ausgabe von Procol Harums "Exotic Birds and Fruit", das übrigens erst über zwanzig Jahre nach seinem Erscheinen den Weg aufs digitale Medium fand.

Mit dem obigen Zitat ist das Album absolut treffend beschrieben. Nachdem Procol Harum auf dem Vorgänger "Grand Hotel" wieder stärker Klassik-Elemente in ihre Musik einbrachten und insgesamt etwas "schöngeistiger" auftraten, wird hier ordentlich abgerockt, die Gitarren krachen manchmal ganz schön, jedenfalls für Procol-Verhältnisse, allerdings ohne den Blues/Southern-Rock-Touch, der zu Zeiten Robin Trowers immer wieder mal hervortrat (vgl. "Broken Barricades" von 1971). Dass "Exotic Birds and Fruit" dennoch kein reines Mainstream-Rock-Album geworden ist, liegt vor allem an Chris Coppings Orgelspiel, das hin und wieder doch einen Hauch von Klassik-Rock bringt.

Richtige Ausfälle sind, bis auf das etwas alberne "Fresh Fruit", nicht vorhanden, richtige Knaller indes auch nicht. Da manches frühere Procol-Harum-Album starke Qualitätsschwankungen aufweist, kann der Fan hier durchaus zufrieden sein. Solider Rock mit leichtem Klassik-Touch halt.

Der Albumtitel stammt übrigens von dem auf dem Cover abgebildeten Stilleben des ungarischen Malers Jacob Bogdani (1658 - 1724). Das weiß ich aber auch nur, weil's dabeisteht ;-)

Anspieltipp(s): Nothing But The Truth
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.8.2005
Letzte Änderung: 11.11.2005
Wertung: 8/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 2)


Procol Harums Album "Exotic Birds And Fruit" wird vom kraftvollen "Nothing But The Truth" rockig und schwungvoll eröffnet. Das für die Band so typische Pathos ist selbst im groovenden Rockformat allgegenwärtig, wozu Gary Brookers gewohnt feierlich-sonorer Gesang beiträgt. "The Idol" steht dann wieder für den so typischen getragenen Balladen-Pomp der Briten und knüpfte auch in den fortgeschrittenen 70er Jahren unmittelbar an die Glanzzeit der Formation in den 60er Jahren an. Nur wenige Bands konnten eine melancholisch-bedächtige Gefühlswelt in solcher Inbrunst sowie Eleganz vortragen. Rockige Abgehnummern wie "Monsieur R. Mond", "Butterfly Boys" und "Drunk Again" zeugen jedoch von einem neuen, mainstreamigen Zeitgeist, der in die pathetisch-getragene Klangwelt von Procol Harum Einzug gehalten hatte. Im gefälligen Drive näherte sich die Band der bewährten Rock´n´Roll-Tradition und garnierte all dies mit einem schmissigen Boogie-Sound.

Der neoklassische Orgel-Prunk schimmerte im Jahr 1974 nur noch verhalten aus dem größtenteils dargebotenen Rockfundament hervor. So versuchte die Band Wiederholungen und Abnutzungserscheinungen zu vermeiden, wobei der eingeschlagene Weg alles andere als neu und innovativ war. Ohne den sonoren Gesang Gary Brookers, der auch jeder noch so stilistisch austauschbaren Nummer seinen charakteristischen Stempel aufzusetzen vermochte, hätte es fast den Anschein, ein Album der vielen US-Acts aus dem gleichen Zeitraum zu hören, mit einem Augenmerk auf ein intensives Airplay im Radio. Der Grat zwischen einer gekonnten stilistischen Erweiterung und einem gesichtslosen Einheitssound ist trotz aller musikalischen Finesse aber recht schmal. Es spricht jedoch für die Klasse der Mannen um Brooker, dass hier kein musikalischer Ausverkauf vorliegt, auch wenn die Umsetzung trotz aller Zugeständnisse an den damaligen Mainstream phasenweise ein wenig antiquiert anmutet.

Anspieltipp(s): Nothing But The Truth, Drunk Again
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.3.2013
Letzte Änderung: 25.3.2013
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Procol Harum

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1967 Procol Harum 10.00 2
1968 Shine On Brightly 10.33 3
1969 A Salty Dog 6.00 1
1970 Home 8.00 2
1971 Broken Barricades 8.00 2
1972 Live In Concert With The Edmonton Symphony Orchestra 11.00 2
1973 Grand Hotel 8.67 3
1975 Procol's Ninth 7.00 1
1977 Something Magic 9.50 2
1991 The Prodigal Stranger 4.50 2
1997 30th Anniversary Anthology 9.00 1
2004 Live At The Union Chapel (DVD) 8.00 1
2017 Novum 6.00 1

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