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Gazpacho

Firebird

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Independent / Alternative; New Artrock
Label: Intact Records
Durchschnittswertung: 11/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Jan H. Ohme Vocals, Backing Vocals
Thomas Andersen Piano, Keyboards, Programming
Jon-Arne Vilbo Acoustics, Guitars, Programming
Robert Risberget Johansen Drums, Percussion
Nina Mortvedt Backing Vocals (2,3)

Gastmusiker

Kristian Olav Torp Bass
Mikael Kromer Violins
Steve Rothery Guitars (9)
Line Bekkelund Backing Vocals (8)

Tracklist

Disc 1
1. Vulture 5:47
2. Symbols 4:04
3. Swallow 5:39
4. Orion

1. I 5:23
2. II 3:02

5. Prisoner 4:16
6. Jezebel 4:19
7. Black Widow 4:28
8. Firebird 5:22
9. Do you know what you are saying? 6:21
10. Once in a Lifetime 5:21
Gesamtlaufzeit54:02


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 3)


"And I thought that I'd be safe here, but the danger's from within..." (Gazpacho: Do you know what you are saying)

Nach dem etwas matteren Nachfolger des leichtfüßigen Debuts betreten Gazpacho mit Firebird musikalisches Neuland. Wobei der Begriff Neuland vielleicht ein wenig übertrieben erscheinen mag. Denn die Trademarks der Band sind dem äußeren Anschein nach weitgehend die Gleichen geblieben. Da sind die wundervoll trübsinnigen Melodien, die relaxten Drumsounds, der Indie-Touch, aber da ist auch eine mysteriöse Bedrohung von innen her spürbar... Die Melancholie der Vorgängeralben ist auf Firebird einer untergründigen Stimmung des Rätselhaften und Bedrohlichen gewichen.

Dies beginnt bereits mit den ersten düsteren Tönen des Openers, die geisterhaft hin und her wippen. Nach dem Einsetzen des Gesangs, der hier finsterer als gewohnt klingt, betont auch das Stakkato von Drums und Violine diese Stimmung. Der Song schwillt und schwillt an, bis er schließlich im erlösenden, gleichwohl scharfen (!) Wohlklang einer psychedelischen Orgel aufgelöst wird, und im danach einsetzenden Finale alles hinwegfegt. Diese Intensität kann kein ganzes Album durchgehalten werden, aber Vulture zählt mit Orion, Jezebel und Do you know what you are saying zu den stimmungsmäßig zentralen Songs dieses Albums, um die herum sich leicht kontrastierend Nummern zwischen melancholischer Leichtigkeit, Fiebertraum und locker treibendem Indierock ranken. Der Freundschaft mit Marillion, auf deren Europa-Tour 2004 Gazpacho im Vorprogramm spielten, ist es auch zu danken, dass Steve Rothery zum Song Do you know what you're saying ein tiefgründiges Gitarrensolo beisteuert.

Firebird muss als erstes Gazpacho-Album verdientermaßen endlich nicht mehr im Eigenvertrieb seinen Weg finden, sondern ist auf Marillions Intact-Label erschienen. Mit ihrem bislang reifsten und stärksten Album, erspielen sich die Norweger einen Platz, weit vorne in den Reihen des düsteren neuen Artrocks.

Anspieltipp(s): Vulture, Orion I & II
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.9.2005
Letzte Änderung: 15.5.2014
Wertung: 12/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 3)


Der Marbles-Tour von Marillion im Jahre 2004 haben es Gazpacho zu verdanken (in der sie im Vorprogramm auftraten), daß sie auf deren bandeigenem Label unterkamen und Steve Rothery als Gastgitarristen für vorliegenden Output gewinnen konnten. Dies ist bereits ihr drittes Album in drei Jahren. Daß darunter die Qualität nicht zu leiden hat, zeigen die Norweger hier eindrucksvoll.

Als groben Vergleich kann man Muse heranziehen. Von der Stimme und Gesangsstil gibt es große Ähnlichkeiten zwischen Jan Ohme und Matthew Bellamy, da beide gerne in den Falsett verfallen. Dazu pflegen auch Gazpacho einen relativ harten Sound an der Gitarre, der jedoch nicht so exzessiv wird wie bei Muse. So gibt es lediglich ein einziges Gitarrensolo, das Steve Rothery auf "Do you know what you are saying?" beisteuert. Gazpacho sollten sich überlegen, mehr Elemente dieser Art in ihre Musik aufzunehmen.

Gazpachos Musik klingt, nicht zuletzt durch den gelegentlichen Einsatz von Drumsamples, sehr modern. Ich kenne zwar ihre früheren Alben nicht, "Firebird" soll aber ihr bestes und ausgereiftestes Werk sein. Wenn sie so weitermachen, haben sie eine glänzende Zukunft vor sich.

Hallelujah

Anspieltipp(s): Vulture, Orion
Vergleichbar mit: Muse, Radiohead
Veröffentlicht am: 20.12.2005
Letzte Änderung: 20.12.2005
Wertung: 12/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 3 von 3)


Böse CD. Böse, böse CD. Jahrelang versauerte dieser Feuervogel in meinem CD-Regal und ist Schuld daran, dass ich mir die herausragenden Nachfolger erst mit Verzug zugelegt habe.

Doch so schlecht, sie auch zukünftig allein als Staubfänger einzusetzen ist die CD gar nicht. Ohmes Stimme und Gesang ist selbstverständlich auch hier schon eine Bank und passt geradezu perfekt. Er hat einen ganz süßen Akzent, doch klar, bei einem Skandinavier fällt das im Gegensatz zu Italienern nicht so stark ins Gewicht. Produktion und Sound können ebenfalls überzeugen.

Es waren also die Songs an sich, die mich seinerzeit nicht recht fesseln konnten. Der Grund hierfür war, dass Gazpacho sich nicht wirklich beim ersten Hören von Bands a la Muse, Radiohead, JJ72 mit einem Schuss h-marillion absetzen konnten. "Vulture" eröffnet recht passable wie beschrieben. "Symbols" ist ebenfalls ein flotter Song mit dem, was die Band zu dieser Phase auszeichnete: harmonische Musik, die auf Indie macht, es aber nicht ist (hallo Brave). Dazu kommen die fesselnden Gesangsmelodien, lauter kleine Ohrwürmer. Doch schien mir dies alles zu soft um den Rocker in mir zu wecken und zu prog um einfach mal eine starke Poprock-CD in "Firebird" zu sehen (das heißt natürlich zu hören).

Nun jedoch, mit dem Wissen, was später auf Night und Tick Tock folgen sollte meine ich, auch "Firebird" in einem anderem Lichte betrachten zu können. Das macht die Musik nicht besser oder schlechter, aber es macht sie verzeihlicher und "Firebird" zu einem nun doch noch gelungenem Album, das alle Fans der genannten Bands ansprechen sollte.

"Swollow" wartet mit Melodien auf, die das Ohr nur schwer wieder verlassen wollen, "Orion" greift Mark Kellys "Quartz"-Keyboardsound auf und kann damit gefallen. Das alles fügt sich so zu einer wunderbar zusammengeklauten CD zusammen, die man lieben kann, aber nicht lieben muss. Ein brauchbarer Startschuss zu den großen Streichen von Gazpacho. Nicht mehr, nicht weniger.

Anspieltipp(s): Vulture
Vergleichbar mit: Muse, h-marillion, Radiohead, JJ72
Veröffentlicht am: 23.7.2009
Letzte Änderung: 22.3.2012
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gazpacho

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Bravo 11.00 2
2004 When earth lets go 10.00 1
2007 Night 10.67 6
2009 Tick Tock 9.40 5
2010 A Night At Loreley (DVD/CD-Box) 12.00 1
2010 Missa Atropos 9.75 4
2011 London 12.00 1
2012 March of Ghosts 11.00 4
2014 Demon 12.60 5
2015 Night of the Demon 12.00 1
2015 Molok 10.75 4
2018 Soyuz 10.67 3

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