Rhapsodies
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
A&M |
| Durchschnittswertung: |
7/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Rick Wakeman |
keyboards |
| Bruce Lynch |
bass |
| Frank Gibson |
drums |
|
| Nicko Ramsden |
electric guitars |
| Tony Visconti |
acoustic guitars |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Pedra da Gavea
|
4.11
|
| 2. |
Front line
|
3.42
|
| 3. |
Bombay Duck
|
3.14
|
| 4. |
Animal Showdown (Yes we have no bananas)
|
2.40
|
| 5. |
Big ben
|
3.56
|
| 6. |
Rhapsody in blue
|
5.26
|
| 7. |
Wooly willy tango
|
3.24
|
| 8. |
The pulse
|
5.21
|
| 9. |
Swan lager (P.D.)
|
2.50
|
| 10. |
March of the Gladiators
|
4.53
|
| 11. |
The flasher
|
5.32
|
| 12. |
Palais
|
2.23
|
| 13. |
Stand by
|
3.30
|
| 14. |
Sea horses
|
3.52
|
| 15. |
Half holiday
|
3.00
|
| 16. |
Summertime
|
4.27
|
| Gesamtlaufzeit | 62:21 |
|
|
Rezensionen

Nach all den epischen Solowerken der 70er versuchte sich Wakeman mit diesem Doppelalbum erstmals humorvoll und poppig an kurzen Instrumentalstücken. Man stelle sich das Erstaunen der Fans vor, als sie zum ersten mal die Doppel-LP-eröffnende Pop-Reggae-Nummer "Pedra da Gavea" hörten,die mit Vocoder-verfremdeter Stimme sich textlich offensichtlich über die ko(s)mischen Yes-Botschaften lustig macht: "While worshipping stars above me, While the warships are fighting round me in the sky". Das bleibt auch das einzige Stück mit Gesangsversuchen auf "Rhapsodies". Ich weiß nicht, welche Songs Wakeman und Anderson den anderen Yes-Mitgliedern 1979 für den "Tormato"-Nachfolger vorgeschlagen haben, sollten die in Richtung "Pedra da Gavea" von Wakeman oder der 1980er Scheibe "Song of seven" von Anderson gegangen sein, so sei es Howe, Squire und White gedankt, so etwas verhindert zu haben.
"Front line","The Pulse","Big Ben", "Bombay Duck" sind schnelle funkige Disco-Pop-Nummer, die letztere mit Tempiwechseln und interesanten Breaks, sowie Klassik-Anleihen."Big Ben" fällt dagegen angenehm mit feurigen Synthiesolos auf. Mit "Animal Showdown" kommt wieder ein Reggae-beeinflußtes Machwerk, "Rhapsody in Blue" verarbeitet überflüssigerweise die bekannten Gershwin-Themen und "Wooly Willy Tango" bleibt eine kitschige Tanznummer, ebenso wie die furchtbare Reggae-Version des Tchaikovsky-Themas "Swan Lager", mit Fragmenten aus Griegs Pianoforte Concerto. "March of Gladiators" ist dafür endlich mal ein gutes rockiges Stück mit etwas Hammond-Orgel, schneidenden Moog-Klängen und überzeugenden Synthiesolos. "Falcons de Neige" kommt mit einem balladesken Teil und mit einem "Cocktail-Party"-Hauptteil daher, "The Flasher" verbindet Rockiges und Funkiges mit einem guten Hauptthema und "Palais" ist ein Piano-Stück mit Ragtime-Elementen. Bravourös wirkt dagegen das Instrumentalstück "Stand by", für mich das beste auf diesem Album. Hätte Wakeman bloß nicht sonst immer seiner Vorliebe für Drummachinen oder maschinell spielende Drummer nachgegeben, sondern öfters wie hier cookende Rhythmus-Truppe engagiert. "Sea Horses" überzeugt durch eine wunderschöne, getragene Melodie, vielleicht die beste die Wakeman je geschrieben hat. Aber schon "Half Holiday" ist eine überflüssige Vaudeville/Dixie-Nummer und zum Abschluß gibt es altbekanntes "Summertime" von Gershwin, für alle, die es von Wakeman schon immer mal hören wollten.
Das Album ist derart keyboardsdominiert, dass man sich fragt, wo die erwähnten Gitarristen geblieben sind. Es scheint, als würden sich viele Prog-Fans gar nicht freuen, wenn dieses LP-Doppelalbum endlich auch außerhalb Japans auf CD erscheinen würde. "Rhapsodies" bleibt halt Geschmacksache, für Prog-Puristen ein rotes Tuch und für mich eine nette humorvolle Abwechslung zu hören, wie ausgezeichnete Musiker ohne sich ganz zu verleugnen, zeitgerecht discomäßig zu musizieren versuchen und dabei stellenweise kein Eis zu dünn, kein Trick zu flach erschien. Wahrscheinlich wollte man mit "Rhapsodies" vor allem ein Party-Album für die ganze Familie schaffen.
| Anspieltipp(s): |
March of Gladiators,Stand by,Sea Horses |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
2.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
2.5.2002 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Rick Wakeman
Zum Seitenanfang
|