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Close to the Edge. How Yes's Masterpiece defined Prog Rock (20.11.2017)
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Fish

Tales from the big bus - Live Köln 20.11.1997

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997
Besonderheiten/Stil: live; Rock / Pop / Mainstream
Label: Dick Bros Records
Durchschnittswertung: 5.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Fish Vocals
Mickey Simmonds Keyboards
Robin Boult Guitar
Steve Vantsis Bass Guitar
Dave Stewart Drums

Tracklist

Disc 1
1. The perceptions of Johnny Punter 11:41
2. What colour is god ? 7:21
3. Family business 6:24
4. MR 1470 5:32
5. (Speech) 4:25
6. Jungle ride 8:15
7. Medley: Assassing / Credo / Tongues / Fugazi / White feather 20:25
Gesamtlaufzeit64:03
Disc 2
1. (Speech) 6:25
2. Cliché 8:35
3. Brother 52 6:08
4. Lucky 20:14
5. Internal exile / The company 8:53
Gesamtlaufzeit50:15


Rezensionen


Von: Jürgen Gallitz-Duckar @ (Rezension 1 von 3)


Fish's angeblich so schlechtes (warum eigentlich Henning?) und inzwischen längst gestrichenes 97er Livealbum.

Gleich zu Beginn, noch bevor man das Publikum überhaupt hört, haut einem Robin Boult ein für mich bei Fish derart ungewohnt und geiles Rockriff um die Ohren um in "The perceptions of Johnny Punter" einzusteigen. Was mir hier außer der Musik sofort gefällt ist der sehr rauhe, direkte Live-Sound der recht unbearbeitet wirkt. Fishs Stimme im erzählenden Mittelteil bei "Johnny...", ist z.B. dermaßen direkt, dass man fast glauben könnte er steht hier im Zimmer. Mehr Livealben mit diesem echten Klangbild würde ich mir wünschen.

Also – was ist hier geboten? Machen wir es so:

Was dieses Album ist: Lebendig, laut, live-haftig, energetisch, rockig, aggressiv, spassig und nicht proggig

Was dieses Album nicht ist: Perfekt, steril, ausgewogen, klangtechnisch balanciert, ausgefeilter Prog-Rock

Es groovet und rockt und rollt, Fish singt gut, öfters richtig aggressiv, angriffslustig, Robin Boults Gitarre knarzt und rotzt und schüttelt die Rock-Solos nur so aus dem Gitarrenhals (z.B. ein sehr schönes Wah-Wah Solo in MR 1470), Mickey Simmonds orgelt teils ziemlich 70ies hammond-like, Dave Stewart spielt stark perkussiv und knallig auf seinem Set – kurz alles eine sehr schweißtreibende Angelegenheit.

Dazu gibt es hier noch lange, lange Ansagen des Meisters, meist in seinem putzigen Deutsch-Englisch Gemisch. Sehr erzählfreudig war Fish hier und plaudert über Fußball, Schottland, Frauen, seine Haare (ein Lieblingsthema schon seit Marillion-Zeiten von ihm), Bandkollegen sowie über und mit dem Publikum. Das alles immer launig, witzig und absolut unterhaltsam, wenn man eine komplette Konzertatmosphäre gerne auf CD genießen mag. Für mich z.B. ist sowas sogar das Nonplusultra von guten Live-CDs, denn ich will den Abend so gut wie möglich akustisch nachspüren und nicht perfekt Zurechtgebügeltes wie leider auf so vielen sogenannten "Live" CDs zu hören bekommen.

Das Köln-Konzert war übrigens der letzte Abend dieser Tour, und das mag vielleicht ein Grund gewesen sein, dass die Band hier wie entfesselt aufspielt und in extremer Partylaune ist.

Wie sagt Fish während der Bandvorstellung zum enthusiastischen Publikum "this is what live music is fucking about". Fucking right Mr.Fish.

Zu kritisieren hab ich hier gar nichts. So muß ein Livealbum für mich sein. Rauher, direkter, nicht nachbearbeiteter Sound eines kompletten Konzerts inkl. aller Ansagen und Publikumsreaktionen. Das akustische Kino.

Der Live-Charakter geht sogar soweit und beinhaltet auch die Mikrofonstörungen bei der witzigen Geschichte die Fish vor "Cliché" erzählt.

Ich kenne von Fish einige Livealben (Sushi, Sashimi, Uncle Fish & the crypt creepers, das Akustik-Live Album), aber das hier gefällt mir mit Abstand am besten. Natürlich, das hier ist kein Prog-Rock mehr, schon richtig, aber dafür ein astreines Rock-Konzert auf CD festgehalten.

19.10.05: Ein kleiner Nachtrag noch. Ich schrieb ja der Sound ist rauh und direkt. Aber mit Bootlegs hat das nix zu tun. Schlechte Bootlegs sind mumpfig und verrauscht, und die Band agiert irgendwo weit hinten im Klangbild. Das gibts hier absolut nicht, sondern das pure Gegenteil. Im übrigen gibt es zahlreiche Bootlegs, die wesentlich interessanter als offizielle Livealben sind.

Dieses Album hier ist also kein Bootleg, aber absolut unproduziert, unbearbeitet. Die Instrumente wurden nicht sensibel ausgewogen, sondern aufgenommen und veröffentlicht. Und genau so mag ich Livealben, deswegen die Höchstnote. Der Rest, ob die Songs hier gut sind oder nicht, ist sicher Geschmackssache. Ein schlechtes Album ist es wegen des Klangs aber absolut nicht. Über das Alter, in dem mich ein paar "Fuck" im Text empört haben, bin ich außerdem wohl schon ein paar Jährchen hinaus. Schöne Grüße, Jürgen

P.S: Ich bin übrigens kein Fish-Fan!

Anspieltipp(s): Medley, What colour is god, eigentlich am besten durchlaufen lassen
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.10.2005
Letzte Änderung: 29.7.2013
Wertung: 15/15
Komplettes, astreines Rock-Konzert

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Von: Henning Mangold @ (Rezension 2 von 3)


Ungern bleibe ich eine Antwort schuldig, und da mich der Jürgen gleich in seiner ersten Zeile nach einer fragt, muss ich wohl mal darauf eingehen (übrigens, liebe Leser: ich hatte nie eine Rezi zu diesem Album geschrieben, wohl aber zu "Sunsets on empire", und da steht angedeutet, dass ich "Big Bus" nicht mag - das muss Jürgen gelesen haben).

Wie gerade gesagt: ich hatte nie eine Rezi hierzu geschrieben - wieso wohl nicht? Weil mir dieses Machwerk schlichtweg die Mühe nicht wert war, weil ich mir schon gedacht hatte, das bleibt nicht lange auf dem Markt, und bis ich alles rausgehauen habe, was ich dazu loswerden müsste, gibt's das Teil wohl schon nicht mehr. Da scheine ich Recht behalten zu haben, immerhin.

Angesichts solcher musikalischer Brechmittel entwickelt sich bei mir ein gewisser Widerwillen, diese auch noch mehrfach wieder zu hören, um dann darüber schreiben zu können. Sei´s drum. In diesem - zugegeben: unvergleichlichen und unvorstellbaren - Live-Dokument wird man nicht nur mit sinnlosestem Geschwätz zugemüllt, von Leier-Gitarren zersägt (Boult spielt, als hätte er seine Parts Jahre zuvor zum letzten Mal geprobt) und von Gekrächz zermartert, man muss auch noch Tonausfälle hier und da ertragen und wird von einer allenfalls mangelhaften Setlist gelangweilt, die ihren Höhepunkt in einem Marillion/Fish-Medley findet, das ein paar der besten Songs älterer Zeiten dermaßen im Schnelldurchlauf verwurstet, dass ich mich nur wundern kann, warum die anderen Marillionäre dagegen nicht geklagt haben- vielleicht aus Mitleid? Es hätte nur noch gefehlt, dass Fish zwischen "Assassing" und "Credo" hin- und hergesprungen wäre und 'Der Hitmix! Der Hitmix!' gebrüllt hätte.

Wie ich damals irgendwo las, hatte Fish zu dieser Zeit erhebliche private Probleme, über die ich mich hier nicht weiter auslassen will: immerhin hat er sowohl mit dem Studioalbum VOR als auch mit dem NACH dieser Tournee bewiesen, dass er es viel, viel besser konnte. Aber aus dem "Big Bus" heraus hat er m.E. nur eines dokumentiert: dass er nämlich zu dieser Zeit keine Hörer, sondern Hilfe brauchte.

PS: Ich habe ihn damals Live in Braunschweig gesehen und weiß daher noch etwas besser, wovon ich rede, als wenn ich nur dieses Live-Album kennen würde. Diesen Abend werde ich nie vergessen (der Grund gehört nicht hierher - hier geht es ja nur um ein akustisches Dokument). Die Setlist in Braunschweig war aber die gleiche.

Ich genieße jetzt das Gefühl, über dieses Album, das endlich aus dem Angebot verschwunden ist, ab jetzt den Mantel des Schweigens decken zu können: Fish selbst hat es nicht verdient, dass solch ein Ausrutscher weiterhin erwähnt wird, finde ich ganz persönlich.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.10.2005
Letzte Änderung: 5.3.2012
Wertung: 1/15
...so schlecht, dass sich das Hören schon wieder lohnt...

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Von: Thomas Thielen @ (Rezension 3 von 3)


Auch ich habe dieses Teil. Abfall. Müll. Dreck. Schamlose Geldmacherei.

Anmerkung zum Vorredner: Da Fish anscheinend diese komplette Peinlichkeit selbst verlegt hat, hat er es m.E. sehr wohl verdient, es immer wieder unter die Nase gerieben zu kriegen. Das zu verkaufen ist schlicht tolldreist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.10.2005
Letzte Änderung: 3.8.2011
Wertung: 1/15
unprofessioneller Mist

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Fish

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1990 Vigil In A Wilderness Of Mirrors 13.00 1
1991 Internal Exile 5.00 2
1993 Uncle Fish & The crypt creepers (Live at the Düsseldorf Philipshalle 7.12.1991) 10.00 1
1993 Songs From The Mirror 4.50 2
1994 Sushi 12.00 1
1994 Suits 8.00 1
1995 Yin 3.00 1
1995 Yang 3.00 1
1997 Sunsets on Empire 11.33 3
1999 Raingods With Zippos 9.00 3
2001 Fellini Days 8.00 3
2002 Sunsets on empire Live in Poland 1997 (DVD) 11.00 1
2002 Fool's Company - Live in Holland (DVD) 8.00 2
2004 Field of Crows 10.50 2
2005 Scattering Crows - Live in Europe 2004 (DVD) 8.00 1
2006 Return To Childhood 8.50 2
2007 13th Star 11.00 1
2013 A Feast Of Consequences 12.00 1
2016 The Moveable Feast 8.00 1
2017 Farewell To Childhood 10.00 1

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