Prometheus
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenvertieb |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Craig Beebe |
Keyboards |
| Dow Draper |
Drums, Percussion |
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| John Galbraith |
Guitars, Bass, Flute, Moog Taurus |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Prometheus
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38:40
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| Gesamtlaufzeit | 38:40 |
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Rezensionen

Starker Tobak, was dieses amerikanische Trio zu bieten hat, und definitiv nichts für den Freund der eher melodiösen Spielart des Progs. Das Album besteht lediglich aus einem Longsong, auf dem voll die Retro-Schiene gefahren wird.
Das Keyboard-Equipment liest sich wie einem typischen 70er-Keyboardalbum entnommen: Hammond B3 with Leslie 122 and Leslie 145, Mellotron 400, Sequential Circuits Prophet V, Memorymoog, Minimoog, Oberheim OBX-A. Doch trotz seiner offensichtlichen Präsenz scheint nicht Tastenmann Craig Beebe der Kopf der Band zu sein, sondern der Mann an den Saiten, John Galbraith, der zudem die Flötenparts beisteuert und für die Komposition verantwortlich zeichnet. Als Inspirationsquellen dienen u.a. King Crimson und Gentle Giant, ausserdem springt mich das Wörtchen Mellotron mehrfach an.
Das klingt für meinen Geschmack alles sehr verlockend, spricht mich sofort an. Aber leider will beim ersten Durchlauf keine rechte Begeisterung aufkommen, das Werk zündet einfach nicht.
Natürlich enthalten die knapp 40 Minuten Musik einige interessante Momente, in einigen ruhigen Passagen, oft mit Mellotronchören oder -streichern unterlegt, erinnern sie gar ein wenig an Änglagard. Das große Manko scheint mir aber der fragmentartige Charakter des kompletten Titels zu sein. Diese wahllos erscheinende Aneinanderreihung von Puzzlestücken führt dazu, dass keinerlei Fluss erkennbar ist. Alles wirkt zerstückelt, und auf Dauer ist die Art und Weise ihrer Arrangements leicht vorhersehbar.
Als recht störend empfinde ich auch das immer wieder mal aufkommende Gefühl, dass die Jungs nicht wirklich zusammen spielen, sondern bisweilen jeder sein eigenes Ding macht, wobei mir da speziell das Gitarrenspiel gelegentlich einige Fragezeichen erzeugt.
Und wer glaubt, dass gerade die Flötenarrangements für einige besinnliche, melodiöse Momente sorgen, liegt völlig falsch. Denn - irgendwie dann auch wieder passend - die Flötentöne sind hier eher dissonant und entwickeln Null Charme.
Sie haben sich entschieden, ihre Ideen in einen einzigen Song zu packen. Okay. Wer diese Art Komposition mag, wird von dem Song (und damit von dem Album) möglicherweise begeistert sein. Ich kann die Genialität dieses Werkes nicht erkennen, auch wenn ich zugeben muss, dass es einige Passagen enthält, die mir durchaus gut bis sehr gut gefallen. Andererseits fällt mir die gelegentliche Penetranz des offensichtlichen Frickelzwangs ziemlich auf die Nerven. Der Melodiefaktor ist beinahe vernachlässigbar, sonderlich viel Tempo ist auch nicht drin, stattdessen stehen leicht avantgardistische Ansätze im Vordergrund. Und so stehe ich vor dem Problem: höre ich mir das gesamte Werk wieder an, um zwischen den mich nicht ansprechenden Parts auch wieder einige schöne Arrangements zu entdecken, oder lasse ich es gleich wieder bleiben? Schwierig. Um mir ein besseres Bild zu verschaffen, habe ich das Werk, über diverse Monate verteilt, mehrfach gehört - der Eindruck bleibt diffus. Und ob der geneigte Interessent diesem Album mehrere Chancen geben wird, bleibt zweifelhaft. Ich mag das Album nicht in einem zu schlechten Licht erscheinen lassen, aber trotz ordentlicher Momente finde ich hier einiges verbesserungswürdig, für meinen Geschmack verlieren sie sich in ihren Frickeleien zu sehr. Und dieses sperrige Werk als einen einzigen Titel anzubieten, halte ich für ungeschickt.
| Anspieltipp(s): |
Prometheus |
| Vergleichbar mit: |
Änglagard, King Crimson (aber nur ansatzweise) |
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| Veröffentlicht am: |
25.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
7.3.2012 |
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The music on this Compact Disc was originally recorded on analog equipment. We have attempted to preserve, as closely as possible, the sound of the original recording. Because of its high resolution and bandwidth, however, the analog source tape can reveal limitations of the Compact Disc format.
So steht es hinten auf der ersten CD von Maxwell's Demon. Der wahre Retroprogger verabscheut natürlich jegliche digitale Datenkonservierung, auch wenn er sich gezwungenermaßen den gängigen Normen unterwerfen muss. Gewisse Seitenhiebe, wie obiges Zitat, darf er sich aber trotzdem erlauben. Der Rezensent selbst hat sich übrigens lange Zeit gegen den Erwerb eines CD-Players gesträubt, doch irgendwann musste auch er sich dem Druck des Marktes beugen.
Zu "Prometheus". Eine Ladung antiquierter, elektronischer Tasteninstrumente, ein Schlagzeug, eine Querflöte, zwei E-Gitarren (eine Gibson Les Paul und eine Fender Stratocaster) und zwei Bässe (ein Rickenbacher 4001 und ein Spector Bass) bringen Craig Beebe, Dow Draper und John Galbraith hier zum Tönen. "Retro" klingt das Ganze, ist aber sehr druckvoll und modern produziert, ist vom klassischen Prog der 70er inspiriert, erinnert in der Tat gelegentlich an Änglagård, klingt aber doch ziemlich eigenständig. Komplexen, recht anstrengenden Prog gibt es hier auf die Ohren, der aber ziemlich abwechslungsreich und interessant geraten ist und insbesondere mit einem dominanten, aber nicht übertriebenen Mellotroneinsatz zu gefallen weiss. Als so nervig, fragmentiert und "überfrickelt" wie mein Vorschreiber empfinde ich die Musik allerdings nicht. Natürlich ist "Prometheus" eine Aneinanderreihung von Ideen, aber als wahllos empfinde ich diese Reihung nicht und letztendlich fliesst das Ganze zu einem einigermassen spannenden Longtrack zusammen. Die von der Flöte dominierten Abschnitte sorgen durchaus für etwas Entspannung und Ruhe (z.B. nach ca. 9 Minuten), auch wenn man gelöste Wärme, wohlige Melodien oder getragene Melancholie, wie sie gerade für Retroprog-Produktionen aus Skandinavien recht charakteristisch sind, auf "Prometheus" vergeblich sucht (falls jemand danach suchen sollte).
Voll überzeugen kann mich "Prometheus" aber auch nicht. Ab und zu dudelt die Musik etwas ziellos dahin, scheint es, als wüssten die Musiker nicht so recht, wie es denn nun weitergehen soll. Fast habe ich den Eindruck, dass man das Stück noch um 10 Minuten kürzen könnte, ohne dass die Musik darunter sonderlich leiden würde. Trotzdem, "Prometheus" ist ein durchaus beachtenswerter Versuch, zeitgenössischen und an den 70er Jahren orientierten Prog zu verschmelzen und etwas Eigenständiges und Neues daraus zu formen. Daher: Meine Empfehlung für Retroprog-Abenteurer, die keine Abneigung gegen Ecken und Kanten haben!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.11.2005 |
| Letzte Änderung: |
3.11.2005 |
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Eigentlich nicht viel schlechter als der Tipp des Monats 3/2010 mag mir sein Vorgänger "Prometheus" erscheinen. Ebenfalls angesiedelt in dem z. B. auch von Änglagård bewohnten Gebiet zwischen Retro- und schrägem, aber hörbaren Avant-Prog, bietet es im Grunde genau denselben Mix aus frickeligen Passagen, ruhig-lyrischen, wenn auch nicht immer schönklänglichen Tönen, immer rauh und, wie Achim schon sagte, mit ordentlich Kanten - und auch Ecken.
Die Schwäche des Stücks ist die gleiche, die immer die Schwäche solcher Stücke ist: Zu viele Themen, zu wenig Struktur. Wer z. B. klassische Werke vergleichbarer Länge kennt, weiß, dass sie nicht lang sind, weil man einfach immer mehr Musik aneinander gereiht hat, sondern weil man gezielt ausgewähltes Material klug arrangiert und vor allem variiert hat. Dass variatio delectat, wollten Maxwell's Demon aber nicht einsehen, sie packten lieber alles, was ihnen einfiel, aneinander. Dabei sind die gelungenen Vorbilder, auch im Prog, gar nicht so schwer zu finden. Und meist macht ihre Qualität aus, dass sie sich, was die Menge musikalischen Grundstoffs angeht, eben relativ stark beschränken, dieses dann aber in viele erdenkliche Richtungen ausformulieren. So wundervoll ich "Prometheus" auch finde, weil es ziemlich zentriert zu meinem Geschmack zu liegen kommt, in der Musik ist es nicht zuletzt die Form, die zählt, und die ist hier einfach viel zu linear. Trotzdem: Für mich einer der Tipps des Monats 2001!
| Anspieltipp(s): |
Prometheus |
| Vergleichbar mit: |
Maxwell's Demons "Diablo", Änglagård |
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| Veröffentlicht am: |
5.5.2010 |
| Letzte Änderung: |
5.5.2010 |
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Ich habe nach meinem ersten Kontakt mit "Prometheus", nach dem es mir ähnlich ging wie Jürgen, das gemacht, was man in solchen Fällen aus meiner Erfahrung immer tun sollte: ich habe dem Album eine Endlos-Schleife umgebunden und es immer und immer wieder abgespielt. So habe ich es mir schliesslich "schön gehört".
Und aus dem, was Jürgen noch als fragmentarisch empfindet, wird so mit der Zeit ein grosses, komplexes Ganzes. Irgendwann machte es plötzlich "klick" und was vorher tatsächlich noch als wahllos aneinandergereihte Ideenflut wirkte, schien plötzlich logisch zusammenzupassen. Die dissonannten Melodielinien schienen immer wieder an anderer Stelle aufzutauchen, mal in anderem Tempo, mal transponiert, mal als andere Klangfarbe oder mit einem anderen Instrument.
Auch habe ich das Gefühl, dass alles einem höheren Sinn folgt und absolut durchdacht ist, von A bis Z durchkomponiert. Ich verstehe es bloss noch nicht ganz. Ich musste aber auch nie eine Abschlussarbeit in Musik abliefern. Vielleicht wäre eine Partitur des Stückes fürs Verständnis desselben ganz hilfreich.
"Prometheus" ist sicher kein Album, das man mal so eben nebenbei "wegkonsumieren" kann. Weit abseits der Hörgewohnheiten des Mainstreams angesiedelt, entfaltet es seine derbe Schönheit erst mit der Zeit. Diese sollte man ihm geben.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.4.2012 |
| Letzte Änderung: |
16.4.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Maxwell's Demon
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 2009 |
Diablo |
11.75 |
4 |
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