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Elbow

Leaders of the Free World

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: V2
Durchschnittswertung: 11/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Guy Garvey Lead and Backing Vocals, Acoustic and electric Guitars
Mark Potter Electric and acoustic Guitars, Backing Vocals
Craig Potter Piano, Organ, Backing Vocals, Percussion, Keyboards
Pete Turner Bass, Backing Vocals
Richard Jupp Drums, Percussion, Backing Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Station Approach 4:23
2. Picky Bugger 3:08
3. Forget Myself 5:22
4. The Stops 5:03
5. Leaders of the Free World 6:11
6. An Imagined Affair 4:44
7. Mexican Standoff 4:01
8. The Everthere 4:14
9. My Very Best 5:34
10. Great Expectations 5:05
11. Puncture Repair 1:50
Gesamtlaufzeit49:35


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 4)


Ja, doch, unverkennbar. Das ist Elbow. Aber irgendwie anders.

Zum Beispiel lauter. Obwohl Mr Garvey immer noch nicht seinen schüchternen Flüsterton verlassen möchte, gibt es hier und da laute Riffs. Und schraegere Arrangements, roheren Sound als auf "Asleep in the Back", weniger Sophistication als auf "Cast of a Thousand", trotzdem viele kleine und dadurch sehr wirkungsvolle Gesten, Melodien wie ein Hundebaby-Blick und Timbre bis zum Gehtnichtmehr.

Perfektes Wetter für sowas, übrigens.

Die Lyrics sind wie gewohnt gegen den Strich gebürstet und strotzen nur so vor dem gewissen Nichts - und das meine ich positiv! Wo andere mit Alliterationen, Chiasmen und Synaesthetizismen um sich werfen, vertraut Garvey ganz relaxed auf sein Erzähltalent. Zurecht. Die Stimmung ist unterschwellig harmonisch UND unbehaglich, und man kann nie so genau sagen, woher es kommt (naja, doch, zum Beispiel daher, dass sich oft Akkorde nach ein/zwei Sekunden dafür entscheiden, Dur oder Moll zu sein, oder daher, dass die eigentlich brachialen Teile des Arrangements oft leise gedreht sind, immer noch brachial, aber dadurch unheimlicherweise versteckt usw - aber der Eindruck des magischen Hinundherschwebens in der Stimmung gefällt mir besser als diese Erklärungen).

Insgesamt eine sehr reizvolle Platte, deren besonderes Talent darin liegt, als Hintergrundmusik zu taugen (ohne dass man das Schraege, Unscharfe, Bedrohliche wahrnähme) und gleichzeitig bei einem Glas Wein (rot, trocken, möchte ich empfehlen dazu) abendfüllend zu sein (für das genaue Hinhören). Gefällt mir.

Anspieltipp(s): vorn anfangen fürs Laute, hinten wirds gemütlicher (?)
Vergleichbar mit: Talk Talk in der frühen Phase mit den Sounds der späten Phase
Veröffentlicht am: 27.10.2005
Letzte Änderung: 27.10.2005
Wertung: 11/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 4)


Elbow haben es geschafft, die Vorzüge der beiden Vorgängeralben zu vereinen, ohne dass sich Schwächen auftun würden. War Cast of Thousands eine Aneinanderreihung von Songperlen, die jedoch eine gemeinsame Atmosphäre vermissen ließ, haben Elbow mit Leaders of the Free World ein Album randvoll mit melancholischer Stimmung in allen Facetten - ruhig bis rumpelig - geschaffen, bei dem jeder Song auch als Song funktioniert.

Besonderer Hinweis: Es gibt neben der normalen Version auch eine Ausgabe mit Bonus-DVD, die kunstvolle Videos und atmosphärisch dichte Sequenzen der Aufnahmesessions enthält. Immer wiederkehrende gegensätzliche Stilmittel sind Zeitraffer und Rauchschwaden. Die meisten Songs sind hier mit einem eigenen filmischen Beitrag enthalten. Station Approach etwa stellt sich als eine surreale Eisenbahnfahrt durch ein Puppenland dar. Picky Bugger ist eine zu Herzen gehende Skurillität im Collagenstil von Monty Python. Und allein schon für die geisterhaft-poetische filmische Umsetzung von The Stops lohnt die Bonus-DVD. Ein paar Euro extra - gegenwärtig wohl grade mal 2 -, die bestens angelegt sind.

Anspieltipp(s): Station Approach, The Everthere, Picky Bugger, The Stops...
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.10.2005
Letzte Änderung: 21.3.2012
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 4)


Nachdem "Cast of Thousands" mir im Vergleich zum Debüt der Band etwas glattpolierter erschien, haben sich Elbow hier wieder in Richtung sperrigerer Arrangements bewegt. Manchmal wird die Begleitung richtiggehend karg und spröde, trotzdem bleiben die Songs auf eigenartige Weise melodisch und eingängig. Insofern ist der von Thomas gewählte Vergleich "Talk Talk in der frühen Phase mit den Sounds der späten Phase" durchaus zutreffend. Dabei durchweht ganze Album eine leise Melancholie, die aber meist mit einem leichtem Augenzwinkern daherkommt. Schöne Platte!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.10.2005
Letzte Änderung: 30.10.2005
Wertung: 10/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 4 von 4)


Elbow wagten hier eine Liveeinspielung, da der leichtfüssige Vorgänger „Cast of Thousands“ revidiert werden sollte. Die Musik sollte wieder direkter und roher klingen und so entschied man sich, alles in einem Take einzuspielen. Außer ein paar kleineren Nachbesserungen ist hier wirklich alles live, was man jederzeit merkt. Viel Akustikgitarre, aber nicht im Stil von Lagerfeuerromantik, sondern ziemlich rumpelnd und schrammelnd.

„Leaders of the free world“ ist dennoch ein ruhiges Album, weit weg von jeder Hektik, besonders zum Schluss hin. Sie setzen den Begriff „Songwriting“ in den Vordergrund, doch die schroffe Einspielung verleiht den Songs Ausdruck, Authentizität und Substanz. Keine langen Soli (was aber bei Elbow nicht wirklich überrascht), dafür öfter mal Schrammelrock mit scheppernder Drum und A- und E-Gitarre wie im überzeugenden Titelsong LEADERS OF THE FREE WORLD. Dagegen steht ein sanftes und durch die A-Gitarre und Garvey's sehnsuchtsvolle Stimme getragenes AN IMAGINED AFFAIR.

PICKY BUGGER swingt während ein Track wie MY VERY BEST durch seine Streicher erhaben und würdevoll klingt. Das ist phasenweise nah am perfekten Song dran. Melodiös, zauberhaft und doch irgendwie abweisend. Richtig Gänsehaut kriegt man aber erst bei der Ballade GREAT EXPECTATIONS, die tief im romantischen Retroprog verwurzelt ist. Pures Glücksgefühl.

Den Engländern ist es auch live gelungen ihre Vorstellung des alternativen ArtPop umzusetzen. Ich hielt die Band bisher eher für Studio-Tüftler, wie beim etwas cleanen Vorgänger. Doch auch hier überzeugen sie mich. Die Kompositionen sind einfach zu gut ... mein Gott, manchmal braucht man halt mal was zum wärmen. Und dann ist es gut, wenn diese CD im Haus ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.3.2017
Letzte Änderung: 10.10.2017
Wertung: 11/15
die im Text erwähnten Songs sind nur eine kleine Auswahl. Ausnahmslos alle Tracks sind auf gutem Niveau

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Elbow

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Asleep in the Back 10.67 3
2003 Cast of Thousands 10.33 4
2008 The Seldom Seen Kid 10.00 4
2011 Build a Rocket Boys! 11.50 4
2014 The Take Off and Landing of Everything 10.00 2
2017 Little Fictions 10.50 2

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