SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
19.10.2017
My Soliloquy - Engines of Gravity
Liquid Orbit - Liquid Orbit
John Zorn - Simulacrum
18.10.2017
Amorphis - My Kantele
Reckoning Storm - The Storm Engine
17.10.2017
Aquaserge - laisse ça être
Southern Empire - Southern Empire
TNNE - Wonderland
16.10.2017
Pere Ubu - 20 Years in a Montana Missile Silo
Nump - Sun is cycling
15.10.2017
Tangerine Dream - Quantum Gate
Collapse Under The Empire - The Fallen Ones
Kolkhöze Printanium - Vol. 1 Kolkhöznitsa
14.10.2017
Zeit - Waves from the Sky
35007 - Especially for You
Shadow Ray - Eyes,Gleaming Through The Dark
13.10.2017
John Zorn - Simulacrum
Anubis Gate - Covered in Black
ARCHIV
STATISTIK
23969 Rezensionen zu 16371 Alben von 6363 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

The Alan Parsons Project

I Robot

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; ArtPop
Label: Arista
Durchschnittswertung: 8.8/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Alan Parsons Keyboards, Guitar
Eric Woolfson Keyboards
David Paton Bass
Ian Bairnson Guitars
Stuart Tosh Drums, Percussion

Gastmusiker

Lenny Zakatek Vocals
Allan Clarke Vocals
Steve Harley Vocals
Jack Harris Vocals
Dave Townsend Vocals
Peter Straker Vocals
Jaki Withren Vocals

Tracklist

Disc 1
1. I Robot 6:02
2. I wouldn't be like you 3:22
3. Some other time 4:06
4. Breakdown 3:50
5. Don't let it show 4:24
6. The Voice 5:24
7. Nucleus 3:31
8. Day after day 3:49
9. Total Eclipse 3:09
10. Genesis Ch. 1 v. 32 3:28
Gesamtlaufzeit41:05


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 5)


Science Fiction meets Disco bei diesem nach meinem Empfinden von Vielen zu Unrecht als "Klassiker" eingestuften Album. Das Titelstück mit dem Isaac-Asimov-Titel transportiert überzeugend die SF-Idee, wie mehr oder weniger die meisten Instrumentals von Parsons. Beim ersten Gesangsstück glaubt man dann allerdings den Soundtrack von "Saturday Night Fever" erwischt zu haben.

Disco-Einlagen finden auch in anderen Stücken dieses Albums Verwendung. "Some other Time" ist dann der Prototyp aller schwermütigen Parsons/Woolfson-Songs, die mit leicht zuckrigem Arrangement von der Verlorenheit in den Weiten von Zeit und Raum bzw. der Gesellschaft erzählen. Eigentlich die schönste Seite des Projects! Das gleiche gilt in etwa für das düster-grausige "The Voice", abgesehen von einer mit unvermittelter Urgewalt hereinbrechenden Disco-Attacke! Wobei, hat eine gewisse Komik...

"Breakdown" glänzt immerhin im Finale mit wuchtigem Choreinsatz. Der Rest ist nicht mehr der Rede wert, außer dass vor dem Anhören des absolut schwülstigen "Don't let it show" eindringlich gewarnt werden muss. In dem John Landis-Streifen "Amazonen auf dem Mond" gibt es so eine Stelle, wo B.B. King für das Krankenhilfsprojekt "Blacks without soul" wirbt. Dieses Stück hätte auch von dem dort vorgeführten schwarzen Patienten gesungen werden können. Die wenigen guten Stücke, speziell The Voice, machen das Album jedoch zumindest partiell hörenswert.

Anspieltipp(s): Some other Time, The Voice
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.4.2002
Letzte Änderung: 8.5.2017
Wertung: 8/15

Zum Seitenanfang

Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 5)


Es mag daran liegen, in welcher Reihenfolge man das Project kennenlernte - wer wie ich (dem Alter sei diesmal dank) die Band gleich mit dem Erstling entdeckte, kommt zur folgenden Feststellung: Im Vergleich zum Erstling läßt "I Robot" nach, keine Frage, aber sie schlechter als den Nachfolger "Pyramid" zu bewerten, kann ich so nicht stehen lassen. Ich würde die Argumentation genau umkehren. Bei dieser Platte sind die Instrumentals noch gelungen, gelingt es Parson und Co. noch etwas Neues hinzuzufügen, während sie bei PYRAMID wie Versatzstücke aus den ersten beiden Alben wirken.

Den Song "I wouldn't be like you" in die Nähe von "Saturday night fever" rücken, naja, eben nicht, auch wenn er mit Elementen der Discozeit spielt, ist er mehr, im Gegensatz zu z.B. "Pyramania" oder "One more river", die schon eher wie "Kastratensongs" klingen. Auch "Shadow of a lonely man",obwohl nett anzuhören, klingt wie eine Kopie vom ersten Parsonalbum.

Fazit für mich: "I robot" ist noch gut, aber Pyramid ist nur ne nette Kopie aus beiden Alben und der Rest, da schweig ich lieber.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.4.2002
Letzte Änderung: 15.5.2003
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 5)


I robot steht für mich auf einer Stufe mit Pyramid. Habe das Album als Ganzes auch erst später (nach dem Erstling, Pyramid, Stereotomy u.a.) kennengelernt.

Das Titelstück setzt das Thema Roboter sehr plastisch und spürbar um. Im übrigen empfehle ich jedem wärmstens den FOUNDATION-Zyklus von Isaac Asimov (besonders schön und vollständig in der limitierten 1997-Ausgabe von Heyne im weissen Schuber).

"I wouldn`t want to be like you" erinnert wirklich an "saturday night fever", wenn auch der BeeGees-typische Falsett-Gesang fehlt. Das Stück könnte locker an einer 70er-Revival-Party als Tanz-Mucke aufgelegt werden.

"Some other time" ist die Beta-Version von "Shadow of a lonely man" von Pyramid. Letzteres ist einfach noch eine Spur intensiver und tiefer gehend.

"Breakdown" gefällt mir weitestgehend nicht besonders. Erinnert zudem teilweise an "Doctor Tarr und Professor Fether" von Tales of Mystery and Imagination. Der Schluss mit Sopran-Chor ist allerdings klasse.

Ja, und dann "Don`t let it show". Eine Schmacht-Schmalz-Ballade mit Streichern und Flöte, dazu eindringlich-dramatischer Gesang. War vielleicht als Kontrapunkt zum ROBOT gedacht. Darf auch mal sein. Als Schmachtfetzen wirklich gut.

"The voice" ist das stärkste Stück der Platte. "I robot"-keyboards blubbern und wabbern, ein monotoner Synthibass, der uptempo-Mittelteil mit claps, Gitarre und Streichertupfern ist brilliant. Erinnert mich kurz an Supermax (world of today, 1977).

"Nucleus" ist ein ruhiges, sphärisches Instrumental, das aus Bladerunner stammen könnte. Nahtlos geht es weiter mit "Day after day", einer weiteren Ballade. Nicht ganz so schmachtvoll wie "Don`t let it show" fliesst das Stück dahin.

"Total eclipse" erinnert an 2001-Odyssee im Weltraum. Dissonante Chöre, schräge Streicher-Kakophonie, sich steigernd und dann wieder leiser werdend und in Genesis überleitend. Das Stück beendet die Platte bombastisch. Toller Schluss eines tollen Albums.

Anspieltipp(s): The voice, Genesis
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.8.2003
Letzte Änderung: 19.8.2003
Wertung: 9/15
I.Asimov : Foundation-Dekalogie kaufen! Meine Freunde, die Roboter/Stahlhöhlen/Aufbruch zu den Sternen/Das galaktische Imperium/Das Foundation Projekt/Die Grösse des Imperiums/Die Rettung des Imperiums/Foundation/Suche nach der Erde/Rückkehr zur Erde

Zum Seitenanfang

Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 4 von 5)


30 Jahre nach dem Erscheinen der LP liegt I Robot nun als Remaster-CD mit Bonustiteln vor. Der Klang ist, verglichen mit der alten CD-Ausgabe, um Klassen besser, hinzu kommt, dass die neuen CDs zu sehr verbraucherfreundlichen Preisen angeboten werden.

Zur Musik haben die Kollegen sich ja schon ausführlich geäußert. Man kann trefflich darüber streiten, ob das Project nun zum Prog zählt oder nicht (zumindest bei den frühen Alben, über die späteren sollte man größtenteils lieber den Mantel des Schweigens legen). Im wesentlichen ist es wohl die Thematik der Project-Alben, die "typisch Prog" ist: literarisch inspiriert (das Debüt), Science Fiction (diese hier), Mystik (das Folgealbum).

Musikalisch proggig sind hauptsächlich die instrumentalen Stücke: das Titelstück, dem die metallischen Klänge der Kantele (ein der Zither ähnliches Instrument der finnischen Volksmusik) eine geheimnisvoll-futuristische Aura verleihen, Total Eclipse, das mich immer an eine Ligeti-Komposition aus dem Film "2001" erinnert, das mystisch raunende Genesis ch. 1 v. 32.

Die anderen Stücke sind doch eher im "normalen" Rock/Pop-Bereich angesiedelt, werden aber meist durch prog-typische Zutaten "angeproggt". Hier wären u.a. der massive Choreinsatz in Breakdown oder die orchestralen Zwischenspiele in einigen Stücken zu nennen.

Sicherlich gibt es selbst im sehr weit gefassten Prog-Bereich relevanteres als Alan Parsons Project; dennoch, betrachtet man die Ergüsse mancher altgedienter Progger aus jener Zeit, dann steht das Project eigentlich ganz gut da.

Ach ja, die Bonustitel: die sind hauptsächlich Demoversionen von Albumstücken und nur von historischem Interesse. Recht originell finde ich allerdings ein zehnminütiges Stück mit dem Titel The Naked Robot. Hierbei handelt es sich um eine Art Medley aus mehreren solcher Demoversionen. Laut Beiheft soll auf jeder der remasterten CDs ein derartiges "Naked"-Stück drauf sein.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.3.2007
Letzte Änderung: 24.3.2007
Wertung: 9/15
Nostalgie-Faktor inklusive ;-)

Zum Seitenanfang

Von: Markus Peltner @ (Rezension 5 von 5)


Bei ihrem zweiten Album ließen sich Eric Woolfson und Alan Parsons von Issac Asimov und dessen Erzählungssammlung „I, Robot“ inspirieren. Um jedoch nicht in irgendwelche Rechtestreitigkeiten zu geraten, wurde das Komma im Titel von Isaac Asimovs Veröffentlichung weggelassen und das Album unter dem Titel „I Robot“ veröffentlicht. Inhaltlich beschäftigt sich das Album mit dem Zusammenleben von Mensch und Maschine.

Die ursprüngliche Platte wurde von zwei Instrumentalstücken eingerahmt, denn sowohl der Opener „ I Robot“, sowie das letzte Stück auf der ehemaligen Plattenseite 2, „Genesis Ch. 1 V. 32“, kommen ohne Text aus. Und beide Stücke stellen auch Höhepunkte der gesamten Scheibe dar. Wird bei „I Robot“ sehr schön das Thema „Roboter“ instrumental umgesetzt, das Stück pulsiert irgendwie, so lebt „Genesis Ch. 1 V. 32“ von einer wunderschönen sphärischen Stimmung, die an einen Flug durch das Weltall erinnert, obwohl dies bisher nur die wenigsten Menschen auch so erlebt haben. Wahrlich zwei richtig gute Lieder im Songkatalog des Alan Parsons Projects.

Dass es allerdings auch sehr viel schlechter geht, beweisen die Musiker mit „I Wouldn’t Want To Be Like You“. Da beschleichen einen fast zwangsläufig solch Assoziationen wie die eines mitwippenden Afrolooks, der den Musikern von Earth, Wind & Fire gut zu Gesicht stand. Aber dem Alan Parsons Project? Nein, das passt nicht, ist aber wohl dem damaligen Zeitgeist und der dazu passenden Musik geschuldet: Die Disco-Welle hatte die Welt ergriffen und Herr Parsons und Herr Woolfson ließen sich auch dadurch inspirieren.

„Some Other Time“ ist anschließend eine ruhige und getragene Ballade. Von der Machart her hätte dieses Stück auch sehr gut auf das erste Album „Tales Of Mystery And Imagination“ gepasst. „Breakdown“ ist schließlich wieder starker Tobak - im negativen Sinne. Eingängiger und seichter Pop ist hier zu hören. Ein Lied zum Vergessen, wenn, ja wenn da nicht das Ende des Stückes wäre. Die Musik gipfelt dort in einen Chor-Part und der ist klasse. Und wenn dann noch die Bläser einsetzen …

Schwülstig und schmalzig geht es mit „Don’t Let It Show“ weiter. Freunde sehr ruhiger und getragener Musik werden allerdings auch hieran ihren Spaß haben. „The Voice“ groovt anschließend. Hier gibt es allerdings keine Disco-Musik zu hören, sondern das Ganze geht schon sehr in die Richtung Rock. Das Lied hat was und kann nicht nur durch einen ungewöhnlichen Mittelteil gefallen. Weiter geht es mit „Nucleus“, einer atmosphärischen und schwebenden Nummer, die an Tangerine Dream oder Klaus Schulze erinnert.

„Day After Day“ ist anschließend wieder so ein ruhiger, getragener Titel, der durchaus glitschig wirkt, da er, von der ersten bis zur letzten Sekunde seiner Dauer, überaus schmalzig vor sich hin wabert. Gruselig. Es folgt schließlich „Total Eclipse“, welches sich so anhört, als ob es noch von „The Fall Of The House Of Usher“ übrig geblieben wäre, dem längsten Stück auf dem Vorgängeralbum. Orchestral instrumentiert ist hier nichts melodisch oder harmonisch, es geht ganz eindeutig in die Richtung: Lasst uns mal ein wenig Atmosphäre erzeugen.

Kurz noch zu den Bonustracks, die sind mit über 20 Minuten Spielzeit wieder üppig vertreten. Dabei handelt es sich bei den ersten vier Stücken um alternative Versionen, die mitunter, wie „I Robot (Boules Experiment)“, auch etwas abgefahrener sein können. Das letzte Stück, „The Naked Robot (Early Stage Instrumental Mixes)“ stellt ein Medley aus den drei Instrumentalstücken des Albums dar. Eine nette Variation.

Fazit: Nein, an die Klasse des Vorgängers kommt „I Robot“ nicht heran. Bei weitem sogar nicht. Zwar gibt es hier ein paar ganz nette Stücke zu hören, allerdings auch Disco-Gedudel und Schmalz in Vollendung. Für Alan Parsons Fans natürlich trotzdem ein Muss-Kauf.

Anspieltipp(s): I Robot, The Voice, Genesis Ch. 1 V. 32
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.5.2012
Letzte Änderung: 11.5.2012
Wertung: 8/15
Aus nostalgischen Gründen...

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Alan Parsons Project

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Tales of Mystery and Imagination 11.25 5
1978 Pyramid 8.25 4
1979 Eve 3.00 3
1980 The Turn of a Friendly Card 5.00 5
1982 Eye in the Sky 5.67 3
1984 Ammonia Avenue 3.00 3
1985 Stereotomy 8.00 4
1985 Vulture Culture 2.75 4
1987 Gaudi 5.00 3
1990 Freudiana 6.50 2
1992 The ultimate collection 10.00 2
1993 Try Anything once 5.00 2
1994 Alan Parsons Live 1.00 3
1996 On Air 9.00 1
1999 The Time Machine 5.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum