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Amplifier

Amplifier

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; New Artrock; Psychedelic
Label: Steamhammer
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Sel Balamir guitar, vocals
Neil Mahony bass
Matt Brobin drums

Gastmusiker

Matt Steele electric piano (4), reverse piano (7)
Claire Lemon backing vocals (6)
Mike Vennart backing vocals (3, 10)
Steve Durose backing vocals (3, 10)

Tracklist

Disc 1
1. Motorhead 6:16
2. Airbourne 8:30
3. Panzer 7:03
4. Old Movies 5:51
5. Post Acid Youth 6:06
6. Neon 4:17
7. On/Off 6:34
8. The Consultancy 5:00
9. One Great Summer 5:58
10. UFOs 7:28
Gesamtlaufzeit63:03


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


Amplifier gehören zu den Bands, die im Zeichen des New Artrock a la Porcupine Tree die Brücke zwischen psychedelischem Artrock und Alternative Rock (bei Amplifier etwa in Richtung Soundgarden) schlagen. Der Sound ist stark von rifflastigen Gitarren geprägt, die auch schon mal ins Noisige umschlagen, die aber auf der anderen Seite auch allerhand spacig-psychedelische Klänge erzeugen. Die Melodien sind griffig, aber erreichen nicht ganz die Brillianz von Porcupine Tree.

Die meisten Songs kommen fett und druckvoll rüber, wobei häufig ein spannungsreiches Wechselspiel von im Midtempo rockenden Instrumentalteilen und relaxten Gesangsteilen erzielt wird (z.B. Motorhead, Neon). Dazwischen werden aber auch Stücke eingestreut, die mehr so einen spacig-psychedelischen Touch haben (z.B. Airborne, Post Acid Youth).

Es gibt das Album auch als Limited Edition mit einer Bonus EP mit 4 Songs (28 Minuten) plus 2 Videos zu Neon und The Consultancy.

Insgesamt ein erfreulich frisch und modern klingendes Album, das überzeugend die stärker alternativerockige Seite des New Artrock präsentiert.

Anspieltipp(s): Motorhead, Post Acid Youth
Vergleichbar mit: Porcupine Tree, Soundgarden
Veröffentlicht am: 4.11.2005
Letzte Änderung: 1.9.2014
Wertung: 10/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 2)


Von überall her fallen Gitarren über den Hörer her... fette Riffs, kreischende E-Gitarren-Effekte, Rückkopplungen und richtiggehende Gitarren-Wände lassen aufhorchen. Dazu dröhnen Bass und Schlagzeug treibend und effektvoll im Untergrund. Amplifier erweitern den New Artrock-Soundkosmos um eine deutlich hardrockige Komponente. Mit dem heftigen Auftakt "Motorhead", "Airborne" und "Panzer" verschaffen sie sich auch gleich ordentlich Respekt beim Hörer.

Es ist vor allem unglaublich welch' dichten Sound nur drei Musiker hier erzeugen. Damit einen das Ganze nicht schlicht erschlägt, mischen die Drei aber zu all dem "Krach" aber auch sehr nette Melodien und nehmen den Fuß auch gelegentlich mal vom Gas. Mit zunehmender Spielzeit werden die Songs auch ein bisschen verspielter und es werden kleine Gimmicks zur Auflockerung eingebaut. Und schliesslich schaffen sie mit "On/Off" sogar noch sowas wie einen der typischsten New Artrock-Songs aller Zeiten ;-)

Über allem schwebt der relaxte Gesang von Sel Balamir. Damit wird der Sound von Amplifier perfekt. Balamir hat die Band übrigens fest im Griff: Nicht nur dominiert seine Gitarrenarbeit das Geschehen, es stammen auch alle Songs von ihm.

Zusammen mit Oceansize, von denen hier die Herren Vennart und Durose kleine Gastspiele im Background geben, dürften Amplifier die Überraschung im Crossover-Markt von New Artrock, Alternative Rock und Psychedelic sein. Sehr empfohlen!

Beinah wäre es gar nicht soweit gekommen: Das Debütalbum von Amplifier erschien schon 2004. Aber nur in minimalen Stückzahlen, denn ungefähr zeitgleich machte die Plattenfirma die Grätsche und damit versiegte zum einen der Nachschub an CDs, zum anderen war an Promotion natürlich nicht mehr zu denken. Amplifier machten aus der Not eine Tugend und bauten sich durch exzessives Live-Auftreten eine begeisterte Fanbasis auf. Und schliesslich fand sich mit SPV / Steamhammer auch wieder ein Label, welches das Debüt wiederveröffentlichte und damit erst einer grösseren Käuferschar zugänglich machte.

Als Bonus gibt es zu dieser Wiederveröffentlichung noch eine Zugabe (gut, kann sein, dass man auch die bisherigen Käufer verlocken wollte, sich das Debüt nochmals zu kaufen) mit vier Tracks, die man nicht missen möchte. Noch viermal spektakulärer "New ArtRock'n'Roll" im bester Amplifier-Manier. Die beiden Videos, da auch auf der Zugabe drauf sind, habe ich noch nicht gesehen, denn dazu müsste ich die CD aus meinem Player nehmen und das habe ich noch nicht geschafft ;-)

Amplifier erfinden den Rock oder gar den Prog natürlich nicht neu, aber mit ihrer Dynamik sorgen sie für eine ordentliche Frischzellenkur, die Spass macht.

Live sollen die Drei ja tatsächlich diesen fetten Sound reproduzieren können... ich bin gespannt und freue mich auf die Begegnung, die mir in einigen Stunden bevorsteht (19.11.2005, eclipsed-Festival, Aschaffenburg, es kommen neben Amplifier noch die Brimstone Solar Radiation Band und die Überflieger Riverside).

Nachtrag: Das eclipsed-Festival war durchaus eine Reise wert, allerdings nicht unbedingt wegen Amplifier, sondern wegen des (wiedereinmal) gigantischen Sets von Riverside. Amplifier hingegen waren eine leichte Enttäuschung: Zwar ein wuchtiger Sound, aber live bleibt nichts von den kleinen Verspieltheiten und Differenziertheiten übrig. Eher brachialer Lärm mit durchaus virtuoser Gitarrenarbeit, der aber mit der Zeit ziemlich eintönig wurde, trotz oder vielleicht auch weil Schlagzeug und Bass live sehr viel Raum einnehmen. Und Balamirs Gesang konnte zumindest an diesem Abend nicht überzeugen.

Anspieltipp(s): Motorhead, Airborne, The Consultancy oder alles von der Bonus-Disk
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.11.2005
Letzte Änderung: 25.12.2005
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Amplifier

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 The Astronaut Dismantles HAL 9.00 1
2006 Insider 8.00 1
2009 Eternity 11.00 1
2011 The Octopus 13.00 2
2011 Fractal 8.00 1
2013 Live in Berlin 11.00 1
2013 Sunriders EP 11.00 1
2013 Echo Street 12.00 2
2014 Mystoria 11.50 2
2014 Residue 10.00 1
2017 Trippin' with Dr. Faustus 8.50 2

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