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The Alan Parsons Project

Pyramid

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; ArtPop
Label: Arista
Durchschnittswertung: 8.25/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Alan Parsons Guitars
Eric Woolfson Keyboards
Ian Bairnson Guitars
David Paton Bass, Vocal
Stuart Elliott Drums, Percussion

Gastmusiker

Duncan Mackay Keyboards
Andrew Powell Orchestra, Choir
Colin Blunstone Vocal
John Miles Vocal
Dean Ford Vocal
Lenny Zakatek Vocal
Jack Harris Vocal

Tracklist

Disc 1
1. Voyager 2:24
2. What goes up... 3:31
3. The Eagle will rise again 4:38
4. One more River 4:18
5. Can't take it with you 5:05
6. In the Lap of the Gods 5:29
7. Pyromania 2:45
8. Hyper-Gamma-Spaces 4:19
9. Shadow of a lonely Man 5:39
Gesamtlaufzeit38:08


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 4)


Auf dem Cover erhebt sich Parsons aus seinem Bett, im Kopf die Idee, dem Geheimnis der Pyramiden nachzuspüren. Mittlerweile kennt man die Parsons-Mischung: etwas monotones Synthesizer-Genudel, etwas Schwulst, etwas düsteres Geheimnis und eine Prise Weltschmerz.

Die Rechnung geht nochmal auf. Pyramid enthält mit "Voyager", "In the Lap of the Gods" und "Hyper-Gamma-Spaces" einige der besten Instrumentals des Projects. "What goes up" und "Pyromania" sind Songs mit absolut eingängigen Melodien und dennoch einem touch Mystery, auch "One more River" und "Can't take it with you" haben diese Qualitäten. Und den Stücken "The Eagle will rise again" und "Shadow of a lonely man" gelingt es eher ein Gefühl für die Verlorenheit des Menschen angesichts der großen kosmischen Rätsel zu erzeugen als im Schwulst zu versinken. Auch die wuchtigen Einsätze von Orchester und Chor passen sich absolut sinnvoll ins Konzept ein.

Zum ersten Mal ist auf diesem Album Colin Blunstone (Ex-Zombies) zu hören, der mit seiner melancholischen Samtstimme in den 60-ern schon Hits wie „She’s not there“ oder „Time of the Season“ veredelte. Er wird über die Jahre hinweg immer wieder auf Parsons-Alben zu hören sein.

Das erste - und letzte - Parsons-Album ohne echte Schwachstellen! Jetzt droht eigentlich nur noch die Gefahr, dass Parsons den einmal eingeschlagenen Weg zum Erfolgsrezept macht.

Anspieltipp(s): In the Lap of the Gods, What goes up
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.4.2002
Letzte Änderung: 20.1.2005
Wertung: 11/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 4)


Das damalige kurze Aufkommen eines Pyramidenmystizismus hat auch Parson den Kopf vernebelt. Einfallslos wiederkäut er hier die Ideen, die er auf den beiden vorangegangen Werken so stilbildend eingesetzt hat - nur, hier zündet es einfach nicht, sondern klingt wie Resteverwertung. Auch sind die Leadstimmen diesmal meistens schrecklich ( mit Ausnahme der Ballade "Shadow of a lonely man", das einzige akzeptable Stück in meinen Ohren. Ich greife lieber zu einem der beiden Vorgänger.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.4.2002
Letzte Änderung: 27.7.2003
Wertung: 4/15
aber nur, weil die Nachfolger noch schlechter sind

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 4)


Die 4 Punkte von Andreas kann ich so nicht stehenlassen. Und seine Bemerkung impliziert ja sogar, dass das Album eigentlich noch schlechter sei.

Pyramid enthält einige der stärksten Kompositionen der Band und macht das Album zu einem der besten der Herren Parsons und Woolfson.

Voyager ist ein tolles Instrumental, dessen Gitarrenchords zu Anfang mich immer an "Verdamp` lang her" von BAP erinnern. Wo wir schon bei den Instrumentals sind, muss auch "Hyper-Gamma-spaces" erwähnt werden: treibend und pulsierend blubbert es vor sich hin.

In "what goes up" zeigt Parsons erstmals seine Meisterschaft: im besten Wortsinne "gefällige" Melodien zu komponieren, die Fähigkeit mit spärlicher Instrumentierung und ohne viel Effekthascherei Stimmungen zu erzeugen und das ganze so plastisch und glasklar in den Hörraum zu stellen, dass man die Instrumente und Musiker beinahe sieht. Als kleines "bonbon surpris" gibts noch ein Trompetenzwischenspiel im Stile der Beatles.

Für "the eagle will rise again" gilt dasselbe. Freilich : Prog ist das nur ganz marginal, aber die Schwerelosigkeit dieser beiden Stücke ist einfach Balsam.

"One more river" ist ein Aufguss von "the tell-tale heart" von Tales of Mystery and Imagination.

"Can`t take it with you" beginnt mit wehmütiger Keyboard-Panflöte, fliesst dann aber etwas langweilig und monoton dahin, lediglich unterbrochen von einem neuerlichen "Pan-Intro", und ist der Schwachpunkt der Platte.

"In the lap of the gods" nimmt nochmals das Anfangsthema aus "the voyager" auf und gefällt mit Marschtrommel, griechischem Saiteninstrument, Bläsersätzen, Streich-Orchester und Frauenchor. Am Schluss bombastisch.

"Pyramania" ist ein auf Stakkatoakkorden aufgebautes, witzig-verspieltes Stückchen mit Kinderlied-Touch. Ein Zwischenspiel mit schrägen Pianotonleitern lockert auf.

Zum Abschluss gibt`s eine der traurig-schönsten Balladen die ich kenne. Lohnt alleine den Kauf der CD. Worte sind Schall und Rauch: anhören und frösteln.

Anspieltipp(s): shadow of a lonely man
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.8.2003
Letzte Änderung: 12.8.2003
Wertung: 9/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 4 von 4)


Pyramid ist so etwas wie mein persönliches Lieblingsalbum von Alan Parsons, und da im Frühjahr 2008 nun endlich die lange angekündigte und immer wieder verschobene Remaster-Ausgabe erschienen ist (zusammen mit Turn of a Friendly Card und Stereotomy), möchte ich noch ein paar Worte dazu verlieren, auch wenn die Kollegen schon alles wesentliche zur Musik gesagt haben.

Dass Pyramid, wie alle Parsons-Alben, ziemlich im Randbereich progressiver Rockmusik anzusiedeln ist, dürfte klar sein. Im wesentlichen ist es ja die Thematik, in diesem Fall die Pyramidenmystik, die "proggig" ist. Dennoch gelingen Parsons hier wie auch auf den beiden vorigen Alben einige echte Juwelen kunstvoller, symphonischer Popmusik, die das mystische Thema geradezu greifbar machen. Voyager, The Eagle Will Rise Again, In the Lap of Gods, Shadow of a Lonely Man - hier läuft das Project zur Hochform auf und erzeugt eine geradezu bedrückende Stimmung von Einsamkeit und Verlorenheit. Neben den geschmackvollen Orchesterarrangements (da könnten sich einige "echte" Progger eine Scheibe von abschneiden) gefällt mir besonders der Einsatz von Kantele und Cimbalom in einigen Stücken. Letzteres hat nichts mit Cembalo zu tun, sondern ist, ebenso wie die Kantele, eine Art Zither.

Die Remaster-Ausgabe enthält wieder eine Menge Bonustitel, Alternativ- und Demoversionen von Albumtiteln. Nichts essentielles, eher von historischem Interesse. Im Gegensatz zur ersten Tranche der Parsons-Remasters gibt es hier kein langes Instrumentalmedley (wurde dort immer als "Naked" bezeichnet), obwohl laut Ankündigung auf jeder Remaster-CD eines drauf sein sollte.

Ganz interessant fand ich noch eine Anmerkung im Beiheft zu Hyper-Gamma-Spaces. Ich habe mich immer gefragt, was dieser bescheuerte Titel soll. Nun, es ist ein Begriff aus der Mathematik (eigentlich mein Fach, hüstl...). Eric Woolfsons Bruder schrieb seine Doktorarbeit zu genau diesem Thema. Wieder was gelernt!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.3.2008
Letzte Änderung: 8.3.2008
Wertung: 9/15
inkl. persönlicher Nostalgie-Faktor...

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Alan Parsons Project

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Tales of Mystery and Imagination 11.25 5
1977 I Robot 8.80 5
1979 Eve 3.00 3
1980 The Turn of a Friendly Card 6.25 5
1982 Eye in the Sky 5.67 3
1984 Ammonia Avenue 3.00 3
1985 Stereotomy 8.00 4
1985 Vulture Culture 2.75 4
1987 Gaudi 5.00 3
1990 Freudiana 6.50 2
1992 The ultimate collection 10.00 2
1993 Try Anything once 5.00 2
1994 Alan Parsons Live 1.00 3
1996 On Air 9.00 1
1999 The Time Machine 5.00 1

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