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t

voices

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; ArtPop; Independent / Alternative; New Artrock; RetroProg
Label: Galileo Records
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

t Alle Instrumente, Gesang

Tracklist

Disc 1
1. voices 6:04
2. august in me 4:50
3. party piece 5:34
4. still 7:03
5. septic 6:25
6. faith 6:08
7. second thoughts 6:21
8. after 4:53
9. curtain call 8:12
10. forget me now 9:02
11. ghosts 8:28
Gesamtlaufzeit73:00


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Da sitzt man nun, hört ein sehr, sehr starkes Stück Musik, will das natürlich dem Rest der Welt mitteilen... und dann fehlen einem einfach die Worte.

Thomas Thielen veröffentlicht unter seinem Pseudonym "t" sein zweites Solowerk. Für mich der Erstkontakt mit diesem Künstler aus dem Dunstkreis der [progrock-dt]-Internet-Community (und ein Rezensenten-Kollege ist er auch noch). Sein Solo-Debüt habe ich genauso versäumt, wie das Album von Scythe, auf dem Thielen als Sänger und Gitarrist zu hören ist. Vergleiche darf also schon mal niemand erwarten. Ein Grund mit einer Meinungsäusserung etwas zu zögern...

Vergleiche gibt es nicht mit den vorigen Werken von t, aber auch sonst nicht. In meiner (nicht unbedingt kleinen) CD-Sammlung findet sich schlichtweg nichts, was ich so ohne weiteres mit diesem Werk vergleichen möchte. Ein Grund mit... na ja, ihr wisst schon ;-)

t baut eine düstere, intensive, beklemmende, aber auch beeindruckende Atmosphäre auf, die den Hörer vom ersten Ton an gefangen nimmt. t's Stimme, immer wieder mit Steve Hogarth verglichen (was ich, mangels genauerer Kenntnis desselben, weder bestätigen, noch dementieren kann), 'leidet' sich durch die Songs, ohne dabei allzu weinerlich, eher melancholisch-nachdenklich 'rüberzukommen.

Die vielschichtigen, bis ins kleinste durchdacht wirkenden, Kompositionen offenbaren nach und nach ihre Geheimnisse, Gimmicks und Vertracktheiten. Das ist auch beeindruckend, wirken die Songs doch zunächst eher einfach. Aber weit gefehlt... Gelegentliches bombastisches Aufbäumen setzt überraschende sinfonische Akzente in den Wüsten der Düsternis. Die kreischende E-Gitarre bügelt die Songs gegen den Strich. Und gegen Ende wird es sogar fast ein bisschen "jazzig"-schräg. Musik zum trauern, träumen, schwelgen, zuhören, vielleicht nicht unbedingt zum glücklich sein...

Beeindruckend sind überhaupt auch die instrumentalen Leistungen, die alle von t selbst erbracht werden. Piano, Keyboards, elektronische Klänge, Gitarren und gar Bass, der nicht wie programmiert wirkt, werden hochkompetent gespielt und zu diesem sehr typischen düster-melancholischen Klang verwoben. Das Schlagzeug scheint mir programmiert zu sein, aber hier passt das sozusagen wie die Faust aufs Auge, zumal die Programmierung über weite Strecke sehr gelungen ist. Gelegentliche Einsprengsel, die wie eine Violine oder ein Cello klingen, mögen auch elektronischen Ursprungs sein, klingen aber auch sehr transparent und echt.

Ein beeindruckendes, vielschichtiges, faszinierendes Werk, welches uns t hier beschert. Zum Schluss will ich doch noch einen Vergleich wagen... mich erinnert das immer wieder an Peter Gabriel, gerade, wenn ich an "Us" denke. Nach Talis, Poor Genetic Material ein weiteres spannendes Werk aus dem Kreis der sogenannten [progrock-dt]-Listenbands.

Ich kann eigentlich kaum glauben, dass ich der erste bin, der sich hier äussert... Kollegen, wo seid ihr?

Das Album erscheint offiziell Ende Mai beim Schweizer Galileo-Label (wo es in einer Vorbestell-Aktion im Moment auch zu einem günstigen Preis zu haben ist) oder wer nicht mehr solange warten will, kann auch direkt beim Künstler ordern.

Anspieltipp(s): wirklich alles, am besten ist eh' man fängt vorne an, wer dann noch "Stop" drücken kann... ?!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.5.2006
Letzte Änderung: 17.8.2006
Wertung: 12/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Leise scheppert es in das Album hinein bis ein Streicherchor unheimlich anschwillt und von Ferne her elektronisch modulierter Gesang ertönt. Synthetisch wabernd braut sich im Hintergrund Spannung auf, bevor das Stück dann nach über 4 Minuten einen vorwärtstreibenden Beat erhält. Und hier erinnert es inklusive Gesang tatsächlich an Peter Gabriel. Thomas Thielen setzt seine Stimme auf Voices sehr geschickt ein, baut sie vorzüglich in die melancholisch-tiefgründige Atmosphäre des Albums ein.

Voices ist bei aller Liebe zum Detail insgesamt im Klangbild konsistenter als naive geraten. Ich fühle mich auch an Marillion mit Steve Hogarth erinnert (Brave kommt mir in den Sinn). Auch das Solowerk von Peter Hammill lässt sich hier und da als Vergleich heranziehen. Voices klingt dabei insgesamt eindeutig proggiger, zuweilen geradezu symphonischer und dabei auch lebendiger als das Debut. Das Album wirkt mehr als Ganzes auch dadurch, dass die Stücke ineinander fließen und auch vom Text her Bezüge hergestellt werden. So beginnt etwa Faith mit eben der Zeile mit der Party Piece endete: "There's a crack in the world since that day..."

Wer die Fliege in der Suppe sucht, wird sie vielleicht bei den Drums finden, da besonders deren Sound für die modern-synthetische Note des Albums sorgt. Für mich persönlich bereichert aber gerade dieser Electronic-Einschlag den atmosphärisch ungeheuer dichten und intelligenten Sound von voices.

Anspieltipp(s): Faith, After
Vergleichbar mit: Marillion mit h, Peter Gabriel, Peter Hammill
Veröffentlicht am: 24.5.2006
Letzte Änderung: 26.1.2013
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von t

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 naive 11.00 2
2010 anti-matter poetry 13.00 1
2013 psychoanorexia 13.00 2
2015 fragmentropy 13.00 1
2016 epistrophobia 14.00 1

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