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Goblin

Zombi

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978 (CD-Reissue 2006)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog; sonstiges
Label: Cinevox
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Agostino Marangolo Drums, Piano, Percussion
Massimo Morante Guitars, Bass, Mandoline
Fabio Pignatelli Bass, Acoustic Guitar
Claudio Simonetti Fender Rhodes, Hammond organ, Moog synthesizers, Violin, Mellotron

Gastmusiker

Antonio Marangolo Sax

Tracklist

Disc 1
1. L'alba dei morti viventi 6:05
2. Zombi 4:24
3. Safari 2:11
4. Torte in faccia 1:57
5. Ai margini della follia 1:32
6. Zaratozom 3:37
7. La caccia 3:39
8. Tirassegno 2:51
9. Oblio 5:13
10. Risveglio 1:05
11. L'alba dei morti viventi (alternate take)   (11-17 Bonustracks des CD-Reissues) 5:19
12. Ai margini della follia (alternate take) 1:42
13. Zombi (sexy) 2:20
14. Ai margini della follia (alternate take) 3:38
15. Zombi (Supermarket) 3:14
16. L'alba dei morti viventi (Intro-alternate take) 0:56
17. Zombi (The living dead's voices!) 2:09
Gesamtlaufzeit51:52


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


1968 erschien George A. Romeros "Nigh of the Living Dead", der zu einem Horrorklassiker und zum Vorläufer für eine Unzahl von mehr oder weniger schundigen Zombiestreifen geworden ist, in denen die Menschheit (oder zumindest ein kleiner, im Zentrum des Films stehender Teil davon) von nach deren Fleisch darbenden auferstandenen Toten heimgesucht wird. 1978 legte Romero selbst mit "Dawn of the Dead" einen weiterern "Zombie-Schocker" nach, der in Kennerkreisen inzwischen auch einen gewissen Kultstatus innehat. Den Soundtrack dazu spielten die Italiener von Goblin ein. Oder, das ist nicht ganz korrekt. In der amerikanischen Version machten die Klänge der Italiener nur einen kleinen Teil der Filmmusik aus. Für den europäischen Markt hat jedoch Dario Argento eine eigene Version des Films zusammengeschnitten, weitestgehend frei von humorigen und sozialkritischen Szenen (die in Romeros Originalversion offenbar vorhanden waren), die unter dem Titel "Zombi" in die Kinos kam. Für diese Version des Films verwendete Argento weitestgehend die Musik seiner "Hauskomponisten" Goblin. Diese Musik war schon mehrfach auf LP und CD zu haben. Doch erst 2006 kam bei Cinevox eine remasterte und um Bonustracks erweiterte Version des "Zombi"-Soundracks heraus, versehen mit dem Zusatz: "Original motion picture soundtrack with digitally improved sound".

Wie schon auf den beiden vorherigen Horrorfilm-Soundtracks ("Profondo Rosso" und "Suspiria") gibt es auf "Zombi" einen recht abwechslungsreichen Instrumentalprog zu hören, der vor allem von der Tastenarbeit Claudio Simonettis lebt. Allerdings gerät die Musik oft auch in jazzige, mainstream-rockige bzw. elektronische Gefilde. Allzu düster oder gruselig ist das Gebotene jedenfalls nicht, was ein wenig im Gegensatz zu den ziemlich herben Standfotos steht, die im Beiheft und auf den Innenseiten des dreiteiligen Digipacks zu finden sind.

Nach dem getragen dahinschreitenden, symphonisch-dramatischen "L'Alba dei morti viventi" gibt es in der ersten Version von "Zombi" funkig-jazzige Klänge zu hören, die allerdings mit geheimnisvollen Chorgesängen und bedrohlich wabernden Synthesizerklängen unterlegt sind. "Safari" entführt den Hörer dann nach Afrika und bietet ein perkussionlastiges Tanzritual, versehen mit entsprechenden Kralgesängen. Nach der drolligen Ragtimenummer "Torte in faccia", die eher in eine Slapstickkomödie passen würde, kommt dann die erste von drei Versionen von "Ai margine della follia". In allen drei hier zu findenden Versionen dieser Nummer gibt es elektronische Klangspielereien zu hören, ab und an mit vorantreibenden Perkussionsounds versehen, die ziemlich schräg und bizarr aus den Boxen hallen. Diese drei Stücke sind, neben den abschließenden Zombiestimmen (Track 17), fast die einzigen Nummern hier, bei denen wirklich so etwas wie Horroratmosphäre aufkommt.

Ansonsten gibt es noch einen mit Synthesizersounds unterlegten, zeitgemäßen Rocker ("Zaratozom"), die beiden eher fröhlich-beschwingten Nummern "La caccia" und "Tirasegno", das von Mellotronstreichern getragene, leicht jazzig dahinschreitende "Olibio", in dem Gastsaxophonist Marangolo zum Einsatz kommt, und die verhaltene Solopianonummer "Risveglio" zu hören. Die Bonusstücke bieten dann noch, neben den schon erwähnten Alternativversionen von "Ai margini della folia" und den klagenden Elektroniksounds von "Zombi (the living deads voices!)", noch eine zweite Version des Titelthemas, den schwülen Lounge-Jazz von "Zombi (sexy)" und eine locker-flockige Fusionnummer, die den passenden Titel "Zombi (supermarket)" trägt.

"Zombi" ist eine ziemlich abwechslungsreiche und farbige Scheibe, die aber nie die dichte Intensität des Vorgängeralbums "Suspiria" erreicht. Die meisten Nummern von "Zombi" sind eigentlich ziemlich unspektakulär und wenig bemerkenswert ausgefallen. Im Rahmen des Films mögen sie sich vielleicht gut machen, aber auf sich alleine gestellt kann die Musik den Hörer kaum packen. Trotzdem bietet "Zombi", als Hintergrundbeschallung genossen, einigermaßen gute Unterhaltung. Die elektronischen Spielereien in einigen Nummern sind sogar durchaus interessant. Wer die progressiv-elektronische Filmmusik von Goblin kennenlernen möchte, sollte aber besser zum ein Jahr früher erschienen "Suspiria" greifen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.6.2006
Letzte Änderung: 28.6.2015
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Goblin

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Profondo Rosso 10.00 1
1976 Roller 10.50 2
1977 Suspiria 12.00 1
1978 Il fantastico viaggio del bagarozzo Mark 11.00 1
1979 Patrick 9.00 1
1980 Contamination 10.00 1
1982 Tenebre 9.00 1
1997 Phenomena 9.00 1
1997 Buio Omega 8.00 1
2000 The Fantastic Journey Of Goblin - Best Of Vol. 1 12.00 1
2000 Nonhosonno 11.50 2
2015 Four Of A Kind 11.00 1

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