SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
24.9.2018
Orchestra of the Upper Atmosphere - Θ4
23.9.2018
Expo '70 - animism
Scherzoo - 04
Riverside - Wasteland
Crippled Black Phoenix - Great Escape
The Alan Parsons Project - On Air
22.9.2018
Lumerians - Call Of The Void
VAK - Budo
Time Collider - Travel Conspiracy
21.9.2018
Regal Worm - Pig Views
Tri Atma - Tri Atma
Jean Michel Jarre - Planet Jarre
42DE - Fall of the Moon
20.9.2018
Yes Featuring Jon Anderson, Trevor Rabin, Rick Wakeman - Live at the Apollo
Aaron Brooks - Homunculus
19.9.2018
Svin - Virgin Cuts
Marcello Giombini - Computer Disco
UFO över Lappland - UFO över Lappland
ARCHIV
STATISTIK
24911 Rezensionen zu 17078 Alben von 6653 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Teru's Symphonia

Do androids dream of electric camel?

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Neoprog
Label: Musea
Durchschnittswertung: 10.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Megumi Tokuhisa Vocals
Terutsugu Hirayami Guitars
Chiezo Keyboards
Yasushi Inoue Bass
Hideaki Furui Drums

Gastmusiker

Naoyoshi Matsuyama Tablas

Tracklist

Disc 1
1. Do androids 8:22
2. The picture 5:33
3. Maria 5:36
4. Destination 7:10
5. From softly night - Till blessing morning 5:17
6. Maiden voyage 8:36
7. Anniversario 8:31
Gesamtlaufzeit49:05


Rezensionen


Von: Kristian Selm (Rezension 1 von 3)


Als Novelas Gitarrist Terutsugu Hirayama im Jahr 1983 Teru's Symphonia gründete, diente ihm dieses Projekt dazu, sich mehr in den sinfonischen Bereichen des Progressive Rocks auszutoben. Dies ist auch einige Jahre später nicht anders, nur dass es Novela inzwischen nicht mehr gibt und Teru's Symphonia zum Hauptaugenmerk von Terutsugu wurde.

Ob Androiden wirklich von elektrischen Kamelen träumen, kann ich beim besten Willen nicht beantworten, zumindest klingt der Anfang von "Do android" so, als ob die Filmmusik von "Lawrence von Arabien" mit den Klängen der Zeichentrickserie "Captain Future" verschmolzen wurden. Ex-Magdalena-Chanteuse Megumi Tokuhisa trällert leicht klassisch, während sie ansonsten ihre Stimmbänder sehr kontrolliert und überaus hörenswert zum Einsatz bringt. Bei "From softly night - till blessing morning" wird es aber dann doch etwas zu viel - nicht alles was gewollt schräg klingt, ist eben gut. Immerhin wurden zum besseren Verständnis die japanischen Texte ins Englische übersetzt.

Musikalisch geht es in gewohnter Perfektion zur Sache. Sinfonische und bombastische Elemente aus der Steckdose, anspruchsvolle, abwechslungsreiche Kompositionen mit genügend Biss sowie packende Melodien runden das positive Gesamtbild ab. Typischer Light-Nippon-Bombast mit etwas heruntergeschraubtem Tempo, der einem genau das bietet, was man von dieser Band bzw. deren Nationalität erwarten darf. So ist die bereits 1995 aufgenommene Scheibe zwar kein Meilenstein, wer jedoch auf diese Art von Musik steht, der bekommt zweifelsohne "Good value for money".

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.7.2006
Letzte Änderung: 20.7.2006
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 3)


Die Besprechung des Debuts von Teru's Symphonia leitete Dennis bereits mit den güldenen Worten ein: „Eigentlich könnte ich mir diese Rezension jetzt ganz einfach machen: Nippon-Prog-Fans: Kaufen! Nippon-Prog-Hasser: Finger weg!“

Diese Aussage trifft auf „Do Androids...“ in noch höherem Maße zu, da es hier ausgeflippter zugeht. Ich würde daher für dieses Album etwas anders präzisieren: nur Proggies, die einen besonderen emotionalen Bezug zu japanischem Kitsch oder einen besonders kranken Geschmack haben, sollten eine Anschaffung dieser CD in Erwägung ziehen.

Denn auf dem vom Titel her an Philip K. Dick angelehnten Album „Do Androids dream of Electric Camel?“ wird eine wüste, klischeebeladene Vermischung von wuchtigen klassisch-orchestralen Elementen und japanischer Schlager-Gesangsmelodei, die seelige Erinnerungen an die 70er Jahre weckt, betrieben. Besonders bemerkenswert: Megumi Tokuhisa potenziert ihre dynamische Gesangsleistung auf „From Softly Night...“ durch mehrspurige Einlagen in einer Art japanischem „Barbershop“-Stil eindrucksvoll. Instrumental reicht die Palette von mehr oder weniger anheimelnd zuckrig bis bombastisch. Einige rasante Synthie-Quietsch-Eskapaden werden auch noch eingeflochten. Eigentlich ist das Ganze eine einzige Zumutung...

Eigentlich... denn das ganze Album klingt einfach so vollkommen kitschig überdreht, dass Proggies mit besonders schrägem Humor hier gewiss ihren Spaß haben werden! Insofern: Tipp... aber eben nur für Liebhaber des zum lächerlichen, pseudoklassischen Bombast neigenden japanischen Trash-Prog.

Anspieltipp(s): Do Androids, Maria, From Softly Night - till blessing Morning
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.12.2012
Letzte Änderung: 16.12.2012
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Horst Straske @ (Rezension 3 von 3)


Teru's Symphonias Album "Do Androids Dream Of Electric Camel?“ bietet in prägnanten Keyboard-Fanfaren den typischen neoprogressiven Nippon-Bombast, der hier von getragenem Frauengesang in Landessprache dominiert wird. Zwischen sowohl primadonnenhaft vorgetragenen als auch phasenweise zärtlich gehauchten Vokalharmonien durchlebt Sängerin Megumi Tokuhisa zusammen mit dem episch gestalteten Tasten-Überschwang in melodramatisch gestalteten Melodiebögen die ganze Palette des symphonischen Breitwandsounds. Die Japaner weiden sich über weite Phasen in fast schon cineastisch anmutenden Klangkathedralen, die gezielt mit poppig-getragenen Elementen versehen sind. Ohne markante Retroelemente dominiert ein von modernen Synthieklängen geprägter Symphonic Rock mit orchestral angereicherten Klangfarben.

So klingt der epische Opener "Do androids" phasenweise in der Tat ein wenig wie eine Neoprog-Version des Soundtracks von "Lawrence von Arabien". Keyboarder Chiezo wartet gleich mit einer ganzen Armada an Synthie-Fanfaren auf und lässt sich von weiblicher Gesangs-Theatralik gebührend unterstützen. Auch im nachfolgenden "The picture" türmt sich ein regelrecht operettenhafter Bombast zu pathetischen Klangsequenzen auf, in denen die Band gekonnt alle Register der symphonischen Dramatik zieht. Teru's Symphonia verstehen es, zu übertreiben und die Grenze zum Kitsch bewusst zu überschreiten, indem anfangs schlichte Melodien gezielt mit allerlei symphonischem Tasten-Überschwang angereichert werden. Insbesondere die Nummer "Anniversario" vereint all dies im fulminant-majestätischen Wohlklang und bringt auch prägnante Gitarren-Riffs mit ins Spiel. Ein positiver "Edel-Kitsch" fungiert hier gleichsam als Qualitätsmerkmal, stellt aber auch eine Warnung für alle Skeptiker dar.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Breitwand-Pomp
Veröffentlicht am: 21.12.2012
Letzte Änderung: 21.12.2012
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Teru's Symphonia

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1985 Symphonia 9.00 1
1988 Egg the Universe 11.00 1
1993 Clockworked Earth 8.00 2
1999 The Gate 10.00 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum