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Arena

Immortal?

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: Verglas
Durchschnittswertung: 6.25/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Mick Pointer Drums
Clive Nolan Keys
John Mitchell GTR
Ian Salmon Bass
Rob Sowden Vox

Tracklist

Disc 1
1. Chosen 6.20
2. Waiting For The Flood 5.52
3. The Butterfly Man 8.56
4. Ghost In The Firewall 4.55
5. Climbing The Net 4.40
6. Moviedrome 19.43
7. Friday's Dream 4.44
Gesamtlaufzeit55:10


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 4)


Zwei Jahre nach dem grandiosen "The Visitor" Album schieben ARENA nach einigen Umbesetzungen nun "Immortal?" nach. Für Sänger Rob Sowden und Bassist Ian Salmon (Shadowland) ist dies der Einstand bei Arena. Und besonders beim Sänger war ich ziemlich neugierig.

Eine besondere Frische ziert bereits die ersten Töne von "Chosen". Rob Sowden macht hier bereits ein Denken an den Vorgänger Paul Wrightson überflüssig. Denn es ist genau dieser Sowden, der die Frische mit sich bringt. Druckvoll, aussagekräftig, stimmlich sehr angenehm zu hören fügt er sich in den Gesamtsound der Band ein. Und die hat ihren Sound gefunden: Irgendwo zwischen "The Visitor" und dem Debüt "Songs From The Lions Cage" angesiedelt hat man seinen Platz eingenommen. So erkennt man als geübter Arena-Hörer sofort, dass dies Arena sind. Besonders auffallend ist für mich auch der wirklich gute Bass-Sound. Dieser fette Groove ist phänomenal. Mit "Waiting For The Flood" ziert dann eine Akkustikgitarrenballade mit tollem Gesang das Album. Hier wird gefühlvoll harmoniert und eindrucksvoll eine bezaubernde Stimmung gezaubert. Der Refrain lädt geradezu zum Mitsingen ein. "The Butterfly Man" ist dann mit neun Minuten der zweitlängste Song des Albums. Dieser vereint die Stärken von Songs wie "Fools Gold" oder "Jericho" mit tollen Solomomenten des John Mitchell, der unverkennbar für den modernen Sound der Band verantwortlich scheint. Sein Gitarrenspiel ist bereits bei The Visitor grandios gewesen. Hier ist es nun zur endgültigen Reife gediehen und sicherlich unabkömmlich für die Band. Mit "Ghost In The Firewall" gibt es dann eine Nummer, die mich sehr stark an beste Pink Floyd Zeiten erinnert. Sehr sphärisch angelegt kann dieser Song besonders durch langsames Drumming, gesamplete Keyboardparts und die tollen Gesangsmelodien immer wieder beeindrucken. "Climbing The Net" ist dann so ein typischer Arena Song im Stile von "Medusa" vom "Pride" Album. Schon die Keyboardsounds belegen, dass hier niemand geringerer als Clive Nolan die Tasten streichelt. Die Gitarre/Keyboard Harmonien im Mittelpart sind mehr als zauberhaft und bewirken besonders bei lautem Hören Gänsehaut. Das Meisterstück des Albums hat man mit dem fast 20minütigen "Moviedrome" abgelegt. Hier sollte sich der Hörer viel Zeit gönnen. Der Teufel steckt wie immer im Detail und bei den ersten Durchläufen hat man nicht selten das Gefühl, dass der Song viel kürzer hätte sein können. Doch dann kommt irgendwann der Punkt an dem man sagt - jau, das isses! Druckvoll und zäh, fast schon doomig beginnt der Einsatz. Dann steigert man sich in Stille. Besonders gefühlvolle Momente entfalten besonders über Kopfhörer ihre Stärke. Der leicht verzerrte Gesang kann eine mysteriöse Stimmung heraufbeschwören. Dann wieder dieser schwere, doomige und fette Groove. Plötzlich wird es industriell. Die Keyboardsamples klingen nach Stahlwerk - Die sphärischen Keyboards drohen ein Unheil an, zumindest scheint es so. Dann ein Solopart. Meister Nolan zuerst, dann Mitchell, dann geht es in ein dramatisches Grundthema über. Und dann knallt gar nix mehr. Piano und Gesang gleiten sanft und stimmungsvoll durch die Gehörgänge. Man mag ins Träumen geraten und die Dramatik der vorherigen acht Minuten getrost vergessen. Schön. Nach drei Minuten Ruhe dann ein sehr harmonischer Solopart der Gitarre. Die Stimmung steigert sich, als dunkle Keyboardfanfaren aufziehen. Ein ruhiger Part leitet zum Schlußpart über. Grandios, wie die Dramatik wieder ins Gedächtnis geholt wird. Plötzlich ist man wieder mittendrin. Die Spannung wird gesteigert. Solch harte Gitarren habe ich von Arena noch nie gehört. Da wird gerockt, da steckt Spielfreude drin. Die Abschlussstrophe könnte so auch von Threshold oder Casino stammen. Druckvoll, die treibenden Gitarren auf einem satten Keyboardteppich, dazu dieser fette Groove - geil. Und mit dem Grundthema endet dieses Meisterstück progressiver Musik. Bevor man das erstmal verdaut hat dauert - mindestens die viereinhalb Minuten von "Friday's Dream". Wiederum eine durch die Akkustikgitarre getragene Ballade, die wiederum voll überzeugt. Sehr schön. Mehr sag ich dazu jetzt nicht.

Fazit: Das Erfolgsrezept von "The Visitor" wurde beibehalten. Durch die Neubesetzung von Gesang und Bass hat die Band wesentlich an Boden gewonnen. Zwar fand ich das Songmaterial auf dem Vorgängeralbum noch einen Tucken besser, dafür gab es dort nicht solch einen Überhammer wie "Moviedrome". Das Album benötigt etwas Anlaufzeit, wenns also nicht beim ersten Durchlauf flutscht, weitermachen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.4.2000
Letzte Änderung: 2.1.2004
Wertung: 10/15

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Von: Oliver Mensing (Rezension 2 von 4)


Also ehrlich gesagt bin ich von der neuen Arena-Scheibe ziemlich enttäuscht. Sicherlich kann man nach dem Ausnahmewerk "The Visitor" keine absolute Leistungssteigerung erwarten, aber was Arena auf "Immortal?" abliefern ist teilweise völlig indiskutabel. Was sich auf der Mini-Tour mit dem neuen Sänger Rob Sowden bereits angekündigt hat, hält auch auf diesem Album Einzug: Nolan und Pointer haben ihr Pulver verschossen!

"Immortal?" ist eine Ansammlung von geklauten Elementen anderer Prog.-Größen und eigenen Kopien. Beispiele gefällig? 'Chosen' (der noch stärkste Song auf dem gesamten Album) ist ein Lied Marke Heavy mit viel Keyboard Richtung Queensryche/Savatage. 'Ghost in the Firewall' ist von vorne bis hinten ein Floyd-Cover mit 'Welcome to the Machine'-Anleihen. 'Climbing the Net' erinnert an 'Welcome to the Cage' vom Arena-Zweitling und mußte wahrscheinlich auf das Album um die Arena-Fans der ersten Stunde und alle Alt-Marillion-Liebhaber zu befriedigen. Das knapp 20-minütige 'Moviedrome' klingt ziemlich uninspiriert und aufgeblasen (nach dem Motto: nur Longtracks sind wirklich proggie!?!?). Und eines zieht sich durch das gesamte Album: Paul Wrightson ist so leicht nicht zu ersetzen. Er hat halt viel mehr Ausdruck und Power in der Stimme (von seinen Livequalitäten will ich erst gar nicht anfangen). Nö, so nicht meine Herren!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.7.2002
Letzte Änderung: 29.8.2002
Wertung: 3/15
mit viel Wohlwollen

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 4)


Das Cover? Eine grässliche Geschmacksverstauchung! Die Musik? Mich packt's nicht mehr. Da ist gegenüber früher nicht mehr viel übriggeblieben. Von der Stimmung und Atmosphäre der ersten beiden Alben ganz zu schweigen, erreicht "Immortal" auch nicht annähernd das letzte Werk The Visitor Dabei fängt es mit "Chosen" noch ganz vielversprechend an. Bedrohliche Stimmung wird aufgebaut und dann mit Saft und Kraft losgeschmettert. Doch bereits bei "Waiting for the flood" macht sich bei mir Langeweile breit. Waiting, waiting, waiting...

"Butterfly man" hat zwar eine nette Melodie, erinnert mit seiner anfänglichen "Glocken-Melodie" und auch sonst stilistisch ein wenig an Sirens. Ein nettes Gitarrensolo und Bombast machen das Stück summa summarum zu einem der besseren der Scheibe.

"Ghost in the firewall" ist dann wirklich ein frecher Pink Floyd-Klon. Der ganze Sound und beinahe sogar Note für Note des Refrains erinnern an Gilmour und Konsorten. Spätestens hier ist der Zug abgefahren.

"Climbing the net" versucht ein zweites "welcome to the cage" zu sein und erleidet Schiffbruch.

Und um zu zeigen, wie proggy man doch ist, schmeisst man mit "moviedrome" noch einen "echten" longtrack aufs Album. Das hat zwar tolle Momente, ist stellenweise bombastisch und dann wieder ruhig, bringt mal die volle Gitarrenbreitseite und dann Mellotron satt, versprüht aber selten einen besonderen Glanz. Es wirkt einfach zu konstruiert, teilweise affektiert und ohne echte Seele. Und dann ist es mit beinahe 20 Minuten für die handvoll Ideen, die es enthält, schlicht und ergreifend zu lang.

"Friday`s dream" lässt mich dann völlig einschlafen. Lustloses Gewinsel, time`s up over, bloah!

Gönn Dir mal eine Pause, Clive.

Anspieltipp(s): Chosen
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.7.2003
Letzte Änderung: 4.12.2011
Wertung: 5/15

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Von: Jochen Lohr @ (Rezension 4 von 4)


Mir ist nicht ganz klar, wieso "The Visitor" so hochgelobt und "Immortal?" so runtergemacht wird. Die Scheiben lassen musikalisch vor allem durch den auf "Immortal?" deutlich angewachsenen Härtegrad unterscheiden. Was die etwas einfältigen Melodien und das generelle Songwriting angeht, ist "Immortal?" durchaus solide. Klar, es ist purer Bombast, aber dadurch hat die Platte immerhin einigermaßen Saft. Sie bleibt sie zwar nur ganz knapp im durchschnittlichen Bereich, aber an "The Visitor" habe ich ehrlich gesagt auch nicht mehr gefunden.

Anspieltipp(s): The Butterfly Man
Vergleichbar mit: Marillion, IQ
Veröffentlicht am: 25.11.2003
Letzte Änderung: 25.11.2003
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Arena

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 Songs From the Lions Cage 10.50 2
1996 Edits - 1
1996 Pride (Let Your Conscience Decide) 10.50 2
1997 Welcome Back! To The Stage - 1
1997 Welcome to the stage 10.00 1
1997 The Cry 3.00 2
1998 The Visitor 9.75 4
1999 The visitor - revisited - 1
2001 Breakfast In Biarritz 6.00 1
2001 Unlocking The Cage - 1
2002 Radiance - 1
2003 Contagious - 1
2003 Contagium - 1
2003 Caught in the act (DVD) 9.00 1
2003 Contagion 8.00 3
2004 Live & Life (The Contagion Tour 2003) 9.00 1
2005 Pepper's Ghost (7 Stories Of Mystery And Imagination) 11.00 5
2006 Smoke & Mirrors (DVD) 9.50 2
2011 The Seventh Degree Of Separation 8.00 2
2013 Rapture (DVD) 9.00 1
2015 The Unquiet Sky 10.50 2
2016 XX 10.00 1
2018 Double Vision 10.50 2

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