SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
17.10.2017
Aquaserge - laisse ça être
Southern Empire - Southern Empire
TNNE - Wonderland
16.10.2017
Pere Ubu - 20 Years in a Montana Missile Silo
Nump - Sun is cycling
15.10.2017
Tangerine Dream - Quantum Gate
Collapse Under The Empire - The Fallen Ones
Kolkhöze Printanium - Vol. 1 Kolkhöznitsa
14.10.2017
Zeit - Waves from the Sky
35007 - Especially for You
Shadow Ray - Eyes,Gleaming Through The Dark
13.10.2017
John Zorn - Simulacrum
Anubis Gate - Covered in Black
12.10.2017
The Alan Parsons Project - The Turn of a Friendly Card
Phlox - Keri
Yonder Pond - Pondering Aloud
Brockmann / Bargmann - Licht
Not Otherwise Specified - Projective Instruments
ARCHIV
STATISTIK
23964 Rezensionen zu 16368 Alben von 6362 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Amplifier

Insider

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: HardRock; Independent / Alternative; Psychedelic
Label: Steamhammer
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Sel Balamir guitar, vocals
Neil Mahony bass, typewriter
Matt Brobin drums

Gastmusiker

Denise Johnson backing vocals (7)
Claire Lemmon backing vocals (11)

Tracklist

Disc 1
1. Gustav's Arrival 3:35
2. O Fortuna 6:22
3. Insider 4:30
4. Morgel's Anthem 4:26
5. R.I.P. 3:35
6. Strange Seas Of Thought 6:03
7. Procedures 5:15
8. Elysian Gold 4:51
9. OORT 1:31
10. What Is Music? 6:06
11. Hymn Of The Aten 5:48
12. Map Of An Imaginary Place 6:59
Gesamtlaufzeit59:01


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Man muss das Eisen schmieden solange es heiß ist und so legen Amplifier - mit sanftem Druck ihrer Plattenfirma - ihren 'richtigen' Zweitling (die EP dazwischen war ja eher so ein Appetithappen) etwas schneller als von der Band eigentlich geplant vor.

Sel Balamir ist wieder für fast alles zuständig: Gitarre spielen und singen, Songs schreiben und Album produzieren. Seine beiden Kollegen Brobin und Mahony tun ihren Job an Drums und Bass. Damit ist die Band schon mal unverändert. Und der Sound?

Amplifier schaffen es auch auf "Insider" wieder einen unheimlich dichten, umwerfenden Sound zu produzieren. Wie man das zu dritt hinbekommt, ist ein Rätsel, zumal die Jungs das durchaus auch live schaffen. In diversen Interviews gibt Balamir ein paar Hinweise: Er und Mahony verwenden mehrere Verstärker gleichzeitig (Amplifier? Nachtigall, ick hör' dir trapsen....), die mit unterschiedlichen Einstellungen, Effekten und so weiter arbeiten. Ein interessanter Ansatz...

Wer auf dem neuen Album eine Synthese aus dem Debüt und der nachgeschobenen EP erwartet hat, sieht sich auf dem Holzweg. Amplifier agieren durchaus härter, heftiger, lauter, krawalliger, riffbetonter als auf ihrem Debüt. Die Gitarrenwände sind wieder haushoch und Bass und Schlagzeug legen ein dichtes, knackiges Rock-Fundament. Die mehr verspielten Einflüsse, die auf der EP im Vordergrund standen, sind praktisch verschwunden. Und damit auch gleich alle Anklänge an New Artrock. Amplifier konzentrieren sich ganz auf knalligen Hard Rock mit ein paar psychedelischen Einsprengseln und ein paar Gimmicks.

Damit gerät das Ganze ein bisschen zäh. Leider sind auch die Melodien nicht mehr so genial wie auf dem Debüt und damit stellt sich schnell ein gewisser Gleichklang ein, der es mir schwer macht dieses Album so zu lieben wie das Debüt. Erst zum Ende hin, wenn das Gaspedal etwas gelupft wird und die Melodien auch eine Chance haben, sich zu entwickeln, gewinnt das Album deutlicher an Charme.

Dabei fängt es richtig Klasse an: Der instrumentale Opener "Gustav's Arrival" ist ein kleines proggiges Kabinettstück. Aber dann geht es sofort mit der Dampframme weiter... obwohl zumindest Drummer Brobin im Untergrund mit einigen kreativen Einfällen ein bisschen mehr in Richtung "progressivness" gegen zu steuern versucht. Gut wird es immer dann, wenn Amplifier ein bisschen neben der krawalligen Schiene fahren, wie z.B. wenn in "Strange Seas Of Thought" vage Floyd-Einflüsse zum Tragen kommen oder wenn in "Procedures" die Schreibmaschine den Rhythmus vorgibt, aus dem sich dann der Song entwickelt.

Schade eigentlich, dass sich Amplifier so selbstbeschränken. In einem Interview sagt Balamir: "Ein wichtiger Teil des Konzepts von "Insider" war, dass es um einiges simpler sein sollte, dass es die Leute zum Headbangen bringen sollte." Nun gut, dieses Ziel haben sie wahrscheinlich erreicht, heftig rockend ist es allemal. Allerdings eben auch weit weniger mitreißend-beeindruckend wie das Debüt. Mal sehen, wie es mit dieser Band weitergeht...

Anspieltipp(s): Strange Seas Of Thought, Procedures
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.10.2006
Letzte Änderung: 21.9.2015
Wertung: 8/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Amplifier

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Amplifier 10.50 2
2005 The Astronaut Dismantles HAL 9.00 1
2009 Eternity 11.00 1
2011 The Octopus 13.00 2
2011 Fractal 8.00 1
2013 Live in Berlin 11.00 1
2013 Sunriders EP 11.00 1
2013 Echo Street 12.00 2
2014 Mystoria 11.50 2
2014 Residue 10.00 1
2017 Trippin' with Dr. Faustus 8.50 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum