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Satin Whale

Desert Places

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassischer Prog; Krautrock
Label: Brain - Metronome
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Thomas Brück Bass, Vocals
Dieter Roesberg Guitar, Sax, Flute, Vocals
Horst Schättgen Drums
Gerald Dellmann Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Desert Places 6:48
2. Seasons Of Life 6:41
3. Remember 9:38
4. I Often Wondered 7:15
5. Perception 12:56
Gesamtlaufzeit43:18


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"Desert Places", das Debütalbum der Köln-Bonner Formation Satin Whale, wurde schon im Mai 1973 aufgenommen, erschien aber erst ein gutes Jahr später auf LP, als es die Band geschafft hatte, die Macher von Brain für ihre Musik zu interessieren. Diese Verzögerung merkt man der Musik auch an. "Desert Places" wirkt für ein Album aus der Mitte der 70er etwas angestaubt. Schon Anfang 1973 waren solche protoprogressiven, orgel- und gitarrenlastigen (Hard)Rockklänge etwas obsolet. Allzu gut kam die Scheibe damals auch nicht an. Konzeptionslosigkeit wurde dem Quartett vorgeworfen und im Sounds stand etwas von "Misch-Masch-Spektakel".

Ja, so klar stilistisch festlegen lassen sich Satin Whale auf "Desert Places" nicht. Einen bluesigen Rock auf Orgelgrundlage zelebriert die Band meist, der mal entfernt an Tull erinnert (vor allem im Titelstück, natürlich dann, wenn Roesberg in die Flöte bläst), mal an die nachpsychedelischen Pink Floyd (aber etwas erdiger und simpler), der mitunter jazzig eingefärbt ist ("Remember", gegen Ende von "Perception" - was dann fast an Camel gemahnt), der meist härter rockt und dahinnjammt und auch einige klassisch-inspirierte Einsprengsel aufweist (in der Mitte von "Perception" z.B.). Orgel und E-Gitarre sind die vorherrschenden Instrumente (ab und zu gibt es auch ein paar andere Tastentimbres zu hören), vorangetrieben von der Rhythmusabteilung und nur gelegentlich durch eher unterdurchschnittlichen, schwachen Kraut-Gesang oder Einlagen an Sax und Flöte ergänzt. Das ist alles ordentlich gemacht, einigermassen virtuos vorgetragen und auch gut produziert. Was allerdings fehlt, sind ein paar Höhepunkte und einige eigene, neue Ideen. Beim Hören von "Desert Places" hat man nämlich als erfahrener 70er-Jahre-Progger dauernd den Eindruck, als hätte man das alles schon einmal woanders gehört. Nicht dass Satin Whale direkt kopieren würden, aber ihrem Stilmix mangelt es deutlich an Originalität, an einer eigenen Linie. Daher fällt mir auch nichts weiter Bemerkenswertes zu der Scheibe ein.

"Desert Places" ist somit eine sehr durchwachsene Angelegenheit. Das Ganze ist zwar kompetent musiziert und produziert, doch kann ich beim Anhören ein Gähnen kaum unterdrücken. Kurzum: Ein ordentliches Album, dem es aber an Spannung, Schwung und einem eigenen Charakter fehlt. Die LP - welche meines Wissens (noch) nicht auf CD erhältlich ist - wurde von Brain Ende der 70er wiederveröffentlicht (in der Rock-On-Brain-Serie) und mit einem neuen Cover versehen (das untere der beiden oben gezeigten, darüber das Cover der Erstauflage).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.11.2006
Letzte Änderung: 5.12.2008
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Satin Whale

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Lost Mankind 7.00 2
1977 As a Keepsake 8.00 1
1978 Whalecome 7.00 1

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