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Spock's Beard

Spock's Beard

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006 (17.11.2006)
Besonderheiten/Stil: HardRock; Melodic Rock / AOR; RetroProg
Label: Inside/Out
Durchschnittswertung: 8.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Nick D'Virgilio Vocals, Drums, Guitars
Dave Meroes Bass
Alan Morse Guitars, Vocals
Ryo Okumoto Keyboards

Gastmusiker

Eric Gorfain Violin
Daphne Chen Cello
Leah Katz Viola
Richard Dodd Cello
Stephanie O'Keefe French Horn
Jon Titmus French Horn
Jon Papenbrook Trumpets & Flugelhorn
Eric Jorgensen Trombone
Ray Yslas Percussion
Kaylene Peoples Flute
Kiko Izumi Erhu
John Boegehold Vocals, Additional Guitar, Synths
Stan Ausmus Vocals, Additional Guitar
Rich Mouser Voices
The Barnhart Chorus Kids Voices

Tracklist

Disc 1
1. On A Perfect Day 7.47
2. Skeletons At The Feast (Instrumental) 6.33
3. Is This Love 2.52
4. All That's Left 4.45
5. With Your Kiss 11.46
6. Sometimes They Stay, Sometimes They Go 4.31
7. The Slow Crash Landing Man 5.47
8. Wherever You Stand 5.09
9. Hereafter 5.01
10. As Far As The Mind Can See - part 1 - Dreaming In The Age Of Answers 4.49
11. As Far As The Mind Can See - part 2 - Here's A Man 3.28
12. As Far As The Mind Can See - part 3 - They Know We Know 3.18
13. As Far As The Mind Can See - part 4 - Stream Of Unconsciousness 5.23
14. Rearranged 6.07
Gesamtlaufzeit77:16


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 4)


Das kann man auch anders sehen. Spock's Beard waren einst die Speerspitze des Ami-Retroprog, d.h. orientierten sich an klassischem Prog-Sound ergänzt durch einen mehr oder weniger großen Anteil an AOR-/Melodic-Rock-Elementen. Auf dem dritten Album nach dem Ausstieg von Neal Morse setzen die Bärte ihren Weg der Neuorientierung moderat fort.

Die gute Nachricht für alle Fans: Das schlicht mit dem Bandnamen betitelte Werk ist proggiger als jedes Album seit Snow und enthält so wenig sülzige Nummern wie seit V nicht mehr. Die schlechte Nachricht: die Hardrocknummern im Stil von Deep Purple treten verstärkt auf – sofern man dies für eine schlechte Nachricht hält – machen aber immerhin nur einen kleinen Teil des Gesamtalbums aus.

Der Opener On a Perfect Day ist gleich Retroprog der alten Schule und hätte auch gut und gerne auf einem der glorreichen alten Alben Platz gefunden. Das hat mächtig Druck und scharfe Retro-Orgel-Sounds. Die neue Band zeigt hier so deutlich wie noch nie, dass sie bei aller Neuorientierung doch klar in ihrer Tradition steht. Mit dem Instrumental Skeletons at the Feast wird gleich noch mehr Feuer nachgelegt. Wobei ich keinesfalls sagen würde, dass SB sich stärker in dieser Richtung orientieren sollten, sondern es eher als eine wichtige Facette des gelungenen Spektrums der Band sehe. Is this Love – kurz und bündig die erste der Hardrock-Nummern im Deep-Purple-Stil. Nun ja. Zwischendurch ist das mal ganz nett, aber nach meinem Empfinden auf der Scheibe etwas zu oft zu hören, sprich 1-2 Nummern dieser Art hätten es getan.

All that's left ist eine supermelodische relaxte Nummer mit wunderbarem Harmoniegesang, die für mich einen der relevanteren Gründe darstellen, warum es immer noch Spaß macht, Spock's Beard zu hören. Das ist schon irgendwie poppig, aber doch sehr intelligent rübergebracht. In einer besseren Welt hörten wir so etwas im Radio... bis es soweit ist, hören wir es auf diesem Album. ;O) With your Kiss ist wieder ein Longtrack mit fast 12 Minuten und es steckt in der Tat eine Menge drin. Aber die Teile harmonieren gut und bieten dem Retroproggie wieder einiges.

Mit dem purple-mäßigen Midtempo-Rocker Sometimes they stay... beginnt der eher durchwachsene Mittelteil des Albums. Auch das hymnisch-elegische The Slow Crash Landing Man kann nicht so recht überzeugen. Zu viel AOR, aber doch nicht so triefend wie so manches, was man auf früheren Alben gehört hat. Und Wherever you stand rockt nochmal - einmal zu oft - in purpeliger Hardrock-Manier. Diese drei Stücke bilden den Teil des Albums, auf den ich gut und gerne verzichtet hätte.

Aber die Entschädigung folgt bereits mit Hereafter, einer zu Herzen gehenden Piano-Ballade, die aber keineswegs schmalzig wirkt, sondern eher an die ruhigen Stücke eines Peter Hammill erinnert. Wirklich hübsch.

Den Höhepunkt des Albums bildet dann der eigentliche Longtrack des Albums As far as the Mind can see. Anders als bei A Guy named Sid und auch besser noch als bei A Flash before my Eyes knüpfen die Bärte hier wieder an ihre Longtrack-Tradition an. Die Mischung aus Retroprog und Melodic Rock-Anteilen stimmt hier einfach. Und auch Rearranged - ähnlich wie auf Octane eine rockigere Nummer - bietet einen diesmal ganz unpeinlichen, souveränen Abschluss.

Fazit: Spock's Beard halten auf "Spock's Beard" eine gelungene Balance zwischen Retroprog und AOR-Anteilen, die - von Schwächen im Mittelteil abgesehen - organischer klingt als alles, was nach dem Ausscheiden von Neal Morse als Studioalbum veröffentlicht worden ist.

Anspieltipp(s): On a Perfect Day, As far as the Mind can see
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.11.2006
Letzte Änderung: 20.11.2006
Wertung: 11/15

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Von: Markus Wierschem @ (Rezension 2 von 4)


Holla! – die Waldfee! Spock! – der Vulkanier! Es gab genau eine Star-Trek-Folge, in der der Wissenschaftsoffizier der Enterprise einen Bart trug, vielmehr sein Alter Ego in einem Paralleluniversum. Analog dazu haben viele Kritiker im Fall "Spock's Beard" den Weggang von Neal Morse mit der Amputation der maskulin-sprießenden Gesichtsbehaarung gleichgesetzt: "Der Bart ist ab!" lautete die Diagnose und ja, die Musik der Amerikaner hat sich verändert.

So wirkte "Feel Euphoria" trotz einiger Highlights insgesamt wie ein Hyperraumflug ohne Sternenkarte, bei dem man sich am Ende nur mehr am Ausgangspunkt wieder fand . Man setzte gleichzeitig auf Altbewährtes und versuchte sich zaghaft an neuen Wegen. Auf "Octane" präsentierten sich die Bärte in einem moderneren Soundgewand, locker, "alternative" und kaum mehr "morsianisch". Gleichzeitig kam mir das Album etwas unterkühlt daher, schien seltsam distanziert, und das von einer Band, die für ihre kraftvolle Lebensspielfreude bekannt war. Mit dem Album 3 nach Morse dringt das ehemalige (T)Raumschiff vom Planeten Retroprog nun wieder in Galaxien vor, die Yes und Genesis schon zuvor gesehen haben – und leugnet doch nicht die Erkenntnisse, die seine Crew auf den Welten Euphoria und Octan gewann.

"On a perfect day" weckt direkt auf, erinnert an die guten alten Zeiten in der Zukunft: Hammond- und Schlagzeuggewitter warpen uns in die Endlosigkeit, bevor wir den sanften Flug genießen, der von Nick D'Virgilio Stimme, warmen Streichern und Synthesizern getragen wird. Der Chorus geht direkt in's Ohr, ist typisch Morse ohne wirklich nach Morse zu klingen, und die bärtigen Akustikgitarren haben wir so länger nicht gehört. Alan Morse veredelt den Song mit warmen und gefühlvollen Noten. Nach dem starken Opener sind wir erstmals überrascht: Turbulenzen, Wurmlöcher im Hyperraum!. Die Bärte legen bei Tempo, Härte und Vertracktheit eine deutliche Schüppe zu und frickeln los, wie man es von ihnen bisher noch nicht gehört hat. Das grooved und rockt und treibt, als würde Leonard Nimoy den Moonwalk mit ekstatischem Headbanging paaren. Ein bisschen, wie Spock's Beard, die The Mars Volta spielen, die Spock's Beard spielen.

Dann ... ähm. Ist das da ein Vogone im Rotkäppchendress, der mit Blumenkorb hektisch über eine Blumenwiese wankhüpfelt und sich die gute Laune auch nicht durch die singenden Vögel und die scheinende Sonne verderben lässt? Oder doch ein weiterer Beitrag zum Genre des "Co(s)mic Stupid Rock"? Aua. "Is this love" ist grauslig. Dafür ist "All that's left" eine echte Wohltat und ein weiterer Beweis dafür, dass Spock's Beard ohne Neal Morse die originelleren Balladen schreiben. Hier paart sich dezente Verlustsmelancholie mit jener Wärme, die so eigentlich nur die Bärte verbreitet haben. Ryos Synthesizer rufen die verblichenen Schwarzweißfotos vor das geistige Auge, Piano und Gitarreläufe fallen wie Herbstblätter – doch dank D'Virgilio und Alan Morse bleibt die Hoffnung stets lebendig. Schön.

"With your kiss" schickt das Ohr dann gleich durch mehrere Wendungen. Besinnlich-ruhig, etwas süßlich im Chorus, überlaufend in lockere Percussion, zunehmend rockig ... Irgendwie erwarte ich plötzlich das Jon Anderson mit einer verzerrten Version von "Owner of a lonely heart" loslegt, aber dann pulst es einem doch in rhythmischem Ethno-Heyhey-Hardrock durch die Venen um wieder süßlich-besinnlich zu werden, bevor das Sphärenorchester, dirigiert von Ryo und Alan, die 11-Minuten-Reise beendet. Bei "Sometimes they stay" singt Alan Morse und zeigt, dass er so was von laid-back und cool ist, dass er Eiswürfel pinkeln könnte. Leicht psychedelischer, sehr traditioneller Bluesrock. Ähnlich "Whereever you stand", dass in der Tat stark an Led Zeppelin (z. B. "Heartbreaker") erinnert, zwischenzeitlich zitiert man sich selbst und ganz klassisch gerät das Ganze hier und da auch etwas aus den Fugen. "The Slow Crash Landing Man" ist eine sehr sehr sehr getragene Ballade – ganz hübsch, und viel mehr gibt's eigentlich nicht zu sagen. "Hereafter" ist dagegen traurig schön, reduziert auf D'Virgilio gefühlvollen Gesang, sanfte Jenseits-Teppiche und zärtliche Pianophrasen von Ryo Okumoto.

Trommelwirbel – wir hören ein neues Bärte-Epic: "As far as the mind can see". Der erste Teil beginnt ruhig und sehr entspannt, lässt vor allem durch die ohrwurmigen Gesangsmelodien aufhorchen, dann kühlt das musikalische Geschehen deutlich ab. Teil 2 wirkt dadurch mit seinen beschwingten Rhythmen und den kongenialen Basslinien um so stärker ... tatsächlich, die Bärte haben wieder richtig Spaß am Musizieren, und das hört man hier! In Teil 3 dominiert stampfender Bläser-Mitsing-Stadion-Rock, bevor zum Schluss das Tempo noch mal angezogen wird und sich beschwingte gute Laune verbreitet, inklusive Tull-Flöten und einer glorreichen Reprise des Chorus.

"Rearranged" schließlich wirkt wie eine Synthese fast aller Elemente des Albums, synthetisch-ruhig, lockerrockend, melodisch psychedelisch und durchweg positiv.

Alles wird neu arrangiert – vielleicht ein Kommentar zum Album selbst? Auf ihrem 9. Album verweben die Bärte mehr denn je ihre Retro-Wurzeln mit ihrer neuen Modernität. Dass das alles nicht orientierungslos und sogar recht rund wirkt verdankt das Album einerseits dem sehr starken Rahmen der ersten und letzten beiden Songs, andererseits aber vor allem der Qualität, die Octane etwas abging: jener positiven, warmen Grundstimmung, die die Bärte immer auszeichnete. War der Bart ab? Dann ist er nun nachgewachsen.

Für die Zukunft klar ist jedoch eines: Spock's Beard sind gar nicht so. Sie sind ganz anders. Bis zur Unendlichkeit und darüber hinaus.

Anspieltipp(s): On a perfect day, Skeletons at the feast
Vergleichbar mit: Morse-Spock's-Beard, Octane-Spock's-Beard
Veröffentlicht am: 30.11.2006
Letzte Änderung: 5.11.2013
Wertung: 10/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 3 von 4)


Soll ich, soll ich nicht... nach einigen Durchläufen des aktuellen Spock's Beard-Albums bin ich schwankend, ob ich mich dazu äußern soll. Aber wie man sieht, habe ich mich für "soll ich" entschieden. Ich bin und war nie der wirkliche "Bärte"-Fan... Ich bin nämlich schon Flower Kings-Fan und Fan beider RetroProg-Speerpitzen zu sein, hat sich für mich schon immer ausgeschlossen. Und wenn ich was amerikanisch-lockeres hören will, dann greife ich lieber zu Echolyn ;-) Aber ein Album von Spock's Beard ist immer noch so ein Szeneereignis, dass man sich schon mal damit beschäftigen möchte und als so etwas wie ein Spock's Beard-Sympathisant (zumindest der frühen Neal Morse-Phase) würde ich mich schon bezeichnen...

Ein Fazit also schon mal vorweg; wer die alte Bärte-Magie sucht, wird auf dem selbstbetitelten Album nicht fündig. Die Scheibe klingt wie eine Songsammlung einer Combo mit vielen Interessen. Alles hochprofessionell dargeboten, jedoch ohne erkennbaren roten Faden.... schreibt Kollege Fix, schon viel eher ein Bärte-Fan als ich. Recht hatter... aber kann man einer Band vorwerfen, dass sie eben nachdem der Ex-Cheffe eigene Wege geht, andere Musik machen will? Oder kann man der Band vorwerfen, dass der rote Faden fehlt, wenn z.B. Alan Morse in einem Interview sagt: "Wir machen das was uns gerade einfällt und das, was uns allen gefällt, kommt dann auf's Album". Da muß ja so eine Gemischtwarenhandlung bei rauskommen... Also, das kann man der Band nicht vorwerfen, finde ich, aber man kann das sehr wohl nicht mögen.

Von der Nach-Morse-Phase kannte ich bisher nur "Octane", ein nettes Rockalbum, nichts besonderes, aber auch nicht erschreckend schlecht. Dieses Album macht genau da weiter in meinen Ohren: Es gibt kompetent und mit Begeisterung vorgetragene Rockmusik unterschiedlicher Couleur... Der Opener ist ein Rückgriff in die Band-Vergangenheit, dann kommt ein Instrumental, welches wie ein Flower Kings-Cover klingt (logischerweise daher auch mein Lieblingssong auf diesem Album) und dann kommen an die 70er Jahre erinnernde HardRocker gemischt mit balladesken Ausflügen und einem seltsamen Longtrack, der sich als Mischung aus späten Genesis und Europe präsentiert. Dann noch ein 'richtiger' Longtrack und ein Rocker zum Abschluß.

Die 70er-Jahre-Rocker (andernorts als "Deep Purple-Soundalikes" bezeichnet) sind gut gespielt (außerdem gefällt mir sowas tendenziell), aber schlecht gesungen. NDVs Stimme ist viel zu weich für solche Musik, besser macht das sicherlich Alan Morse beim bluesigen "Sometimes they stay...".

"With your kiss" läßt mich ratlos zurück, ich finde es unausgegoren und in sich nicht stimmig und viel zu lang. "Hereafter" ist die Art von Pianoballade, die langweilt, weil kein bisschen Emotion überspringt. Seltsamerweise begeistert mich "Slow Crash Landing Man" in gewisser Weise. Ich bekomme die Melodie nicht mehr aus dem Ohr und irgendwie erinnert mich der Song an Phideaux, das isses vielleicht.

Zum Abschluß präsentieren uns die Bärte dann noch einen Longtrack, ähnlich wie der Beginn von "Octane"... seltsam das, wenn man doch nicht mehr so nach dem Prog-Publikum schielt. Wie auch immer, nett gespielt, stellenweise tolle Melodien, tolle Keyboard-Passagen (die sich auch immer wieder über das ganze Album verstreut finden), die Komposition in sich ist aber wieder nicht stimmig und reiht einfach vier Songs unter einer Überschrift aneinander. Wobei ich den Mitklatsch- und Mitgröhl-Part "They Know, We Know" ziemlich peinlich finde.

Vielleicht hätten sich Spock's Beard V2.0 umbenennen sollen, damit sie nicht immer wieder mit einer Vergangenheit verglichen werden, die unwiderbringlich Geschichte ist? Vielleicht sollten sich die Hörer auch einfach daran gewöhnen? Wer also ein gut gemachtes Amerikana-Rock-Album sucht, der wird mit Spock's Beard nicht schlecht bedient, wer den lockeren Mitwipp-Prog früherer Tage sucht, wird enttäuscht. Persönliches Fazit: Ich finde das Album eher zäh und langweilig, weil es mich emotional nicht erreicht und die Rocker nicht zünden. Schade um eine Band, die einstmals etwas besonderes war und nun halt eine gute Rockband von vielen ist...

Anspieltipp(s): Skeletons At The Feast, As Far As The Mind Can See
Vergleichbar mit: dem Fundus amerikanischer Rockmusik, will sagen eine gefühlte Nähe zu allerlei von Journey über Tom Petty & The Heartbreakers bis sozusagen Bruce Springsteen gemischt mit proggigen Ausflügen ;-)
Veröffentlicht am: 2.12.2006
Letzte Änderung: 3.12.2006
Wertung: 8/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


Nachdem der Kopf anno 2002 die Band verlassen hatte, war ich gespannt, wie NDV und Konsorten sich in Zukunft präsentieren würden. Spätestens nach Feel Euphoria war dann klar, was man vermuten konnte: der Bart war ab. Das, was mir an den Bärten gefallen hatte, was den Stil ausgemacht hatte, war mit Neal Morse von Bord gegangen und fand sich nun in dessen Soloalben wieder.

So habe ich von da an die Veröffentlichungen der rasierten Bärte nur noch am Rande mitverfolgt und muss sagen: nachgewachsen ist der Bart nicht. Und es ist halt nicht dasselbe, wenn man sich hin und wieder einen Bart anklebt, der dann aber nicht richtig sitzt und durch den man den Morse trotzdem durchschimmern sieht.

Vom vorliegenden Album ist bei mir einzig und alleine "Skeletons At The Feast" hängengeblieben, welches neben genug Dampf unter der Haube auch ein gerütteltes Mass an Vertrackheit und schliesslich auch Eingängigkeit enthält, was das Stück über das mainstreamige Einerlei der übrigen Stücke emporhebt.

Die Band spielt wie gewohnt toll zusammen, der Sound ist beeindruckend, sauber, druckvoll. Da gibt es nichts zu meckern; allein die Kompositionen sind für meinen Geschmack nur durchschnittlich und berühren mich nicht mehr.

Wer auf mainstreamigen Hard Rock, auf melodic rock und AOR steht, der wird hier gut bedient. Mir ist das zu gewöhnlich, zu wenig farbig.

Anspieltipp(s): Skeletons At The Feast
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.12.2010
Letzte Änderung: 13.12.2010
Wertung: 6/15
depiliert

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Spock's Beard

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 The Light 11.80 4
1996 The official live bootleg 11.00 1
1996 Beware Of Darkness 11.25 4
1998 From the vault 4.00 1
1998 Live: The Beard Is Out There 11.00 1
1998 The Kindness Of Strangers 11.33 3
1999 Skin (Single) 3.00 2
1999 Live at the Whisky and Nearfest 8.50 2
1999 Day For Night 9.00 2
2000 V 11.25 4
2000 Nick 'n Neal - Live In Europe - Two Seperate Gorillas (The "from the vaults" series vol.2) 3.50 2
2000 Don't try this at home 8.50 2
2000 Don't Try This @ Home Either (The "from the vaults" series vol.3) 6.00 2
2001 There & here (The "from the vaults" series vol.4) 7.00 1
2001 All On A Sunday (Single) 1.00 2
2002 Snow 11.00 2
2002 Don't Try This At Home (DVD) 10.00 1
2003 Feel Euphoria Ltd. Edition 7.20 5
2004 The Making of Snow - 1
2005 Octane 8.57 7
2005 Gluttons For Punishment - Live in '05 9.00 2
2008 Live (DVD) 11.00 2
2010 X 11.00 5
2012 The X-Tour Live 11.00 1
2013 Brief Nocturnes and Dreamless Sleep 10.33 3
2015 The Oblivion Particle 10.50 2
2015 The First Twenty Years 10.00 2

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