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Magma

Mythes et légendes Volume II (DVD)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006 (Aufnahme vom 21. Mai 2005)
Besonderheiten/Stil: live; DVD; Zeuhl
Label: Seventh Records
Durchschnittswertung: 13.25/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Stella Vander chant, percussions
Antoine Paganotti chant
Himiko Paganotti chant
Isabelle Feuillebois chant
James Mac Gaw guitare
Emmanuel Borghi Fender, claviers
Frédéric d'Oelsnitz Fender, claviers
Philippe Bussonnet basse, basse piccolo
Jannick Top basse
Christian Vander batterie
Klaus Blasquiz chant

Tracklist

Disc 1
1. Würdah Itah 48:58
2. Mekanik Destruktiw Kommandöh 42:52
3. Suite Pour Violoncelle 2:19
4. Quadrivium 3:55
5. De Futura 21:08
Gesamtlaufzeit119:12


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 4)


Endlich wird Teil II von "Mythes et légendes" verschickt, die zweite in einer Reihe von vier DVDs, die eine 4-wöchige Konzertreihe aus dem Jahr 2005 dokumentieren, in der Magma eine Zeitreise durch ihre eigene Geschichte gemacht haben. Während Vol. 1 auf Frühphase, die die ersten beiden Alben sowie den ersten Teil der berühmten "Theusz Hamtaahk"-Trilogie umfaßte, zurückblickte, werden hier drei Hauptwerke der Band zelebriert, aus der Zeit zwischen M. D. K. (1973) und Üdü Wüdü (1976).

Die Songauswahl ist repräsentativ für diese Phase, auch wenn "Köhntarkösz" fehlt, das wird aber auf der nächsten DVD nachgereicht. Hier sind drei der wichtigsten Epen von Magma zu finden, "Wurdah Itah" und "M. D. K.", die die "Theusz Hamtaahk"-Trilogie komplettieren, dazu das Opus Magnum von Janik Top (man sieht das immer wieder unterschiedlich geschrieben, danach gefragt, hat er mal in einem Interview diese Schreibung angegeben), "De Futura", das mir persönlich nie wirklich eingeleuchtet hat, weil es einerseits zu sehr Basssolo ist, andererseits unfertig klingt, ein Eindruck, der wohl vor allem durch die durchgängigen "uuuuuu"- und "aaaaahaaaa"-Lyrics entsteht. Nichtsdestotrotz: es ist ein Fan-Favourite (wie man auch an der Reaktion des Publikums hört) und das richtige Forum für den Stargast der Woche 2, Herrn Janik Top.

Der darf denn auch gleich noch bei zwei weiteren Stücken glänzen, einer Klassikadaption und einer Eigenkomposition, die leider ein bißchen aus dem Kontext des Konzerts herausfallen, dennoch aber ein Beweis für die Fähigkeiten eines der großen französischen Bassisten sind. Daß er nicht nur tiefe Töne produzieren kann, zeigt er vor allem bei der (für Magma eigentlich unüblichen) Klassikadaption "Suite pour Violoncelle", das er mit Bravour und sehr viel Sinn für Laut und Leise, Druck und Zurückhaltung herunterflinkefummelt.

Deutlich disziplinierter geht es hier zu als in der ersten Woche. Es gibt weniger improvisatorische Ausbrüche, weniger puren Krach, dafür gepflegten und sehr lebendigen Zeuhl der Oberklasse. Die Freiräume sind andere als auf "Epok I". Hier werden die klassischen Meisterwerke um neue Passagen ausgebaut. "Wurdah Itah" ist um Einiges länger als die Studioversion. Die neuen Elemente stammen dabei zum Teil aus bekannten Stücken, so entstehen weitere Querverbindungen, vergleichbar der zwischen "Wurdah Itah" und "K.A" durch "Les musiciens du bord du monde".

Eine Bonbon für die Fans der klassischen Phase ist der Überraschungsauftritt von Klaus Blasquiz, dessen Name auf der DVD-Hülle nicht einmal erscheint. Er hilft bei "Wurdah Itah", "M. D. K." und "De Futura" aus. Überhaupt steht mit teilweise fünf Sängern der Gesang hier deutlich stärker im Vordergrund als auf "Epok I", dafür fehlen mir die Bläser, die doch gerade "M. D. K." so satt und druckvoll machen können.

Magma zeigten sich auch in der zweiten Woche in Hochform, doch ich habe den Eindruck, daß auch mit dieser DVD der Höhepunkt der Reihe noch nicht erreicht ist. Insbesondere im Vergleich mit der "Trilogie"-DVD würde ich hier doch Abstriche machen. Ich bleibe gespannt auf Teil drei und vier.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.11.2006
Letzte Änderung: 8.12.2006
Wertung: 14/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 4)


Zu Niks Beschreibung bleibt mir nicht viel hinzuzufügen. Auch der zweite Teil der Konzertreihe ist beeindruckend, wobei man hier eine deutlich gewandelte Band vor sich hat. Keine Bläser mehr, dafür sind die Stücke gesangslastiger und wirken durchkomponierter als bei Teil 1. Beim Gesang ist besonders Antoine Paganotti hervorzuheben, dessen Stimme bei Wurdah Itah wahre Kapriolen schlägt. Überhaupt ist dieses farbige, abwechslungsreiche und teilweise schon richtig ausgelassene Stück für mich der Höhepunkt dieser Aufnahme, auch wenn der eigentliche Stargast Jannick Top hier noch gar nicht dabei ist!

Die restlichen Stücke stehen dem aber kaum nach. MDK hat hier ein geändertes Intro, ein tolles Basssolo von Jannick Top und auch sonst einige Abänderungen und Erweiterungen - trotzdem vermisse ich etwas die kräftigen Bläsersätze! Schließlich zeigt Monsieur Top noch mal sein ganzes Können auf zwei Solostücken und dem grollenden De Futura.

Insgesamt zeigt dieser zweite Teil eher den typischen Magma-Sound als Teil 1. Bleibt zu hoffen, dass die Wartezeit bis Teil 3 nicht zu lange wird!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.12.2006
Letzte Änderung: 15.12.2006
Wertung: 14/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 3 von 4)


Im Vergleich zu meinen beiden geschätzten Kollegen sehe ich diese DVD mit leicht enttäuschten Gefühlen.

Diese zweite DVD steht ganz im Zeichen der klassischen MAGMA-Phase und bietet mit "Wurdah Itah" & "M.D.K" zwei ihrer besten Stücke. Das Klaus Blasquiz am Ende von "M.D.K" und bei "De Futura" mitsingt (beim ersten Titel singt neben Paganotti noch James MacGaw als männliche Stimme), ist ein für mich nette, nostalgische Dreingabe, da ich ihn als MAGMA-Sänger sehr schätze, aber Antoine Paganotti macht seine Sache so hervorragend, dass es nicht schlimm wäre, wenn er nicht auftauchen würde.

Enttäuscht bin ich allerdings etwas von Jannick Top. Vorbei ist der grollende Bass, für den gerade er steht, und sein Solo in der Mitte von M.D.K ist für meine Ohren auf ganzer Linie enttäuschend. Allein Vanders Blicke sind bezeichnend. Auch er scheint nicht zu wissen, wie er das einordnen soll. Einen Basspart via Delay (?) sich wiederholen zu lassen, um darüber ein Solo zu spielen, das klingt, als ob man nicht so genau weiss, welche Töne man eigentlich nehmen will. Damit bremst Top M.D.K. völlig aus. Kein Vergleich zu früheren Liveeinspielungen. Dafür gefällt mir da anschließende Solo von James McGaw sehr.

Die beiden Solostücke Tops sind ok und auch bei "De Futura" klingt er besser, allerdings spielt der aktuelle Bassist der Band auch mit.

Trotzdem eine insgesamt schöne, spannende DVD. aber in meinen Augen etwas schwächer als Nummer 1.

Anspieltipp(s): Wurdah Itah
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.1.2007
Letzte Änderung: 7.1.2007
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


Volume 2 der Mythes et Légendes wurde am 21.5.2005 im Triton in Paris aufgenommen. Im Zentrum stehen der zweite und dritte Teil der Theusz Hamtaahk-Trilogie. Ergänzt wird der Abend durch Kompositionen des "Original-Mekanïk Destruktïw Kommandöh-Bassisten" Jannick Top.

Unbewusst durch die Rezensionen meiner Kollegen beeinflusst, die mit der Vergabe der Höchstnote warten wollten, bis alle Teile des Epok-Zyklus veröffentlicht waren, beobachte ich mich, wie ich diesen zweiten Teil unwillkürlich mit dem ersten zu vergleichen beginne. Ich vergleiche Saxophone und Querflöten mit Stimmen, Blasquiz mit Paganotti und den jazzigen Stil des Debutalbums mit dem Zeuhl von M.D.K. und Wurdah Ïtah. Und entscheide dann, dass das Unsinn ist. Magma führen hier über 4 Wochen ihr Lebenswerk auf, praktisch jede Komposition, jedes Album von Relevanz. Für dieses Lebenswerk bekommen sie von mir am Ende die Höchstnote.

Wurdah Ïtah. Es beginnt mit dem aus Theusz Hamtaahk bekannten Keyboard-Ostinato, das Stück scheint mir zu Beginn schneller performed zu werden als andere Versionen, die ich kenne. Paganotti steht im Zentrum dieses Stückes. Was er in dieser Dreiviertelstunde fast durchgehend an Vokalakrobatik leistet ist umwerfend. Er artikuliert jede Silbe der an Vokalen reichen kobaianischen Sprache sehr akzentuiert und klar. Teilweise frage ich mich, wie er derart viele Worte in so kurzer Zeit singen kann. Versucht es mal. Sein Vortrag ist intensiv und wird perfekt ergänzt durch drei jubilierende Frauenstimmen. Ich liebe das. Gegen das Ende hin wird das Stück immer schneller, Stimmakkorde werden synkopiert zu Vanders Beats gesungen, saugen einen in einen hypnotischen Strudel. Dies ist die ultimative Version des deuxieme mouvement des Zyklus.

Mekanïk Destruktïw Kommandöh. Magmas Signature-Opus. Es beginnt mit einem Piano-Ostinato (der Link zu den beiden ersten mouvements), einer grossen, absteigenden Sekunde. Nach dem über grössere Strecken vergleichsweise recht "fröhlichen" und "lieblichen" Wurdah Ïtah wird es nun brachialer, archaischer. Tops Bass ist kraftvoll und sehr tief, agiert dann aber auch in höheren Lagen als Melodiestimme und dies sehr agil. Sein Solo in der Mitte ist stark. Zuerst spielt er zweistimmig (eine tiefe line, darüber eine höhere Melodie), dann nimmt er die tiefe Basslinie in einer Schleife auf und spielt darüber ein atemberaubendes Solo: unglaublich flink und musikalisch. Für sich alleine ist das Solo ein absolutes Highlight, tatsächlich bremst es den Fluss von M.D.K. aber aus. Dass Vander hier aber überrascht gewesen wäre, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Das war ja keine spontane Aktion und alles mit Sicherheit Vander-approved. M.D.K. geht weiter, es folgt ein endgeiles Gitarrensolo und das Werk geht in das packende Finale über, in dem Vander zum Biest hinter seinem Kit wird und 5 Sänger(innen) eine Gänsehaut-Stimmung erzeugen.

Es folgen zwei Solo-Performances von Top am Bass, die ich beide nett, aber verzichtbar finde. Dann endet der Abend mit De Futura. Am Anfang finde ich das Stück etwas statisch und zu Bass-lastig, die zweite Hälfte ist allerdings ganz grosse Klasse. Ein würdiger Rausschmeisser, in dem das Schlagzeug wirbelt, Top mit unglaublichem Tempo wildeste Läufe aufs Griffbrett nagelt und schliesslich Sirenen das Ende des Abends einläuten.

Vol.2 ist anders als Vol.1. Und es ist genauso stark.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.2.2017
Letzte Änderung: 9.2.2017
Wertung: 14/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Magma

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Magma 10.75 4
1971 1001° Centigrades 9.20 5
1973 Mekanïk Destruktïw Kommandöh 14.50 3
1974 Wurdah Ïtah 11.00 2
1974 Köhntarkösz 11.50 2
1975 Live (Hhai) 12.00 1
1976 Üdü Wüdü 10.00 2
1976 Inédits 7.50 2
1977 Attahk 9.50 4
1981 Retrospektïw 3 6.00 2
1981 Retrospektïw 1-2 11.50 2
1984 Concert Bobino 1981 7.50 2
1984 Merci 7.50 2
1989 Mekanïk Kommandöh 13.67 3
1992 "Les Voix" Concert 1992 10.00 1
1996 Concert 1976 Opéra de Reims 12.00 1
1996 Concert 1971 Bruxelles - Théâtre 140 10.00 1
1996 Theatre du taur Concert - Toulouse 1975 9.00 1
1998 Floe Essi / Ektah 7.00 1
1998 Simples 4.00 1
1999 BBC 1974 Londres 11.50 2
2001 Theusz Hamtaahk Trilogie 15.00 5
2004 Concert Bobino 1981 (DVD) 5.00 1
2004 K.A 12.83 6
2004 Uber Kommandoh - 1
2006 Mythes et légendes Volume I (DVD) 14.00 4
2007 Mythes et légendes Volume III (DVD) 14.33 3
2008 Studio Zünd - 1
2008 Mythes et légendes Volume IV (DVD) 12.50 2
2009 Live in Tokyo 13.00 1
2009 Ëmëhntëhtt-Ré 13.33 3
2012 Félicité Thösz 11.40 5
2013 Mythes et légendes - Epok V 11.50 2
2014 Zühn Wöhl Ünsaï - Live 1974 12.00 2
2014 Rïah Sahïltaahk 10.00 2
2015 Šlag Tanz 10.00 1
2015 Köhnzert Zünd 13.33 3

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