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Close to the Edge. How Yes's Masterpiece defined Prog Rock (20.11.2017)
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Deluge Grander

August In The Urals

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: Jazz; Klassischer Prog; RetroProg
Label: Emkog Records
Durchschnittswertung: 11.25/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Dan Britton Keyboards, Vocals, Guitar
Patrick Gaffney Drums
Dave Berggren Guitars
Brett d'Anon Bass
Jeff Suzdal Saxophones
Frank d'Anon Xylophone, Trumpet, Flute

Tracklist

Disc 1
1. Inaugural Bash 26:57
2. August In the Urals 15:52
3. Abandoned Mansion Afternoon 12:14
4. A Squirrel 8:45
5. The Solitude Of Miranda 7:18
Gesamtlaufzeit71:06


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 4)


Just in einer Zeit, wo ich mich immer mehr vom Progressive Rock entferne und im Jazzrock, Altenative oder Metal umherwildere, kommt dieses Album von Deluge Grander daher und begeistert mich.

Erstaunlich daran ist weniger die Tatsache, dass sowas passiert, sondern dass es mit diesem Album passiert. Es liefert absolut Bekanntes aber in einer so toll arrangierten Form, dass es gleichermaßen entspannend und spannend ist, dem Werk zu lauschen. Deluge Grander spielen klassischen Prog, heutzutage spricht man ja auch gern von Retro, wenn bekannte Stilmittel wieder eingesetzt werden.

Die bei August In the Urals eingesetzten Motive findet man in ganz ähnlicher Form auch bei den frühen Yes und Genesis wieder. Und zwar so deutlich, dass man manchmal meint, die alten Herren hätten ein gemeinsames Album just 1974 aufgenommen und dieses bis heute verschwiegen und pünktlich zum Weihnachtsgeschäft wiederveröffentlicht. Das zeigt schon, dass die Herren Britton, Gaffney und Berggren ganz genau hingehört haben müssen.

Die auf dem Album vertretenen Stücke haben allesamt Überlänge und sind stimmig komponiert und arrangiert. Jeder Wechsel passt wunderbar hinein, alles wirkt wie aus einem Guss. Fantastisch, wie spielfreudig dabei zu Werke gegangen wird. Als Beispiel führe ich stellvertretend für die restlichen Instrumente das perlende und warm klingende Keyboard an. Wunderschön. Der Gesang wird dezent und eher unauffällig eingesetzt.

Anders als manch andere Band, die sich auf das Verwenden bekannter Stilmittel beschränken, können Deluge Grander mit Spielfreude, tollen Arrangements und zauberhaften Stimmungen begeistern. Das Album bedient sich geradezu frech an Strukturen von Genesis und Yes und dennoch macht es Spaß, jedem einzelnen Stück zu lauschen. Irgendwie ist August in The Urals das Album, welches beide Bands irgendwann mal hätten machen können.

Anspieltipp(s): The Solitude Of Miranda
Vergleichbar mit: Genesis (Foxtrott/Selling England By The Pound), Yes (Fragile/Close To The Edge)
Veröffentlicht am: 10.12.2006
Letzte Änderung: 10.12.2006
Wertung: 11/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 4)


Es ist gut zu wissen, dass es immer wieder neue, unbekannte Bands gibt, die den gemeinen Prog-Hörer überraschen können. So geschehen bei mir und dem Debut von Deluge Grander.

Dabei sind die Zutaten zu dieser Musik althergebracht: ein Schuss Genesis hier, eine Prise Yes dort, das ganze übergossen mit einer Portion Canterbury, fertig ist das Gebräu. Das wird aber derart begeisternd und voller Spielfreude dargeboten, dass man über die kleinen Mängel, also die nicht ganz optimale Produktion und den schwachen Gesang (der aber meiner Meinung nach durchaus passt) gerne hinweg sieht.

Die weitgehend instrumentale Musik ist sehr sinfonisch gehalten. Großen Anteil daran haben die Tasteninstrumente, die mal schwelgerische Mellotronteppiche auslegen, mal mit perlenden Pianoläufen überzeugen.

Mit der Musik sollen wohl Bilder im Kopf des Hörers hervorgerufen werden. Damit dem das einfacher gelingt, sind im Booklet keine Texte abgedruckt, sondern es gibt zu jedem Song ein Gemälde (vermutlich von befreundeten Künstlern). Die passen, finde ich, überhaupt nicht zusammen, sind zudem nicht einmal wirklich ansehnlich. Da ziehe ich doch das Gemälde von Thomas Cole auf der Vorderseite vor (romantischer Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts; so, Bildungsauftrag erfüllt).

Deluge Grander erinnern mich, dank der Gesamtanlage ihrer Musik, immer wieder an Versus X. Hier wie dort gibt es ausladende Kompositionen, eine komplexe Rhythmik, Anklänge an die großen Bands der 70er und auch der Einsatz von Gitarre und Tasten ist vergleichbar. Allenfalls könnte man sagen, dass Deluge Grander einen etwas jazzigeren Touch haben. Daher sollten alle, die die Musik von Versus X schätzen, hier zumindest einmal reinhören.

Anspieltipp(s): Inaugural Bash
Vergleichbar mit: jazzigere Versus X
Veröffentlicht am: 3.2.2008
Letzte Änderung: 3.2.2008
Wertung: 11/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 3 von 4)


Ein bissl Wasser muss ich in den Wein gießen: Die Band klingt stellenweise alles andere als tight. Besonders das Zusammenspiel Dave Berggrens mit der Rhythm-Section wirkt nicht immer besonders gut eingespielt, nudelt der Gitarrist doch in zahlreichen schnelleren Passagen ziemlich neben dem Takt herum. Beim Nebenbeihören mag das nicht auffallen, aber beim konzentrierten Hören stört das den Hörgenuss früher oder später doch ziemlich. Hoffen wir, dass es die ansonsten hervorragende Band beim demnächst erscheinenden Album besser macht.

Anspieltipp(s): Ganz klar: Inaugural Bash
Vergleichbar mit: Yes? Genesis? Hie und da vielleicht, aber die Bezüge sind doch eher vage, meist auf den gesamten klassischen Prog gerichtet. Das macht die Band eigenständiger als es den Anschein hat
Veröffentlicht am: 2.4.2009
Letzte Änderung: 2.4.2009
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


Und ich giesse nochmals ein paar Tropfen Wein dazu, ach was: gleich einen ganzen Schluck davon.

Spielfreude! Spielfreude ist das Stichwort! Unbändige Spielfreude! Und Klavier. Viel Klavier. Ich liebe Klavier. Dan Britton vollführt hier zum Teil die abartigsten Fingerübungen und flechtet diese in kleine retroprogressive Meisterwerke ein. Patrick Gaffney trommelt sich virtuos und kraftvoll in Schweiss, Brett d`Anon greift sich am Bass einen Wolf und David Berggren zwirbelt auf seiner Gitarre herum, das es eine Freude ist.

Aber es geht nicht nur virtuos und intensiv zur Sache. Ein tiefer Männerchor über monotonem Bass und sakralen Orgelakkorden gehört ebenso zum spannenden Repertoir von Deluge Grander wie Mellotronteppiche satt, Saxophon, Trompete, Flöte und perlende Xylophonparts. Einzig der (spärliche) Gesang passt irgendwie nicht so ganz zur Musik. Weiss nicht; erinnert mich irgendwie an eine Mischung aus Sisters of Mercy und Country... Aber man gewöhnt sich ja an alles.

Inaugural Bash ist Retroprog in Perfektion. Ich habe schon lange keinen so kurzweiligen 27-Minüter mehr gehört. Auch die anderen Kompositionen sind gut bis sehr gut.

Die von Nik bemängelte fehlende Tightness ist für mein Empfinden nur auf einzelne nicht ganz kongruente Parts beschränkt. Grosso Modo spielt die Band sehr gut zusammen. Von den drei Britton-Bands die ich kenne (Cerebus Effect, Birds and Buildings und eben Deluge Grander) finde ich letztere am stärksten.

Meine Empfehlung.

Anspieltipp(s): Inaugural Bash
Vergleichbar mit: Deluge Grander (!)
Veröffentlicht am: 13.10.2011
Letzte Änderung: 13.10.2011
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Deluge Grander

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 The Form of the Good 10.67 3
2014 Heliotians 11.00 1
2017 Oceanarium 12.00 2

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