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Blind Ego

Mirror

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007 (26.01.2007)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Melodic Rock / AOR; Neoprog; sonstiges
Label: Red Farm Records
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Kalle Wallner Guitars
John Jowitt Bass
Tommy Eberhardt Drums
John Mitchell Vocals
Paul Wrightson Vocals

Gastmusiker

Yogi Lang Keyboards, Sound-Design, Production
Clive Nolan Vocals
Mischa Schleypen Vocals
Stefan Obermaier Sound-Design

Tracklist

Disc 1
1. Obsession 4.21
2. Moon And Sun 5.07
3. Break You 6.16
4. Black Despair 6.48
5. Open Sore   (Instrumental) 3.16
6. Hollowed   (Instrumental) 1.27
7. Mirror 4.26
8. Don't Ask Me Why 8.11
9. Moorland   (Instrumental) 4.14
10. Forbidden To Remain 10.04
11. Artist Manqué   (Bonus Track: Violet District) 6.42
Gesamtlaufzeit60:52


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Das Blind Ego das Solo-Projekt des aktuellen RPWL- und früheren Violet District-Gitarristen Kalle Wallner ist, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Ich kann sowohl RPWL (da würde ich mich als Sympathisant bezeichnen, das letzte Studioalbum "World Through My Eyes" war richtig gut und live habe ich sie auch schon gesehen und bin nicht eingeschlafen, obwohl es spät war und vorher Riverside den Saal gerockt hatten) als auch Violet District (hier würde ich mich sogar als Fan bezeichnen wollen) etwas abgewinnen. So gesehen habe ich mich richtig auf dieses Album gefreut, zumal ich Wallner für einen richtig Guten seines Fachs halte, der bei RPWL eigentlich etwas unterfordert ist.

Leider gerät auch dieses Album zu einer leichten Enttäuschung... Schon die Idee die "üblichen Verdächtigen des zeitgenössischen englischen Neoprogs" mit ins Studio zu laden, war schlecht. John Mitchell ist sicherlich ein guter Gitarrist, aber doch ein ziemlich durchschnittlicher Sänger. Paul Wrightson hingegen haucht den Stücken richtig Leben ein, sorgt allerdings auch für die Arena-Note, die dem Ganzen doch einiges an Eigenständigkeit raubt. Jowitt und der Schlagzeuger Eberhardt erledigen ihren Job solide.

Den Rest erledigt dann Kalle Wallner leider selbst und nutzt seine Freiräume nicht so richtig. Seine Gitarre klingt so meist immer noch floydig, wenn auch mit mehr "Schmackes" und um einiges rockiger als bei seiner Stammcombo. Aber er kann es noch besser und das hat er schon bei Violet District bewiesen, als er mit dem einen oder anderen Gitarrenlauf locker Ian Crichton (Saga) Konkurrenz machen konnte. Seine Kompositionen sind doch etwas brav und bleiben melodischem Rock mit ein bisschen aufgekratzten Gitarren und einem Schuß NeoProg treu. Durch die Gäste (siehe voriger Absatz) klingt das Ergebnis dann endgültig wie eine Mischung aus Arena, Kino, Frost* und so weiter... Schade, denn diese melodiösen 'Prog-Casting'-Bands schaffen es sicherlich ein paar Wochen zu unterhalten, aber dann nutzen sich diese Alben schnell ab und mutieren zu "Schrankware". Ich befürchte, dieses Schicksal droht auch "Mirror" in absehbarer Zeit.

"Forbidden To Remain" ist ein tolles Epos, allerdings würde das Teil auf keinem RPWL-Album auffallen. Vielleicht sollten RPWL Wrightson als Sänger engagieren, das könnte ein tolle Kombination werden. Höhepunkte von "Mirrors" sind für mich ganz klar die Instrumentals, in denen Wallner sich dann doch ein bisschen eigentständiger zeigt und die Mittelteil-Sequenz aus "Open Sore" / "Hollowed" / "Mirror", ganz großes Kino (hehe) wie ich finde. Und am Schluß brilliert noch die Neueinspielung des Violet District-Songs "Artist Manqué", sicherlich mein persönlicher Favorit auf diesem Album, schon wegen des gefühlvollen Gesangs von Mischa Schleypen.

Schlecht ist dieses Album also beileibe nicht. Nur vielleicht etwas belanglos, aber möglicherweise ändert sich auch gerade nur mein persönlicher Geschmack (...vergleiche auch "Presets"). Fans von Kino, Frost, aber natürlich auch RPWL (sofern sie nicht bei jedem härterem Gitarrenakkord zusammenzucken) können hier bedenkenlos zugreifen, sollten es vielleicht auch, andere brauchen dieses Album möglicherweise überhaupt nicht.

Anspieltipp(s): Open Sore, Mirrors, Artist Manqué
Vergleichbar mit: Arena, Frost, Kino, RPWL ;-)
Veröffentlicht am: 5.2.2007
Letzte Änderung: 27.9.2011
Wertung: 9/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Was leben wir doch in einer schnelllebigen Zeit... gerade mal drei oder vier Jahre ist es her, dass Mirrors veröffentlicht worden ist und schon gibt es eine remasterte Version! Ob das wirklich nötig war? Diese Neuauflage enthält neben dem bereits vorher vorhandenen Violet District-Bonus-Track jedenfalls noch eine Live-Version des gut zum Blind Ego-Sound passenden RPWL-Stücks Sugar for the Ape mit Guest-Singer Yogi Läng.

Sugar for the Ape ist ein guter Aufhänger. Der RPWL-Fan weiß dann etwa, in welche Richtung der Sound dieses Albums im Großen und Ganzen geht. Kalle Wallner bietet mit gesanglicher Unterstützung von John Mitchell und Paul Wrightson eine satte, psychedelic-freie Version des RPWL-Sounds. So wie Sugar for the Ape untypisch für das Album Trying to Kiss the Sun fetzte, so stimmig passt es in den Kreis der auf Mirror versammelten, vorzugsweise an der breitwand-rockenden E-Gitarre Wallners orientierten Songs.

Gesanglich setzen John Mitchell (rockiger) und Paul Wrightson (samtiger) je eigene Akzente. Aber auch rein instrumental funktioniert der fette Blind Ego-Sound. Wer RPWL mag, sich aber nicht vorstellen kann, wie RPWL mit melodic-rockigem Einschlag und Arena-Gesang klingen könnten, der sollte sich Blind Egos Mirror ruhig mal zu Gemüte führen. Bleibende Schäden sind nicht zu befürchten.

Anspieltipp(s): Obsession, Mirror
Vergleichbar mit: Nightingale
Veröffentlicht am: 10.10.2011
Letzte Änderung: 8.3.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Blind Ego

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 Numb 10.50 2
2016 Liquid 10.00 2
2017 Liquid Live 10.00 1

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