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STATISTIK
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Isis

In the absence of truth

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: Postrock
Label: Ipecac recordings
Durchschnittswertung: 15/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jeff Caxide
Michael Gallagher
Aaron Harris
Aaron Turner
Bryant C. Meyer

Gastmusiker

Troy Zeigler perc + acc.git. Track 8
Charly Turner add.voc Track 2/7
Caleb Scofield add.voc Track 5

Tracklist

Disc 1
1. wrist of kings 7:45
2. not in rivers, but in drops 7:48
3. Dulcinea 7:10
4. over root and thorn 8:30
5. 1000 shards 6:17
6. all out of time, all into space 3:03
7. holy tears 7:04
8. firdous e bareen 7:50
9. garden of light 9:17
Gesamtlaufzeit64:44


Rezensionen


Von: Holger Grützner @


Isis liefern eine weitere musikalische Sphinx.

Wiedereinmal hat man reichlich interpretatorischen Spielraum, da die Texte einmal mehr phonetisch nicht verstehbar sind und ein Abdrucken im Booklet -scheinbar traditionell- nicht in Frage kam. Deutet man die Titel der einzelnen Tracks, führt das augenscheinlich in folgende Richtung: Im Gefolge von Königen (Diktatoren, Präsidenten,-) führen tapfere, desinformierte Ritter Windmühlenkämpfe um (Dulcinea) verstiegene Ideale zu verwirklichen. Sie holen sich Blessuren, weinen heilige Tränen, scheitern aber stets im sandigen Todesstreifen (der natürlich einen arabischen Namen tragen muss) vor dem Garten des Lichts.

Erweiterte Assoziationen könnten sein:

Die Wüste ist ewig. Der Wind ist es nicht. Aber heute weht er ein paar Felsklippen frei. Geradeso wie die Kamelskelette dort. Morgen werden beide sicher wieder zugeweht. Vom Minarett am Horizont klingen Gebetsfetzen herüber. Allah akbar! Die Worte reiten auf dem Wind, ringen mit den Geistern erschlagener Kreuzritter. Alles wär, wies immer war, - würde nicht auch dieses frische Panzerwrack auf-und zugedeckt ...

"and there are castles made of sand" ..."stone free!!!"

Steine prasseln aufs Watchtower-Dach, geworfen von Schulkindern. Und der Alien dort oben mit dem Sturmgewehr und den Stars & Stripes auf dem Ärmel fragt sich: Hey, Joe! What are you doin? with the gun in your hand? ...bevor er die Kopfhörer aus den Ohren stöpselt.

Und wenn man dann schon einmal auf DEM Pfad ist: Da sitzt 2006 ein Kalifornier zu Hause und zappt durch den purple haze des TV-Schwachsinns: Bagdad-Britney-Superbowl - buy those doughnuts! Er zieht sich's rein. Mitternacht für Mitternacht, wenn er vom Konzert kommt. Wach genug um mitzukriegen, dass in seinem Wahrheitspuzzle immer etwas fehlt: Wie kam nur all das amerikanische Erdöl unter diesen arabischen Sand? Be your own thinktank!

All you need is bruchstück...are you experienced?

Eines Tages hat er genug. Er ist Musiker. Er will die immer wieder wahrgenommenen Unzulänglichkeiten verarbeiten. Jedoch museale Seeger Sessions (Part 2) überlässt er anderen Leuten. Er ist kein Prediger. Aus dem Garten des Lichts wird weiterhin nichts! (siehe letzter Track) Er will Töne sieden. Ohrmuscheln verbrühen. Ohne Erlöserfinale!

Die Band dafür hat er. Nach Oceanic und Panopticon ist eine philosophische Steigerung fällig: Die Abwesenheit von Wahrheit. Die Unverkraftbarkeit von Wahrheit. Die Verarbeitung von Katastrophen. Leben in der Stagnation - während die Chinesen kommen und das Klima geht. Mit freundlicher Unterstützung von General Motors, Daimler-Chrysler, VW und Co. Eigentlich ein Thema für Laibach oder die Einstürzenden Neubauten. Aber Europa schweigt. Die Fortschrittsfalle schlechthin verlangt nach einem zeitgemäßen Soundtrack. Isis liefern ihn:

Was landläufig als Cover bekannt ist, ist in Wirklichkeit nur der Schuber, der das eigentliche Cover verbirgt. Zu sehen ist außen ein Gewirr brauner Streifen. Mumienbinden? Wurde Wahrheit einst einbalsamiert, um uns vor ihrem Anblick zu schützen? (Eine Ballade von Schiller beschreibt so etwas Ähnliches.) Man entdeckt keinen Anfang und kein Ende. Oder handelt es sich um die Bestandteile des Gordischen Knotens?

Dem würde das Innencover entsprechen: Auf blutrotem Hintergrund verheddern sich 6 solche Binden zu einem riesigen Knoten. Du klappst das Booklet auf und siehst eben diesen Knoten, dessen Form nun an eine Handgranate erinnert, auf dich zuschweben und schließlich detonieren. Was kommt zum Vorschein? Gleißendes Licht! Ist das die Wahrheit? Oder ganz einfach NICHTS? Umsonst gegrübelt. Game over. Alles wieder zurück auf "Start".

Ins Grübeln kommt man bei Erstkontakt mit dieser Platte auf alle Fälle. Ich gebe zu, nach dem ersten Hördurchlauf enttäuscht gewesen zu sein. Im Vergleich zu den Vorgängern fehlte was. Aber was?

Die Gitarren sind da. Sie bauen am Soundgebirge, wie gewohnt. Nur kürzer. Das sind keine gleichmäßig wachsenden Killerwellen wie auf "Oceanic". Das sind nur vereinzelte Felsenriffe im Wüstensand oder eben Erkenntnisbrocken im Meer der Fragen. Das melodische Brüllen fehlt auch nicht - doch wird es unterbrochen von Zwischenspielen mit klar gesungenen Passagen auf leisen, dezent verfremdeten Dreiklängen: Oasen. Pfützen. Keine Seen - denn keine Melodien. Trotzdem Labsal.

Das Konzept wirkt luftiger, aber nicht so durchlässig, dass Idylle erzeugt würde. Man beachte die Hubschraubergeräusche und Sirenen in "Firdous e Bareen". Eigentlich gibt es mehr Abwechslung als auf den Vorgängern und eben das verwirrt. Befremdet. Geht Isis die Puste aus? Mitnichten, denn genau darin vermute ich mittlerweile die Absicht dieser Platte:

Jede Erkenntnis wirft neue Fragen auf. Der angestrebte "garden of light", wahlweise als Kommunismus (Karl Marx) oder Ende der Geschichte (George, ohne dabbel-Ju, Bush sen.) bezeichnet, rückt in immer neue Fernen. Das große Puzzle des Wissens zusammenzufügen, wird weitere Zauberlehrlinge scheitern lassen. Hermann Hesse hätte dieses Unvermögen das Glasperlenspielsyndrom genannt. Isis geben eine andere Andeutung preis: Alles ist möglich. Interessanterweise berufen sie sich dabei auf Hasan bin Sabah, den alten Ismaeliten und nicht auf das bekanntere Panta rhei des noch antikeren Platon. Also erkämpf' dir deine Wahrheit "Not in rivers, but in drops". Und Tröpfchen für Tröpfchen lernt man dann auch diese Platte zu lieben. Nach jedem Hördurchlauf ein bisschen mehr!

Hattrick gelungen. Drittes Meisterwerk in Folge. Wie einst Jimi der Große, dessen legitime Nachfolger Isis sind. Sie klingen überhaupt nicht nach Hendrix, aber sie haben, wie er, neue musikalische Ausdrucksmittel gefunden, die eine ähnliche Wirkung erzielen: Wow!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: eventuell Tool, aber spannender
Veröffentlicht am: 6.2.2007
Letzte Änderung: 21.1.2013
Wertung: 15/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Isis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Celestial 13.00 1
2002 Oceanic 12.50 2
2004 Panopticon 13.00 1
2009 Wavering Radiant 11.00 1

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